Pilzfluencer

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  • Was haltet ihr davon? Schaden sie dem Hobby weil sie evtl. für noch mehr Sammeldruck in den ohnehin schon strapazierten Wäldern sorgen. Oder bieten sie Chancen mehr Bewusstsein und Verantwortung bei den Interessierten zu fördern? Vielleicht halten sie auch Leute aus dem Wald fern, weil viele sich das lieber gemütlich zu Hause anschauen? Beobachtet ihr eine Veränderung in den Wäldern seitdem dieser Trend immer mehr Beachtung findet? Bin auf eure Meinungen gespannt.

  • Hallo Malker, ich wohne hier ja pilztechnisch in einem anderen Kulturkreis, der um Größenordnungen mykophiler ist als in Deutschland. Es gab auch ein gutes Pilzjahr (die Saison ist vorbei, wobei, ich sah heute gerade frische Austern auf dem Hof - vermutlich werde ich die aber ignorieren) regional etwas ungewöhnlich verteilt. Natürlich stehen überall Autos im Wald, wenn es sich gerade rumspricht, dass es Pilze gibt. Das Spektrum der Ernte ist ziemlich breit, viele der Erntegüter stehen in Deutschland unter "Giftverdacht" - ich bin noch weit davon entfernt alles zu kennen, was hier gesammelt wird. Und wie es zubereitet wird. Oft eingemacht, sauer eingelegt, zum Beispiel fingernagelgroße Körnchenröhrlinge im Literglas. Bei 14 Einwohnern pro km2 im Landkreis ist das aber auch unkritisch. Und bei genereller Waldbetretungserlaubnis, die nur unter sehr speziellen Bedingungen verweigert werden dürfte.


    Ungeachtet dessen erwarte ich, dass ich beim Pilzesammeln niemanden treffe, man will sich ja nicht auf die Füße treten.


    Meine Eltern, speziell meine Mutter, fuhren oft und gern Pilze suchen. Meine Mutter war ausgebombt und in pilzreicher ländlicher Lage untergekommen. Neben dem Stoppeln waren die Pilze eine wichtige Nahrungsquelle. Das prägte. Möge es nicht wieder dazu kommen.


    LG, Bernd