Beiträge von Juergen-M

    Hallo Heinzelmännchen,


    der Vergleich Fruchtkörper/Blüte scheint sinniger*, als der mit den Äpfeln! In der Pädagogik nimmt man gerne die Äpfel als vergleich: Der Baum ist das Mycel, die Äpfel die Fruchtkörper. Ich weiß nicht, in wieweit die kindliche Seele schaden nimmt, wenn man statt Äpfel, Blüten hernimmt *g* Aber eigentlich ist es egal, man kann auch bei Äpfeln bleiben, weil das sowieso alles hinkt, auch die Blüten.


    * Die Befruchtung von Pollen & Samen findet in der jungen "Frucht" statt (im Fruchtknoten der Blüte), daraus entsteht dann die "Frucht" (die eigentlich ein mit Speichsubstanzen und Schutzhüllen umgebender Embryo ist). Dieser Embryo ist was völlig anderes als der Fruchtkörper von Pilzen. Beide können aber analoge Funktionen haben, z.B. durch die Schmackhaftigkeit von äußeren "Fleischhüllen" zur Verbreitung und Verschleppung durch Tier oder Mensch beitragen! Daher ist der Vergleich mit den Äpfeln gerade für kleine Kinder sinnvoller, als wenn man versucht zu erklären, wo, wie und wann eine Rekombination stattfindet, oder in welchem Stadium eine Haplo-/ Diploidie oder Zweikernigkeit vorliegt.


    Grüßle
    Jürgen
    [hr]
    Hallo Drosophila,



    Man stelle sich vor, wir Menschen würden wie üblich unsere Ei- und Samenzellen bilden. Diese aber knospen sich ab und entwickeln sich zu vielzelligen haploiden Lebewesen 8| Das wären dann diejenigen, die sich um Partnerwahl, Sex und Embryonenherstellung für neue (diploide) Menschen kümmern müssen. Warum nicht... :rolleyes:


    Ja, und das schöne dabei wäre, dass die Illustrierten, Lifestyle- und Promi-Experten über gaanz andere Dinge berichten würden *g*


    Aber "Generationswechsel" ist das Fachwort der Wahl, will man sich durch den Dschungel der Sexualität durchkämpfen:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Generationswechsel



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    Jürgen

    Hallo Trüffelino,



    Pilze sind eben keine Bäume, keine Sträucher, keine Blumen und auch kein Gras. –” Pilze sind Pilze.


    Ein wahres Wort!;-) Aber alles, was auf diesem Planeten lebt, ist miteinander verwandt, und lässt sich - differenziert - miteinander vergleichen. Obwohl uns die Sexualität der Pilze völlig fremd vorkommt; sie sind doch keine "Aliens". Pilze sind sogar näher mit uns (Tieren) verwandt, als mit Pflanzen ;)


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Heinzelmännchen,



    Also: Das dikaryote Myzel wäre die "Ehe" von Papa und Mama, aber "geknattert", rekombiniert wird erst im Fruchtkörper bzw. in den entsprechenden sporenbildenden Hyphensträngen? Und die Sporen dann die "Kinder" / "Geschwisterchen"?


    Ja;-) So könnte man das einigermaßen Anschaulich rüberbringen, aber ... Die Sporen sind nicht die Kinder oder Geschwisterchen, vieleicht eher die daraus entstehenden Primärmycelien - aber auch das hinkt ein wenig.


    Zitat

    Eigentlich ist die Bezeichnung Fruchtkörper ... wie bei andren Früchten, wo die Befruchtung ja bereits in der Blüte stattfand ... etwas irreführend


    Da hast Du absolut Recht! Die "Früchte" der Pflanzen sind eigentlich Embryonen, und die Fruchtkörper der Pilze eigentlich so eine Art externer "Uterus", der sich selbst befruchtet;-)


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Heinzelmännchen,


    Pilzfruchtkörper sind nicht "der Pilz", sondern nur Fruchtkörper, die das Mycel ausbildet. In den verschiedenen Fruchtkörpern finden in jeder Basidie unterschiedliche Rekombinationen der Erbanlagen statt - von daher passt der Vergleich wieder. Von Klone kann man nur reden, wenn sich z.B. das Sekundärmycel "teilt" oder wenn es fragmentiert wird. Aber Fruchtkörper sind Fruchtkörper, keine Klone oder Geschwister.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Heinzelmännchen,


    eine Schätzung geht von 5-6% der Bevölkerung aus, aber ich glaube, das sind viel mehr. Ich gehöre z.B. auch zu dieser Gruppe, und ich kenne mittlerweile, also seit Beginn meiner Recherche, noch zwei andere. Ob man Gallenröhrlinge jedoch in größeren Mengen essen kann, und ob nicht doch Unverträglichkeiten existieren, weiß ich allerdings nicht.


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    Jürgen
    [hr]
    Hallo Jan-Arne,



    war der Mann zufällig Diabetiker? Gestern gab es (bei Facebook) eine Diskussion darüber. Diabetiker scheinen den bitteren Geschmack nicht wahrnehmen zu können.


    Diabetiker können den Bitterstoff des Gallenröhrlings wahrnehmen! Allerdings nicht den, eines bestimmten Referenz-Bitterstoffes. Wenn Dich die Thematik interessiert, schick ich Dir eine Publikation darüber. Einfach per PM bei mir melden.


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    Jürgen

    Hallo Heinzelmännchen,



    Irgendwie tu ich mir schwer bei der Vorstellung, Pilz 1 (bzw. seine Sporen) treiben es mit denen von Pilz 2. Und das z.B. über eine gewisse Distanz (wie groß wäre die in etwa?) von Wäldchen zu Wäldchen.


    Sporen haben keinen "Sex" miteinander;-) Aus einer Spore keimt ein sogenanntes Primärmycel aus, das ganz normal im jeweiligen Substrat lebt und ein bestimmtes Geschlecht hat (wird als + oder - bezeichnet). Primärmycelien unterschiedlicher Paarungstypen (+ & -) gehen dann so einer Art "enge Wohngemeinschaft" ein (oder "vorehelichen Sex";-) - deren Hyphenzellen fusionieren. Das führt dazu, dass die Hyphenzellen (des Sekundärmycels) nun zwei Zellkerne besitzen (Dikaryo-Phase), ein Sekundär-Mycel ist entstanden, welches langlebiger und auch vitaler ist, als die Primärmycelien. Der Sex findet dann im Fruchtkörper statt; entweder in den Basidien, oder in den ascogenen Zellen (die den Sporenschlauch ausbilden). Das Ergebnis sind meiotisch entstandene Sporen.


    Zitat

    Wenn nun ein Pilz massenhaft Sporen entlässt, ist dann die Wahrscheinlichkeit nicht größer, dass sich die entsprechenden auskeimenden Hyphen des selben Pilzes wieder begegnen? Und wenn, wo läge dann der Vorteil der genetischen Rekombination?


    Sofern keine Barriere existiert (z.B. Paarungstypen +/-), ist eine Zellfusion von aus dem gleichen Fruchtkörper entstandenen Sporen/Primärmycelien möglich.


    Zitat

    Dann noch folgende Anschlussfragen: Ist bei Pilzen die vegetative oder die sexuelle Vermehrung relevanter (Arterhalt, Ausbreitung)?


    Beides ist bei Pilzen möglich und strategisch sinnvoll, was relevanter (oder erfolgreicher) ist, kommt immer auf die Umweltbedingungen an. In Zeiten, wo z.B. keine Fruchtkörper ausgebildet werden können, verlegt sich der Pilz auf die Ausbildung von Anamorphen (Nebenfruchtformen).


    Zitat

    Wenn es durch Rekombination von Genen zu neuen Eigenschaften kommen kann, müssten ja auch die Pilze wie andre Lebensformen einem steten Wandel (Evolution) unterliegen. Kann so z.B. eine für den Menschen verträgliche Pilzart zu einer unverträglichen (giftigen) werden?


    Ja, das sehe ich auch so. Im Prinzip ist das möglich. Jedoch muss dazu eine Selektion stattfinden.


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    Jürgen
    [hr]
    Hallo Heinzelmännchen,



    Hmm, mir ist da vieles unklar, wenn ich genauer drüber nachdenke.....z.B. in Pilzgruppen .... sind das nun Klone oder Geschwister?


    Es sind "Äpfel vom selben Baum";-) Also Fruchtkörper, die vom Sekundärmycel mehrfach hergestellt werden. Da kann man nicht unbedingt von Klon sprechen.


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    Jürgen

    Hallo Pilzfan,


    Deine "Ritterlinge" sind Schleierlinge (vermutlich Cortinarius olidus - Gelbgegürtelter Schleimkopf) und Deine Trichterlinge sind alte ausgebleichte Milchlinge aus der Plinthogali-Gruppe (Korallenmilchlinge). Beides keine Speisepilze!


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    Jürgen

    Hallo zusammen,


    das ist bestimmt Rh. maculata. Auf dieses Chamaeleon bin ich auch schon reingefallen. L. gentianeus besitzt gedrungenere Frk. und keinen hohlen oder ausgestopften Stiel.


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    Jürgen

    Hallo Pilzkopf-(Profi;-),


    erstmal keine Panik, das ist nichts tödlich giftiges. Ein büschelig an Holz wachsender Hellsporer. Möglich sind Laubholzraslinge, wie Nobi schon vermutet hat. Wie lange ist denn die Mahlzeit her? Wenns vorgestern war, würde ich mir den Besuch beim PSV sparen ... und hier noch ein bisschen Standpauken abholen, die es nicht zu knapp geben wird;-))


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    Jürgen

    Hallo Mausmann,



    In der Regel warnen uns Bitterstoffe in der Natur ja vor dem Genuss derartiger "Früchte". Das hat Mutter Natur sich schon gut überlegt. Zwar ist das nicht grundsätzlich so aber eine gewollte Orientierung für uns ist es schon.


    Bitterstoffe dienen den Trägern vermutlich als Fraßschutz. Dass die Natur "uns" darüberhinaus etwas mitteilen will, wie z.B. vorsicht (potentiell) giftig!, kann im Sinne einer Mimikry durchaus sein.


    Es ist jedoch nicht alles giftig (vielleicht sogar das wenigste!), was bitter schmeckt, und von Bitterstoffen weiß man, dass sie für die Ernährung sehr förderliche Wirkungen besitzen, eine wichtige ist z.B., dass Bitterstoffe - die ja aus allen modernen Gemüsen und Früchten "herausgezüchtet" wurden - nach dem Verzehr, weiteren Apettit unterdrücken, also natürliche Apettit-Zügler sind.


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    Jürgen

    Hallo Reinhilde,


    sehe gerade, das Dein Beitrag noch unkommentiert ist. Den Dottergelben Schönkopf finde ich auch an manchen Stellen im bloßen Nadelstreu bei Fichte und Weißtanne, in der Fruchtkörpergröße variiert diese Art sehr stark! Auch der gelbe Farbton kann unterchiedlich sein, von hellgelb über dottergelb bis fast orange. Ich denke schon, dass Du hier den Dottergelben Schönkopf gefunden hast.


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    Jürgen

    Hallo Markus,



    Aber ein Stephan Weisser oder ein Jürgen Marqua bestimmen sicher nicht (oder ausschließlich) nach Faustregel.


    Ich bestimme nie nach Faustregel, weil ich Arten, die ich zum Essen sammle, genau kenne. Diese Vorgehensweise würde ich jedem empfehlen, gleichgültig ob es sich um Pilze, Pflanzen oder Tiere handelt.


    Faustregeln sind wohl eher für "Überlebens-Situationen" sinnvoll! Wie schon mal von mir geschrieben, sind jedoch auch die Survival-/ und Bushcraft-Spezialisten bei Pilzen sehr zurückhaltend. Die meisten raten vom Pilzgenuss ab, weil die Gefahr einer Vergiftung oder selbst eine Unverdträglichkeit, die zu Unwohlsein führt, dem Überlebenden zuviel Kraft nimmt.


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    Jürgen

    Hallo zusammen,


    meine Kartierung dieser Art zeigt ein breites ökologisches Spektrum. Demnach kann man Herbsttrompeten auch in Orchideen-Buchenwäldern finden, ja sogar im Carici-Fagetum an total ausgehagerten Stellen, wie auch im Laubstreu, nicht selten zusammen mit Säure-Zeigern! Auch bei Roteichen gibt es Hotspots. Zu den genannten Begleitarten könnte ich noch eine doppelt so lange Liste hinzufügen ;)


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    Jürgen

    Hallo SwizzPilz,


    Gezielt suchen kann man diese Art meiner Erfahrung nach nicht; ich habe Herbsttrompeten in Buchenwäldern, aber auch bei Weißtannen gefunden, auf basischen Böden über Kalk, wie auch lehmigen oder sogar sandigen Böden (sauer)! Der Zufall führt einen dahin, und man merkt sich dann die Stellen, wie bei vielen anderen Pilzarten auch;-)


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    Jürgen

    Hallo Thorben,


    sieht nach einem Schleimpilz aus, da wird sich sicher noch ein Schleimpilzspezialist melden. Die Sporenornamentation ist interessant, solche rundl. Warzen oder Kalotten habe ich bei einem Schleimer bisher noch nicht gesehen - wird vielleicht was nicht soo häufiges sein.


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    Jürgen

    Hallo Ilius


    Zitat

    Weiß ja nicht, welche Faustregeln du im Sinn hast, aber zumindest die von mir konkret genannte Faustregel ist sicher alles andere als "schädlich" und kann auch außer der genannten Ausnahme nicht zu Verwechslungen führen bzw.


    Meine Erfahrung ist die, dass Anfänger leider alles mit allem verwechseln, da hilft keine "Röhrlings- oder Täublings-Regel". Postulierte Faustregeln wiegen gerade Anfänger in trügerische Sicherheit.


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    Jürgen
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    Hallo Keule,



    Wenn jetzt die Zahl der Pilzvergiftungen steigt, liegt es mit Sicherheit nicht daran, dass mehr Pilze wachsen als in anderen Jahren. Es liegt vielmehr daran, dass die Boulevardpresse Leuten, die gerne nach dem Motto "Geiz ist Geil", den Mund wässerig macht etwas haben zu wollen, was es für lau gibt. Dabei übersehen die Medien, dass Pilze sammeln für Anfänger gar nicht so einfach ist. Toll für die Presse ist es auch anschließend von den Vergiftungen zu berichten. Das steigert oder rettet den Umsatz noch einmal.


    Interessante Verschwörungstheorie;-) Ich weiß es zwar nicht, aber ich glaube schon, dass das Pilzaufkommen direkt proportional zur Anzahl der Pilzvergiftungen ist. Vielleicht stürzt sich aber auch die "Presse" in pilzreichen Jahren zu sehr auf das Thema Pilzesammeln;-) Wer weiß.


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    Jürgen

    Hallo Ilius,



    Kann ich nur schwer nachvollziehen. Es gibt ein paar einfache, im Internet in Sekunden recherchierbare Regeln, die einen vor Vergiftungen schützen.


    Diese Faustregeln oder Heuristiken haben nur ihre Berechtigung, wenn der Sammler schon über Arten- und vor allem Gattungskenntnisse verfügt. Meistens sind dann diese Heuristiken nicht mehr notwendig. Für Anfänger sind Faustregeln eher schädlich und führen zu Verwechslungen.


    Wenn man es recht bedenkt, ist der Pilzsammler, der sich überwiegend über das Web informiert (und ich meine hier nicht die Foren-User, die ihre Sachen einstellen und darüber diskutieren), ziemlich alleingelassen. Wenn ich an die Fehlerquote der abgebildeten Arten denke, z.B. über Google Bildersuche, dann grausts mir ehrlichgesagt.


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    Jürgen

    Hallo Fips,



    Ich glaube, dass es durch Foren weniger Pilzvergiftungen bzw. Lebensmittelvergiftungten (prozentuell zur Zahl der Sammler) gibt.


    Stimmt schon; unter den hier interessiert Anfragenden sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Pilzvergiftung .... aaber, niemand kann sagen, inwieweit die guten Ratschläge, die es hier en masse gibt, auch gründlich gelesen (und verstanden) werden? Und niemand kennt die Zahl er anonymen Leser! Man kann nur spekulieren, aber ich vermute, es wird sich die Waage halten: Die Pilzvergiftungen nehmen allgemein zu, weil ein von Internet & Co induziertes, vermehrtes Interesse erzeugt wird. Es wird der Aufklärung in diesen Medien zugeschrieben, dass es nicht noch mehr Vergifungen gibt. Es existiert aber ein Ausweg aus diesem Dilemma, der ganz einfach ist:


    Wer sich fürs SpeisePilzsammeln interessiert, besucht am Besten Pilzführungen, oder konsultiert mit seinem Sammelgut einen Pilzkenner (Pilzberater, Pilzsachverständiger usw). Es gibt de facto, definitiv, und in echt ... nichts Besseres *g*

    Hallo zusammen,


    ich weiß nicht, ob Schadstoff-Emissionen von Autobahnen wirklich groß ins Gewicht fallen, hinsichtlich der "Schadstoffe", die von (konventionellen) Erzeugern selbst auf die Agrarfläche ausgebracht werden (Pestizide, Dünger, Abgase der Landmaschinen ...). Ich möchte ja hier nicht den Zeigerfinger in die Luft halten, aber wer sich sowieso den Luxus gönnt, sich aus der Natur zu bedienen, sollte das lieber fernab der "Kulturlandschaft" tun - ist ja auch gesünder, in einem naturnahen Wald unterwegs zu sein.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Ingo,


    ist mir schon klar, dass ihr etwas "verteidigen" wollt, woran ihr beteiligt seid;-) Ich habe jedoch nicht behauptet, dass sich junge Leute wegen Foren oder Apps vergiften, sondern nur, dass die Motivation zum Pilzesammeln gestiegen ist, und mehr Menschen sich für das Sammeln von Speisepilzen interessieren. Da mehr Leute Pilze sammeln, und wir heuer ein gutes Pilzjahr haben, gibt es mehr Pilzvergiftungen.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo pablo,


    also ich bin ja auch der Meinung, dass man den Foren-Betreibern und Usern keinen Vorwurf machen sollte, aber die Motivation zum Pilzesammeln ist eben durch diese IT-Technologien gefördert worden. Wir wissen ja alle, dass man sich heutzutage zuerst das Equipment kauft (PC, Smartphone etc.), und sich dann dafür ein Hobby sucht;-) So ist es eben ganz normal, dass auch junge Leute mit einem Pilzbestimmer-App ausgerüstet, schneller und unbekümmerter in die Wälder gehen. Ob da das App schlechter, vergleichbar, oder besser ist als ein Pilzbüchlein, ist da mal nicht so wichtig.


    Grüßle
    Jürgen


    p.s. Wir unterschätzen die reinen Leser von Forumsbeiträgen. Es liegt auch in der Natur der Sache, dass man Pilz-Fehlbestimmungen aufgrund von Forumsbeiträgen, die nur gelesen werden, gar nicht mitbekommt! Viele werden von Suchmaschinen direkt in die Threads geleitet - oft ist der "Kontext" von Forumsanfragen nicht mehr ersichtlich!