Hallo Sprite,
dieses Wochenende wird's für mich schwierig, das ist voll verplant. Aber wegen dem nächsten Wochenende weißt du ja Bescheid. Ich glaube, das hält bestimmt noch eine Woche an mit den Pilzen.
FG
Oehrling
Beiträge von Oehrling
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Hallo Markus,
danke für die Gratulation. Die landen nicht im Kochtopf, sondern gehen auf eine am kommenden Wochenende stattfindende Pilzausstellung. Leute, die Pilzausstellungen besuchen, stehen ja meist auf solche Arten. Da mir Rotkappen nicht schmecken, habe ich nur die beiden schönsten mitgenommen.
Ich hoffe, dass du vielleicht auch noch etwas findest, vielleicht im Schurwald?
FG
Oehrling -
Hallo zusammen,
die Pilze auf Bild 1 (ich nehme an, um die geht es in der Anfrage) sind erkennbar ganz jung und befanden sich wohl unter der Laubschicht. Dann ist es völlig normal, dass sie weiße Hüte haben. Ein Steinpilzhut wird erst braun, wenn er an die Luft kommt.
FG
Oehrling -
Er machte keine große Hoffnung auf nenneswerte Röhrlingsfunde.
Zu trocken,dann zu kalt.
Einzig die Steinpilze seien nicht zu sehr betroffen.Hallo Wiltrud,
heute habe ich folgende Röhrlinge gefunden:
Steinpilze, Flockies, unzählige Rotfußröhrlinge, Birkenpilze, Pfefferröhrlinge, Butterpilze, Kuhröhrlinge, eine Ziegenlippe, ein paar schon schlappe Maronen...
... und etwa 50 Rotkappen!! Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Rotkappen auf einem Fleck gesehen.
Und das war mitten in Baden-Württemberg, im Schwäbisch-Fränkischen Wald. So viel zum Thema Pilz-Prognosen.
Also nicht die Hoffnung aufgeben. Mir ist auch klar, dass es zurzeit nicht überall Pilze gibt. Es ist gut, wenn man weiß, wo man suchen muss.
FG
Oehrling -
Hallo Thomas,
ich habe dein PN gelesen. Also, dann schauen wir mal bis Freitag.
Jetzt zu diesen Funden: deine Weichritterlinge sind wahrscheinlich ebenfalls Büschelraslinge - halt in ausgewachsenem Zustand. Den violetten Schleierling könntest du mit Cortinarius malachius vergleichen, den ersten der gezeigten Birkenpilze mit Leccinum cyanobasileucum/brunneogriseolum, und der "Gilbende" Erdritterling mit Mehlgeruch gilbt ja gar nicht, und hat auch eine nur wenig schuppige, dafür ziemlich filzige Hutoberfläche. Ich würde T. argyraceum für wahrscheinlicher halten als den gilbenden T. scalpturatum.
FG
Oehrling -
Hallo Thomas,
das freut mich aber sehr zu hören, dass die Thüringer Wälder zur Zeit übervoll sind. Ich selbst komme am Samstag nach Ilmenau und bringe Pilze für die Ausstellung mit, wenn es klappt, typische Tannenpilze aus Württemberg - denn in Thüringen sind Tannen mitsamt den zugehörigen Pilzen eher selten.
Bevor ich nach Ilmenau fahre, wollte ich für ein paar Stunden die Hohe Maas bei Meiningen unsicher machen und schauen, ob es da vielleicht Phlegmacien oder anderes seltenes Zeug gibt. Wenn alles planmäßig läuft, wäre ich zwischen 8:00 und 8:30 Uhr an der Autobahnabfahrt Meiningen-Nord, von da aus ist man in 5 Minuten im Zielgebiet Hohe Maas. Dort würde ich mich ca. 3 Stunden aufhalten und dann gschwind über den Rennsteig rauschen.
FG
Oehrling -
Wenn du den Karbol-, den Perlhuhn- und den Rebhuhnchampignon sicher ausschließen kannst, dann nicht. Wenn es dann doch beim Zubereiten im Kochtopf fröhlich gelb leuchtet und medizinartig rausstinkt, passt irgendwas nicht. Aber das ist dann deine persönliche Sache, das zu erkennen. An andere weiterdelegieren geht nicht.
FG
Oehrling -
Hallo Baamschwammerl,
wenn du einen Champignon bis auf die Art bestimmen willst, solltest du dich an eine ganz bestimmte Arbeitsreihenfolge halten.
Zuerst musst du die richtige Sektion ermitteln, und dazu brauchst du als erstes das Verfärbeverhalten. Neigt das Fleisch nach dem Anschneiden zum Röten oder zum Gilben? Oft sieht man das erst am nächsten Morgen. Dann brauchst du den Geruch (anisartig, mandelartig, tintenartig, fischig-urinartig, neutral pilzig). Danach landest du in der Sektion.
Weiter geht es mit dem Ring. Wie ist er angewachsen (aufsteigend, absteigend, gerade, eventuell doppelt?) und hat er auf der Unterseite "Zahnradblöcke"? Dann wäre noch die Schuppigkeit des Stiel unterhalb des Ringes zu prüfen, auch ob der Hutrand junger Exemplare eingerollt ist oder nicht.
Wie du siehst, nichts ganz Einfaches.
Zu diesen Exemplaren: das ist sicher keine der ganz häufigen Arten, also Wiesen-, Schaf-, Anis-, Stadt-, Karbol-, Zucht-, Zwerg-, Riesen-, Wald-, Kompostchampignon lassen sich alle ziemlich gut ausschließen. Jetzt das Problem: jenseits dieser Arten befindet sich ein bestimmungstechnisches Nirvana, das durch unzureichende Erforschung der Gattung und unzureichende Literatur verursacht ist.
FG
Oehrling -
Hallo Noodle,
könnte sein, muss aber nicht. Es gibt noch andere Champs mit braunen Hutschuppen. Riecht er denn intensiv nach Marzipan/bitteren Mandeln, so wie es sich für A. augustus gehört?
FG
Oehrling -
Warum die direkte Anfrage bezüglich Hallimasche ? Hast du ein Projekt vor ?
Hallo Markus,
Projekt würde ich das nun nicht gerade nennen. Eine Kumpeline hatte mich vor Wochen gefragt, ob denn der Hallimasch ein guter Pilz sei. Ich drauf: kein Problem, in der nächsten Zeit kannst du sie mit der Sense mähen, da suche ich dir welche, damit du sie probieren kannst.
Und jetzt... ?
Aber vielleicht kommen sie noch, und ich bin zu ungeduldig.
Trompetenpfifferlinge gibt es jedenfalls hier, in feuchten Klingen an Bachrändern. Freilich sind sie sehr gut versteckt, alles andere als massenhaft.FG
Stephan
[hr]
...man sucht auch nach dem Knoblauchverschwindling und dem Flaschenwobist.Hallo Rabbit,
am vergangenen Sonntag im Mainhardter Wald beides massenhaft zu sehen.
FG
Oehrling -
Hallo Sprite,
auf derselben Ausstellung war ich auch am Sonntagnachmittag zum ein bisschen mithelfen, und war wie du beeindruckt, was das Team um die beiden Manfreds da trotz schwieriger Bedingungen auf die Beine gestellt hat. Die Pilze in deinem Körbchen hast du ja vermutlich alle bestimmt bekommen (Stahlblauer Rötling, Fliegenpilz, Kuhmaul, Schopftintling habe ich gesehen, und natürlich auch deinen Speisetäubling, der als Solitärexemplar an der Ecke eines Tisches einen tollen Platz zugewiesen bekam).
Bestimmt hast du mitbekommen, dass im Mainhardter Wald die Pilzsaison jetzt endlich losgeht. Ich möchte dich darauf hinweisen, dass unser Öhringer Pilzverein dort oben immer wieder Exkursionen veranstaltet (die nächste wäre am So., 23.10., geleitet von mir), an der jeder ohne Anmeldeformalität gegen eine geringe Gebühr teilnehmen kann. Auch Manfred K. (auf dem Gruppenbild ganz rechts zu sehen!) veranstaltet in dieser Gegend Lehrwanderungen. Wir sind ein bunter "Haufen" aus Leuten verschiedenster Altersstufen (so etwa von 20 bis 80 Jahren) und freuen uns über Publikum. Es wird erst gesammelt, dann das Gefundene besprochen und zum Schluss die Sammelkörbe durchgesehen.
Falls du Lust hast, bei so etwas auch mal mitzumachen, könnten wir über PN wegen des Treffpunkts und der Abfahrtszeit weiter kommunizieren.
FG
Oehrling -
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> Wo sind eigentlich...
... Reizker?wenige Exemplare (wie fast alles), aber sie sind definitiv da
> ... Erdritterlinge?
bei mir im Vorgarten gerade ein großer Hexenring am wachsen
> ... Maronen?
hier schon durch, die kamen alle Anfang August
> ... Risspilze?
stehen zurzeit immer mal welche rum, im Sommer gab es ziemlich viele
> ... Fälblinge?
beim jetzigen Schub voll dabei; auf der Exkursion am letzten Sonntag einer der häufigsten
> ... diverse Täublinge?
das stimmt, die fehlen weitgehend
> Erstaunlich, wie gering die Artenfielfalt momentan ist.
Am vergangenen Wochenende bei der Pilzausstellung in Grab bei Mainhardt hatten sie ca. 120 bis 150 Arten.
Es wurden von Besuchern Körbe gebracht, die von Steinpilzen und Flockis nur so überquollen, die hätten eine Mengenkontrolle nicht überstanden.
Auf unserer Exkursion fanden wir reichlich Parasole, Waldchampignons, Schopftintlinge, Glucken, Birkenpilze, Butterpilze, Kuhröhrlinge, Goldröhrlinge, Kuhmäuler (letztere hexenringweise und massenhaft). An "feineren" Sachen den Lilastiel, den Stahlblauen Rötling, den Tannengrünen Klumpfuß, den Geschmückten Gürtelfuß und einige andere Cortinarien, Inocyben und Hebelomen. ABER: keine Hallimasch!
Also scheint es sich bei euch um ein lokales Problem zu handeln.FG
Oehrling -
Hallo,
um es noch einmal deutlich zu sagen: das sind keine essbaren Parasole und auch keine essbaren Wald-Safranschirmlinge, sondern etwas anderes, das man besser nicht essen sollte. Was es sonst noch zu den Pilzen zu sagen gibt, wurde mMn schon gesagt.
FG
Oehrling -
Hallo Alex,
wenn du jetzt noch schreibst, welche Farbe die Schuppen unterhalb des Stieles haben, könnte man dir den "Stockschwämmchen-Award" erteilen.
FG
Oehrling -
Hallo Charlotte,
nach MONTECCHI/SARASINI (2000) kommt bei dieser Datenlage genau das heraus: Rhizopogon vulgaris. Ein schöner Fund, der mir leider noch nie vergönnt war, von wegen "vulgaris", pah!
FG
OehrlingEdit:
@ Stefan,
R. obtextus hätte rotbräunliche "Wurzeladern", welche die ganze Kartoffel überziehen, und die Peridie würde sich nicht rötlich verfärben. -
Hallo Alex,
beschreib doch einfach mal in deinen eigenen Worten, wie der Stiel vom Stockschwämmchen aussieht. Anhand deiner Fotos. Dann sage ich was dazu.
FG
Oehrling -
Hallo Sprite,
sehr mysteriös, dein Fundexemplar. Ich kann bestens nachvollziehen, dass den die PSV nicht aus der Hand bestimmen konnten. Die schwierigste Frage ist: wo kommt die viele Flüssigkeit her, wenn man an den Lamellen kratzt, wo doch beim Durchschneiden nicht das kleinste Tröpfchen zu sehen ist?
Um überhaupt erstmal die Gattung zu bestimmen, müsste man die Sporen mikroskopieren. Milchlingssporen sehen unter dem Mikro völlig anders aus als Trichterlingssporen. Danach kann man sich dann Gedanken über die Art machen.
FG
Oehrling -
... Hallimasch? Oder hat ihn schon jemand gesehen? Normalerweise hätte der doch beim aktuellen Schub dabei sein müssen, und so lang geht dieses Pilzjahr schließlich auch nicht mehr.
FG
Oehrling -
Hallo Andreas,
Lepista nuda: leicht säuerlich-fruchtig, etwa nach Orangensaft (NICHT nach Orangen-ÖL!)
Lepista glaucocana: leicht unangenehm-süßlich, nach angetrocknetem Aufwischlappen
... und wegen der Taxonomie: ich bin kein guter Taxonom, war ich noch nie; ich kenne die Pilze, nicht ihre aktuellen Namen.
FG
Oehrling -
Weil manche Leute erst die Pilze essen und sie danach bestimmen, habe ich in der Pilzberatung schon mehrfach erlebt.
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Na, wohl bekomms. Hoffentlich machst du keinen haftbar, wenns im Magen zu grummeln beginnt, denn die Aktion lief allein auf deine Verantwortung.
Gut, dass das vermutlich "nur" der mindergiftige Tonblasse Fälbling war. -
Hallo zusammen,
ich würde hier zunächst auch mal Lepista glaucocana vermuten, die sehen von der Farbe her absolut vorschriftsmäßig aus. Wenn das doch (stark ausgeblasste) Violette Ritterlinge (Lepista nuda) sein sollen, müssten sie sich duch den typischen Geruch verraten, der schon deutlich anders wäre als bei L. glaucocana. Über das Internet lässt sich das leider nicht beurteilen, überhaupt müsste das jemand beurteilen, der beide Gerüche gut kennt.
Grafei
was soll an den Fotos nicht gut sein? sie scheinen absolut farbecht zu sein und zeigen alle wichtigen Details, z. B. die blasslila Lamellen (dadurch kann man L. saeva ausschließen!) und sogar den korrekten Farbverlauf von Violett nach Blassgelb in der Stielbasis, das ist mMn super rausgearbeitet
FG
Oehrling -
Jetzt suche ich seit 8 Jahren in den "Westlichen Wäldern" bei Augsburg (und außen rum) Pilze und habe noch *keinen einzigen* Pfifferling gefunden. Warum ?
Vielleicht weil da die Nadelwälder mit Kalk gedüngt werden? So etwas könnten Pfifferlinge nämlich auf den Tod nicht ausstehen. In Oberschwaben wird das auch viel gemacht.
Meistens ist das der Fall, wenn man meint: so wie der Wald aussieht, müssten doch eigentlich Pfifferlinge dastehen, aber man findet nie welche.
Auf dem Foto sieht man, dass die Pfiffis unter Laubbäumen stehen. Vielleicht ist dieser Hinweis für dich von Nutzen.
FG
Oehrling -
Donnerstag war ich unterwegs, da regte sich noch kaum etwas. Mal gucken wie's heute wird, oder ob ich schnellen Fußes einfach nur einen leeren Korb nach hause trage.
Hallo Pablo,
wenns bei dir nix gibt, komm doch zu uns nach Hohenlohe. Bei uns gibt's schon was. Am morgigen Sonntag ist Vereins-Exkursion, Treffpunkt ist um 8:30 Uhr: BAB A6, Ausfahrt Öhringen, dann Richtung Öhringen, nach 500 m ist rechts McDonalds, da die Straße rein und gleich rechts hoch auf den geteerten Parkplatz (Zoo Endress).
FG
Oehrling -
Jeder Mensch empfindet Gerüche wohl auf seine Weise und interpretiert sie anders.Hallo Jörg,
diese Aussage kann man selbstverständlich unterschreiben. Aber wenn man in die Situation kommt, bei der Bestimmung eines Pilzes den Geruch einzusetzen, hilft einem das nicht weiter. In der Bestimmungsliteratur wird ein Geruch sozusagen "vorgeschrieben", d. h. ein Pilz hat dann einen "vorschriftsmäßigen" Geruch, und dann geht es nicht um deine individuelle Interpretation des Geruchs, sondern darum, ob es dir möglich ist, den von dir wahrgenommenen Geruch in dieses "vorschriftsmäßige Schema" zu pressen oder eben nicht. Der Geruch, den du wahrgenommen hast (falls es wirklich T. fulvum ist), ist derjenige, der in der Literatur das Etikett "mehlig-gurkig" trägt. Diesen Geruch solltest du dir einprägen, er ist für das Bestimmen von Pilzen äußerst wichtig, weil sehr viele Pilze so riechen.
FG
Oehrling
