Hallo zusammen,
Anfang August fand ich am Salober bei Warth im Bregenzerwald auf ca. 1600 m im Rahmen der ÖMG-Exkursion mehrere Rostpilze, die ich gerne mit euch teilen möchte.
Alpenrosen-Goldrost, Chrysomyxa rhododendri
Beim ersten Rostpilz besteht wohl wenig Zweifel, da diese Art bereits im Feld entsprechend angesprochen wurde. Nach meiner Einschätzung sieht man hier auf Fichtenadeln die Aecien des Peridermium-Typs. Bei den Aeciosporen messe ich 23.2-28.1 x 19.1-24.8 um groß, (Q = 1.1-1.2, N = 16). Alpenrosen waren in der Umgebung präsent.
Vogelbeer-Gitterrost, Gymnosporangium cornutum
Beim Wirt des zweiten Fundes handelt es sich meiner Ansicht nach um Vogelbeere (Sorbus). Ich vermute, dass es sich darauf blattunterseits um die röhrenförmigen Aecien des Roestellia-Typs handelt, die bei meinem Fund noch nicht ganz so voll ausgeprägt sind, wie man sie sonst so auf diversen Bildern im Internet sieht. Dass sich die Aecien nur wenig vom Scheitel her öffnen und nicht bis zum Grund längs zerschlitzt sind, scheint für mich hier zu passen. Die Aeciosporen sind bei mir 25.5-26.0 x 23.8-25.2 um groß (Q = 1.0-1.1, N = 8). Die Art wechselt den Wirt zu Wacholder (Juniperus communis), der in der Umgebung auch reichlich vorhanden war.
Greiskraut-Blasenrost, Coleosporium senecionis
Die größten Zweifel habe ich beim dritten Fund. Ich denke, dass es sich beim Wirt um ein Greiskraut, evtl. um das Fuchs-Greiskraut (Senecio ovatus) handeln könnte. Die Sori auf der Blattunterseite sind gelb-orange, polsterförmig, pulverig, zumindest nicht eindeutig becherförmig. Im Klenke/Scholler lande ich recht direkt bei C. senecionis. Die Art wechselt auf Kiefer und die konnten wir in der Umgebung auch ausmachen. Was mich etwas irritiert sind jedoch die Sporen aufgrund deren länglichen Form.
Sofern ich mich bei den Bestimmungen geirrt haben sollte, wäre ich für entsprechende Korrekturen wie immer sehr dankbar!
Liebe Grüße,
Bernhard
