Limacellopsis guttata (Pers.) Zhu L. Yang, Q. Cai & Y.Y. Cui 2018

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  • Hallo zusammen,


    bei der diesjährigen Alme-Tagung haben wir Limacellopsis guttata (früher Limacella guttata) in größerer Menge gefunden, weshalb ich hier mal ein Portrait der Art beginnen möchte, auch wenn ich sie ja schon im Exkursionsbericht mit vorgestellt habe. Die Fruchtkörper wuchsen an einem Hang, der zu einem Bach hinabführte relativ verstreut und wurden dann erstmal zu einer netten Gruppe zusammengestellt. Einige Meter weiter gab es dann auf einer Weide unter einigen Bäumen aber auch noch mal größere Gruppen, bei denen man viel weniger hätte stecken müssen (dafür hätte man aber Kontakt mit dem stromführenden Zaun machen müssen).


    1. Fruchtkörper am Fundort


    2. Zellen des Rings mit Kongorot gefärbt


    3. Basidien mit Kongorot gefärbt


    4. Sporen in Wasser


    5. Huthaut in Wasser


    Björn

  • Sehr schöne Kollektion!

    Schon im Feld verrät sich der Pilz durch seinen starken Mehlgeruch.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo allerseits


    Schön, Limacellopsis guttata, den Getropften Schleimschirmling hatte ich letzten Sonntag grad als Erstfund. Meine Exemplare, die etwa zu sechst auf einem Qudratmeter verteilt standen, waren alle im gleichen kegelhütigen Stadium und ca. 15 cm hoch. Ich und alle anwesenden an unserem Vereinsbestimmungsabend haben sich die Zähne ausgebissen. Nichts hat recht gepasst, niemand hatte den jemals gesehen. Dabei sieht der Pilz ja extrem charakteristisch und auffällig aus. Die KI und Google Lens brachten auch nur falsche Vorschläge. Es kostete viele Nerven!




    Der Pilz ist wohl ein Sapprobiont und mag kalkhaltige Böden. Ein Blick auf die Verbreitungskarte der Schweiz zeigt: Er ist nicht häufig, aber auch nicht selten und kommt vom Mittelland bis in die Berge vor. Er wächst auf feuchten, humusreichen Böden, gerne in grösseren Gruppen. Meine Gruppe wuchs ziemlich nah am Bach bei Fichten und Buchen. Eigentlich soll L. guttata stark nach Mehl riechen, wie Oehling schon erwähnt hat. Mein Exemplar hat sich nicht so hervorgetan damit;-) In Deutschland dürfte man ihn essen, in der Schweiz jedoch nicht! Wie ich in einem älteren Thread hier lese, kann der Pilz grüne Flecken auf der stabilen Manschette haben.




    Ich werde die markante Art sicher nicht gleich wieder vergessen.


    LG Andreas