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letzter Beitrag von Beorn am

Sklerotien-Stielporling, kurz Sklerotien-Porling, kleiner Schuppen-Porling Polyporus tuberaster 2. Versuch

  • Hallo Zusammen,


    noch einmal wir :-)


    Wir haben ja tolle Sklerotien-Stielporlinge erhalten.

    Leider haben unsere Versuche nicht funktioniert, aufgrund des Alters des Pilzes.


    Wir bräuchten noch einmal Exemplare für unsere Forschungszwecke.


    Wichtig wäre das es ein Frischpilz ist und am besten mit der Skletory.

    Wenn jemand so nett ist und bis unten ausgräbt? :-)



    Pilzsorte: Sklerotien-Stielporling, kurz Sklerotien-Porling, kleiner Schuppen-Porling Polyporus tuberaster



    Es wäre toll, wenn uns jemand diesen zusenden könnte :-) ?


    Wir würden uns natürlich mit einer kostenlosen Kultur erkenntlich zeigen.


    Bitte schaut einmal nach, ob Ihr einen findet.



    Für Fragen und Bemerkungen sind wir gerne für Euch da.



    Eure Pilzmännchen.

  • Hallo,

    der Versand von Frischmaterial von mir ist aussichtslos. Ich habe auch keine Sklerotien, alle Frk. der Art habe ich bisher an Holz gefunden, seit etwa 2 Monaten immer wieder, mittlerweile bestimmt schon um die 200. Alle Bilder von heute.

    Aber wie wäre es mit dem Versuch, Substrat zu versenden? Nicht überall, aber viele der Pilze, die an stehendem Substrat wachsen, mumifizieren


    Könnte man nicht versuchen, davon Holzstücke mit den Mumien zu versenden? Was meint Ihr dazu und was meinen die Kenner dazu Beorn , Tomentella ...?

    LG, Bernd

  • Salve!


    Das Problem ist die Frische der Fruchtkörper. Sofern es um das Klonen von Mycel aus Fruchtkörpern geht, braucht es eben ausreichend lebendige Hyphen, die auch möglichst nicht kontaminiert sein dürfen. Je länger ein Fruchtkörper vom Mycel getrennt ist, desto mehr Zellen sterben ab, werden von Bakterien und anderen Pilzen zersetzt und deren Stoffwechselprodukte erledigen bald den Rest.

    Sklerotien wären natürlich ideal, weil das ja eben die Überdauerungsorgane sind. Die darin zusammengeballten Hyphen sind optimal geschützt und bleiben viel länger vital als in den fruchtkörpern.

    Mir ist es leider in diesem Jahr noch nicht gelungen, ein Sklerotium ausfindig zu machen - und bei den Fruchtkörpern gibt es eben das Problem, diese lange genug vital zu erhalten.

    Was man noch probieren könnte, daß auch ein Transport in einem kleinen Päckchen über einen bis zwei Tage funktioniert:
    Nach kleineren Fruchtkörpern an dünnem Substrat suchen. Sowas gibt es auch, also Fruchtkörper an kleineren Ästen - in dem Fall könnte man den Fruchtkörper mitsamt einem Teil vom Substrat (und dem darin enthaltenen Mycel) verschicken. Man sollte beim Transport berücksichtigen, daß Päckchen nicht völlig luftdicht zu schließen, aber das Aststück mit fruchtkörpern dran so zu sichern, daß es einigermaßen stabil bleibt. Hat man Fruchtkörper + myceldurchwachsenes Substrat sollten die Chancen deutlich besser stehen, daß noch ausreichend verwertbare bzw. klonbare Hyphen bei Pilzmännchen ankommen.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo, also ich hatte ja im Herbst, Winter schon mumifizierte Fruchtkörper gefunden, was damals schon, ich glaube von Andreas, als tuberaster vorgeschlagen wurde. An mindestens 4 Stellen sind an Substraten mit solchen Mumien in diesem Jahr frische gekommen, sodass ich davon ausgehe, dass die mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Trockenheit bei Versand überstehen und nach dem Auspacken und Anfeuchten, ggf. erst in der nächsten Saison, wieder wachsen. Die Substrate sind bei mir alle dünn, von 1,5 cm bis max. 7 cm.


    LG, Bernd

  • Hallo, Bernd!


    Das wäre auch eine Option, wenn man sicher weiß, daß in einem Ästchen ein Mycel vorhanden ist. Wenn der Ast trocken ist, wäre das einen versuch wert.

    Bei mir wachsen die allerdings auch oft an dickeren Ästen und Baumstämmen, wo man nicht mal eben ein Stück Substrat mit mycel herausbrechen kann.

    Richtig interessant sind dann Fruchtkörper, die "anscheinend" auf dem Erdboden wachsen. Da kann dann auch mal vergrabenes Substrat drunter sein, aber manchmal findet man in jenen Fällen die Sklerotien ("Pilzsteine"), wenn man die oberste Schicht Waldboden um den Fruchtkörper vorsichtig entfernt.

    Der obere Teil der Sklerotien befindet sich übrigens meistens dicht unter der Erdoberfläche, diese komische, bräunlichschwarze, erdverkrustete Struktur entdeckt man also recht schnell, wenn sie denn vorhanden ist. Aber Achtung: Diese Sklerotien können ganz schön groß werden, und wenn da mal so ein Klumpen von Handballgröße in einem schön festen Waldboden steckt, ist die Ausgrabungsarbeit auch nicht ganz ohne.



    Lg; Pablo.

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