Mausmann
Phellodon niger ist das auf keinen Fall, der hat einen deutlichen Blau-/Lila-Ton im Schwarz. Auch die Farben in der Schnittfläche passen nicht dazu.
Phellodon connatum/melanoleuca auch eher nicht, denn die Art soll strikt dünnstielig sein. Bleiben also die makroskopisch gut hinkommenden Phellodon confluens und Phellodon tomentosum. Mich irritiert, dass da keine Nadelbäume zu sehen sind. Wenn da wirklich nur Laubbäume stehen, ist das vielleicht noch eine ganz andere (bisher nicht beschriebene?) Phellodon-Art.
Zum Thema Maggigeruch: bei der Pilzbestimmung zählt leider nicht dein persönlicher Geruchseindruck, sondern ob du es schaffst, den von dir empfundenen Geruch in das von der Literatur für Phellodon vorgegebene "Maggi-Schema" zu pressen oder nicht. Wer Maggigeruch nicht bewusst wahrnimmt bzw. sich nichts Konkretes darunter vorstellen kann, kann Stachelinge nicht sicher bestimmen, da er schlüsseltechnisch nicht in die richtigen Gattungen kommt. Rieche am besten mal an einem Maggi-Suppenwürfel.
Verena
sehr schöner Fund; aus dem Marburger Umland?
