Beiträge von Juergen-M

    Hallo zusammen,


    neulich in einem sickerfeuchten Laubmischwald mit Eichen auf einem am Boden liegenden Eichenast. Porotheleum (meine Vermutung) kenne ich irgendwie anders, blasser, und vor allem mit deutlicherem scyphelloiden Hymenium. Das hier sieht zu gleichmäßig aus (obwohl die Dissepimente recht dick sind). Der Belag war dünn und leicht vom Substrat ablösbar. Die Sporen sind für P. fimbriatum zu lang (im Duchschnitt 1 µm länger als in der Literatur (Ryvarden). Mikrokurzbeschreibung: Basidien 4-sporig, Hyphen mit Schnallen, so eine Art Gloezystiden und schmale Zystiden (oder Zystidiolen) sichtbar. Hyphenstruktur mindesten dimitisch (mit skelettoiden Hyphen).

    Was meint Ihr?

    Sporen[95% • 27 • SAP • v • H2O(nat) ] = 5 - 5,8 - 6,5(6,9) x 3 - 3,4 - 3,9 µm; Q = 1,4 - 2


    Grüßle

    Jürgen


    hallo Nobi,


    vielen Dank für Deinen Kommentar! Deine Verkostungen sind ja schon hohe Küchenkunst, so mit Rezept;-) Ich könntemir vorstellen, dass man Lepiste flaccida schmackhaft hinbekommt .... aber die Geschmäcker sind ja auch etwas verschieden;-) Den Samtfußkrempling werde ich auf jeden Fall mal probieren.


    liebe Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen,


    ein tolles Projekt, die Idee finde ich sehr gut! :thumbup: Danke für den Link!


    hallo Alexander,


    vielen Dank für Deine positive Resonanz!


    beste Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen


    Die Darstellung sowie Kommentare und Bemerkungen gefallen mir gut. Ich esse zwar nur gelegentlich Steinpilze habe aber früher selber mal mit Einzelgerichten experimentiert. Bezüglich Waldchampignon, Perlpilz, Steinpilz, Riesenbovist, Schleiereule, Rauhfußröhrlingen, Parasol und Frauentäubling teile ich Deine Meinung. Besonders enttäuscht war ich von der Schleiereule. Ganz junge festfleischige Exemplare hatten schon einen üblen Nebengeshmack.


    LG Karl


    hallo Karl,


    vielen Dank für Dein Lob und die Anmerkungen! Die Schleiereule hat mich richtig enttäuscht, da ich die aus früheren Jahren irgendwie als guten Speisepilz in Erinnerung hatte. Heute kann ich sie definitiv nicht empfehlen.


    liebe Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen,


    auch von mir ein :thumbup: :thumbup: - neben euer inhaltlich sehr guten Seite sich auch dieser scheinbar profanen Sache mit gleicher Hingabe zu widmen. Es steht ja schließlich nirgends, dass man Wissenschaft trocken sein muss und man sie nicht mit Kulinarischem anreichern darf.


    Damit ich meine Vorredner nicht einfach kopieren, auch optisch einfach Klasse gemacht mit der weißen Pfanne - besonders augenfällig bei dem Heringstäubling.


    Hallo Rainer,


    dir auch einen herzlichen Dank für Deine positive Resonanz! Der Herinstäubling hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht; erstens mit diesem Farbspiel in der Pfanne und zweitens geschmacklich!


    beste Grüßle
    Jürgen

    hallo Verena,


    Deine Event-Restaurant-Idee würd ich mir sofort schützen lassen (Patent, Markenschutz, Musterschutz ...), klingt nämlich sehr interssant. Ich bin überzeugt, dass im kulinarischen Land der giftigen Kugelfische sowas noch gefehlt hat. Die Japaner sind ja sowieso pilzbegeistert;-)


    Ich schneide meine Verkostungs-Pilze ügrigens auf einem Kunsstoffbrett, in der Hinsicht würde da nix passieren, trotzdem habe ich natürlich vor dem Knolli einen Heidenrespekt;-) Mal schauen was Siegmar Berndt dazu meint.


    Grüßle
    Jürgen


    Hallo Craterelle,


    ja, das ist eine gute Idee! Sobald einige Verkostungen zusammenkommen, gibts auf der Projekt-Seite eine eigene Rubrik.


    Grüßle
    Jürgen


    im Speisewert unbekannte, ungenießbare und/oder giftige wieder ausgespuckt.


    Naja, manche giftige würde ich echt nicht probieren, wegen potentieller Resorption über die Mundschleimhaut. Bekannt nur leicht giftige - könnte man.
    Wo über die Giftigkeit nichts bekannt ist, lasse ich auch das Probieren lieber.


    Aber bei bei einigen Autoren als ungenießbar genannte Pilze, da habe ich schon kulinarische Entdeckungen gemacht. Bei allen Autoren als ungenießbar bezeichnete lasse ich aber. Ich denke mal nicht, daß ich einen SOO ausgefallenen Geschmack habe


    Hallo Safran,


    ja, vor dem Knollenblätterpilz habe ich muffe;-) Den werde ich mir nicht in den Mund schieben, aber in die Pfanne hauen werde ich ihn, und dann mal die Gerüche einfangen. Es stellt sich die Frage, wieviel der toxischen Hauptgifte des Knolli durch Resorption im Mundraum aufgenommen werden. Vielleicht weiß das hier ja jemand ... oder man könnte sich an Sigmar Berndt, den DGfM-Toxikologen wenden.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Christoph,


    herzlichen Dank für Deine Eindrücke und Tipps! Also Deine hier augeführten Arten werde ich sicherlich auch alle durchprobieren und freu mich schon auf den Grünspanträuschling;-) Ich habe mir übrigens - da in der normalen Pilzsammler-Literatur nur wenig spezifisch auf die Bewertung von Speisepilzen eingegangen wird - euer Taschenlexikon zugelegt und zitiere da manches Interessante. Hier mal eine Verkostung der Espen-Rotkappe:
    http://www.pilzflora-ehingen.d…arthtml/lalbo-verkost.php


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo zusammen,


    hier nochmal eine Einzelverkostung:
    http://www.pilzflora-ehingen.d…l/asylvaticus-verkost.php


    ich habe mich entschieden, die Methode - in Butter zu schmoren - beizubehalten. Der Unterschied zum Schmoren mit geschmacksneutralem Sonnenblumenöl ist so gut wie gar nicht bemerkbar - meinem bescheidenen Gaumen nach;-). Ich will auch nicht den "puren" oder "unerfälschten" Geschmack des Pilzes herausfinden, sondern sein mögliches Küchen-Potential aufgrund einer einfachen Zubereitungsart. Was ich noch in meine Protokolle einführen will, ist der Geschmackseindruck des rohen Pilzes.


    Grüßle
    Jürgen


    Hallo krizu,


    das klingt natürlich kulinarisch seehr professionell, was Du hier beschreibst;-) Was ich mit meinen Einzelverköstingungen jedoch herausfinden will, ist nicht das kulinarische "Potential" von Pilzen - da müsste man in der Tat so wie Du es hier super beschrieben hast, einigen Aufwand betreiben - sondern lediglich nur, ob sie in einer einfachen Zubereitungsform überhaupt einen Geschmack hergeben. Also eine Art Grundlage, von der man aus antizipieren kann, was der Pilz für ein "Küchen-Potential" besitzt. Ich werde in meinen Einzelverkösigungen auch aufnehmen, wie der Pilz roh schmeckt.


    vielen Dank für Deine Gedanken zum Thema, das hat mich nochmal inspiriert
    Jürgen


    Hallo Jürgen,


    also die Mehlräslinge riechen so unangenehm, dass ich da gar keine Lust drauf habe. Und mein Geruchssinn ist nicht besonders gut ausgeprägt.


    Lieben Gruß Claudia


    Hallo Claudia,


    ich empfinde den Geruch als als etwas unangenehm, aber beim schmoren verliert sich das sehr schnell;-)


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]
    hallo beli,


    vielen Dank für Deine Anregungen und Tipps! Ich glaube, ich werde da in Zukunft auch auf ein geschmacksneutrales Öl umsteigen, oder das zumindest noch zusätzlich werden.


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Hallo Jürgen,


    Finde ich gut! Ich werde sicher öfter mal gucken, zu was für Ergebnissen ihr kommt. Und wenn ihr mal mit allen durch seid, kann man eine zweite Runde anschließen :D (ich bin selbst zumindest manchmal in weiteren Versuchen zu abweichenden Bewertungen gekommen).


    LG, Craterelle


    Hallo Craterelle,


    interessante Beobachtung, das mit den abweichenden Bewertungen. Vermutlich ändert sich unser Geschmacksinn mit der Zeit.


    Grüßle
    Jürgen


    Man könnte noch auf direktes oder indirektes Garen acht geben, weil es sich auf die Konsistenz, das Mundgefühl, des Pilzes auswirken kann.
    Immer anzubraten bedeutet nämlich auch daß man die Pilze oft "krosser" und "trocken" werden lässt. Zudem kommt evtl. ein Röstaroma oder eine Bitternote zu dem angebratenen Pilz. Auch lässt man dadurch manche Geschmackswerte "verdampfen", nehme ich an.
    Manche Pilze brauchen eben mal diese und mal jene Art des Garens.


    hallo Mausmann,


    vielen Dank für diesen Tipp!


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]


    Ein namhafter Pilzlehrer bezeichnete den Geruch des Mehlräsling wie...


    "beim Bäckergesellen ganz tief in der Hosentasche" ;)


    *g* Hab ich auch schon mal gehört. Das müsste wohl vom Walter Pätzold stammen.


    Grüßle
    Jürgen

    unser Seiten werden jetzt kulinarisch ...


    http://www.pilzflora-ehingen.d…tml/cprunulus-verkost.php


    Zielvorstellung: zu jeder Art gibt es geschmackliche Beschreibungen nach Einzel-Verkostung;-)


    Hier mal ein Anfang mit dem Großen Mehlräsling (Clitopilus prunulus), dem ich selbst nie große Beachtung habe zukommen lassen. Ein Fehler! Dieser Pilz ist tatsächlich ein sehr guter Speisepilz.


    Die Einzelverkostungen laufen so ab: Pilze werden in einer weißen Keramikpfanne nur in Butter gebraten / geschmort, und die Geschmacks- und Geruchseindrücke beschrieben. Essbare Arten werden gegessen, im Speisewert unbekannte, ungenießbare und/oder giftige wieder ausgespuckt.


    Für Vorschläge und Ideen, z.B. auf was man noch achten könnte, bin ich sehr dankbar!


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Ralf,


    ich weiß nicht, inwieweit Du Dich mit Atomenergie auskennst, aber diese Technologie wurde primär entwickelt, um kernwaffenfähiges Material zu "backen", nicht um die Welt mit billiger Energie zu versorgen;-) Die ersten Kernkraftwerke waren (US-)militärische Einrichtungen. Das ist ein Mythos! Kernenergie war nur für die Betreiber lukrativ, weil staatlich durchgedrückt und subventioniert. Eine Mafia sozusagen, die vom Staat freigehalten wurde. Wer heute noch glaubt, die Atomenergie wäre eine Hoffnung für die Zukunft, hat leider keine Ahnung davon ... das muss ich mal so sagen, sorry! Es gab kaum eine Technologie, die so viel Geld verschlungen hat, wie die Kerntechnik, und die ihre unlösbaren Probleme auf die nachfolgende Generation abschiebt. Energieerzeuger würde keine Kernkraftwerke betreiben, wenn sie selbst für den Abfall aufkommen müssten.


    Grüßle
    Jürgen

    hallo zusammen,


    der Realist Ralf hat hier vermutlich gar nicht Unrecht, und ich befürchte, dass nach der Abkehr von Erdöl (irgendwann), verstärkt wieder die Atomtechnologie boomen wird. Wenn es soweit ist, dann ist meiner Meinung nach eher das Ende der Menschheit eingeläutet. Was man anstellen müsste, um das zu verhindern, liegt nicht am Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern an einer völlig anderen Agenda, die sich gegen den Wachstumswahn des Homo sapiens wendet. Ich finde es auch furchtbar, dass man Staats- und Kommunalwälder abholzt, nur weil die Windräder niemand in seiner Nähe haben will.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo


    ergänzend zu Pablos Ausführung; der Schimmel ist sehr wahrscheinlich Hypomyces chrysospermus (NF: Sepedonium chrysospermum), einer der häufigsten mykophilen Pilze. Durch reife Aleurokonidien verändern sich die weißen Beläge allmählich gelblich bis bräunlich.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Stefan,


    schön, dass sich außer mir noch jemand für die Coelomycten hier stark macht;-9 Der SUTTON steht auf meiner Wunschliste ganz oben, leider gibts den als Print nur zu Mondpreisen und ein Digitalisat konnte ich bisher nicht auftreiben. Hast du den im Regal stehen? Meine Bestimmungen gestalten sich banaler, als Du vermutlich gedacht hast, da ich den Arten oder Aggregaten mittles der Wirtspflanzen auf die Spur komme und dann ein wenig schlüssle, die Konidiogenese wird zumindest in der mir verfügbaren Literatur nicht abgefragt (bei den Hyphomyceten sieht es anders aus!) ... eine Bestimmung gelingt jedoch nicht immer, und meine Schnitttechniken taugen nur für größere Konidiomata. Ich benutze hauptsächlich Ellis & Ellis (beide Bände), den Brandenburger und Scholler & Klenke. Was darüber hinausgeht, habe ich in Einzelpublikationen und monografischen Bearbeitungen. Du kannst mich gerne nach Literatur fragen, ich habe einige Schlüssel vorliegen (Ascochyta, Cercospora, Cercosporella, Ramularia ...).


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Stefan,


    ob es da ein einführendes Buch dazu gibt, ist eine echt gute Frage! Mir ist keines eingefallen! Ich kenne halt die Spezialliteratur (Schlüsselwerke) und viele viele Artikel und monographische Bearbeitungen dazu, hier mal ein paar populäre Schlüsselwerke:


    ELLIS M. B. & J. P. ELLIS (1985) - Microfungi on Land Plants. An Identification Handbook. Croom Helm. London&Sydney.
    BRANDENBURGER, W (1985) - Parasitische Pilze an Gefäßpflanzen in Europa; Gustav Fischer Verlag.
    KLENKE, F., SCHOLLER, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. –“ Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 727.


    und dann eben die Lehrbücher über allgemeine Mykologie:
    WEBSTER Introduction to Fungi (third Edition):
    hier sogar downloadbar:
    https://www.google.de/url?sa=t…ewcQ6jQ242wDpjHJg&cad=rja


    Von DÖRFELT gibt es ein Lexikon der Mykologie
    und dann ein mykologisches Wörterbuch von KAJAN (vergriffen).


    Du kannst nach den Begriffen natürlich googeln, und wirst da jeweils gute Artikel dazu finden, aber so ein kleines einführendes Büchlein in deutsch, das auch die Anamorphen (Nebenfruchtformen): Hyphomyceten, Coelomyceten, und deren Morphologie erklärt, gibt es wohl nicht. Vielleicht meldet sich hier noch jemand, der sowas kennt. Das würde mich nämlich auch interessieren.


    Grüßle
    Jürgen

    kennt man vom "Lochfraß" verschiedener Insekten, z.B. Miniermotten, Raupen oder Gallmücken. Die Löchrigkeit kann aber auch von Pilzen verursacht sein; wenn die befallenen Stellen absterben und dann ausfallen.


    Hier mal ein Coelomycet an gewöhnlichem Schneeball, den man auch gerade finden kann: Boeremia exigua (früher Ascochyta viburni). Der Pilz kommt noch an sehr vielen anderen Pflanzen vor (z.B. an Tabak!).


    Vermutlich gehört das zur Verbreitungsstrategie solcher blattparasitierenden Pilze: Das abgestorbene Wirtsgewebe fällt mitsamt den Fruchtkörperbildungen (Acervuli, Pyknidien) zu Boden, und der Pilz kann sich dort weiterentwickeln (Überwintern, Teleomorphen bilden ...).

    Hallo Armin,




    hier mal die Verbreitungskarte auf http://www.pilze-deutschland.de


    wurde also auch bei Dir da oben schon nachgewiesen;-) Die Art ist aber sicher häufiger, als hier kartiert! Bei mir hat es auch ein Weilchen gedauert, bis ich den auf dem Radar hatte;-) Nichtsdestotrotz könnte aber Pablo mit seinem Vorschlag richtig liegen, und es handelt sich um den Kuhroten Schönkopf. Makroskopisch jedenfalls passt das sehr gut, wenn auch Rh. gemina sehr variabel ist.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Chris,


    wenn die Fundortangabe Laubmischbestand mit Buchen, Hainbuchen und Fichten zutrifft, wird es kaum eine Lepista panaeolus sein; das ist nämlich eine Art im Offenland (Wiesen, Magerrasen). Vielleicht ein junger Riesenrötling (Entoloma sinuatum), aber da sollten die Lamellen einen gelblichen Reflex haben.


    Grüßle
    Jürgen