Hallo,
gestern habe ich mit meinem Besuch eine kleine Pilzrunde direkt vor der Haustür unternommen.
Auf einigen kahlen Flächen hat der Regen vom Sonntag tatsächlich schon etwas bewirkt.
Zunächst fanden wir Amanita rubescens (Perlpilze) und Amanita excelsa (Graue Wulstlinge). Leider waren viele Exemplare bereits stark von Schnecken und Maden angefressen. Dennoch schieben bereits weitere Fruchtkörper nach – sie sind gerade erst aus dem Boden gekommen.
Im Anschluss entdeckten wir prächtige Exemplare von Boletus reticulatus (Sommersteinpilzen) – wahrhaft traumhafte Pilze. Bedauerlicherweise waren auch diese bis tief in die Hüte hinein von Maden befallen.
Die ersten zwei:
Und noch dieses tolle Exemplar:
Außerdem begegnete uns eine wunderschöne Suillellus luridus (Netzhexe). Wie so oft war auch sie stark madig – und zwar durch recht große Maden, die entsprechend breite Fraßgänge hinterlassen. Daher durfte auch dieses Exemplar am Fundort verbleiben.
Weiterhin fanden wir zahlreiche Russula cyanoxantha (Frauentäublinge). Viele davon waren jedoch durch Schneckenfraß bereits so stark beschädigt, dass nur noch Gerippe übrig geblieben sind. Einige wenige, junge Exemplare waren aber noch gut genug für die Pfanne.
Ferner entdeckten wir Lycogala epidendrum (Blutmilchpilze) sowie eine Pflanze, die man nicht allzu häufig zu Gesicht bekommt: Pyrola minor
Doch insgesamt zeigt sich deutlich: Es braucht noch mehr Regen. Gestern hatten wir zwar etwas Niederschlag – ganze 0,4 Liter –, aber das ist leider noch viel zu wenig.
Heute unternehmen wir eine weitere Runde in einer anderen Gegend – ich bin gespannt, ob und was wir finden werden.
Viele Grüße,
Steffen
