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letzter Beitrag von joe83 am

Phellinus igniarius = Gemeiner Feuerschwamm

  • Phellinus igniarius (L.) Quelet


    Gemeiner Feuerschwamm , Weidenfeuerschwamm



    - Synonyme :


    Phellinus trivialis
    Polyporites igniarius
    Boletus igniarius
    Polyporus igniarius
    Fomes igniarius
    Oehroporus igniarius
    Mucronoporus igniarius



    - Klasse : Agaricomycetes


    - Ordnung : Hymenochaetales - Borstenscheiblingsartige


    - Familie : Hymenochaetales - Borstenscheiblingsverwandte


    - Gattung : Phellinus - Feuerschwämme



    Makroskopische Eingeschaften


    - Fruchtkörper : Mehrjährig , sehr unterscheidlich geformt , konsolenförmig bis knubbelig - resupinat , kaum vom Substrat (holz)
    ablösbar .


    - Hut : Bis 30 (40) cm Durchmesser und bis 10 (20) cm dick , jung samtig hellbräunlich - gelbbräunlich , alt , braun bis grau schwarz ,
    hart mit rindenartigen schwarze Kruste .


    - Poren - Röhren : Poren , fein , rundlich , dicht bis 6 Stück pro mm , jung weißlich in alter gräulich braune .
    Röhren , bis 7 mm lange , durch jährlichen Zuwachs mehrschichtig .


    - Stiel : Kein , Fruchtkörper fest im Substrat verwachsen .


    - Fleisch : Braun - rostbraun , holzartig , hart , bei Feuchtigkeit aufweichend .


    - Geruch : Neutral bis Angenehm - Pilzig .


    - Geschmack : Neutral bis leicht bitter .



    Mikroskopische Eingeschaften


    - Sporenpulverfarbe : Rotbraun .


    - Sporen : Breit ellipsoid , Hyphen dünnwandig - hyalin , Skellethyphen dickwandig , sporengroße 5,5 - 7 x 4,5 - 6 .K


    - KOH Reaktion : Kaliumhydioxid färbt Hutgewebe schwarz .


    - Vorkommen : Ganzjährig an Laubbäumen gern in Auwälder - Gewässerufer , an Weiden , Pappeln , Erlen auch Obstbäumen , Buche .


    - Verwechslungen : Mit anderen ähnlichen Feuerschwämmen , in alter mit Zunderschwämmen .


    - Speisewert : Ungenießbar .


    - Besonderheit : Phellinus igniarius ist Saprobiont , ein wenig aggressiver Parasit . Enthalt Wirkstoffe die in zahlreichen Kulturen
    medizinisch verwendet werden . Unten Fruchtkörper bauen Spechte Bruthöhlen .




    Bilder


    - Fruchtkörper - grau-schwarz Farbe


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    - Fruchtkörper jung


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    Fruchtkörper Mittelalt


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    Fruchtkörper Alt


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    - Poren junge FK , bei Berührungen brauend


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    - Poren mittelalte FK bei Berührungen brauend


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    - Poren alte FK


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    - Fleisch (Schnittbild)


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    - Hutfleisch (junge - mittelalte FK) bei Berührungen brauend , sieche Hutrandbild


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    LG beli !

  • Hallo, Beli!


    Sehr schönes Portrait! :alright:
    Wenn du bei "Substrat" außer Weide noch andere Gehölze angibst, muss man eigentlich "Phellinus igniarius s.l." dranschreiben.
    (s.l. = sensu lato = im weiteren Sinne)
    Der an Erlen und diversen Obstbäumen vorkommende Phellinus alni ist wohl ebenso wenig kreuzbar wie der ausschließlich an Moorbirken vokommende Phellinus nigricans (= Phellinus cinereus), sind also streng genommen eingene Arten. Weder makro- noch mikroskopisch von Phellinus igniarius (s.str., also dem ausschließlich an Weiden vorkommenden P. igniarius) abgrenzbar, aber dennoch wohl nicht genetisch kompatibel.


    Das ist aber auch eine ganz verezwickte Gruppe, bei der man eventuell auch Phellinus alni nochmal weiter aufspalten kann.
    Am praktikabelsten ist es aber wohl so, wie es auch im neuen Ryvarden gehandhabt wird: Man fasst einfach alles zu Phellinus igniarius s.l. zusammen und notiert das Substrat dazu. Bei Funden an Weide kann man auch einfach Phellinus igniarius s.str. notieren.


    Mikroskopisch sind übrigens die eher spärlichen und kleinen Setae mit geraden Spitzen und die chaotisch verflochtenen Skeletthyphen der Röhrentrama wichtigere merkmale als die Sporen, weil Anatomie der Setae und Hyphenverlauf ganz nützlich sind zur Abgrenzunge von einigen ansonsten sehr ähnlichen Arten. Vor allem, wenn man das Substrat nicht bestimmen kann oder es sich um Funde an Pappel oder Birke handelt, oder die Fruchtkörper ungewöhnlich knollig bis resupinat gewachsen sind.


    hier noch ein paar Bildchen, substrat ist jeweils Weide (Salix spec.), damit Phellinus igniarius s.str.:





    LG, Pablo.

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