Unbekannter Porling an Pinus sylvestris

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  • Hallo zusammen,


    bei einer Kartierungsexkursion auf der Sophienhöhe am letzten Samstag habe ich auf Kiefernstämmen einen hübschen Porling gefunden. Im Feld dachte ich, daß er aufgrund seines gelben Randes bestimmt einfach zu bestimmen sei. Das hat sich bis jetzt leider nicht bewahrheitet, aber vielleicht hat ja hier jemand ( Tomentella ) eine zündende Idee. Das Hyphensystem ist monomitisch, Septen sind mit Schnallen, Zystiden habe ich keine entdeckt. Die Sporen sind glatt und messen 5,4-6,1-6,8 x 2,9-3,5-4 µm, Q=1,43-1,75-2,08. Die Sporen sind makroskopisch ohne Reaktion in Melzer, auch die Hyphen sind ohne Reaktion in Melzer. Makroskopisch zeigt der Fruchtkörper keine Verfärbung mit 3% KOH. Damit lande ich bei Ryvarden in Teilschlüssel H. Ob der Pilz Braun- oder Weißfäule verursacht, kann ich leider nicht beurteilen, damit lande ich also wahlweise bei Oligoporus oder Ceriporiopsis. Bei Ceriporiopsis finde ich keine Art, die auch nur ansatzweise paßt, was vor allem daran liegt, daß sich in dieser Gattung offenbar vor allem Arten befinden, die sich für Laubholz interessieren. Bei Oligoporus als Gattung komme ich zu Teilschlüssel E. Von der Sporenbreite her wäre O. norrlandicus ein Kandidat, der aber Chlamydosporen haben müßte, die ich nicht gesehen habe. Bleibt als Alternative O. rancidus (die mittlerweile offenbar mit Rhodonia placenta synonymisiert wurde), wobei die Sporen dafür aber eigentlich einen Tick zu breit sind.


    Fruchtkörper am Fundort


    Hymenium mit Kongorot gefärbt


    Sporen in Wasser


    Björn