Beiträge von Uwe H

    Hallo,


    auf einer Wanderung im schönen Sauerland bei Arnsberg fand ich diesen auf Holz parasitierenden Pilz. Konnte leider keinen Querschnitt machen, da ich nur zwei Messer dabei hatte. Weiß jemand, was das ist und ob man den essen kann?


    - Größe der Fruchtkörper: ein knapper Meter

    - Beschreibung Hut: Druchmesser ca. ein halber Meter, grünlich-braun mit dunklerer Kappe, unregelmäßig gerieft

    - Beschreibung Fruchtschicht: hölzern, keine Lamellen

    - Beschreibung Stiel: ca. 60 cm lang, 40 cm Durchmesser, ohne Ring, zur Basis verjüngt- Begleitbäume, Substrat: abgestorbene Fichten

    - Sporenpulver: wollte ihn mitnehmen und aussporen lassen, aber er passte nicht ins Auto

    - Geschmack: nicht bestimmbar, habe mir einen Zahn ausgebissen


    Beste Grüße

    Uwe



    Hallo Junda,


    herzlich willkommen hier im Forum.In jungem Zustand sind das für mich die besten Speisepilze überhaupt. Aber Vorsicht, Hallimasch sind roh stark giftig. Manche raten vor dem Braten zum Abkochen und Abschütten des Kochwassers. Ich verzichte auf diese Prozedur, schmore sie aber mindestens 30 Minuten in der Pfanne. Auch über individuelle Unverträglichkeiten wird berichtet. Kannst Du alles googlen, auch hier im Forum wurde das Thema oft diskutiert.


    Beste Grüße

    Uwe

    Liebe Pilzfreunde,


    im Rahmen einer Exkursion blieb gestern einer meiner Funde (2 Exemplare am Wegrand nebeneinander) unbestimmt. Der Leiter wollte sich nicht festlegen. Habt Ihr hier eine Vermutung? Ich dachte erst an einen Tellerling, wäre ein Erstfund für mich. Vielleicht auch einen Fälbling. Direkt im Wald meinte ich einen Rosaschimmer erkannt zu haben. Nach dem Aussporen sieht mein ungeübtes Auge nur noch ein Braun und die gestern noch hell ockerfarbenen Lamellen sind entsprechend nachgedunkelt. Die Bilder des Sporenabwurfs sind farbecht.


    - Hutdurchmesser 5 cm

    - Stieldurchmesser 1 cm

    - Geruch unauffällig, nicht marzinpanartig wie beim Würzigen Tellerling angegeben

    - Fundort: Sauerland (ca. 400 m NN), am Waldweg im Laubwald, vorwiegend Buchen, einige Eichen)

    - Bodensäuregehalt: vielleicht eher basisch, in der Nähe fanden wir Totentrompeten

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    Beste Grüße

    Uwe

    Liebe Experten,


    würdet Ihr diese Burschen, heute gefunden an einem Waldweg entlang eines Baches, auch dazu zählen? Da standen vier Stück, Durchmesser 4-5 cm, fast reinweiße Lamellen. Auffällig die wellige Form, die wirken irgendwie zusammengestaucht. Für mich eher weiße Trichterlinge.







    Beste Grüße

    Uwe

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    bei einem Spaziergang entlang der Iller in Oberstdorf fand ich direkt am Wegrand neben einer Gruppe von Fichten mit Moos eine gesellige Gruppe von goldfarbenen jungen Burschen mit sehr matten Hüten, deren Lamellen allesamt von den Ringen fest überzogen waren. Ich denke, dass ich erstmalig Bekanntschaft mit dem Glimmerschüppling (PHAEOLEPIOTA AUREA) gemacht habe?


    Ein Messer hatte ich nicht dabei, daher kein Längsschnitt.


    Die Farben auf Bild 1 mit den Gelb-/Orangetönen entsprechen der Realität, die auf den anderen Bildern sind weißlich verfälscht.


    Viele Grüße

    Uwe


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    Hallo Werner,


    ganz herzlichen Dank für Deine umfassende Antwort. Wenn alles immer einfach wäre, wäre es ja nicht so spannend.


    Beste Grüße aus dem Ruhrgebiet

    Uwe

    Hallo Pilzfreunde,


    meine Tochter hat mir von einem Reitausflug drei Handyfotos von einem Pilz zukommen lassen, die am Fuße eines Laubbaums, vermutlich Buche, wuchsen. Ich hätte auf einen der Goldfellschüpplinge getippt, aber ist es da noch nicht zu früh? Das Pferd konnte nicht weiterhelfen, zeigte keinerlei Interesse (ansonsten ist es sehr verfressen).




    Fundort:



    Beste Grüße

    Uwe

    Hallo Rolf,


    aufgrund Deines Nicks noch der Hinweis, dass man auch den giftigen Weißen Anistrichterling (clitocybe fragans) auf dem Schirm haben sollte, wenn man den Grünen für Speisezwecke verwertet.


    Beste Grüße

    Uwe

    Guten Tag liebe Pilzfreunde,


    eine Freundin hat mir gestern per E-Mail Fotos von einem älteren Gesellen geschickt. Irgendwie schimmert der doch ebefalls rötlich, oder wie seht ihr das, falls man das auf diesen Fotos überhaupt noch beurteilen kann?


    Beste Grüße

    Uwe





    Hallimasch ist roh stark Magen-Darm-giftig. Wird er lange genug erhitzt, werden die Giftstoffe zerstört. Meine persönliche Meinung: Hallimasch gekocht ist wie Pils mit Limo. Wird er zunächst abgekocht, werden auch die Geschmacksstoffe zerstört. Aber wer es denn mag... Ungekocht ist Hallimasch für mich der beste Speisepilz überhaupt. Konsistent, bissfest, geschmackvoll. Ich lasse ihn mindestens 30 Minuten bei nicht allzu großer Hitze in der Pfanne schmoren, bis sich der eigene Saft vollständig verflüchtigt hat. Es soll aber Menschen geben, die selbst dann empfindlich reagieren, wenn er ausreichend lange gebraten (oder gekocht) wurde. Nomen est omen (Hall-im-Arsch). Kann man alles hundertfach im Netz nachlesen. Also vielleicht erst einmal mit kleineren Mengen herantasten. Die Exemplare auf den Bildern sind allerdings schon sehr alt. Besser sind junge Exemplare mit noch weißen/hell cremefarbenen Lamellen, die noch nicht oder gerade erst aufgeschirmt sind. Stiele werden oft als zäh empfunden. Und der dunkle Hallimasch aus Nadelwäldern soll verträglicher sein als der Honiggelbe aus vornehmlich Laubwäldern. Ich vertrage alle Arten problemlos auch in großen Mengen und verspürte in mehr als 40 Jahren als bekennender Hallimasch-Fan wie meine Familie noch nie eine abführende Wirkung.


    Beste Grüße

    Uwe

    Zitat

    Ich stell mir grad vor, wie die Heidi nachts auf allen vieren durch den Wald kriecht und Pilze ertastet...:grofl:!

    Hallo in die Runde,


    bitte entschuldigt, dass es hier nicht ums Thema geht, aber wir haben in unserer Firma einen sehr beliebten Kollegen, der streift tatsächlich nachts durch unsere Wälder auf der Suche nach Pilzen. Tageslicht wird völlig überbewertet :S.


    Beste Grüße

    Uwe

    Guten Morgen,


    mein noch ungeschultes Auge sieht bei diesem Exemplar nicht die typischen Ausprägungen des Brunneum, insbesondere die Randung und die relativ "dreckfreie" Stielknolle. Aber meine Zweifel sind sicher meiner mangelnden Erfahrung geschuldet.


    Beste Grüße

    Uwe

    Hallo Ben,


    ich schließe mich Ulla an, hatte den selbst hier mal angefragt und auch schon bei einer Wanderung mit einem PSV. Beide Male bei Fichte. Die Tröpfchen an der Stielspitze sind auf den Bildern ja geradezu musterhaft (können bei anderen Exemplaren aber wohl auch fehlen). Dazu die erkennbaren freien Lamellen, der hängende Ring und die verdickte Stielbasis. Wenn er jetzt noch mehlig/gurkig riecht...?


    Beste Grüße

    Uwe

    Hallo Maria,


    inhaltlich kann ich leider nichts zur Anfrage beitragen, aber ich möchte einfach mal loswerden, dass ich es toll finde, wie viele (für mich) ausgefallene Arten Du uns hier beinahe täglich mit wunderschönen Fotos präsentierst. Man kommt hier im Forum zurzeit kaum hinterher, aber an Deinen Beiträgen bleibe ich fast immer hängen.


    Neidische beste Grüße aus dem Ruhrgebiet

    Uwe

    Hallo Maria, hallo Pablo,


    vielen Dank. Auch auf Marias Bildern sieht mein ungeschultes Auge sehr viel deutlicher die "gesägte" Ausprägung. Tja, während andere hier im Forum am Wochenende die 1-Millionen-Frage- abgeräumt haben, bin ich dann wohl mit meinem 50:50-Joker gescheitert. Hätte wohl Pablo anrufen oder aussteigen sollen :rolleyes:


    Habe noch ein wenig recherchiert. Auf entoloma.de (was es alles für Seiten gibt) finde ich chalybaeum gar nicht erwähnt. In Gminders "Handbuch für Pilzsammler" steht bei Artenzahl für "D-CH-A" die Zahl 250 und weiter:

    Zitat

    Gruppe 2: Fruchtkörper mit blauer Hut- und/oder Stielfarbe. Diese Gruppe wird noch weiter unterteilt in Arten mit blauer Färbung von Hut und Stiel sowie in Arten, bei denen nur einer der beiden Fruchtkörperteile blau gefärbt ist. Hier wird dann nochmals unterschieden, ob die Lamellenschneiden dunkel gefärbt sind oder nicht. Diese Gruppe 2 umfasst in Europa alleine schon 100 Arten, die größtenteils selten und rückläufig sind [..].

    Ich freue mich daher umso mehr über meinen Erstfund, hatte bisher nie einen Rötling aus dieser artenreichen Gruppe.


    Beste Grüße aus dem Ruhrgebiet

    Uwe

    Hallo Pablo, hallo Beli,


    vielen Dank für die Bestätigung meiner Gattungsvermutung. Mir fehlt offensichtlich noch der Blick zur Erkennung von Farbnuancen. Pablo sieht "deutlich schwarzblau pigmentierte Lamellenschneiden". Jetzt, wo er es sagt... :/


    Also soeben noch einmal zurück zum Schauplatz zur Beschaffung von frischem Material, dieses Mal mit Verstärkung in Person meiner Tochter. Und siehe da: Ohne, dass ich im Vorfeld gequatscht habe, sieht sie einen Blaustich. Und die Lamellenschneiden sind in der Tat eindeutig dunkler.


    Im Pilzkompendium von Ludwig fand ich beim ersten Bildvergleich als mögliche Kandidaten noch lepidissimum (fällt weg wegen "Lamellenschneiden stets gleichfarben" und Hut "0,5 - 2,5 (3) cm", meine Exemplare waren zum Teil größer) und corvinum (auch LS "gleichfarbig" und noch kleiner), beide Varianten habe ich daher gestrichen.


    Beim Blaublättrigen Rötling (chalybaeum) ist bei Lamellenfarbe angegeben "jung blaß bis kräftig blau oder graublau (nie reinweiß"), bei LS "gleichfarbig oder - oft nur streckenweise - dunkler (graubraun bis braun, nicht blau)". Bei der Hutform "konvex-genabelt, seltener konvex-ungenabelt, permanent glockig oder auch mit winziger Papille".


    Bei Gesägter Rötling(serrulatum) steht dort bei Lamellenfarbe "anfangs blaßblau [auch weißlich, graubeige, blaß lila oder dkl. blau], dann zunehmend mit rosa Ton" und bei LS "tief schwarzblau [selten nur in Hutrandnähe zu gesäumt], später dkl.-blaugrün bewimpert (fein gesägt)". Das "fein gesägte" sehe ich jetzt wirklich nicht, oder sieht das jemand anders auf meinen Bildern oben? Auf den Bildern bei 123pilze und hier und hier sieht das doch deutlicher aus. Beim Hut steht bei Ludwig "[anfangs halbkugelig, kegelig-konvex] schon frühzeitg flach konvex mit deutlichem Nabel [auch ohne]". Allerdings sehen die Hüte bei 123pilze "meinen" Exemplaren sehr sehr ähnlich.


    Die Lamellenfarbe ist bei "meinen Exemplaren" auch bei kleinen/jungen Exemplaren nicht so hell wir die Bilder auf 123pilze.

    Bei beiden erwähnt wird die Mittelrille des Stiels.


    Beide Kandidaten bleiben daher für mich im Rennen. Müsste ich den 50:50-Joker nehmen, würde ich mich aufgrund der für mich nicht erkennbaren "gesägten Lamellen" für den Blaublättrigen entscheiden, der wäre aber laut 123pilze RL1 (vom Aussterben bedroht), wohingegen der Gesägte "nur" RL3 ist. Selten sind somit wohl beide, wofür auch die wenigen Treffer bei der erweiterten Suche dieses Foums sprechen.


    Hier gab es eine ähnliche Anfrage, bei der es auch auf die beiden Kandidaten hinauslief.


    Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, dass ich bei der Gattung richtig lag, und über meinen seltenen Erstfund.


    Beste Grüße

    Uwe


    (Wenn die Bewohner des Hauses oben mich noch einmal erst parkend vor ihrem Grundstück und dann kniend auf ihrem Rasen beobachten, werden wohl Fragen aufkommen, daher hake ich das Thema zunächst ab.)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    aus dem Auto heraus habe ich gestern neben einer Straße auf einer Wiese vor den angrenzenden Häusern eine größere Gruppe (ca. 20 Exemplare in einem Radius von 5 Metern) von scheinbar schwarzen Pilzen entdeckt. Da ich so etwas noch nie gesehen habe, machte ich ein paar Fotos. Vielleicht kann mir jemand die Gattung bestimmen.

    • Hutdurchmesser: 2-5 cm (im Durchschnitt 3 cm)
    • Hut schwarz/grauschwarz, glatt und trocken, in der Mitte deutliche Trichter, aus der die "Stielspitze zu sehen war" (so wie wenn man einen Nagel in ein Nagelbrett schlägt und noch ein letzter leichter Schlag nötig ist, damit die Oberfläche glatt ist)
    • Lamellen heller als der Hut und der Stiel, eher grau, mit der Lupe kein Kontrast zu den Lamellenschneiden, auch wenn Sie auf den Fotos im Licht heller erscheinen
    • sehr dünner Stiel, bis zu 5 cm, kein Ring, hohl, auffällig ist der weiße Filz an der Stielbasis und einige Pünktchen an der Stielspitze
    • Pilzchen bestehen fast nur aus Lamellen und Huthaut (kaum "Fleisch")
    • kein wahrnehmbarer Geruch
    • in der Eile habe ich es versäumt, Fotos von der Umgebung zu machen, es stand aber zumindest eine einsame Birke in einiger Entfernung
    • Sporenpulver: ich habe über Nacht auf weiß und schwarz aussporen lassen, auf schwarz nichts zu erkennen und auch auf weiß nur einige gräuliche Flecken, für mich zu wenig für eine Aussage
    • nach einer Nacht sind die Pilze stark verschrumpelt und eingelaufen, die Lamellen lassen sich jetzt sehr gut von der Huthaut lösen (vorher nicht versucht), Huthaut jetzt sehr dünn wie durchsichtiges Pergament

    Spekulation auf Gattung: Rötling (aber nur, weil alles andere, was ich besser kenne, noch schlechter passt)


    1 Unebenheit durch Stiel in der Mitte der Krater


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    3 und 4 einige helle Pünktchen an der Spitze



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    6 weißlicher Filz an der Stielbasis, einige helle Pünktchen an der Spitze


    7 ("Schnittbild" ohne Messer, konnte man per Hand auseinanderziehen), Stiel grau und hohl


    Allen einen schönen Sonntag

    Uwe