Uneinigkeit beim Baumpilz

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 189 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Werner Edelmann.

  • Hallo Flo, das sieht schon wie ein Schwefelporling aus, so grün wie die Blätter sind, ist das Foto schon ein paar Tage alt? Der Schwefelporling blasst aus beim Altern (da ist er auf dem Foto schon dabei) und wird schließlich ganz weiß und bildet zwischenzeitlich eine Masse fast wie Quark, die dann auch gerne abfällt. Gelegentlich bleiben die weißlichen Reste auch bis zum Frühjahr, dann eher porös und von geringer Dichte. Allerdings ist der Schwefelporling nicht der Verursacher, da muss es schon eine Verletzung gegeben haben, damit der sich ansiedelt. Ein Baum mit Schwefelporling kann noch etliche Jahre leben, also das muss kein KO Kriterium sein.


    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,

    Stimmt, das Foto ist knapp drei Wochen alt.

    Der Baum stand auf dem Friedhof und da war es tatsächlich das Ende.

    Ich war auch erst am überlegen ob wir ihn nur stark reduzieren, aber schau mal... die Robinie war hinüber.

  • Hallo Flo, in der Tat, wobei ja für die Stabilität der äußere Ring wichtig ist, der hier noch gut aussieht. Ein hohles Rohr ist nahezu genauso standfest wie ein Vollrohr. Unter Umständen kann ein hohler Baum noch lange stehen und gedeihen. Speziell natürlich Eichen. Bei Robinien fehlt mir die Erfahrung dafür - wie alt werden die denn unter deutschen Bedingungen? Als gebietsfremder Baum ist die Robinie natürlich auch viel leichter abzuschreiben.


    Hier wo ich wohne stehen alle Friedhöfe unter Entbaumungsdruck - weil zuviel Blätter, sehr störend.


    LG, Bernd

  • Der Stammfuss ist ohne zutun beim Zersägen in 9 Segmente zerfallen, da war nichts mehr mit Rohr.

    Ich schau morgen mal im Kataster wie alt die Robinie war. Ich meine so um die 80 Jahre, bin aber nicht sicher.


    Ich weiß von zwei alten Robinien.

    1. Die Fürst Pückler Robinie im Schloss Branitz (Cottbus)

    Die wurde 1850 gepflanzt

    2. Schloß Strehla in Sachsen

    Die soll um die 300 Jahre alt sein.


    Aus dem Forst Bereich kenne ich keine Robinienbestände die über 100 Jahre sind.

  • Jein. Ein Gittermast (etwa für Hochspannung) würde beim "Zersägen" in Scheiben auch in Stücke zerfallen. Das ist nicht zwingend schädlich für die Statik, wenn das "Rohr" nicht überall geschlossen ist. In dem Fall sehe ich aber auch ein "musste weg".


    LG, Bernd

  • GriasDi Flo,

    die Robinie ist ein häufiges Substrat für den Schwefelporling. Im Münchner Stadtbereich ist sie oft als Alleebaum gepflanzt und fällt ab einem gewissen Alter regelmäßig dem Schwefelporling zum Opfer.

    An liabn Gruaß

    Werner