Hallo vegan33,
für einen Veganer ist es schon wichtig, nach Erweiterungen seines Speisezettels zu schauen. Pilze liefern (wenn auch relativ schwer aufschließbar) wertvolles Eiweiß, ohne das der menschliche Organismus nicht auskommt. Sie sind lecker, ballaststoffreich, sehr energiearm (nur etwa 50 kcal pro 100 g), bleiben aber lange im Magen liegen und sättigen daher vergleichsweise gut. Man kombiniert sie am besten mit stärkereichen Beilagen wie Nudeln aus Hartweizengrieß oder gekochtem Getreide wie Reis oder Bulgur. Letztes Jahr habe ich eine Veganerin an Pilze als Nahrungsmittel herangeführt, und sie ist seitdem begeisterte Pilzesserin und erweitert ständig ihr Artenspektrum.
Wer Pilze sucht und verwertet, sollte allerdings keinen übertriebenen Ekel vor in der Natur vorkommenden Kleintierchen haben. Bei Pilzen handelt es sich um ein völlig naturbelassenes Lebensmittel, das frei von in der professionellen Lebensmittelerzeugung eingesetzten Chemie (z. B. Schädlingsbekämpfung) ist. Madige Stellen an Pilzen, die somit ein Merkmal der Naturbelassenheit sind, schneidet man weg, völlig zerlöcherte Exemplare (auf Druck auffällig weich) nimmt man gar nicht erst mit. Schneckenfraß kann man wegschneiden, muss man aber nicht, sofern die betroffenen Stellen sauber sind.
Ich wünsche dir für die Zukunft gute Funde und schließe mich dem Rat eines Vorredners an, madenunempfindlichere Arten (ein paar wurden ja schon genannt) zu suchen.[hr]
Doch eine ernste Frage, sind die Maden nicht Hauptverursacher von Krankheiten & schmerzendem Magen?
Kann ich mir nicht vorstellen. Die Maden der hierzulande vorkommenden Pilzmücken sind alle ungiftig und werden vom menschlichen Körper problemlos vertragen. Es ist wirklich nur ein Ekel- und bei sehr zerfressenen Pilzen sicher auch ein Geschmacksproblem (Madenkot, Fäulnis).