Hallo Ben,
diejenigen, bei denen man den Stiel sehen kann, sind Stockschwämmchen. Zu den anderen sage ich nichts.
FG
Oehrling
Hallo Ben,
diejenigen, bei denen man den Stiel sehen kann, sind Stockschwämmchen. Zu den anderen sage ich nichts.
FG
Oehrling
Hallo Werner,
die einzige Kollektion, den ich bisher gefunden habe, stand in einem ausgesprochen sandigen Kiefernwald (Gesellschaft: Rhizopogon vulgaris, Russula cessans, Tricholoma albobrunneum, Hygrophorus hypothejus). Vielleicht gibt es in deiner Gegend so etwas, z. B. in der Isaraue?
FG
Oehrling
Hallo Claus,
ich falle leider auch aus, da mir die Dokumentationen zu spärlich sind. Rothütige Täublinge, bei denen nicht einmal die Sporenpulverfarbe und in zwei von drei Fällen auch nicht der Geschmack bekannt ist und man zusätzlich noch den Baumpartner raten muss? Hm, vielleicht so viel: R. velenovskyi ist nicht der einzige orangehütige Täubling unter Birke, der mittlere der gezeigten Täublinge erinnert mich entfernt an R. lilacea, und mit dem dritten kann ich leider gar nichts anfangen. Den Violettstieligen Pfirsichtäubling habe ich in der ganzen Dokumentation nirgends gesehen, da liegt scheinbar eine fehlerhafte Artvorstellung zugrunde.
FG
Oehrling
Hallo Maria,
aus seiner Sicht war das auch alles richtig, der Volksmund nennt alle irgendwie grauen Stachelinge Habichtspilze. Zu den neuen Stachelingen hätte er vermutlich auch Habichtspilz gesagt. Aber natürlich muss ich jetzt mal nachschauen, aus welchem Grund die von dir gefundenen grauen Sarcodons aus der vorvergangenen Woche keine Habichtspilze sein können, oder ob dein Pilzkenner mit dem Bier vielleicht Recht hat
. Ob zur Differenzierung die nur wenig aufgerissene Huthaut deiner Funde taugt?
Edit: Ich habe mir eben noch einmal den Thread über die Stachelinge der vorvergangenen Woche angeschaut, das sind die, die ich in Treuchtlingen live gesehen hatte. Das können keine "gewöhnlichen" Habichtspilze sein, aufgrund der Rosatöne auf der Huthaut sowie des relativ starken Mehlgeruchs. Der "gewöhnliche" Habichtspilz riecht würzig-pilzig, aber nicht nach Mehl, und er hat auch keine Rosatöne auf der Huthaut. Nein, "der" Habichtspilz ist dies auf keinen Fall.
Hieran möchte ich auch kurz meine Kritik an den Sarcodon-Bestimmungsschlüsseln erläutern. Die eindeutig rosa Farbtöne auf dem Hut dieses Stachelings sind meiner Meinung nach so frappierend und an so vielen Exemplaren vorhanden, dass es mir ein Rätsel ist, dass im Schlüssel oder auch nur in den Artbeschreibungen diese auffallende rosa Farbe nirgends erwähnt wird. Ein freilich schwacher Erklärungsversuch ist für mich, dass diese rosa Farbe beim Trocknen schwindet, so dass man sie an Exsikkaten nicht mehr sehen kann. Ähnliches zeigt sich bei einer anderen Sarcodon-Art, die nach bitteren Mandeln riecht und die deshalb im Feld innerhalb von Sekunden angesprochen werden könnte - wenn dieses für die Bestimmung nicht unwichtige Detail denn nur in den Sarcodon-Bestimmungsschlüsseln drinstehen würde (was es nicht tut)! Warum steht es wohl nicht drin? Nun, weil das Exsikkat eben nicht mehr nach bitteren Mandeln riecht, da der Geruch beim Trocknen schwindet.
Edit2: Dann die andere Geschichte mit den KOH-Reaktionen. Die KOH-Reaktion der neu angefragten Stachelinge ist meiner Meinung nach negativ, da als negativ alle solchen KOH-Reaktionen angesehen werden müssen, bei denen sich durch die KOH-Einwirkung die ohnehin schon vorhandene Farbe einfach verdunkelt. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn etwa aus einem blassen Gelbbraun mit KOH ein kräftiges Dunkelbraun würde. Dies kenne ich von meinen seit einiger Zeit durchgeführten KOH-Experimenten mit Ritterlingen so. Bei einer positiven KOH-Reaktion muss sich wirklich auch die Farbe ändern, so wie z. B. bei den zunächst angefragten Stachelingen mit den rosa Stellen auf Hut und Fleisch. Diese rosa Stellen, und nur die!, wurden durch KOH-Einwirkung blaugrün, zeigten also eine deutliche Farbänderung und nicht nur eine Verdunkelung. Damit wäre dieser Stacheling dann doch insgesamt KOH-positiv, und die Stellen, an denen er keine Farbreaktion zeigt, wären zu vernachlässigen.
Übrigens hat der andere Pilzkenner, den wir trafen, auch recht gute Pilzkenntnisse, denn er (er-)kannte z. B. Hygrocybe persistens und Hygrocybe psittacina.
FG
Oehrling
Hallo Lena,
bestellen musst du ein Fläschchen Schwefelsäure und ein Fläschchen Vanillinkristalle. Das Sulfovanillin wird erst kurz vor Gebrauch aus diesen beiden Komponenten zusammengemischt.
FG
Oehrling
Hallo Thorben,
sehe ich auch so. Makroskopisch entsprechen die maisgelben Astspitzen in Verbindung mit den leicht rosagetönten Ästen genau der Literaturvorschrift. Zum weiteren Untermauerung der Vermutung könnte man noch mal versuchen, das Sporenornament mit Baumwollblau zu färben, ob das auch passt.
FG
Oehrling
Hallo Maria,
deine Treuchtlinger Stachelinge sind, geht man nach der gängigen Bestimmungsliteratur, extrem seltsam. Rein optisch hätte ich diese hier für Sarcodon scabrosus gehalten, der blaugrüne Fuß passt auch dazu, aber dann nur leicht bitter? Die kannst du dann dem Uwe auch gleich mitgeben.
Bisher hatte ich gedacht, ich kenne mich mit Stachelingen gut aus, aber das ist wohl eine Illusion. Ganz langsam regt sich in mir auch der Verdacht, dass die bekannten Sarcodon-Schlüssel von OTTO und MAAS-GEESTERANUS bei den seltenen Arten nicht wirklich funktionieren, weil die als konstant vorausgesetzten Schlüsselmerkmale halt nicht konstant sind (z. B. leicht bitter/stark bitter, KOH-positiv/KOH-negativ, tief-feldrig aufreißende Hutoberfläche/flachschuppig aufreißende Hutoberfläche/glatte Hutoberfläche, womöglich sogar blaugrüne Stielbasis/graue Stielbasis?). In Österreich hatte ich jedenfalls auch schon einige Sarcodon, die ich mit diesen Schlüsseln von OTTO und MAAS-GEESTERANUS nicht schlüsseln konnte.
FG
Oehrling
Sorry, liebe Craterelle,
"auf den letzten Drücker" ist wirklich stark übertrieben. Deine Lösung kam ein bisschen später als die der anderen, auf jeden Fall innerhalb der Bedenkzeit.
FG
Oehrling
Wenn das alles eine Kollektion ist, soll heißen: wenn die alle zusammen standen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 95 %, dass die anderen auch Graue Lärchenröhrlinge sind.
FG
Oehrling
Hallo Steinpilzscout,
dazu müsste man die Knolle, idealerweise längs durchgeschnitten sehen. So rein von oben ist Chloropyllum olivieri gut möglich, aber nicht sicher.
FG
Oehrling
Geschmack ausgesprochen süßlich, korallenrote Reaktion der Außenseite mit KOH20%. Der Verwechslungskandidat, die Herkuleskeule, schmeckt bitterlich und ist KOH-negativ.
FG
Oehrling
Hallo liebe Pilzfreunde,
im Mainhardter Wald brummt es gerade auch ganz kräftig. Bei der heutigen Lehrwanderung unseres Vereins hatte jeder Teilnehmer die Maximalmenge an Steinpilzen im Korb, weitestgehend gute bis sehr gute Qualität. Es dominieren zur Zeit die bekannten Röhrlinge, die typischerweise zum Essen gesucht werden ("Freßpilze"). Dabei ist der Wald in unserer Gegend auch nicht sonderlich feucht, aber das scheint die Pilze nicht zu interessieren.
FG
Oehrling
Vielleicht werden eure ausgestreuten Kastanien und Nüsse einfach von Tieren gefressen? Kann in der Natur schließlich passieren. Immerhin tut ihr damit den Tieren was Gutes, wenn dadurch der Wald schon nicht gerettet wird.
FG
Oehrling
Ja, irgendwie haben die Pilze links keinen Ring. Zumindest sieht man keinen, schon daher ist auch das linke Foto Schrott.
FG
Oehrling
Hallo beli,
Du hattest einen durchgeschnitten. Wonach roch er denn?
FG
Oehrling
Hallo Clavaria,
und beim Leucopaxillus gentianus hast du die Bitterkeit geprüft?
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
in unserem Pilzverein haben zwei Leutchen letzte Woche den Würzigen Tellerling verkostet. Sie haben zwar keinen ausgesprochen würzigen Geruch festgestellt, aber berichtet, dass der Pilz sehr würzig und lecker geschmeckt habe. Körperliche Probleme hatten sie auch keine. Das scheint ein Pilz zu sein, der, wenn man ihn erkennt, die Pfanne durchaus bereichert.
Rhodocybe gemina würde ich eher mit Rötelritterlingen als mit Leucopaxillus verwechseln, da sie ja auch rötliches Sporenpulver und nicht weißes wie Leucopaxillus haben. Leucopaxillus gentianeus ist im übrigen, das sagt schon der Name, so schei...bitter wie ein Enzianschnaps, da ist eine Verwechslung schon geschmacklich ausgeschlossen.
Die nach Anis riechende Koralle wäre Ramaria gracillima, aber ohne Anisgeruch kann sie es natürlich nicht sein.
FG
Oehrling
Na ja, Corona halt. Momentan gibt es nicht so viel anderes, mit dem die Leute ihre Freizeit verbringen können/dürfen. Pilzesuchen haben sie ja gottlob noch nicht verboten.
FG
Oehrling
Hallo Maria,
der Geruch wäre schon recht wichtig, denn Suppenwürze/Sellerie = Gattung Phellodon, andere Gerüche (z. B. mehlartig) = Gattung Hydnellum. Von den Farben her wäre Hydnellum mein leichter Favorit, und dann die "Weinbraune Sektion" mit H. peckii, scrobiculatum, concrescens, tardum... Blau sind sie jedenfalls nicht, orange auch nicht, gelb auch nicht, rotbraun auch eher nicht. Die gezeigten Fruchtkörper sind noch sehr jung, also wäre es eine Idee, die Entwicklung ihrer Form weiter zu beobachten.
FG
Oehrling
Übrigens ist der Kahle Krempling zum Essen nicht geeignet, ganz egal was in deinem Pilzbuch stehen sollte.
FG
Oehrling
Hallo Schupfnudel,
klar geht bei der Koralle mehr als nur Ramaria spec. - wenn sie denn nach Anis gerochen hat.
FG
Oehrling
Hallo Tomas,
ja, so sieht das jetzt an vielen Stellen in der Mitte Deutschlands aus. Seit ein paar Jahrzehnten wird vom Waldsterben gewarnt, die Warner wurden oft verlacht oder zumindest nicht gehört, und jetzt geht es wirklich los. Nach dem Bericht, der gestern auf Wetter Online gesendet wurde, ist dies wohl erst der Anfang.
FG
Oehrling
Hmmgrmmpfff
, eigentlich hätten die Rätsel doch immer schweriger werden sollen, und jetzt kommt ihr auf einmal alle mit sechs richtigen Lösungen daher - na wartet nur, euch geb ich:
Pilz 1: auf der Hutunterseite weiße Stacheln, Stiel orange
Pilz 2: Bergnadelwald (Fichte/Kiefer) auf 1200 m NN; Geruch schwach mehlig
Pilz 3: Lärchen-/Zirben-Wald mit eingestreuten Fichten (ca. 1800 m NN); Hutdurchmesser des großen Pilzes knapp 10 cm, Stiellänge auch ca. 10 cm
Pilz 4: auf der Hutunterseite weiße Stacheln, Stiele dünn, schwarz, glänzende Stieloberfläche; Geruch nach Suppengewürz
Pilz 5: Geruch unverletzt nach bitteren Mandeln, angeschnitten stark mehlartig, Geschmack bitter
Pilz 6: gewachsen im Bergnadelwald (Fichte/Kiefer) auf ca. 1200 m NN; Sporen wurden mikroskopiert: in Bw-Blau längsgestreiftes Sporenornament
Lösungsvorschläge bitte wie immer per PN an mich. Aufgelöst wird am Dienstagabend.
FG
Oehrling
Und nun zur Auflösung:
1) Suillus sibiricus var. helveticus / americanus (Beringter Zirbenröhrling); einige hatten den schon an einer früheren Stelle des Rätsels sehen wollen, das ist er nun; arttypisch sind die dreieckigen, roten Velumflocken in Hutrandnähe, die hat sonst kein Suillus.
2) Tricholoma virgatum (Brennender Ritterling); dieser Pilz hat im Kalkbuchenwald einen Doppelgänger, den Schärflichen Ritterling (T. sciodes), der kann hier aber schon aufgrund des Habitats ausgeschlossen werden, außerdem hat er nur einen Hutbuckel, aber keine Papille so wie der hier
3) Cortinarius armillatus (Geschmückter Gürtelfuß); zu erkennen an den markanten roten Gürteln am Stiel
4) Hydnellum caeruleum (Blauer Korkstacheling); dieser Pilz zeichnet sich durch Zweifarbigkeit im Fleisch aus (apikal eher blau, basal orange)
5) Russula integra (Brauner Ledertäubling); diese Exemplare haben ein recht ausgewogenes Verhältnis zwischen roten und grünen Huthautpigmenten und erscheinen daher typisch braun; sie können aber ziemlich böse zum Bestimmer sein und sehr rot oder auch sehr grün daherkommen; der Wieseltäubling, den es in diesem Wald auch gibt, fiel raus wegen der gelben Sporenpulverfarbe, denn er hat blasses Spp
6) Hydnellum aurantiacum sensu OTTO und HROUDA; Hydnellum auratile sensu MAAS-GEESTERANUS (Orangebrauner Korkstacheling); ich habe beide Namen akzeptiert.
Diesmal hatten vier Mitrater alle sechse richtig: Werner E., Florian, Schupfnudel und auf den letzten Drücker auch Craterelle. Tja, was soll man sagen, je schwerer die Pilze, desto besser die Rateergebnisse.
FG
Oehrling
Hallo Matthias,
daneben gibt es noch den Unverschämten Ritterling (Tricholoma lascivum). Da darf man auch fragen, was an einem so unschuldigen Pilzlein unverschämt sein soll. Offenbar hatten die Namensgeber der Volksnamen ein lebhaftes Assoziationsvermögen. Jedenfalls soll mit diesen Namen die Stinkigkeit dieser Pilze ausgedrückt werden, die nun ja recht speziell ist.
FG
Oehrling
