Hallo liebe Mitrater,
nun noch die Auflösung zum letzten Teil des Kärnten-Pilzrätsels:
1) Hydnellum aurantiacum sensu MAAS-GEESTERANUS, Hydnellum floriforme sensu HROUDA (Orangeweißer Korkstacheling); sozusagen der "Bruder" des beim vorherigen Sechserpack gezeigten Orangebraunen Korkstachelings; dieser hier hat keine gezonte, sondern eine "fluffig-wolkige" Hutoberfläche
2) Tricholoma fucatum (Olivgrüner Ritterling); genannt wurde T. viridifucatum, doch dies wäre ein Laubwaldpilz; nach CHRISTENSEN/HEILMANN-CLAUSEN heißt der entsprechende Vertreter im Nadelwald T. fucatum
3) Amanita submembranacea (Grauhäutiger Scheidenstreifling); die namensgebende graue Volva ist hier gut zu sehen; die auch genannte Amanita ceciliae bildet keine gut sichtbare, stabile Volva aus, sondern hat an der Stielbasis typischerweise nur zerrissene Velumflocken
4) Phellodon connatus/melanoleucus (Schwarzweißer Duftstacheling); wurde von allen erkannt
5) Sarcodon fennicus (Finnischer Braunsporstacheling); der Bittermandelgeruch ist arttypisch, so dass man ihn sofort ansprechen könnte - wenn man ihn denn einmal finden würde; für mich war das ein persönlicher Erstfund; gesehen hatte ich ihn vor ein paar Jahren schon mal auf einer Pilzausstellung in Thüringen, wo er von H. Kössel gefunden worden war
6) Ramaria rubrievanescens oder rubripermanens (Rotspitzige Gebirgskoralle); beide Namen wurden akzeptiert, da es zwischen diesen Arten nur graduelle Unterscheidungsmerkmale gibt; was es dagegen nicht war: Ramaria botrytis (Hahnenkamm-Koralle), das ist ein strikter Laubwaldpilz, der weitaus größere Sporen hat
Angesichts der Schwierigkeit der vorgestellten Pilze machten in dieser letzten Runde nur noch drei User mit. Werner E. hatte wieder alle richtig, sehr gut sah auch Craterelle aus, die lediglich zu dem Ritterling keinen Artnamen liefern konnte.
Freundliche Grüße und den allerbesten Dank fürs Mitraten
Oehrling