Noch eine Lentaria

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 304 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von kruenta.

  • N'abend, auch dies ein Fund von vor einigen Jahren, der im gleichen Waldstück leicht wiederzufinden war, allerdings etwas weiter weg. Auch der an Esche, allerdings an weniger bemooster, meistens jedenfalls. Vom Wuchs her variabler, teils auch mit langen parallelen Endsegmenten und der Verzweigung weiter unten (so wie das zuvor gezeigte Modell), aber häufiger noch mit Verzweigungen oben, die dann auch nicht mehr parallel sind. Nicht so nass wie das vorherige Biotop. An mehreren Eschen.

    Auflicht/Durchlicht, 4-sporig, die Sporen wirken etwas kürzer

    KR, Sporen 4,5-5 (6)*2,5 (3)

    Schnalle

    mit KOH 3% keine Verfärbung. Aber bei denen macht ja eh jeder einzelne Pilz was anderes.


    Kann dieselbe Art sein oder auch nicht.


    LG, Bernd

  • N'abend,


    bei der Verfärbung der vorherigen Kollektion fand ich den letzten Beleg, der in der Dose (also samt etwas Moos feucht bleibend) aber nicht dunkel (die Dose ist transparent) am aussagekräftigsten. KOH habe ich bei dieser auch probiert, fand ich aber wenig relevant.


    ca. 24 h in der Dose

    ca. 48 h in der Dose, das Exemplar mit den grünen Spitzen dürfte schon etwas älter gewesen sein, mit bereits vorgefärbteb Spitzen - das ist allerdings nur meine Interpretation der unterschiedlichen Verfärbung, um sich sicher zu sein müsste man die Exemplare unterschiedlicher Reife getrennt lagern.

    nach 72 h waren die restlichen Belege schimmelig, aber immer noch so gefärbt.


    Also das Argument mit der Dunkelheit glaube ich nicht.


    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,


    Du hattest Deine Frk. ja gar nicht im Dunkeln – willst Du das nicht mal ausprobieren? Bei Dir gibt es ja anscheinend Lentaria zu Hauf...

    Deine letzten beiden Bilder habe ich einem Weißabgleich unterzogen – anders kann man die Farben der Frk. nicht wirklich beurteilen.


    Gute Nacht – Rika



  • Hallo Rika,


    klar kann man in irgendwelchen Programmen auf "weißabgleich" klicken und kriegt dann vielleicht irgendwas, was anders aussieht. solche Programme sind aber keine Hellseher und die arbeiten lediglich mit Annahmen. Will sagen, ein solider "weißabgleich" (i.e. "Anpassen an das Farbsehen des menschlichen Auges" oder, je nach Programm, auch was anderes) funktioniert nur, wenn man eine Referenz hat, wie etwa die normierten Euroscheine.


    Die letzte Probe im Vergleich zu blau.

    da sind schon leichte lila-pink Töne zu erkennen.


    Im Dunkeln waren die schon, nachts ist mein Schreibtisch nicht beleuchtet. Aber ich gehe davon aus, dass der natürliche Standort nachts auch nicht beleuchtet ist.



    Nein, Lentaria gibt es hier nicht zu hauf, ich habe nur alle deren Standorte, an denen ich in den letzten Jahren vorbeigekommen bin, aufgesucht. Das sind nicht viel im Vergleich zu der Menge an in der fraglichen Zeit besichtigten Wäldern.


    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,


    als Referenz diente Dein weißer Untergrund. Damit ergeben auf alle Fälle "realistischere" Farben als mit Deinem blau-lastigen Licht.

    Lentaria albovinacea wird im Dunklen rosa-violett, und wenn es wieder hell wird, verschwindet diese Farbe – die Frk. werden wieder weiß. Das ist doch das Ungewöhnliche bei dieser Art (oder bio-chemisch generell)! Insofern verstehe ich Deinen letzten Satz nicht...


    LG – Rika

  • Hallo Rika, die Farbe hat sich verändert, und die ist unabhängig von den Lichtverhältnissen nicht wieder weiß geworden. Die frischen weißen Exemplare sind beim Trocknen weiß geblieben, die die nach rosa-violett-grau verfärbten, sind beim Trocknen noch dunkler geworden. Wenn diese Pilze systematisch im Dunkeln "violett" werden würden, wären sie ja in jeder Nacht "violett" und würden dann früh zum Arbeitsbeginn wieder weiß, sogar an Sonn- und Feiertagen. Das scheint aber so nicht der Fall zu sein, kein einziges verfärbtes Exemplar ist wieder weiß geworden. Ob die nachts bei sich zu Hause bunt sind, wage ich auch zu bezweifeln, habe bisher aber keinen der Standorte nachts aufgesucht. Woran die Verfärbung nun genau liegt, kann ich auch nicht sagen, aber hell/dunkel ist es nicht, jedenfalls nicht als wesentlicher Faktor. Jedenfalls ist Dunkel→Verfärbung nicht reproduzierbar - oder meine Arten sind was ganz anderes. Ich hab nun zu Lentaria kaum Literatur - hast Du die Originalbeschreibung? Steht das da so drin? Denn der Name albovinacea heißt soviel wie "weißweinig" - worauf auch immer das sich beziehen mag, aber wohl eher auf Farbe als Alkoholgehalt. Übrigens hatte ich den Eindruck, dass Ihr Euch gar nicht sicher seid, ob das nun eine, zwei oder noch mehr Arten sind, und bin deswegen los um etwas mehr Substanz beizusteuern. Tut mir ja leid, dass die sich nicht so verhalten, wie die Literatur es vorschreibt.


    Ich hatte voriges Jahr noch eine andere Lentaria, auch nicht so arg weit weg. Eine Lentaria Das war mir entfallen.


    LG, Bernd