Beiträge von Lebrac

    Hallo,
    ein gutes neues Jahr und vielen Dank!
    Ich freue mich sehr. Schade, dass so wenige das Thema aufgegriffen haben.
    Eine Zeit lang habe ich mich fotografisch sehr intensiv mit Pilzen in der Küche beschäftigt aber durch das Ende meines Kalenders mache ich kaum noch Küchenfotos.
    Ein spannendes Thema ist es schon. Falls es noch mal aufgegriffen wird, bin ich sicher dabei. Ansonsten halte ich mich jetzt erst mal zurück ;)
    [hr]
    Ach ja! Einen Nachtrag an abeja, dessen Beiträge meist sehr interessant für mich sind, habe ich noch: Fertige Pilzgerichte, kurz vor dem Essen appetitlich zu fotografieren, erfordert Techniken, die ich mir mal habe zeigen und erklären lassen. Seit dem beschränke ich mich auf das Fotografieren von Zutaten, denn als Nahrungsmittel sind die abfotografierten Gerichte nicht zu gebrauchen. Da wird eben nicht auf Garzeiten oder Geniessbarkeit geachtet, sondern auf die fotografische Wirkung. Es kommen auch Zutaten wie Haarspray zum Einsatz.

    Ja klasse! Vielen Dank!


    Da ich das Thema vor einiger Zeit vorgeschlagen hatte, wollte ich auch mal wieder ein Bild ins Rennen schicken.
    Es waren echt tolle Beiträge dabei. Die Amanitas (Platz 1-4) machen selbst als Ruinen noch viel her. Den Gallenröhrling und die M. crocata fand ich auch sehr chic.

    Tach zusammem,
    vielen Dank für Eure rege Teilnahme!
    Mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet obwohl mir schon berichtet wurde, dass es sehr viele Unterstützer der Aufhebung des Verbots geben soll.
    Ich persönlich denke, dass man die "Landwirte", die es mit einer Trüffiere versuchen wollen gewären lassen und vielleicht sogar unterstützen sollte. Solch eine Truffiere ist sicherlich ökologisch wertvoller als ein Raps- oder gar ein Maisfeld. Ansonsten teile ich die Meinung von Nans-Peter.
    Fips und Ralf: Ihr seht die Sache vielleicht zu pessimistisch, obwohl ich Eure Meinung verstehe und natürlich gelten lasse.
    Vergammelte T. aestivum riechen übrigens extrem grauenhaft, Pablo. Mir ist aufgefallen, dass getrüffelter Käse oder Wust aus dem Supermarkt häufiger eine Autoreifennote im Aroma hat. Das soll von Chinatrüffeln herrühren, mit denen oftmals gestreckt wird. Handgemachte Trüffelbutter aus T. aestivum schmeckt mir sehr viel besser, besonders wenn sie mit der Wintervariante zubereitet wurde.
    Rhizopogon obtextus wurde mir auf La Palma mal als Pinien-Kartoffel vorgesetzt, Stefan. War gar nicht schlecht.

    Moin zusammen,
    Dein Bild mit dem Zunderschwamm gefällt mir sehr gut, Mausmann. Die Gestaltung schafft eine schöne Tiefe und Pilz und Borke sind wunderbar knorrig, was bei sw besonders gut heraus kommt.
    Bei einigen anderen ist die Schärfeebene zu weit hinten. Gerade bei sw fällt es besonders unangenehm auf, wenn die Schärfe nicht auf der Hutvorderkante des Pilzes liegt, der am nächsten zur Kamera steht. Bei Farbbildern fällt das eher weniger auf.

    Vielen Dank Verena und abeja,
    das Ergebnis ist interessant und ich denke, dass ich es einzuschätzen weiss.
    Was will man machen mit seinen Pilzfotos? Für das flüchtige Anklicken im Netz sind effektvolle Ausleuchtungen und skurrile Motive geeignet, besonders auf Smartphone-Displays.
    Ist aber das Kriterium beispielsweise: Wie wirkt das Bild grossformatig an der Wand? Was kann ich mir (vier Wochen) lang anschauen? Dann ändert sich die Betrachtungsweise aber dann schaut man eben auch mal länger und genauer hin auf dem kalibrierten Eizo oder druckt mal ein Proof aus.
    Letztendlich sind wir hier aber ein Internetforum und das ist auch gut so - alles gut :)
    Das Bild war übrigens ein "Schnellschuss" ohne Putz. Das Licht war wunderbar diffus an dem Frühlingsnachmittag.

    Hallo,
    das ist doch ein sehr nettes Winterpilzfilmchen. Vielleicht macht es den ein oder anderen ein wenig neugierig. Bei meinem Kalender versuche ich immer das Level für Anfänger und für Auskenner interessant zu halten. Da muss man machmal abwägen. Ich finde, dass der Film mit seinem Witz die Unzulänglichkeiten mit den überständigen Austernpilzen z. B. locker überdeckt.

    Hallo Fotofreaks :thumbup:
    Schokokusskarton und Alufolie reflektieren das Licht sehr hart. Besser geeignet sind z.B. Innenseiten von H-Milch-Kartons, die werfen ein schön diffuses Licht zurück und kosten nix. Hartes Licht vom Motiv abschatten und nur diffus reflektiertes heranlassen ist ein erstaunlich gutes Mittel bei der Pilzfotografie. Man kann natürlich besser mit Diffusoren abschatten aber da habe ich noch nie von selbst gebastelten gehört.


    Sehr interessant! Ein gutes Beispiel, wie schnell man bei solchen juristischen Einschätzungen daneben liegen kann.


    Davon abgesehen: Trüffel bleibt Trüffel.


    Stimmt!
    Wir hatten das Thema glaube ich mal bei Boletus reticulatus und edulis.
    Es geht darum, welche Art zum Zeitpunkt der Verabschiedung der Verordnung gemeint war. Boletus reticulatus gab es als eigene Art damals schon, daher geniesst sie nicht den gleichen Schutz wie B. edulis.

    Hallo,
    gerade habe ich gesehen, dass im Index Fungorum als gültige Bezeichnung für Tuber aestivum nun Rizopogon aestivus gilt:
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=157021


    Da in Anlage 1 BArtSchV - Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten Tuber spp. besonders geschützt ist, müsste nun rein rechtlich das Sammeln und Handeln mit Sommer- bzw. Burgunder-Trüffeln nicht mehr unerlaubt sein.


    Kennt sich da jemand aus?

    Hallo Tuppie,
    Hunde brauchen generell eine Aufgabe. Es macht sie ganz offensichtlich "glücklich".
    Die meisten Trüffelhunde fressen die Trüffel, man muss sie schnell am Graben hindern. Dies ist eine Ausnahmehündin. Sie gräbt die Trüffel aus und apportiert sie vorsichtig.

    Aber das ist ja gar nicht nötig, denn ich hab mal geschaut, wo du wohnst, und um es mit R. Hesse (1891) zu sagen:


    "Ein wahres Eldorado nicht nur für Tuberaceen, sondern für Hypogaeen überhaupt stellt die Provinz Hessen-Nassau vor."


    :)


    Aha - das ist wirklich interessant. Südniedersachsen und Nordhessen muss wohl die Trüffelhochburg im 19. Jhdt. in Deutschland gewesen sein.

    Vielen Dank!
    Nordhessen, Christian :)
    Die Winter Variante der Sommertrüffel heisst auch hier Burgunder Trüffel. Zumindest folge ich damit vielen Autoren.
    Genetisch sind sie gleich.

    Hallo,
    heute war ich in den Burgunder Trüffeln.
    Viel gab es nicht aber die Qualität war besser als erwartet.
    Ich durfte mal wieder ein Suchgebiet vorschlagen und promt wurden die Lagottos fündig. Langsam glaube ich auch, dass Tuber aestivum var. uncinatum eine sehr verbreitete Art ist.

    Hallo,
    interessantes Thema Abeja.


    Eine entscheidende Frage ist welchem Zweck das Pilzfoto dienen soll.
    Wenn es um das Dokumentieren einer Art und ihrer Merkmale geht, gibt es einige Spezialisten, die das perfekt drauf haben: Hartmut (Harzpilzchen) oder Felix Hampe oder...
    Dann gibt es die Künstler, die Pilzbilder mit dem "Wow" drauf haben: Frank Moser, Bernd Rügemer (Moonshroom)...


    Wenn man selber den Anspruch hat "Wow"-Bilder zu machen aber gleichzeitig die relevanten Merkmale und das typische Ambiente herausstellen will, muss man sich von beiden Fraktionen etwas abschauen. Die Technik zu beherrschen ist die Grundvoraussetzung aber wichtig ist eben zu wissen, was man will. Der Rest ist Ausprobieren, Fragen aber vor allem Machen. Mir hat mal ein Fotograf gesagt: "Die ersten 10 000 Bilder sind nix". Das war aber noch (fast) zu Analogzeiten. Heute müsste es heissen: Die ersten 500 000 Bilder sind nix :D


    Mach doch mal. Rein technisch, versteht sich.


    ...rein technisch - natürlich!


    Für mich ein Vorzeigebeispiel für die Nachteile, die das Einscannen von Pilzen bringen kann.
    -Unten, insbesondere rechts unten säuft das Bild in strukturloser Schwärze ab.
    -Der Hintergrund könnte auch ein entfernt aufgestelltes Löschblatt statt ein Wald sein. Da ist nichts, noch nicht einmal eine stimmige Farbe.
    -Pilze und Moos gehen mit deutlichen, dunkelbraunen Säumen zum Hintergrund über.
    -Das schöne Moos und die besonders schöne Huthaut wurden zudem leider zu stark nachgeschärft


    Keine Ahnung wie viele Einzelbilder dafür gestapelt wurden. Das ist eine Technik, die ich aus der Kristallmikroskopie kenne und für Sporenfotos ist das eine sehr gute Technik. Auch Schleimpilze kann man damit zumeist viel besser, treffender abbilden. Bei Großpilzen kann diese Technik auch gute Ergebnisse bringen aber meist ist sie fehl am Platz und die Bilder wirken nicht natürlich.