Film „Invasive Pilze – Lena Ganschow und die neue Bedrohung“
- Navajoa
- Unerledigt
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Ich kenne den Beitrag, ist schon etwas älter;-)
Der Begriff "Invasive Pilze" ist hier meines Erachtens nicht gut gewählt, ich weiß auch gar nicht wo der herkommt; in der Medizin werden diese Erkrankungen, wo Pilzsporen oder Hyphen in die Blutbahn eindringen können (meist über die Lunge) und Organe befallen, als "systemische Mykosen" bezeichnet. Es handelt sich dabei 90 Prozent um immunsupprimierte Patienten.
"Invasive Pilze" kann hier verwechselt werden mit "Neomyceten", also eingewanderten Pilze. Diese Erfahrung habe ich gemacht. Für mich ist das ein etwas reißerischer Ausdruck, und so ist ja auch diese Doku etwas: reißerisch. Man weiß z.B. von Cryptococcus neoformans var. gattei, dass er zwar wirklich gesunde Menschen befallen kann, aber längst nicht so gefährlich eingestuft wird (WHO), ganz anders als z.B. Candida auris.
Pilze sind natürlich sehr gefährlich, und vermutlich gefährlicher als bakterielle Infektionen, wenn sie es tatsächlich schaffen die "thermische Barriere" der Warmblüter von 30-37 Grad Celsius zu überwinden ... da hätten wir es mit sehr potenten Krankheitserregern zu tun, wo es vermutlich weniger wirksame "Antibiotika" (in diesem Fall Fungizide) gibt.
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Ja, ich finde auch, daß der Bericht sehr reißerisch gemacht ist und hatte bei dem Titel auch was anderes erwartet, nämlich invasive Pilze, die genau wie invasive Pflanzen oder Tiere nicht in unser Ökosystem (außerhalb des Körpers!) gehören u sich darin ungebremst verbreiten. An den menschlichen Körper hatte ich bei dem Ausdruck nicht gedacht.
"Systemische Mycosen" klingt halt nicht so aufregend...

Aber eine Gefahr ist das schon - und war es auch schon immer?!?
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...erinnert mich so ein bißchen an "Die Körperfresser kommen".

Eigentlich trifft das gewissermaßen zu...
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Hallo,
ich gebe euch recht, das Ganze ist recht reißerisch aufgezogen.
Der durchschnittlich informierte Mitteleuropäer muss sich letztlich die wesentlichen Informationen herausfiltern und dabei auch zwischen den Zeilen lesen. Eigenes Mitdenken und das Ziehen persönlicher Schlüsse sind dabei, wie so oft, unverzichtbar.
Viele Grüße,
Steffen
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Hallo Steffen, so ist es natürlich. Leider ist der durchschnittliche Mitteleuropäer inzwischen meist nur noch übers Internet informiert, und dort werden die Informationen gerne möglichst aufmerksamkeitserregend präsentiert (wenn sie nicht eh schon fake sind), und an diesem Stil hat sich die ansonsten eher seriöse ARD hier orientiert...man muß sich anscheinend anpassen.

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Kleine Anmerkung zur Gefährlichkeit von Pilzinfektionen:
Man weiß erst seit 2010, dass Pilze - wie Bakterien - einen horizontalen Gentransfer bewerkstelligen können, und somit sehr schnell Resistenzen aufbauen können. Wen das interessiert:
Genetik: Horizontaler Gentransfer in Pilzen nachgewiesenNicht nur Bakterien tun es - auch Pilze können genetisches Material austauschen, wie Forscher anhand ein Schadpilzes zeigten.www.spektrum.dedie große "Barriere" ist unsere Warmblütigkeit und unser Immunsystem (Makrophagen): Pilze mögen keine höheren Temperaturen als 30 Grad. DAS ist der Grund, warum wir von Pilzinfektionen weitgehend verschont sind. (Außer jetzt natürlich Menschen mit schwachem Immunsystem, oder äußerliche Mykosen auf Haut und Schleimhäuten).
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die große "Barriere" ist unsere Warmblütigkeit und unser Immunsystem (Makrophagen): Pilze mögen keine höheren Temperaturen als 30 Grad. DAS ist der Grund, warum wir von Pilzinfektionen weitgehend verschont sind. (Außer jetzt natürlich Menschen mit schwachem Immunsystem, oder äußerliche Mykosen auf Haut und Schleimhäuten).
Hallo,
ja das ist so. Ich weiß leider auch, was passiert, wenn das Immunsystem am Lebensende ausfällt ...
Viele Grüße,
Steffen
