Hey ... Nummerierung der Fragen im Nachhinein ändern gilt nicht ...
Sorry, ich schreibe immer zuerst und denke danach. Mein Fehler.
Hey ... Nummerierung der Fragen im Nachhinein ändern gilt nicht ...
Sorry, ich schreibe immer zuerst und denke danach. Mein Fehler.
Dann können wir ja noch mal gemeinsam makroskopisch hingucken. 1) Es ist ein deutlicher Freiblättler - zwischen Stiel und Lamellen ist eine richtig breite Lücke zu sehen.
2) Der Ring sieht stabil und häutig aus.
3) Die Lamellen sehen so aus, als hätten sie einen rosa Schein.
4) Der Pilz hat keine schorfige Platte in der Hutmitte, welche zum Rand hin schollig aufbricht.
5) Der Pilz stand auf einer Wiese, offenbar einer ziemlich fetten Wiese.
Edit: Jetzt habe ich noch was in der Literatur gefunden, vielleicht hilft es was.
Leucoagaricus: Sporen mit Keimporus
Lepiota: Sporen ohne Keimporus
Sind beide schon mikroskopiert:
Einer hat metuloide Pleurozystiden, auffallend zylindrisch in der Form, mit mitteldicken Wänden und Kristallbeschopfung, dazu mandelförmige, nicht-eckige Sporen, und stinkt "unanständig". Der andere hat keine Pleurozystiden, banal schlauchförmige Cheilozystiden, und riecht eher frisch-säuerlich. Jetzt geht es an die Interpretation, das schaffe ich aber heute nicht mehr. Sobald ich was heraushabe, kommt ein Foto nach.
Ein ganz bisschen helfen kann ich, aber nicht viel. Nicht nur Schirmlinge (Lepiota) können so aussehen, sondern auch Egerlingsschirmlinge (Leucoagaricus). Vergleiche doch mal ein paar Leucoagaricus-Arten, vielleicht passt dein Fund da besser rein.
Gefunden auf einer kleinen Runde über den Heilbronner Alten Friedhof, unter Buche. Das dürfte der Ziegelrote Risspilz (Inocybe erubescens) sein, ein giftiger Verwechslungspartner des Mairitterlings, welcher ebenfalls auf diesem Friedhof vorkommt.
Schätze, das sind wieder Sandröhrlinge, zumindest der zweite. Der erste ist ziemlich blass für einen Sandröhrling, aber wenn er jung und unterm Moos war...?
Gibt es Möglichkeiten diese [Täublinge] ohne Mikroskopische merkmale sicher zu Unterscheiden?
Die Romagnesianer, d. h. die "klassischen" Täublingsforscher (z. B. Sarnari, Einhellinger) sag(t)en nein. Es gibt aber in Frankreich/Belgien (z. B. Reumeaux/Moenne-Loccoz) eine neue Schule, die die Ansicht vertritt, dass man Täublinge mithilfe eines geballten Chemie-Einsatzes direkt im Feld bestimmen kann.
Wer nicht mikroskopieren will, muss (ja, MUSS):
1.) den Geschmack durch Reinbeißen testen
2.) die Farben des Sporenpulvers ermitteln
3.) Guajak auf die Stielrinde und auf die Lamellen streichen und die Farbreaktion beurteilen
4.) weitere Chemikalien einsetzen (z. B. Eisensulfat, Phenol, Sulfovanillin) und die entsprechenden Farbreaktionen beachten
5.) sich vorher klar sein, in welche Untergattung der Täublinge das Fundstück gehört, d. h. einen vollständigen Überblick über die vorhandenen Untergattungen haben.
Dann geht das wohl auch rein makroskopisch.
Den darf ich euch einfach nicht vorenthalten. Er wächst im Garten eines guten Bekannten in Heilbronn unter Bambus und weiteren exotischen Gewächsen und kommt laut seiner Angabe seit einigen Jahren immer wieder. Und heute war er wieder mal in voller Pracht zu sehen.
Du kannst sie auch hier direkt als Dateianhang hochladen.
Gut, dann probier ich das mal.
Test:
[hr]
Whow, es klappt, supi!! Herzlichen Dank, Mausmann!
Erstaunlich, was man aus einem Fund des Waldfreundrüblings (einer in der Größe, Wuchsform und Farbtönung variabelsten Pilze überhaupt) so alles machen kann und welche Pilze da noch so ins Spiel gebracht werden...
Eins würde mich besonders interessieren: was genau hat Rada mikroskopisch untersucht, das ihn zu der Gattungsdiagnose Psathyrella brachte?
Also wenn ich dich richtig verstehe, kann man in diesem Forum nur Bilder zeigen, die auf einer Website liegen.
Doch, ich meine, das ist er nochmal.
Hallo Forum,
ich habe keine Homepage und möchte meine Fotos nicht auf irgendwelchen Servern hosten. Gibt es eine Möglichkeit, wie ich Bilder, die nur auf meinem Rechner liegen, in Beiträge einbinden kann, so wie etwa im Pilzepilzeforum?
Hintergrund der Anfrage: ich habe heute zum ersten Mal zeigenswerte Funde gemacht, und da wird in den Folgemonaten sicher noch viel nachkommen.
> daß es völlig unmöglich ist, den Begriff "Breitblättriger Rübling" in einer Unterhaltung korrekt auszusprechen.
Klar ist das unmöglich, es heißt ja auch "Breitblättriger SAMTrübling". Außerdem ist das noch gar nichts gegen den "Geflecktblättrigen Flämmling" ![]()
*undabinsbett*
Hallo juripuh,
ich melde mich noch mal. Finde es übrigens super, dass du nicht schon entnervt aufgegeben hast, sondern am Ball bleiben willst. Viele Anfrager reagieren nicht mehr, nachdem das "Shitstörmchen" losgebrochen ist.
1) Die Champignons sind tatsächlich welche, und sie sehen mir nicht wie giftige aus. Ich traue dir auch zu, dass du einen giftigen Champignon zu Hause erkennen würdest. Lies einfach nochmal im Pilzbuch nach, welche Merkmale der Karbolchampignon hat, bevor du ihn zubereiten willst, und dann ist auch gut.
2) Statt Rosette heißt es Manschette oder Stielring.
3) Maipilze sind grundsätzlich auf dem Hut mattweiß, vielleicht durch Sonnenbrand etwas lederfarben. Sie haben immer weiße Lamellen ohne irgendeinen Grauton oder Rosaton, auch alte. Der Stiel ist immer weiß und dick, aber auf keinen Fall seidig-längsfaserig oder flockig-schuppig. Das Fleisch ist im Hut und Stiel dick und voll und überall weiß. Wenn du dir daraus ein Bild zusammenreimst, weißt du, dass deine Pilze aussehenstechnisch absolut nichts von Maipilzen haben. Also - weg mit dem Fund, und dieses Jahr bitte auch nicht mehr nach Maipilzen suchen!
4) Es ist generell keine gute Idee, sich im Internet Absolution für das geplante Pilzessen zu holen. Wenn tatsächlich jemand so verwegen ist, dir über Internet Pilzberatung zu geben (Haftungsübernahme bei Vergiftung inbegriffen??), weißt du immer noch nicht, ob der Typ Ahnung hat. Im Internet darf jeder den größten Käse schreiben, und oft bleibt es unbemerkt bzw. unkommentiert. Gehe zu einem real existierenden Pilzberater, oder nimm an Lehrexkursionen teil, die von örtlichen Pilzvereinen gegen kleine Obolusse veranstaltet werden. Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die über Internet nicht funktionieren, dazu zählt auch die Pilzberatung!
Die drei und noch zwei von mir, also insgesamt 5. Ich Amanita strobiliformis, du alles Andere.
Au ja, ihr habt viel besser aufgepasst als ich.
Also ich bin mir nicht sicher, ob ich einen Riesenegerling (= Agaricus macrosporus?) sicher bestimmen könnte. Wie sieht es bei euch beiden aus?
Hallo Mature, viel Spaß und einen schönen Lernerfolg hier im Forum! Dein Foto finde ich belichtungstechnisch klasse, so ein schönes sieht man selten. Verrätst du noch eben, welche Art es ist?
Mausmann
ist mir zu schwierig, so ganz ohne weitere Angaben, sorry! bestimmt was heimtückisches! da darf jemand ran, der die Täublinge besser kennt
[quote='juripuh','https://www.newboard.pilzforum.eu/board/index.php?thread/&postID=165675#post165675']
>Hallo Pilzfreunde,
ich bin noch recht neu "in den Pilzen".
.......und mir nicht sicher, ob das Mairitterlinge sind.
Gut, dass du die Idee hattest hier nachzufragen. Sehr gut sogar.
> Sie richen mehlig / pilzig und schmecken (kleines Stück probiert) gut / pilzig eben.
Das tun hunderte andere Pilze auch, sogar tödlich giftige.
> Sie sehen aber nicht so typisch aus, wie die Maipilze die im Netz abgebildet zu finden sind.
Wie kommst du dann darauf, dass es Maipilze sein könnten?
> Es verfärben sich auf jeden Fall keine Druckstellen rot, also dürften es keine Mairisspilze sein.
Ich halte sie auch nicht für Ziegelrote Risspilze. Dagegen könnten es sehr gut Rötlinge sein, unter denen es auch giftige Arten gibt.
> Hab sie gestern Abend gepflückt und in 2 - 3 Std. sollen sie eigentlich zusammen mit Riesenegerlingen in die Pfanne ![]()
Nee, das lass mal sein, freundlicher Rat.
[quote='Nafste79','https://www.newboard.pilzforum.eu/board/index.php?thread/&postID=165652#post165652']
> Auch wenn Experten manchmal etwas schrullig daherkommen, sind sie mir doch tausendmal lieber als irgendwelche Leute, die sich nur halb interessieren, lesen oder zuhören.
"Gefällt mir", wie es heutzutage heißt.
Und tausendmal lieber als Leute, die groß daherreden, aber nichts blicken, könnte ich noch ergänzen.
> Achso, was ich eigentlich noch sagen wollte - find ihn ganz toll diesen Kronkorkenbecherling ...
Ich find ihn nicht toll - denn ich find ihn GAR NICHT; NIE; NIRGENDS *lamentier*
*flüster*
Ähh, Pablo, bei dieser Exkursion war einer der allerbesten Pilzexperten dabei - der mit dem Bovist in den Händen...
der hätte dem Erebus schon gesagt, wenn da bestimmungstechnisch was nicht o. K. gewesen wäre...
*flüster aus*
Es gibt eine reingrüne Farbform des Frauentäublings, f. peltereaui genannt. Kannst ja mal googeln.
wenn hier sonst keiner ein Idee hat werde ich mit Psathyrella spadicea einspeichern.
Das darfst du tun, aber bringt es dir was? Hat der Pilz gestunken, wie du schreibst, fällt P. spadicea definitiv aus.
Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, fotografierten Pilzen Namen zu geben, die höchstwahrscheinlich falsch sind, nur damit die hauseigene Pilzdatenbank wieder ein Stück größer wird?
Irgendwann findest du vielleicht mal eine korrekte P. spadicea und erkennst sie nicht, weil du für dich in deinem Gehirn abgespeichert hast: P. spadicea - stinkt!
Amanita vaginata kann es nicht sein, denn diese Art hat einen glatten, weißen Stiel. Der hier gezeigte Stiel ist nicht glatt und auch nicht weiß.
Amanita submembranacea kann man zuverlässig so bestimmen, dass man den gefundenen Pilz eintrocknen lässt. Die Scheide müsste sich dann auffallend silbergrau färben.
Ich denke, die große Angst vor Verwechslung mit dem Gifthäubling kommt auch dadurch zustande, dass eben oft vor dem tödlichen Doppelgänger gewarnt wird.
Ich traue mich kaum zu erzählen, dass ich 30 Jahre lang fröhlich Stockschwämmchen gesammelt und gegessen habe, ohne zu wissen, dass es den Gifthäubling überhaupt gibt.
Bemerkenswert ist jedenfalls, dass kaum bis keine Vergiftungen mit dem Gifthäubling bekannt werden, obwohl ich relativ viele Leute kenne, die Stockschwämmchen sammeln. Fast alle schlimmen Vergiftungen ereignen sich mit Knollenblätter- oder Pantherpilzen.
Spannende Sachen, toll in Szene gesetzt!
Nr. 18: ist da nicht ein Netz am Stiel?
Nr. 21: vertrocknete Marone?
