Oberaar 25.07.2026

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 280 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Matthias.

  • Hallo zusammen


    Ein weiterer Bericht aus den Bergen. Da nur einer der Funde kein Risspilz ist, rufe ich jetzt schon Ditte .

    Habitat: Auf ca. 2300-2500m auf Gneis, bei Salix herbacea (wenn nicht anders erwähnt).


    1:

    EIne hübsche Galerina am Rand eines alpinen Sumpfes. Eigentlich nichts besonderes bzw. sogar sehr häufig.

    Aber weil so wenig los ist, zeige ich ihn trotzdem: Galerina vittiformis.


    Sporen recht gross und kaum warzig und dextrinoid.


    Basidien meist zweisporig.


    Cheilozystiden lageniform


    Pleurozystiden vorhanden, ähnlich.


    Kaulozystiden im oberen Stieldrittel zahlreich.



    2:

    DIese Risspilze wuchsen ebenfalls im Sumpf. In der Nähe gab es nur Salix serpyllifolia.


    Stielbasis gerandet-knollig, Stiel ganz bereift.


    Sporen etwas entolomatoid mit abgerundeten Ecken, 8.6-10.0-11.7 x 6.0-6.9-8.0 µm, Q = 1.23-1.45-1.71


    Pleurozystiden 47-71 x 12-21 µm


    Cheilozystiden 46-72 x 12-21 µm


    Kaulozystiden überall vorhanden, mehrheitlich aber nicht methuloid, sondern dominiert von rundlichen Parazystiden.


    Hier die Kaulozystiden an der Stielbasis, dort auch viele keulig oder zylindrisch.


    In dieser Gruppe blicke ich nicht wirklich durch. Könnte es Inocybe obtusiuscula sein?



    3:

    Diese hübsche Gruppe wuchs nicht weit entfernt. Im Feld dachte ich, es könnte das gleiche wie Nr. 2 sein.


    Knolle wieder schwach gerandet, Geruch spermatisch.


    Die Sporen sind deutlicher höckerig und etwas grösser: 9.8-11.0-12.4 x 6.2-7.1-8.4, Q = 1.35-1.57-1.82


    Pleurozystiden dickwandiger, 53-57 x 14-18 µm


    Cheilozystiden 51-60 x 13-18 µm


    Kaulozystiden überall vorhanden, viele methuloid.


    Auch an der Stielbasis sind viele methuloide Kaulos vorhanden.


    Mein Arbeitsname ist im Moment Inocybe phaeocystidiosa.




    4:

    DIe hier wuchsen an einer recht trockenen Stelle.


    Geruch spermatisch.


    Sporen nicht höckerig, sondern unregelmässig gerundet-eckig, 10.1-11.2-13.3 x 5.8-6.5-7.4 µm, Q = 1.48-1.72-2.02


    Pleurozystiden recht dünnwandig und mit wenig Kristallen, 56-68 x 14- 19 µm.


    Cheilozystiden etwas bauchiger, 46-56 x 15-22 µm.


    Kaulozystiden nur an der Stielspitze vorhanden, eher als auffällige Hyphenenden.


    Ich glaube, die hatte ich neulich schon: Inocybe polytrichi-norvegici.



    Es gab dann noch Inocybe lacera und helobia, beide häufig dort, darum verzichte ich jetzt darauf.


    LG Raphael

  • Hallo Raphael,


    interessante Inos! Die Namen sagen mir natürlich nichts, weil ich nie so weit oben sammle.

    Zwar war ich in letzter Zeit sehr ausgiebig in den Bergen unterwegs, aber halt in Höhenlagen zwischen 1500 und 2100 Metern. Mehr als ein paar Körnchenröhrlinge unter den Latschen ist da nicht zu finden, auch weil es viel zu trocken und zu warm ist. Naja, Hauptsache in den Bergen rumlaufen, und mit Pflanzen kann man sich ja auch mal beschäftigen.


    Grüße

    Matthias