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letzter Beitrag von Ingo W am

Sputniks

  • Hallo!


    Kein Beitrag mehr hier seit Anfang November?


    Muss ich mir wahrscheinlich eine andere Institution suchen, um ein paar Fragen beantwortet zu bekommen, wenn hier keiner mehr ist.


    Die Ausrede "Bei mir wächst nichts mehr, ist ja Winter" zieht natürlich bei Dungi-Fungi-Liebhabern noch weniger als anderswo.
    Womöglich sind aber alle Fragen um die Dungi-Fungis schon geklärt und es gibt überhaupt nichts Interessantes mehr darüber zu schreiben.


    Naja, ich lasse meine 3 Fragen trotzdem mal hier, vielleicht kommt ja jemand vorbei.
    Also, es geht um diese gelben Sputniks, die recht einzeln und verstreut bei mir in einem Schächtelchen auf Reh-Losung wachsen.

    Nennt sich Trichobolus zukalii (Vielsporiges Dungkugelbecherchen), so weit dürfte ich das richtig sehen, zumindest geht ´s mir ganz gut damit.


    Nun stellte ich fest, dass meine ausgemessenen Sporen die Literaturangaben um ca. 2 µm unterbieten. Die schnellste Erklärung ist, meine Pilz-"Fruchtkörper" sind nicht reif.
    Aber da kommt schon die 1.Frage:
    Wie nennt man denn so einen (behaarten) Riesen-Ascus fachmännisch? "Perithezium" geht ja wohl am Ziel vorbei.


    2. Fragenkomplex: Wie entlässt denn Trichobolus seine Sporen, wenn sie reif sind?
    Geht die "Außenhülle" kaputt? Sehe ich das dann und weiß, jetzt sind die Sporen reif?
    Hier also meine zu kleinen Sporen:


    Und hier der Versuch, noch anderes festzuhalten:


    Und hier die 3. Fragen ( :) )

    Auffällig war, dass die vielen austretenden Sporen (sind wohl sicherlich über 511 in so einem Ascus) begleitet werden von goldigen kleinen Tropfen(?).
    Und das sah ich nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Mikrobildern, welche ich zur Art im Netz oder hier im Forum fand.
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-trichobolus-zukalii
    Scheint also schon was Typisches zu sein. Ganz und gar für die Art? Oder für die Gattung? Oder hat ´s gar nichts zusagen? Was ist das eigentlich und woher kommt das? Hat ´s eine Funktion? Kann das sein, dass sich die Goldtröpfchen immer um die Spore herum aufhalten? Womöglich in einer von mir noch nicht gesichteten Schleimhülle?


    Wer kommt hier im Dungi-Forum mal vorbei, benetzt die hinterlegten Proben wieder mit Wasser und beantwortet nebenbei meine Fragen?


    VG Ingo W

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    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"
    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n au' wichtich is!" ==Gnolm2


    Pilzwettchips: 135-10 (Gebühr für APR 2016) = 125+5 (Gnozaki-APR-Platzierungswette) = 130+3 (Gnausmann-astragalina-wette APR2016) = 133+10 (Climby-APR-Platzierungswette) = 143-10 (DonGnolmio Wette mit Tuppie) = 133-10 (Einsatz Wette Treppchenplätze APR2016) = 123+5 (APR-2016-Glücksplatz11 = Pilzwettchips: 128-15 (Gebühr APR 2017) = 113+8 (APR-Platz 9) = 121+16 (APR 2017-Segmentwette) = 137+2 (Treppchenwette APR) = 139-2 (Pluteus/Melanoleuca-Wette mit Emil) = 137-15 (Gebühr APR 2018) = 122+12 (APR 2018 Platz 4) = 134+1 (Segmentwette APR 2018) = 135+2 (schöner Falsch-Phal APR 2018 = 137+9 (3.Platz schöner Phal APR 2018) = 146



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  • Wer kommt hier im Dungi-Forum mal vorbei, benetzt die hinterlegten Proben wieder mit Wasser und beantwortet nebenbei meine Fragen?


    Na wer denn schon, Ingo?
    Dreimal darfst du raten! :D


    Ich konnte leider nicht eher, hatte bis vor kurzem mit diesem blö...ähm blon...ähm...wunderschönen Adventsrätsel zu tun!


    Du schreibst:

    Zitat

    Also, es geht um diese gelben Sputniks, die recht einzeln und verstreut bei mir in einem Schächtelchen auf Reh-Losung wachsen.


    Das freut mich aber, dass in deinen Schächtelchen nun auch Losung reifen darf! :)


    Zu deiner Frage 1.

    Zitat

    Wie nennt man denn so einen (behaarten) Riesen-Ascus fachmännisch? "Perithezium" geht ja wohl am Ziel vorbei.


    Cleistothecium würde ich das nennen, also ein geschlossenes Apothecium.


    Zur 2. Frage.

    Zitat

    Wie entlässt denn Trichobolus seine Sporen, wenn sie reif sind?


    Der Riesenascus reißt letztendlich apikal auf und setzt so die Tausenden Sporen frei.


    Goldtröpfchen deuten für mich meist auf etwas Unreifes hin.
    Eine wirkliche Erklärung habe ich allerdings im Moment nicht.


    Den Artikel zu T. zukalli hast du gefunden?
    Der Schlüssel ist allerdings nicht mehr aktuell.


    LG Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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  • Hi Nobi!

    Zitat


    Na wer denn schon, Ingo?
    Dreimal darfst du raten!


    Naja, eigentlich hatte ich nichts anderes erwartet.
    Findest wohl gar nichts Interessantes mehr in deinen Schächtelchen?


    Ist natürlich die blanke Provokation, ich weiß einigermaßen genau, wie es in Losungsschachteln und -dosen aussieht. Und nie wird es aufhören, dass dort Arten wachsen, die man nicht kennt.


    Oder sollte ich vorbildlicherweise "Feuchte-Kammer" sagen?
    Zeigt mir mal wer zuerst eine professionelle Feuchtekammer? Nobi, du darfst natürlich auch ein weiteres mal antworten.


    Macht halt Arbeit, das Aufbereiten der vielen kleinen Gesellen in Wort und Bild. Aber früher war es hier im Unter-Forum trotzdem lebhafter.


    Zitat


    Cleistothecium würde ich das nennen, also ein geschlossenes Apothecium.


    Also hier bei Tr. zukalii mit nur einem Ascus, welcher sehr viele Sporen enhält.


    In diesem Fall dürfte mit der Bestimmung wahrscheinlich auch kaum was schief gehen, auch wenn noch nicht vollreif.
    Aber wie würde ich denn die Reife nun korrekt einschätzen bei heikleren Arten?
    Sehe ich das dann, dass die "Riesen-Asci" aufgeplatzt sind, die Sporen austreten, ähnlich vieler Pyrenos?
    Bei den meisten helotialen Becherlingen kann man das sehr schön im Präparat einschätzen, ob die Asci aufgeblasen sind und die Sporen sich oben drängen, im Optimalfall ist man live beim Abschießen dabei.


    VG Ingo W

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  • Hallo Ingo,


    zunächst mal hast Du die Art sehr schön porträtiert. :alright:


    Die Frage der Reife ist sicher nicht ganz leicht zu beantworten. Ich orientiere mich daran, ob die Sporen im Präparat nach erstem, vorsichtigem Druck eng beieinander liegen oder weit verteilt sind. Im Zweifel warte ich halt ein paar Tage und prüfe einen anderen Fruchtkörper.
    Die Tröpfchen sind mir auch schon aufgefallen, und ich denke auch, die haben etwas mit dem Reifegrad zu tun. Möglicherweise sind die Sporen von einer gelatinösen/öligen Masse umgeben, die sich bei Reife zunehmend auflöst.


    Zitat:


    Aber früher war es hier im Unter-Forum trotzdem lebhafter.


    Ja, leider. Wie das so ist im richtigen Leben, muss das Hobby manchmal hinter den Gegebenheiten des Lebens zurücktreten. Und bei mir auch noch länger, als geplant.
    Und so habe ich zwar stets ein Dutzend Proben hier liegen, aber nur selten wirklich Zeit mich damit zu befassen. Ganz zu schweigen davon, hier auch noch ausführlich zu berichten. Ich hoffe stark, mich ab dem Frühjahr wieder intensiver damit befassen zu können.


    Um so mehr freue ich mich, wenn auch andere User sich mit dem Thema beschäftigen und uns hier an Ihren Ergebnissen teilhaben lassen.

  • Hallo Ralf!

    Zitat


    Im Zweifel warte ich halt ein paar Tage und prüfe einen anderen Fruchtkörper.


    Ja, eine Methode, die sich nachvollziehen lässt.
    Meist lässt sich das ja auch makroskopisch verfolgen, ob die Ascos weiterwachsen, sich entwickeln.


    Hi Nobi!


    Hab den Artikel noch mal überflogen.
    Also 6000-7000 Sporen.


    Was mir gefällt:
    - mit den Sporenangaben dort (9-10,5 x 7,5-8) bin ich ja plötzlich mit meinen nur wenigen gemessenen Sporen (9-10 x 7-8) voll im Bereich;
    - man erwähnt dort den Zellkern;
    - auf der Haar-Abbildung ist zu sehen, was ich auch schrieb, nämlich dass die Septierung oft ungleichmäßig ist.


    Kannst du kurz umschreiben, was dann zu den DeBary Bubbles gesagt wird?


    VG Ingo W

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  • Hallo Nobi!


    Ist dieses Bild von deiner Seite interpretierbar?
    http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/23059.html


    Kann es sein, dass die Außenwand sich da irgendwie auflöst? Wohl kaum, oder?
    Oder instabiler, durchsichtiger wird?
    Habe nämlich so was ähnliches gefunden. Das Gelb ist verschwunden.
    War auf jeden Fall genauso dieser Trichobolus zukalii und sehr reif. Allerdings nur einmal in dieser Art und Weise:


    Die anderen Sputniks sind jetzt auch reifer, aber eben noch Gelb.


    VG Ingo W

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