Sehr junger gelber Porling

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 2.048 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von IgNoRaNt.

  • Moin Moin,

    ich war letzte Woche mit dem Rad im Wald und habe direkt an der Haltestelle an einer toten Eiche folgendes ausgemacht.

    Hab das erst fuer einen Schleimpilz gehalten. Heute ging's dann wieder in die Ecke und inzwischen bin ich mir ziemlich, dass es sich um einen sehr jungen Schwefelporling handelt.

    Stimmt ihr dem zu?


    Fuer den Fall, dass es so ist, draengt sich mir aber auch eine andere Frage auf. Bin auch viel englischsprachigen Pilzseiten (reddit zB) unterwegs und sehe, dass junge Schwefelporlinge da als gute Speisepilze ('chicken of the woods') gehandelt werden. Auf einer Pilzaustellung letztes Jahr wurde er allerdings nicht mal als essbarer (aber zumindest auch nicht giftiger) Pilz gehandelt. Hat da jemand Erfahrung? Ist der Speisewert auch abhaengig vom Substrat?

  • Also ich habe einen Schwefelporling von Eiche neulich von meinem Vater zubereiten lassen - der Koch ist - und es war wirklich sehr lecker.



    Ich selber hab da etwas Schwierigkeiten den lecker zuzubereiten. Aber mit der richtigen Art und Weise geht es offenbar. 4 weitere Personen waren auch begeistert 🤪.


    lg

  • Kann die Bilder leider nicht sehen.

    Lg

    Hab die Bilder jetzt hier hochgeladen und die externen Links ersetzt


    /Edit: Hab gerade bei einem Blick auf Deinem Profil gesehen, dass Du aus Dulsberg kommst (oder zumindest die Nadel da gesetzt hast). Hab bis 2017 fast 10 Jahre in der Lengerckestrasse gewohnt. Das Interesse fuer Pilze ist erst danach richtig aufgekeimt, aber entlang der Wandse waren doch eigentlich immer reichlich da, oder?

  • Hey!

    Ja, auf deinem Foto sieht man einen Schwefelporling.


    Der Speisewert wird meines Wissens als „mittelmäßiger Mischpilz“ eingeschätzt, also nicht besonders gut. An giftigen Bäumen wie zB Eibe oder Goldregen soll er aber auf keinen Fall verzehrt werden, da er die darin enthaltenen Giftstoffe aufnehmen kann. Am Besten soll er von Weide, Buche, Pappel oder Kirsche schmecken. Bei Eiche und Robinie ist wohl das Problem, dass er die darin enthaltene Gerbsäure aufnimmt, was bei empfindlichen Personen zu Übelkeit und Erbrechen führen kann und zu einem schlechteren Geschmack des Pilzes führt. Außerdem sollte er sehr jung geerntet werden, wenn er noch jung, hirnartig gewunden und noch nicht fächerförmig und Orange verfärbt ist (AlexG würde jetzt wieder sagen....gut abgeschrieben 😂 - ich schau immer in der Pilze 123 App oder im Forum).


    Mit einer gewürzreichen Zubereitung und genug Butter und Zwiebeln, kann der Schwefelporling von Eiche aber trotzdem gut schmecken (siehe Bild oben). Insgesamt kenne ich jetzt 6 Personen, die den Schwefelporling von Eiche gut vertragen haben.


    Zum Thema Hamburg: Ja genau. Ich wohne in Dulsberg nahe Osterbekpark/ Alter Teichweg. An der Wandse habe ich beim Spazierengehen schon mal Blutrote Röhrlinge und Violette Rötelritterlinge gefunden. In dem Osterbekpark vor meiner Haustür wiederum im Winter Judasohren und Samtfußrüblinge und im Sommer Riesenboviste und Anischampignons.


    Was hast du denn in dem Bezirk schon gefunden und in welchem Bereich?


    lg

    Sandra

    • Offizieller Beitrag

    Salve!


    In dem Stadium, wie von Sandra gezeigt, muss man tatsächlich ein wenig aufpassen, um Schwefelporlinge nicht mit Zimtfarbenen weichporlingen zu verwechseln.
    Siehe >erstes Bild hier, kleiner Fruchtkörperknubbel ganz rechts<.



    LG, Pablo.

  • Anscheinend spriessen die hier gerade ordentlich. Am Wochenende nochmal zwei huebsche Exemplare gefunden (sonst aber so gut wie gar nichts)




    SandraB

    Hab mich zu der Zeit als ich da wohnte noch nicht intensiv mit Pilzen beschaeftigt, fand es schon interessant und hatte den Vorsatz mir das genauer anzugucken, gemacht hab ich's allerdings erst spaeter.


    War aber einmal noch in der Gegend. Da gabs zumindest ein wenig Farbenpracht