Wollte ich auch gerade sagen. Beim nächsten solchen Fund kurz ein Feuerzeug dranhalten und erhitzen. Wenn es lila oder pink wird, ist es der Kuhröhrling. Das funktioniert auch mit dem Filzigen Gelbfuß, aber der hat ja Lamellen.
FG
Oehrling
Wollte ich auch gerade sagen. Beim nächsten solchen Fund kurz ein Feuerzeug dranhalten und erhitzen. Wenn es lila oder pink wird, ist es der Kuhröhrling. Das funktioniert auch mit dem Filzigen Gelbfuß, aber der hat ja Lamellen.
FG
Oehrling
Concentration of HNO3: as fat as available. When I open my bottle with HNO3, it smokes.
I consider the KOH reaction as negative. Therefore, according to KIBBY, The Genus Agaricus In Britain, it's neither a Minores nor an Arvensis nor a Xanthodermatei. When Schaeffer reaction should be positive, it's a Bohusiae or a Spissicaules. When Schaeffer should be negative, it's an Agaricus, a Bivelares, a Chitoinoides or a Sylvatici.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
iIch finde es toll, dass ihr mir gegenüber freundlich geblieben seid, obwohl ich solche Verständnisschwierigkeiten hatte.
Ein Zusammenwerfen von Scheidlingen und Dachpilzen wäre im übrigen nicht tragisch, da beide ja so gut wie keinen Speisewert haben und bestenfalls als Notzeitenpilze Verwendung hätten. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass Heidelbeerfrau weiß, wodurch sich Dachpilze und Scheidlinge voneinander unterscheiden.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
ich kenne das so: endet der Name auf "-er", wird nur ein i angehängt. Endet der Name nicht auf "-er" oder "-re", werden zwei i angehängt, also z. B. "hobsonii" oder "willkommii", aber "favrei" oder "mairei", "schulzeri" oder "riederi". Nach dieser Regel wären "friesi" oder "houghtoni" nomenklatorisch falsch.
Bei weiblichen Namensendungen wird "-ae" auch dann angehängt, wenn der Mykologe gar keine Frau war, sondern er einfach die Namensendung "a" hatte, also z. B. "bresadolae" oder "reae". Umgekehrt wird bei Frauen, deren Nachnamen auf "-er" endet, wiederum ein i angehängt, also z. B. "marxmülleri" oder "maseri".
Meiner Meinung nach müsste der Nachname Houghton "hohten" mit sehr offenem o, das irgendwo zwischen o und a liegt, geschlossenem e, und Betonung auf der ersten Silbe ausgesprochen werden. Allerdings folgen Namensaussprachen nicht immer allgemeinen Regeln, so dass theoretisch auch "houhten" oder gar "hafftoun" (mit Betonung auf der zweiten Silbe!) möglich ist. Ein Mykologe sollte sich aber nicht mit solchen Problemen auseinandersetzen müssen, im Zweifel muss man das Epithet halt buchstabieren, wenn man verstanden werden will.
FG
Oehrling
Aus Interesse; wie kann ich einen solchen mir unbekannten Pilz bestimmen?
Hallo,
ich wäre hier so vorgegangen:
- welche Pilze wachsen büschelig auf Holz/Holzresten?
- welche davon haben auch im Alter relativ helle (also wie hier blassbraune) und welche haben fett dunkelbraune oder gar schwarze Lamellen?
- welche davon haben einen stabilen Stielring?
- welche davon haben braune Schuppen auf dem Hut?
Damit wärst du relativ zeitnah beim Hallimasch angekommen.
FG
Oehrling
Ja, habe ich noch mal gelesen, aber in der Anfrage ist eben vom Wolligen Scheidling die Rede und nicht von einem Dachpilz. Und in einem späteren Beitrag, dass die ursprüngliche Vermutung bestätigt wäre. Das habe ich geistig nicht zusammengekriegt. Dass dein Artvorschlag zutrifft, darüber kann es jedenfalls keine zwei Meinungen geben.
Hello Steve,
Agaricus should be safe, according to the form an colour of spores.
Now, you have to find out the right section/subgenus. For this, there is KOH-Test on Pileipellis (reaction nil or yellow), as well Schaeffer-Test (paint a cross on pileipellis by one line with HNO3 and the other with Anilin, the middle of the cross will be striking orange when Schaeffer-reaction is positive). Then you go into the right section. But then the difficulty begins.
Greets
Oehrling
Hallo Eva,
es war jedenfalls zielführend, dass du einen Sporenabwurf gemacht und rötliches Sporenpulver festgestellt hast. So konntest du z. B. einen Risspilz oder eine Galerina oder so etwas ausschließen. In der Gattung Entoloma gibt es mehrere hundert Arten und etliche Untergattungen. Bei deinem Pilz könnte man weiter spekulieren, dass er in die Untergattung der Glöcklinge gehört.
FG
Oehrling
Vielen Dank für die Antwort und Bestätigung meiner Vermutung!
Um es noch mal klar und deutlich zu sagen: dies ist kein Scheidling (Gattung Volvariella), sondern ein Dachpilz (Gattung Pluteus), wenn auch beide Gattungen sich vom Aussehen her recht ähnlich sind..
FG
Oehrling
Hallo Souleimonk,
theoretisch kann man alles mit allem verwechseln - wie gut deine Pilzerkennungsfähigkeiten sind, kann ich nicht einschätzen. Diese Pilze sehen in der Tat schwer nach Schopftintling aus. Aber essen müsstest du sie auf eigene Verantwortung, diese übernehme ich nicht.
FG
Oehrling
Wenn er tatsächlich nach Suppengewürz riecht, sollte es Bankera violascens sein.
FG
Oehrling
Hallo Alex,
die Sporenfarbe hast du unzureichend erhoben. Du müsstest das jeweils ausgefallene Sporenpulver mit einer Rasierklinge zu einem Häufchen zusammenschieben und es dann plattdrücken. Erst dann eignet es sich für Vergleiche.
FG
Oehrling
Vor allem solltest du mal hinriechen, nachdem der Pilz etwas eingetrocknet ist, ob er nach Suppengewürz/Brühwürfel riecht. Wenn nein, ob er dann mehlig-gurkig riecht. Dann solltest du auch nach dem Fleisch in der Stielbasis schauen, ob dieses blaugrau oder blaugrün oder einfach nur hellgrau ist.
Ich selber tippe darauf, dass er nach Suppengewürz riecht, und damit in die Gattung Bankera gehört.
Hallo Tim,
an Täublingen ist die Textur das Interessante, nicht das Aroma. Alle Täublinge kommen ziemlich aromalos daher, weshalb man eine reine Täublingspfanne mindestens mit Zwiebeln oder gar Schmalz geschmacklich "aufpeppen" müsste. Als Misch-/Füllpilz machen Täublinge eigentlich nichts kaputt, sie bringen Biss ins Mischgericht und haben keine zu beachtende Mindestgarzeit. Aufgrund dieser Verwendungsmöglichkeiten sollte man daher dick- und festfleischige, "nussig" mild schmeckende Arten verwenden und schmächtig-bröckelige, schärf- und bitterlich schmeckende Arten weglassen. Das geschmackliche Problem mit dem Hartfleischigen Zinnobertäubling kenne ich, den Ockertäubling habe ich aufgrund seines schlechten kulinarischen Rufes noch gar nicht ausprobiert.
Die leckeren Täublingsarten sind auch oft wurmig und/oder schimmlig, das wäre auch zu beachten.
Insgesamt sind Täublinge für meinen Geschmack zweite Liga, so gerne ich sie auch bestimme und so toll sie auch aussehen.
FG
Oehrling
Laut FNE4 ist der Matsutake (T. matsutake) was anderes als der Krokodilritterling (T. caligatum). Dieser ist auf dem Hut mehr lilabraun und in den Lamellen blass gelbgrün und schmeckt bitter. Der Matsutake hat weniger freundliche Farben und schmeckt mild.
Na und ich erst. Ich hab schon einige Ritterlinge gesehen, z. B. den Krokodilritterling in Slowenien oder den Sellerieritterling in Unterkärnten. Aber weder der colossus noch der matsutake haben sich mir bisher gezeigt, grrrr...
Ich glaub wir müssen nächstes Jahr mal gemeinsam losziehen. Nächsten August komm ich mal wieder in deine erweiterte Gegend. Vielleicht verwischen wir da ein verfrühtes Exemplar.
Immerhin ist dieser Pilz klar gelbfleckig, da ist die Chance auf H. erubescens groß. Übrigens war ich auch mal ein Zauberlehrling. Jeder war mal ein Zauberlehrling, es geht halt drum wie weit man später kommt. Und du hast das Glück dass du in einem der genialsten Pilzgebiete Europas wohnst, so dass du fast alles finden kannst, auch richtig seltene Arten, die es bei mir z. B. gar nicht gibt. Bestimmt gibt es bei dir auch irgendwo T. colossus. Es gibt eine Datenbank der Pilze Österreichs (z. B. http://austria.mykodata.net ). Da könntest mal nachschauen wo die Fundpunkte sitzen, in Kärnten und in der Steiermark ham's den jedenfalls schon gefunden..
Hallo Markus,
ich hatte schon einmal geschrieben, dass T. colossus eine Pseudoringzone am Stiel hat. So lange du immer wieder Pilze ohne diese Pseudoringzone zeigst, landest du nicht bei T. colossus. Außerdem riecht T. colossus nicht fruchtig, sondern mehlig. Klar gönne ich dir T. colossus. Aber ich selber suche jetzt 50 Jahre Pilze, nur T. colossus habe ich selbst noch nie gesehen, das muss einer der seltensten Pilze überhaupt sein.
FG
Oehrling
Man kann auch nochmal mit Hygrophorus capreolarius vergleichen, wenn H. russula nicht passt. Das letzte Exemplar sieht jedenfalls nicht wie H. russula aus, und H. russula wäre auch ein Laubwaldpilz.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
Tricholoma batschii passt auf die zweite Kollektion nicht. Bei diesem handelt es sich um meinen Pilz unter Kiefer auf Kalkboden. Man findet ihn z. B. auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb, und da vor allem auf Wachholder-/Kiefernheiden. Er hat eine eintönig dunkel kastanienbraune Hutfarbe, eine schmierige Hutoberfläche (also etwa wie ein Maronenröhrling) und einen abrupten Weiß-Braun-Übergang am Stiel. Daher bin ich bei Kollektion 2 auch bei T. stans.
Kollektion 1 sind typisch aussehende T. focale.
FG
Oehrling
Hallo Markus,
der Ziegenfußporling ist gelbstielig und auf dem Hut kräftig braunschuppig. Mir sieht dein Fund dagegen nach einem sehr alten Schafsporling aus.
FG
Oehrling
Hallo Markus,
Hygrophorus erubescens ist normalerweise im Alter gelbfleckig. Bei deinem Fund hätte ich eher Hygrophorus russula vermutet.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
die Graugrün-Färbung der Milch bei L. blennius dauert etwa einen halben Tag, d. h. wenn der Pilz am nachmittag gefunden wurde, kann es bis zum nächsten Morgen dauern, bis man etwas sieht. Also keinesfalls den Pilz schon abends nach dem Finden wegwerfen, sondern über Nacht aufbewahren.
Für den Pilz auf dem Foto kann L. blennius durchaus hinkommen, obschon dieses Exemplar ziemlich blass ist.
FG
Oehrling
Hallo Benjamin,
die Gabelung der Lamellen ist kein bestimmungsrelevantes Merkmal bei Milchlingen. Zwar schon ein Merkmal, aber eben nicht bestimmungsrelevant. Bei der Schärfe der Milchlinge ist zu beachten, dass diese mit dem Alter der Exemplare und den Witterungsbedingungen am Fundzeitpunkt variieren kann. Durchwässerte, überalterte oder gar nachts angefrorene und dann wieder aufgetaute Exemplare können an Schärfe verlieren. Also bitte nicht zu viel Gewicht auf diese Merkmale legen.
Weitaus wichtiger wäre die exakte Ermittlung des Baumpartners und der Bodenverhältnisse, worauf Helmut schon hingewiesen hat. L. flexuosus hat meiner Erinnerung nach einen sehr speziellen Baumpartner (welchen genau müsste ich nachschlagen), L. blennius ist dagegen ein ziemlich triviales, massenhaftes Element im mineralischen, leicht basischen Buchenwald ("Totentrompeten-Semmelstoppel-Wald"). Das bedeutet auch, dass du in der Beweispflicht bist, wenn du aus einem so aussehenden Pilz mehr machen willst als "nur" L. blennius. Dabei spielt auch die Verfärbung der ausgetretenen Milch am nächsten Morgen eine wesentliche Rolle.
FG
Oehrling
