Galerina graminea (Velen.) Kühner 1935

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 244 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Karl W.

  • Hallo zusammen,


    ich konnte am 02.11.25 im Botanischen Garten Münster eine Galerina graminea nachweisen.

    Der Fundort war auf Moos das auf einem Findling wuchs.

    Für Münster kein Erstfund, dafür ein Erstnachweis für den Botanischen Garten Münster.

    Hier sind die Bilder:
    1.


    2.


    3.


    4.


    5. Cheilozystiden


    6. Cheilozystiden


    7. Basidien ohne Schnallen


    8.

    Kaulozystiden


    9. HDS


    10.


    VG : Thorben

  • Hallo Thorben,


    für G. graminea halte ich das nicht. Dafür sind die Sporen meines Erachtens nach zu gedrungen und zu breit. Auch kenne ich die nur von Standorten im Rasen. Ich vermute, dass Du hier G. similis gefunden hast. Da passt eigentlich alles sehr gut, gerade auch die Ökologie.


    Leider habe ich momentan den De Haan und Walleyn nicht parat, da ist G. graminea nämlich sehr gut abgebildet, aber eben die G. similis nicht drinnen. Hierfür bietet sich die Funga Nordica an.


    G. similis ist übrigens eine klassische Galerina des späten Herbstes und Winters und wächst gern auf bemoosten Steinen aber auch Betonplatten o.Ä.. Inwiefern ähnliche Funde auf bemoosten Baumstämmen (stehend oder liegend) konspezifisch sind, wäre mal interessant zu untersuchen. G. similis ist übrigens sehr selten kartiert und ich vermute, dass das nicht die tatsächliche Verbreitung widerspiegelt. Seltener als G. graminea sollte sie aber schon sein.


    Gruß,

    Alex

  • Hallo Alex,


    ich hatte mich schon gewundert gehabt, dass die Sporen so breit sind und es auf Variabilität geschoben.

    Auf jeden Fall gefällt mir die G. similis deutlich besser.

    Ehrlich gesagt wusste ich auch nichts von der Art (hatte De Haan und Walleyn benutzt).

    Ich werde mir das die Tage genauer anschauen.


    VG : Thorben