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letzter Beitrag von Wühlmull am

Unbekannter Egerling

  • Hallo,


    ich bereite gerade meine Funde auf und habe hier noch einen von Ende Juli. Offensichtlich ein Egerling, den ich zuvor noch nie gesehen habe. Mit den PdS komme ich auf den Weißgelben/Gilbenden Zwergchampignon (Agaricus niveolutescens), aber der Standort paßt nicht so recht und ich finde nicht viele Infos.


    Durchmesser: ausgewachsen 45-60mm
    Oberfläche: weißlich, ockergelb überfasert, zur Mitte hin schwach geschuppt, Rand teilweise mit Velumresten
    Lamellen: rosabraun bis braun, frei
    Stiel: zur Basis hin schwach gelblich, bei Berührung stärker gilbend. Ring gilbend, nur teilw. vorhanden.
    Fleisch: nach einiger Zeit schwach gilbend
    Geruch: schwach nach Anis/Bittermandel (kann das nicht so gut unterscheiden)
    Standort: im Nadelwald an der Grenze zum Laubwald mit Ahorn, Rotbuche und mir unbekannten Bäumen.
    Mikromerkmale habe ich leider keine.







  • Hallo Holger,


    den Gröger hast du nicht? Im Band 2 sind die Agaricusse wunderbar ausgeschlüsselt. Seitdem ich den habe, verwende ich nur noch den für meine Egerlinge. Deswegen frage ich auch gleich mal. Bist du dir in der Untersektion der Zwergchampis sicher? Zur Not könnte ich den für dich schlüsseln in der Sektion; dazu brauche ich aber in jedem Fall Mikrodaten.


    Übrigens PdS ist leider nicht wirklich für eine gescheite Pilzbestimmung brauchbar. Ich höre immer wieder von Gattungsexperten, dass diese Bandreihe für Ihre Gattung nicht geeignet ist. :eyesshut: Das nur mal so als Info. Falls du den Gröger noch nicht hast, dann versuche den schnellstmöglich zu bekommen. Ist ein nur ein gut gemeinter Ratschlag.


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo,



    nein, den Gröger habe ich nicht, aber wenn der wirklich empfehlenswert ist, wandert der (Band 2) heute noch in den Warenkorb. Für's Mikroskop war damals leider keine Zeit. Is' klar, wenn man keine Zeit für das Mikroskop hat, findet man natürlich nur entsprechend schwierige Arten. Den hätte ich einfach mal mitnehmen und trocknen sollen, hab' ich aber leider nicht. Aber bei dem Aussehen muß doch was makroskopisch gehen, zumindest war das meine Hoffnung. Ich hab' eben nur bei den Schweizern was halbwegs Passendes gefunden, und von Agaricus niveolutescens ist im Pareys, Laux und meiner restlichen Literatur nix zu finden. Mit den spärlichen Bildern im Internet habe ich den praktisch nach Ockham geschlüsselt - die wahrscheinlichste Lösung paßt ;) .


    Den Weinrötlichen Zwergegerling habe ich schon vor Ort ausgeschlossen, weil ich den kenne. Der ist anders gefärbt, gilbt nicht wenn man ihn ärgert und hat auch keinen Anis- oder Bittermandelgeruch, der riecht einfach nur nach "Pilz".


  • Den Weinrötlichen Zwergegerling habe ich schon vor Ort ausgeschlossen, weil ich den kenne. Der ist anders gefärbt, gilbt nicht wenn man ihn ärgert und hat auch keinen Anis- oder Bittermandelgeruch, der riecht einfach nur nach "Pilz".


    Da kennst Du aber einen anderen Pilz, denn genau das macht der Weinrötliche ...

  • Du meinst jetzt das Gilben?? Der hat sich bei mir standhaft geweigert. Unterhalb des Ringes war der schon gelb, das stimmt. Bei Berührung hat sich aber zumindest damals bei dem ersten Exemplar, das ich dahingehend getestet habe, nichts weiter getan. Auch das Fleisch blieb wie es war (nicht lange genug gewartet?)



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