Hallo Felli,
Dein erster Fund ist Trichia varia gut kenntlich an den einfach gewickelten Elateren.
Die 2. Art ist wie Du schon vermutet hast, Trichia contorta var. attenuata . Die hat lang ausgezogene mehrfach gewickelte Elateren.
LG Ulla
Hallo Felli,
Dein erster Fund ist Trichia varia gut kenntlich an den einfach gewickelten Elateren.
Die 2. Art ist wie Du schon vermutet hast, Trichia contorta var. attenuata . Die hat lang ausgezogene mehrfach gewickelte Elateren.
LG Ulla
Hallo Chris,
Physarum polycephalum ist bisher bei uns im Freiland noch nicht gefunden worden.
Es sei denn, jemand hat ihn aus einem Labor mal ausgesetzt.
Vom Plamodium ähneln sich beide, aber es sind unterschiedliche Gattungen, wo die reifen Fruchtkörper auch völlig anders aussehen.
LG Ulla
Hallo,
dieser Pilz paßt eigentlich in die Pathologie-Scene.
VG Ulla
Ich suche ihn zur Zeit, da ich ihn wieder mal eine Weile als "Haustier" halten will.
Hallo Peter,
Badhamia hat z.T. wieder Hochzeit. Sie mag das feuchte nicht zu kalte Wetter.
Sie liebt vor allem dickere Stämme (z.B.Buchen), gern auch wo Porlinge dran sind. Sie liebt auch Phlebia sp.
LG Ulla
Hallo Sebastian,
ein Schleimpilz ist das definitiv nicht.
Sonst kann ich aber nicht weiter helfen, da das nicht meine Baustelle ist.
Aber sicher werden sich da bewandertere Pilzfreunde melden.
VG Ulla
Hallo,
sehr schöne Eindrücke von der Artenvielfalt.
Es wäre schön wenn Du die Fotos durchnummerieren würdest und die Nummern auch im Text bei den Arten einfügst sodass nicht so bewanderte Pilzfreunde die namen mit den Fotos verbinden können..
Ein paar Fotos sind leider auch doppelt im Beitrag.
Ist die für Dich unbekannte Art der rötlichbraune Porling? Den würde ich für einen Zimtfarbenen Weichporling Hapalopilus rutilans halten.
VG Ulla
Hallo Sebastian,
da hast Du Dich ja redlich bemüht das Richtige rauszubekommen.
Bei den Physarales lagst Du schon richtig.
Zur Unterscheidung von Physarum und Didymium muß man die Kalkauflage auf der Peridie untersuchen ob sie kristallin (Didymium) oder amorph (Physarum) ist. Auf Deinen letzten Fotos sieht man gut die Kalkkristalle (wie kleine Sternchen) --> deshalb Didymium
Dann das Capillitium untersuchen: die Verdickungen der Capillitiumfäden hast Du als Kalk interpretiert. Das sind aber "nur" Verdickungen. Kalkknoten bei Physarum sitzen meist in den Achseln der Netzstruktur. Sie sehen auch anders aus als die Verdickungen. Da kommt man wieder auf Didymium.
Du schriebst, die Fruchtkörper seien nicht gestielt, aber auf dem ersten Foto sieht man das sie nicht ganz aufsitzen und auf den 2 folgenden Fotos sieht man auch, das da eine weißer stämmiger aber sehr kurzer Stiel ist, der bis in den Fruchtkörper reinragt. Die Fruchtkörper haben oft auf der Unterseite einen Nabel in den der Stiel reinragt und sie deshalb wie sitzend scheinen. Die von Dir vermutete D. anellus ist wirklich sitzend, hat keinen Stielansatz und die Columella sitzt direkt auf dem Hypothallus auf.
Die dunkle Verdickung im Köpfchen auf dem 2. Foto ist die Columella. Die besteht auch aus Kalk. Das ist anders als bei den Stemonitales. Die sind ja völlig kalkfrei.
Die Sporenstruktur und -größe ist auch i.O. sodass ich wie vermutet wieder auf Didymium squamulosum komme.
Diese Art ist sehr vielgestaltig (vielleicht kommt bei zukünftiger Sequenzierung raus dass es mehrere Arten sind?). Sie ist aber sehr häufig und kommt gern auf Laub vor.
Da Du mit einem Schlüssel versucht hast zum Ergebnis zu kommen, versuch den doch mal rückwärts zu gehen. Da findest Du vielleicht raus wo der Denkfehler war.
Noch eine Bemerkung zu nivicolen Arten. Die wachsen wie bekannt am Rande des tauenden Schnees. Die Schneelage muß dick sein und mehrere Wochen liegen bleiben und dann erst bei frühlingshaften Temperaturen tauen. Solche Bedingungen hat man in der Ebene nicht, deshalb das Vorkommen im Gebirge (teilweise schon ab 500m in Mittelgebirgen, z.B. Harz, Thüringer Wald, Schwarzwald). Dieses Jahr wird es aufgrund der ungünstigen Schneelagen sicher auch in den Alpen schwierig für diese Arten von den Mittelgebirgen ganz zu schweigen.
LG Ulla
Hallo Bernd,
heute ist der Beleg wohlbehalten angekommen.
Ich werde ihn in den nächsten Tagen mal genauer unter die Lupe (Mikro) nehmen.
Weitergehende Literatur habe ich mir auch noch besorgt, da es mit Badhamia nicht leicht ist. Es gibt einige neu beschrieben Arten.
Ich hoffe, dass ich wirklich auf ein schlußendliches Ergebnis komme.
LG Ulla
Hallo Sebastian,
das wird schon etwas problematischer.
Man sieht nicht ob die Fruchtkörper einen Stiel haben. Er kann auch sehr kurz sein.
Man muß dann die Peridie mikroskopieren ob die weißen Kalkteile aus Kalkkristallen bestehen --> das wäre dann Didymium.
Das Capillitium schein ja keine Kalkknoten zu haben. Das spricht auch für Didymium.
Ich würde auf einen kurzen weißen Stiel tippen und Kristalle auf der Peridie?
Dann könnte es Didymium squamulosum sein. Die Art wächst gern auch auf Laub.
LG Ulla
Hallo Sebastian,
Deinen Schleimi würde ich für Physarum nutans (Ph.album) halten. Typisch sind die nickenden Köpfchen.
Allerdings ist Deine Aufsammlung noch nicht reif. Im reifen Zustand sind Schleimpilze einfacher zu erkennen. Meist hilft aber nur das Mikroskop.
LG Ulla
Hallo Helix,
mich würde mal interessieren mit welcher Technik und wie Du die Fotos machst!
Was muß man da investieren?
Die Fotos sind sehr toll.
LG Ulla
Hallo,
schöne Fund hast Du da gemacht.
Dass die "Österreicher" schon so weit sind ist ja bei Euch nicht verwunderlich
.
Zu Deinen Schleimpilzfunden:
Nr. 7 halte ich nicht für Trichia contorta, die ist nämlich ungestielt. Ich denke dass das Hemitrichia ist, entweder H. Calyculata oder H. clavata.
Nr. 10: das letzte Foto kann auch was anderes sein als Arcyria denudata. man sieht, dass sich da Capillitium leicht vom Stielbecher löst und es auch viel grobmaschiger.
N3: dürfte Dictydiaethalium plumbeum sein. Man sieht auf dem letzten Foto, dass der Myxo aus vielen Einzelfruchtkörpern besteht. Vergleich mal damit.
LG Ulla
Hallo Jörg,
Deine Funde sind leider noch nicht reif, da ist es oft schwierig selbst die Gattung zu erkennen.
Trichia decipiens könnte das sein, obwohl ich die unreif nie ein so goldgelb gesehen habe sondern mehr lachsfarben.
Man müßte abwarten bis die Fruchtkörper reif sind.
LG Ulla
Hallo Jörg, sehe ich auch so
LG Ulla
Hallo Jörg,
ich würde Erwin beipflichten: Arcyria.
Leider sind die Fruchtkörper noch nicht richtig reif, d.h. das Capillitium hat sich noch nicht gestreckt. Die Farbe ist auch etwas unklar: ist das mehr beige, gelb oder doch etwas rötlich?
Um die Art rauszukriegen müßte man mikroskopieren.
LG Ulla
Hallo, ich würde das auch für einen unreifen Myxo halten.
Vielleicht wird das mal Badhamia utricularis?
Ist aber unsicher. Man müßte die reifen Fruchtkörper untersuchen
VG Ulla.
Hallo Noah,
aufgrund des Capillitiums würde ich das eher für eine Badhamia halten.
Aber man weiß nie was so in Kultur alles passiert.
LG Ulla
Hallo Bernd,
ich glaube, dass Du da was ganz Besonderes gefunden hast! ![]()
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Eine Trichia ist es aber nicht, Trichiales haben keine Kalkstrukturen weder auf der Peridie noch im Capillitium.
Aufgrund deiner Fotos sehe ich da im Innern der Fruchtkörper weißliche Kalkstrukturen, die mich stark an das Capüillitium einer Badhamia erinnern.
Du schreibst auch : Sporen oft verklumpt. Die Sporen sind stark warzig mit hellerer Seite (dort hingen die Sporen im Klumpen zusammen)
Das ist auch das typische Merkmal einiger Badhamia-Arten.
So komme ich auf Badhamia nitens, eventuell die var. reticulata. Die var.nitens soll mehr kreiselförmige Sporen haben während die var. reticulata mehr rundliche (wie Deine Aufsammlung).
Das ist eine Art, die in neuer Zeit in Deutschland noch nicht sicher festgestellt wurde. Das einzige was nicht ganz paßt ist, dass das Capillitium mehr gelblich sein soll.
Aber etwas anderes fällt mir dazu erst einmal nicht ein. Die Gattung Physarum (auch mit kalkhaltigem Capillitium) schließe ich aber aus.
Ich hoffe, dass Du den Beleg gut aufgehoben hast. Der Fund ist sicher wert in einer Publikation veröffentlicht zu werden!
Zum Moos kann ich leider nichts sagen, da kenne ich mich nicht aus.
LG Ulla
Hallo Jörg,
ich wünsche Dir auch alles Gute für 2023!
Sehr schöne Fotos!
Du hast recht mit Arcyria. Ich denke, dass das Arcyria pomiformis ist. Gelbe Arcyrien gibt es nur sehr wenige.
LG Ulla
Dem kann ich mich nur anschließen!
danke für das tolle Rätsel! ![]()
LG Ulla
Hallo,
für die Heizperiode hab ich mir selbst Trockenroste für die Heizkörper gebaut aus 4 Leisten, in den Abmaßen der Heizkörper, die mit Drahtgitter bespannt wurden.
Funkioniert prima, läßt sich gut reinigen.
LG Ulla
Hallo,
leider wurden auch bei der Nachsuche keine Fruchtkörper mehr gefunden, es kam ja die Schnee- und Kälteperiode dazwischen.
Schade ![]()
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. Vielleicht im nächsten Jahr.
LG Ulla
Hallo Waldi,
Deine Fund ist mir für eine braune Borsten-Tramete oben viel zu glatt. Der Pilz müßte filzig sein. Auch hat diese Art selten solche scharfkantigen Konsolen.
Ich denke eher an den Erlen-Schiller-Porling - Inonotus radiatus, der kann auch solche Konsolen ausbilden und das Porenbild paßt auch.
Du schriebst ja auch, dass der Pilz gelblicher als auf dem Foto aussieht. Das würde auch passen.
Vergleich mal damit.
LG Ulla
Hallo Noah,
das ist eine gute Frage.
Ich weiß das auch nicht, wie man da zählen muß,
Aber es gibt nur eine Art: Trichia varia, die hat nur eine einfach gewickelte Spiralleiste auf dem Capillitium. Das sieht man am besten an den Capillitium-Kurven, da ist die Leiste nur locker um den Capillitium-Strang gewickelt. Bei den anderen Arten von Trichia, Hemitrichia, Metatrichia sieht man, dass das stärker verdrillt ist. Aber wieviele Leisten es dann sind sehe ich auch nicht wirklich. Da müßte man einen Strang vom Anfang bis Ende verfolgen und zählen
.
Allerdings wird in den Schlüsseln nie gefragt, ob das Capillitium mit 3 oder 4 Spiralleisten umwickelt ist.
Wichtig ist, ob das Capillitium außer den Spiralleisten noch Stacheln, Verdickungen hat und wie dick es ist und vor allem wie die Enden aussehen (kurz oder lang auslaufend).
LG Ulla
Hallo Uwe,
herzlichen Glückwunsch zu dem schönen Fund. Die Art ist ja recht selten und man findet sie meist in Kulturen, da sie sehr winzig sind.
Aber deine Fotos zeigen alles wesentliche: den gestielten Fruchtkörper mit den braunen Pickeln auf der Peridie.
Das Mikrofoto zeigt das typische Capillitium mit den kleinen Warzen und Stacheln, welches an die Gattung Perichaena erinnert (zu dieser Gattung wurde es von manchen Mykologen gerechnet).
Die "Spiralleisten" welche im 3-bändigen Myxobuch genannt sind sind aber nicht so deutlich ausgebildet wie bei den anderen Hemitrichia-Arten oder wie bei der Gattung Trichia. Die Autoren hatten nur wenig Material, es ist auch keine Mikrozeichnung abgebildet. Die Warzen und Stachelchen sind manchmal spiralartig angeordnet, dass es so aussieht wie eine unvollständige Spiralleiste.
Im Französischen Myxomyceten-Buch von Meyer et al. ist es sehr gut abgebildet und gleicht Deinem Foto. Die Sporengröße und Skulptur ist auch i.O. Deshalb dürfte Deine Bestimmung als Hemitrichia pardina korrekt sein.
Der Fund auf Dung ist allerdings neu. Ich hatte die Art meist auf Rinde oder auch mal auf Kräutern, aber bisher immer in Kultur.
Was sind diese "Spiralleisten" und wie sehen die aus?
Normalerweise sieht ein Capillitium, welches Spiralleisten aufweist wie eine gedrehte Wäscheleine aus, je nach Anzahl der Spiralleisten mehr oder weniger verdrillt.
LG Ulla
