schon gehört - vom Hanta - Virus !

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema, welches 3.383 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Trüffelino.

  • hallo alle zusammen,


    da lese ich doch gerade diesen bericht vom neu aufkeimenden hanta - virus
    und mache mir doch ernsthaft gedanken. gerade wir als pilzsammler sind doch am ehesten betroffen. denn der virus wird durch waldmäuse und deren kot übertragen. wenn ich nur dran denke, wieviel pilze ich mit nachhause nehme, die von mäusen angeknabbert sind. und erst letzte woche habe ich natürlich auch noch wilde blaubeeren gegessen. das beste wäre zumindest die pilze gut durchzubraten. ich hoffe doch mal, das dies den virus wenigstens abtötet. darüber müsste man allerdings informationen einholen. leider kann man den virus schon allein durch einatmen von kontaminiertem aufgewirbeltem staub bekommen.
    Hier der bericht: http://www.spiegel.de/wissensc…schland-aus-a-834533.html


    toll - nervig schon die zeckenplage und jetzt dies X(

  • Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: " Wer sich in die Natur begibt, läuft Gefahr darin umzukommen."


    ;)


    Das geht jetzt keinesfalls gegen Dich, aber...


    von den Medien wird hochgepuscht, was Leser/Zuschauer bringt.


    Natürlich kann man sich über Hanta, Fuchsbandwurm etc. Gedanken machen, muss man aber nicht.


    Ein Großteil derer, die das tun sollten sich mal überlegen, wie lange die letzte Tetanusimpfung her ist. Das ist nämlich eine sehr reale Gefahr, die aber meist völlig verdrängt wird.

  • ja, das ist mir klar, das die medien das puschen.
    trotzdem wurde dieses jahr doch eine signifikante zunahme an erkrankungen festgestellt.
    awhrscheinlich wäre es ganz gut, sich über die jeweiligen gefährdeten gebiete zu erkunden.
    sehr stark betroffen wohl die schwäbische alb.

  • Hallo!
    Gibts denn schon eine Seite, wo diese Gebiete aufgezählt sind?
    Zeckenplage? Ouwei, ich werde wohl von allem verschont hier :D Die letzte Zecke hatte ich vor 11 Jahren, seitdem bin ich wöchentlich im Wald unterwegs, ob zum Pilze sammeln oder um Holz zu machen.
    Naja, bin mal gespannt ob die Zahlen der Erkrankungen steigen.


    Lg merlin

  • Hallo,
    Ich habe vor einigen Tagen, in einem Beitrag über das das Hanta-Virus berichtet.
    Bei einem Waldspaziergang traf ich Leute die Mäusefallen aufgestellt haben, auf meine Frage warum, sie wollen Rötelmäuse fangen, für ein Labor in Rostock das sich mit dem Hanta-Virus beschäftigt.
    Ich wohne nördlich der schwäbischen Alb, bei uns sind bis jetzt keine Krankheitsfälle bekannt. Vorsicht ist geboten beim ausfegen von Waldhütten oder Scheunen, da der Mäusekot aufgewirbelt wird. Ich glaube mir Pilzsammler haben keine so hohe Ansteckungsgefahr.


    Gruß Wachholder

    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    jo, hab ich auch gehört/gelesen. Kam gestern in der aktuellen Stunde auch ein Bericht. Ich denke, man muss eine Infektion mit dem Virus ja nicht unbedingt herausfordern, indem man ohne Mundschutz die Scheune, den Schuppen etc. ausfegt. Da sehe ich eigentlich die meiste Gefahr. Wir haben hier eine alte Hütte, da steht Gartengerät und Gerümpels drin. Ansonsten ist das Ding nicht mehr zu gebrauchen. Dort wimmelt es sicher vor Mäusen. Meine Kinder dürfen die Hütte nicht betreten.
    Gestern Abend habe ich mit den Kindern draußen im Garten ein paar Stullen gegessen. Und da raschelte es laut auf dem Kompost. Nachmittags hatte eins der Kids eine Bananenschale drauf geworfen und ein kleines Rötelmäuschen versuchte nun, die Schale weg zu schleppen. Es gelang ihr nicht und wir konnten lange zu schauen, wie sie die Innenseite der Schale abknusperte. Die ganze Zeit spukte das Wort "Hanta-Virus" in meinem Kopf herum. Aber ich werde die Wiese kaum Mäusefrei bekommen und finde es außerdem toll, wenn meine Kinder solche Beobachtungen machen können.
    Im Schnellkomposter hatte sich eine ganze Familie eingenistet, was auffiel, als mein Mann den Kompost umgeschichtet hatte. Sollte er in der nächsten Zeit über Rückenschmerzen klagen und Fieber dazu bekommen, weiß ich zumindest, worauf ich den Arzt aufmerksam machen werde ;)


    Ich werde das Thema nicht überbewerten, aber dennoch im Hinterstübchen behalten, wer weiß, wozu es gut ist...


    lieben Gruß,
    Melanie

    Gnolmige Gnüße, Gnelmanie die Rote

    "In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken,
    man jahrelang im Moos liegen könnte."

    -Franz Kafka-
    _________________________________________________
    Keine Verzehrfreigabe im Internet! Hier, PSV-Liste, findest du deinen nächsten Pilzsachverständigen


  • Na, jaaa, wer Mäusekot von der Rötelmaus futtert??? Lies dir doch bitte mal diese Meldung durch.
    http://www.nordbayern.de/regio…belten-mausekot-1.2277941
    Ach weiste die Medien haben Langweile und ich denke mal, wer durch die Stauden kraucht und alles ins Mäulchen steckt, der kann auch was anderes als diesen Virus bekommen. Soll sogar wie in dem Artikel beschrieben, eben nur durch den Staub der getrockneten Rötelmaus-Köttelchen verbreitet werden. Wir jagen aber doch die Pilze eher erst mal mit den Augen und nicht so sehr dadurch, dass wie die Nase auf dem Erdboden haltend durch die Wälder schleichen.;) Stelle mir das gerade mal bildlich vor. Ein entzückender Anblick wäre das schon.:D:D


    Da fällt mir noch der Text von Erich Kästner ein:
    "Wird's besser? Wird's schlimmer?"
    fragt man alljährlich.
    Seien wir ehrlich:
    Leben ist immer
    lebensgefährlich.


    (Erich Kästner)


    LG Reinhilde

  • also leider habe ich in einem beitrag gelesen:
    "Die Viren werden von infizierten Nagern über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden"
    eben darum find ich es ja für den allgemeinen pilzsammler bedenklich.
    denn pilze sind bodennah und weiß man, ob nicht gerade neben einem pilz kotpartikel sind? und ich habe schon sehr viele pilze gesammelt, die nagespuren hatten. dies sind doch meistens mäuse gewesen, vermute ich mal.
    also nicht überbewerten, aber trotzdem wachsam sein.

  • Wachsam sein, wenn sich dann Beschwerden einstellen, das ist richtig und gut.


    Aber wie bitte soll man gegen etwas mit bloßem Auge nicht sichtbares wachsam sein? Wie soll man sein Verhalten anpassen, wenn man die Erreger mit dem Staub in der Luft einatmen kann?


    Meiner Meinung nach ist das alles Panikmache (ausgenommen die alten Hütten und Schuppen, aber da kehrt man normalerweise sowieso mit Mundschutz, wenn überhaupt).


    Und wie schon gesagt. Die Mehrheit der Hanta-Besorgten hat meiner Überzeugung nach keinen ausreichenden Tetanusschutz.


    Oder: Wenn jemand mit einem Maschinengewehr vor Dir steht, macht es wenig Sinn sich vor dem Einschlag unbemannter Flugkörper zu fürchten.


  • awhrscheinlich wäre es ganz gut, sich über die jeweiligen gefährdeten gebiete zu erkunden.
    sehr stark betroffen wohl die schwäbische alb.


    Wäre es nicht so weit weg von mir, würde ich genau dorthin fahren. ;)



    Die letzte Zecke hatte ich vor 11 Jahren, seitdem bin ich wöchentlich im Wald unterwegs, ob zum Pilze sammeln oder um Holz zu machen.


    Kann Dich gut verstehen. Meine erste und bis jetzt auch letzte Zecke habe ich vor ziemlich genau 35 Jahren gehabt –” komischerweise in einem Garten in Wien eingefangen.



    Wenn jemand mit einem Maschinengewehr vor Dir steht, macht es wenig Sinn sich vor dem Einschlag unbemannter Flugkörper zu fürchten.


    :thumbup: