Beiträge von abeja

    Hallo,
    in meinem Beitrag "Sunny Sunday"
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-sunny-sunday?page=2


    hatte ich zum Vergleich mit den Pilzen, die ich ursprünglich für Exidia glandulosa s. orig., (Syn.: Exidia truncata) abgestutzter bzw. stoppeliger Drüsling, gehalten hatte und die aber Schmutzbecher (Bulgaria inquinans) waren, einen weiteren schwarzen gallertigen Pilz eingestellt (mit abgestutztem Habitus und etwas glänzender Oberfläche).


    Inzwischen bin ich überzeugt, dass es sich bei dem zweiten Pilz ebenfalls um einen Schmutzbecher handelt. Ich habe nämlich jetzt an einem liegenden Eichenstamm eine ganze Kollektion von Schmutzbechern gesehen, von ganz jung bis ganz alt (Bilder werde ich im o.g. Beitrag eingestellen, damit alle Bilder zusammen sind).
    Die bräunliche raue Außenfläche kann ganz schwarz werden (etwas matt bis schwach glänzend), die sehr glänzende rot-braune Fruchtschicht wird ebenfalls schwarz, auch eher matt. In einem weiteren Stadium kann die matte Oberfläche aufbrechen, und man sieht das gallertige Innere.
    Wenn es also keine deutlich unterschiedlich gestalteten Seiten gibt, keine stoppeligen Warzen auf der Unterseite (der vom Ansatzpunkt ausgehenden Seite) zu sehen sind - egal, ob das Teil "abgestutzt" aussieht - dann kann es kein abgestutzter Drüsling sein.

    Bei Coriolopsis gallica habe ich auch eine Ergänzung, und zwar habe ich die "Verkahlung" beobachtet.
    Ich fand eine Gruppe von kleinen, dünnen aber wohl schon älteren Exemplaren (an morschem liegenden Buchenstamm), wegen des schlechten Wetters und der ungünstigen Lage des Stammes habe ich keine Übersichtsaufnahme vor Ort gemacht, sondern nur einen Pilz abgezupft.
    Erst dachte ich, zum dritten Mal Trametes cervina (Trametopsis cervina), die hirschbraune Tramete, gefunden zu haben, so ähnlich sahen die Wuchsanordnung und die Hüte von oben aus.
    Die Oberfläche war gelblich-braun geworden, sehr scharfkantig zulaufend und fast vollständig verkahlt.
    Oberseits nur noch unebene, leicht riefige nach vorne gerichtete Strukturen, die kaum als Reste von Haaren zu erkennen sind.
    Die Unterseite (Poren) und die Trama sahen dann aber eindeutig nach Coriolopsis gallica aus, mit Lauge gab es auch die schwarze Verfärbung.


    Neue Bilder v. Januar 2014

    Am gleichen bemoosten Buchenstumpf wie Bjerkandera fumosa
    (siehe Ergänzung unter http://www.pilzforum.eu/board/…a-graugelber-rauchporling) , in einer anderen "Wurzelfalte", befanden sich dachziegelig angeordnete kleine Bjerkandera adusta, deutlich dünner.
    Hier war die Oberfläche der Pilze schon deutlich geschwärzt, die Unterfläche typisch feinporig mit grauem Schimmer, die Poren dunkelten stark nach.


    Neue Bilder Januar 2014

    Hallo,
    eine Ergänzung noch zu Bjerkandera fumosa.
    In der Literatur steht
    bei Gerhardt: Oberfläche ungezont, unregelmäßig gefleckt,
    bei Laux: Oberfläche matt, eben bis wellig, kaum gezont.
    Das hatte ich im Porträt oben schon nach meinem Gutdünken zusammengefasst, denn der trocknende Pilz erschien mir zwar schwach, aber doch sichtbar gezont.
    In der Zwischenzeit habe ich noch bei wunderschönem Regenwetter eine neue Gruppe gefunden, mehrere einzeln stehende gut ausgeprägte Hüte in den "Wurzelfalten" eines bemoosten Buchenstumpfes. Die Mehrzahl dieser Pilze war - obwohl sie noch feucht waren -deutlich zoniert, einer war einfarbig braun mit heller Kante.
    Der Geruch bei diesen Pilzen war auch deutlich stärker "pilzig" aromatisch als bei meinen bisherigen Funden, einen "Anisgeruch" wie hier vor kurzem in einem Beitrag angemerkt wurde, konnte ich aber nicht entdecken.
    Auch könnte die Aussage "kein Kontrast zwischen Trama und Porenschicht" missverständlich sein, es muss genauer heißen: kein Kontrast zwischen schwärzenden Poren und hellbleibender Trama.
    Denn: bei relativ frischen Bjerkandera fumosa-Exemplaren könnte man einen Kontrast zwischen noch sehr hellen Poren (fast weißlich, die dann leicht bräunen) und etwas bräunlicherer Trama feststellen, dabei meist gut sichtbar die trennende dunklere Linie.


    Die neuen Bilder von Januar 2014

    Hallo,
    da müsst man wieder Russisch können...
    Wenn ich das richtig sehe, dann kommt Antrodiella fragrans nicht (?) in Deutschland vor, aber in einigen Gebieten von Österreich.
    Die Google-Übersetzer-Beschreibung reime ich mir so zusammen, dass ein wesentliches Merkmal der deutliche Anis-Geruch ist, und eine sterile weiße Kante am Rand der Porenschicht (?).
    Wachstum meist relativ klein und auf dünnen Ästen (oft Hasel).
    Ansonsten wohl auch haarig und konzentrisch zoniert.


    http://mycoweb.narod.ru/fungi/ODG/ODG24.html
    http://translate.google.de/tra…6bih%3D505%26site%3Dimghp

    Fomes fomentarius (L.: Fr.) Fr.
    Echter Zunderschwamm
    Synonyme siehe:
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=194860



    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae--> Fomes --> Fomes fomentarius


    Fruchtkörper: Hut jung rundlich-wulstig, dann breit hufförmig, 10-20-(50) cm breit, 7-15 cm hoch, 5-20 cm abstehend, Oberfläche hart, grau, im Alter dunkler bis fast schwarz werdend. Junge Pilze heller grau-braun mit rot-bräunlichen Zonen, ebenso die Neubildungen an der Zuwachszone. Es entstehen typischerweise viele ganz feine, in sich wellige Linien, diese Zonierungen entsprechen Wachstumsperioden (mehrere pro Jahr möglich).


    Poren: relativ fein, 2-4 pro mm, jung weißlich (man kann auch auf diesen Poren jung –žschreiben–œ), dann bräunlich


    Fleisch: lt. Literatur –žkorkig hart, lederartig, holzartig–œ, holzartig finde ich passend bei älteren Pilzen, bei ganz jungen Pilze (s.u. Nr. 8) habe ich jetzt auch –žlederartig–œ festgestellt. Tramafarbe mittelbraun (holzfarben), Röhren in der Farbe wie Huttrama bzw. etwas dunkler, in mehreren Schichten, bis 8 mm lang pro Schicht, an der Ansatzstelle mit weichem, weißlich marmorierten Mycelialkern, Tramafärbung mit KOH schwarz, Färbung der Kruste mit KOH rot.


    Speisewert: kein Speisepilz


    Geruch: holzartig

    Geschmack
    : -


    Sporenpulver: weiß (hyalin), inamyloid (keine Färbung mit Melzer's Reagenz)


    Vorkommen: ganzjährig, mehrjährig, lt. Literatur an verschiedensten Laubhölzern (besonders Buche und Birke) , auch an geschwächten Bäumen. (Meine eigenen Funde bisher ausschließlich an Laubtotholz, stehend oder liegend, meist Buche)
    Weißfäuleerreger
    Geotropismus: die Unterseiten neuer Fruchtschichten zeigen immer zum Erdboden, deshalb kommt es bei Lageänderung des Substrats zu unterschiedlichen Ausrichtungen eines einzelnen Pilzes oder zu verschieden ausgerichteten Pilzen am gleichen Stamm.


    Verwechselungen:
    mit dem Rotrandigen Baumschwamm, Fomitopsis pinicola, falls dieser im Alter keine deutlichen Rottöne aufweist. Die Oberfläche von Fomitopsis p. ist harzig und kann mit dem Feuerzeug zum –žBrutzeln–œ gebracht werden. Meist sieht man auch bei ganz alten Fomitopsis p. nach Ankratzen noch etwas Rotfärbung. Trama ist bei Fomitopsis p. meist etwas heller (blass gelblich bis ocker), Fomitopsis p. entwickelt nicht diese feinen gewellten Linien.
    Mit dem Gemeinen Feuerschwamm, Phellinus ignarius, dessen Hutfarben sind einheitlicher grau, ohne diese feinen Linien, er –žbrutzelt–œ nicht, die Trama ist rot-braun, die Poren auch im jungen Zustand nicht so weiß, sondern immer eher (hell) braun-grau bis rot-bräunlich.
    Mit dem Flachen Lackporling, Ganoderma applanatum, falls dieser –žmehrstöckig–œ gewachsen ist. Dort lässt sich die Oberfläche etwas eindrücken, oft sieht man rot-braunes Sporenpulver oder Gallen, die durch den Befall durch die Zitzengallenfliege entstehen. Die Oberfläche brutzelt nicht und die Trama wäre im Gegensatz zu Fomes f. rot-braun.


    Verwendung: (traditionell) Zunderherstellung und Bekleidungsherstellung siehe Wiki:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zunderschwamm



    Bilder:

    1
    2
    3: Gruppe, einmal mit frischen Poren und mit nicht-frischen Poren
    4
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    6: meine größten Exemplare bisher

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    8: die kleinsten: 1-2 cm groß, Anwachsstelle am Substrat im Schnittbild unten

    Trametes trogii (Berk. In Trog) Dom
    Synonym: Coriolopsis trogii (Berk. In Trog) Dom

    Blasse Borstentramete
    Synonyme siehe:
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=208715



    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae--> Trametes --> Trametes trogii



    Fruchtkörper: lt. Literatur auch teilweise resupinat bis halb-resupinat mit kleinen abstehenden Hutkanten, ich fand bisher nur eine Gruppe von gut ausgeprägten Einzelhüten
    Hut bis 8 cm breit, bis 4 cm abstehend, bis 2 cm dick,
    Große Pilze etwas unregelmäßig wulstig an der Ansatzstelle am Substrat, zur Kante hin deutlich flacher werdend
    Oberfläche bräunlich (im frischen Zustand auch schön rot-bräunlich), trocken grau-braun werdend, lt. Literatur im Alter verkahlend.


    Poren: grob, nur 1-2 pro mm, unregelmäßig geformt, etwas eckig, jung hell, schnell bräunend, lt. Literatur beim Trocknen manchmal rosa schimmernd.


    Fleisch: hell, erst weißlich, später hell-holzfarben, mit KOH (und anderen Laugen) nicht schwärzend, Röhren hell (gleiche Farbe wie Trama)


    Speisewert: kein Speisepilz

    Geruch:
    schwach pilzartig/ unbedeutend


    Geschmack: -


    Sporenpulver: weiß (hyalin), inamyloid (keine Färbung mit Melzer's Reagenz)


    Vorkommen: mein bisher einziger Fund an Pappel in Rheinnähe.
    lt. Literatur besonders in Auwäldern an Totholz von Pappel, genannt werden auch Weide und Buche, soll auch zusammen mit Coriolopsis gallica vorkommen, wärmeliebende Art, bisher selten in Deutschland


    Verwechselungen: mit Coriolopis gallica, der Braunen Borstentramete. Bestes Unterscheidungsmerkmal ist die Tramafarbe: Coriolopis gallica dunkel, schwärzend mit KOH, Trametes t. (Coriolopis trogii) hell, nicht schwärzend mit KOH.
    Eventuell Verwechslung mit der Striegeligen Tramete, Trametes hirsuta , falls diese im Jugendzustand untypisch wachsend und bräunlich sein sollte (ich hatte da so einen Fall.). Dort ist die Behaarung aber deutlich weniger –žstruppig–œ, die Form (beim weiteren Wachstum) ist ebenmäßiger halbrund, die Zuwachskante wulstiger und die Oberfläche stärker zoniert und flacher.


    Bilder:
    Im Übersichtsbild die linke Pilzgruppe


    Färbung wenn frisch


    Trockener Pilz


    Keine Reaktion mit Lauge (oberes Stück), unteres Stück ohne Lauge

    Coriolopsis gallica (Fr.) Ryv.
    Braune Borstentramete
    Synonyme hier:
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=311820


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae--> Coriolopsis --> Coriolopsis gallica


    Fruchtkörper: an Unterseiten von liegenden Stämmen und dicken Ästen teilweise resupinat oder halb-resupinat mit kleinen, nur 1-3 cm abstehenden Hutkanten, ansonsten Hüte einzeln oder reihig nebeneinander oder dachziegelig übereinander, bis 5-10 cm (teilweise größer) breit, bis 6 cm abstehend, bis 2 cm dick an der Ansatzstelle.
    Oberfläche deutlich striegelig haarig, viel grobhaariger als Trametes hirsuta, Haare nicht senkrecht abstehend, sondern überwiegend nach vorne gerichtet.
    Farbe bräunlich, teilweise zoniert, trocken ausbleichend.
    Zuwachskante frisch heller als Hutoberfläche, scharf und etwas nach unten zeigend, an der Kante auch verkahlend.


    Poren: grob, nur 1-2-3 Poren pro mm (untersch. Lt.-angaben, nachgemessene 1 pro mm vorgefunden), unterschiedlich geformt, etwas eckig, anfangs hell, dann schnell bräunlich


    Fleisch: Trama braun, relativ hart und zäh (lt. Literatur holzig-korkig), man erkennt immer (bei jedem Feuchtigkeitszustand, auch bei ganz jungen Pilzen) im Schnitt eine braune, (meist rostbraune) filzig-auffasernde Schicht direkt oberhalb der Röhren.
    Röhren lt. Lit. bis 1 cm lang (schon länger gesehen), je nach Alter und Feuchtigkeit mittelbraun bis schwärzlich-braun.
    Trama färbt mit KOH (und auch mit anderen starken Laugen) sofort schwarz, die Färbung verschwindet wieder.


    Speisewert: kein Speisepilz


    Geruch: schwach pilzartig/ unbedeutend


    Geschmack: -


    Sporenpulver: weiß (hyalin), inamyloid (keine Färbung mit Melzer's Reagenz)


    Vorkommen: ganzjährig, besonders im Herbst Neubildung (meine Funde überwintern), wärmeliebende, bisher in Deutschland seltene Art, lt. Literatur an diversen Laubhölzern, gern an Esche, nicht an Nadelholz
    Meine Funde bisher alle im Laubmischwald, Hochrhein 300-400 m, Südhanglage, unterschiedliche Licht- u. Feuchtigkeitsverhältnisse, meist auf Buchentotholz, seltener auf Eschentotholz und Eichentotholz.
    Weißfäuleerreger


    Verwechselungen: Blasse Borstentramete, Trametes trogii (Syn. Coriolopsis trogii), bestes Unterscheidungsmerkmal: helle Trama, färbt nicht mit KOH (und anderen Laugen).
    Eventuell - falls flächig wachsend - auch Verwechslung mit Datronia mollis (grobporige Datronie) möglich. Diese ist aber deutlich dünner und weicher, hat keinen braunen Filz sondern eine dünne schwarze Linie oberhalb der Röhrenschicht, riecht leicht süßlich-obstartig und bildet manchmal Hutkanten mit schwarzer Oberfläche aus.


    Bilder:
    Pilz1

    Schnitt von Pilz 1 und andere typische Schnitte (jung, älter, trocken, feucht)


    Pilze 2, teilweise flächig wachsend, sehr junge Fruchtkörper u.a.


    Pilze 3 (u.a.) , deutlich abstehend, mit Laugenreaktion


    Pilze 4, reihig wachsend

    Bjerkandera fumosa (Pers.: Fr.) Karst
    Graugelber Rauchporling
    Synonyme siehe :
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=100991




    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Meruliaceae --> Bjerkandera --> Bjerkandera fumosa



    Fruchtkörper: halbkreisförmig bis konsolenförmig in Gruppen nebeneinander und übereinander verwachsen, 5-15 cm breit, bis 8 cm abstehend, 0,5 -3 cm dick an der Ansatzstelle (lt. Literatur)
    Ich fand bisher nur recht kleine Exemplare, die von der Größe her den größeren Exemplaren von Bjerkandera adusta entsprachen, bei ähnlicher Größe ist Bjerkandera fumosa aber verhältnismäßig dicker.
    Oberfläche mittelbraun, trocken ausbleichend, nicht oder kaum gezont, manchmal etwas fleckig, nicht deutlich behaart (etwas samtig), Zuwachskante bei ganzen junge Pilzen auch wulstig ansonsten scharf, etwas weniger wellig als bei Bjerkandera adusta


    Poren: nicht so fein wie bei Bjerkandera adusta, sondern 2-4 pro mm, erst hellcreme bis gelblich, bei Berührung und Altern/ Trocknen etwas bräunend, nie schwärzend.


    Fleisch: hell cremefarben bis bräunlich (wie helles Holz), wenn feucht, dann weich und nicht zäh, leicht mit der Hand zu teilen. Bei dicken Pilzen sieht man radiale bräunliche Strukturen im hellen Fleisch. Trama und Röhren sind durch eine dunkle Linie getrennt, die bei frischen Pilzen oft nicht deutlich sichtbar ist, erst beim Trocknen.
    Kein farblicher Kontrast zwischen Trama und Röhrenschicht.


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß (hyalin) , inamyloid (keine Färbung mit Melzer's Reagenz)


    Geruch: schwach pilzartig/ unbedeutend

    Geschmack:
    -


    Vorkommen: ganzjährig an vielen Laubholzarten, lt. Literatur besonders an Weide und Pappel, auch an geschwächten Bäumen. Bisher fand ich den Pilz nur an Totholz (Buche und Bergahorn), Weißfäuleerreger


    Verwechslungen: mit Bjerkandera adusta, dem angebrannten Rauchporling. Dieser hat aber feinere Poren, die schwärzen und es besteht ein deutlicher Kontrast zwischen Trama und Röhren.
    Schmetterlingstrameten (Trametes versicolor) sind deutlich zäher und dünner und mit gezonter Oberfläche, Zonentrameten (Trametes multicolor/ zonata etc.) wären auch zäher und hätten eine gezonte Oberfläche und keine Trennlinie zwischen Trama und Röhrenschicht.

    Bilder:


    Vergleich: Bjerkandera fumosa links, Bjerkandera adusta rechts

    Bjerkandera adusta (Willd.) P. Karst
    Angebrannter Rauchporling, Rauchgrauer Porling
    Synonyme siehe:
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=100902



    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Meruliaceae -->Bjerkandera -->Bjerkandera adusta


    Fruchtkörper: jung und an der Unterseite von Ästen u. Stämmen teilweise resupinat wachsend und nur kleine Hutkanten ausbildend, an senkrechten Substraten halbkreisförmig wachsend, oft dachziegelartig geschichtet und miteinander reihig verwachsen.
    Einzelner Fruchtkörper 3-7 cm breit, bis ca. 4 cm vom Substrat abstehend, dünn (2-6 mm dick), weich und biegsam wenn feucht. Bisher habe ich oft junge kleinere Exemplare gefunden.
    Oberfläche jung weiß bis grau, manchmal auch gelblich-ocker bis bräunlich, etwas samtig-filzig, bei größeren Fruchtkörpern auch deutlich zoniert, Rand scharf, bei Wachstum hell, später und bei Trockenheit schwärzend, oft wellig.


    Poren: Unterseite sehr feinporig (4-6 Poren pro mm), jung hell mit grauem Schimmer, bei Berührung, Kratzen und bei älteren Pilzen oder Lagerung/ Trocknung deutlich schwärzend


    Fleisch: hell (cremefarben), Röhren dunkel oder (manchmal mit leichter Verzögerung) dunkel werdend. Deutlicher Kontrast zwischen Trama und den kurzen (bis 2 mm langen )Röhren.


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß (hyalin) , inamyloid (keine Färbung mit Melzer's Reagenz)


    Geruch: schwach pilzartig/ unbedeutend


    Geschmack: lt. Literatur schwach säuerlich


    Vorkommen: ganzjährig, jedoch besonders im Herbst, an vielen Laubholzarten, besonders an Rotbuche. Ich fand den Pilz auch häufig an Bergahorn, bisher immer an Totholz. Lt. Literatur auch selten an Nadelholz und auch an lebenden geschwächten Stämmen, Weißfäuleerreger


    Verwechslungen: mit dem graugelben Rauchporling, Bjerkandera fumosa (Merkmale und Bildvergleich im Porträt von Bjerkandera fumosa). Bestes Unterscheidungsmerkmal: bei Bjerandera fumosa schwärzen die Poren nicht (nur leichte Bräunung). Es besteht dort kein farblicher Kontrast zwischen Trama und Porenschicht. Deutlich größere Poren bei Bjerkandera fumosa (2-4 pro mm)


    Bilder:

    Ja, das ist alles schon recht kompliziert, aber Oberseite und Unterseite könnte ich schon definieren :/:/;)
    Unterseite von "dem Ding":
    die Fläche vom +- stielartigen Ansatz am Substrat ausgehend bis zur der +- "Kante"
    Oberseite von "dem Ding":
    die Fläche, die von dem +- kantigen Rand eingeschlossen wird.
    Vorzugsweise zu betrachten, wenn der Pilz (noch) aufrecht in einem optimalen Zustand am Substrat sitzt.
    Definition bleibt aber die gleiche, auch wenn der Pilz vom Ast herunterhängt oder der Ast von "Stöckchendrehern" umgedreht wird.
    Ungefähr so, wenn ich Kopfstand mache (.... machen würde), dann blieben meine Fußsohlen immer noch die Unterseite meiner Füße, obwohl sie nach oben zeigen...

    Hallo,
    gestern las ich hier in einem anderen Beitrag den Namen Mycoacia:
    http://www.pilzforum.eu/board/…esucht?highlight=mycoacia


    Und als ich so Bilder verglich, dachte ich, eine Art dieser Gattung könnte auch auf diese Pilze hier zutreffen, zumindest die ersten Funde (die zweiten scheinen doch wieder etwas anderes zu sein).
    Immer blieb ich bei Mycoacia nothofagi hängen (aber Nothofagus=Südbuche, nicht "unsere" Buche, Fagus sylvatica). Jetzt las ich jedoch, dass M. nothofagi an Buche vorkommt.


    Was haltet ihr davon?
    Mycoacia nothofagi hätte auch diese strunkartige Verzweigung, nach der ich immer gesucht habe
    http://www.hlasek.com/mycoacia_nothofagi.html
    http://www.digital-nature.de/p…nbuche/detail/detail.html
    http://aphyllopower.blogspot.d…thofagi-scheinbuchen.html


    Der obere Pilz hatte auch den süßlich-obstigen Geruch (bei Aphyllopower mit alk. Gärung beschrieben), der untere Pilz erschien mir geruchlos.

    Hallo,
    die weiteren Ergebnisse zu dieser Anfrage stehen in dem "langen" Beitrag.
    Als "kritisch" hatte sich auch noch ein schwarzer Pilz erwiesen, der nicht, wie von mir (heftig) vermutet Exidia truncata ist, sondern alte Fruchtkörper von Bulgaria inquinans (Schmutzbecher).


    Zum Vergleich hatte ich zusätzlich noch weitere mutmaßliche Exidia t. dort eingestellt.


    Von Pilz 2 (rosa auf Buchs) und Pilz 4 (grobporig auf Linde) hätte ich auch Proben, falls jemand interessiert ist.

    Hallo,
    nochmal zum Exidia truncata-Thema, irgendwie verheddere ich mich da in den Beschreibungen.
    Im Netz heißt es (bei Wiki D und Engl.), bei Pilze 123 ungefähr so:
    Oberseite: glänzend, drüsenwarzig, fertil
    Unterseite: matt, samtig, dann stoppelig körnig-warzig, steril


    beim Tintling:
    Farbe pechschwarz u. glänzend, gesamte Oberfläche warzig-rauh


    im Laux (aha, da war das u.a.)
    Oberfläche kahl, anfangs glatt, dkbraun bis schwarz, matt bis glänzend, mit Drüsenwärzchen punktiert
    Unterseite matt, rau, schwarz.


    Ich glaube, da braucht es mehr als einen Fund, um sagen zu können, wie der in welchem Stadium "normalerweise" aussieht...

    Hallo,
    prima, super, danke!!! Bulgaria inquinans passt wunderbar, den hätte ich jetzt gar nicht vermutet. Den kannte ich natürlich auch noch nicht, aber per (flüchtigem) Bildvergleich hätte ich ihn auch nicht erkannt, weil ja meistens jüngere Fruchtkörper (andere Form, andere Farbe der Außenseite) abgebildet werden..... das "Becher" mal soooo aussehen können.....
    Allerdings ist mir das "schmutzige Finger"-Merkmal (vom schwarzen Sporenstaub) auch nicht aufgefallen.


    Das mit den Oberflächen und Unterseiten bei Exidia truncata habe ich wirklich "irgendwo" (das war keine Anspielung auf eine bestimmte Seite) gelesen, ich weiß nicht mehr wo. Möglicherweise ist das da genauso durcheinander gegangen, wie bei mir.


    So gesehen gefällt mir Exidia truncata für den Novemberpilz auch nicht so recht, denn auch da sind die Hutoberseite (der sichtbare Rest davon) und die Unterseite relativ gleich aussehend.
    Ich war überwiegend von der "abgestutzten" klumpigen Form (leicht gestielt ansitzend, zu wenigen, nicht zusammenfließend) darauf gekommen.

    Hallo zusammen,
    danke für die Rückmeldungen.
    Kommt nicht wieder vor, so ein Mammutwerk :shy:, demnächst wieder ordentlich in 2er-Grüppchen, kann es leider jetzt nicht mehr trennen (oder?)


    Die Rindenpilze belasse ich dann so mit cf.


    Zur Peniophora auf Buxus, da hatte ich diese Bilder gefunden:
    http://www.societe-mycologique…hora-hilitzeri-Pilat.html
    http://mushroomobserver.org/na…me/29837?_js=on&_new=true


    Nectria belasse ich bei spec. (da war ja so was)
    Polyporus jahreszeitengemäß als P. brumalis.


    zu Panellus serotinus, stimmt: jetzt wieder bei Index fungorum Sarcomyxa, als ich das oben schrieb aber umgekehrt (kann ich natürlich nicht beweisen), aber ich hatte extra nochmal dort nachgeschaut, unter "current name". Vielleicht ändern die den jetzt jede Woche???
    (Es wird ja nicht angegeben, wann der Eintrag zum letzten Mal aktualisiert wurde).


    Ok.,jetzt zu den schwarzen Dingen:
    Holwaya mucida, da habe ich ja schon wieder mal noch nie etwas von gehört. Die Oberfläche würde ganz gut passen (aber auch die Form, der Ansatz am Substrat und das gallertige Innere ?).
    Bei diesen mutmaßlichen Drüslingen war mir schon aufgefallen, dass sowohl Oberseite als auch Unterseite sehr matt erscheinen und wenig körnig. Allerdings ist das Innere bräunlich-gallertig, so wie ich es bei meinem bisher einzigen vorherigen Fund auch gesehen hatte.
    Ich hatte aber "irgendwo" gelesen, dass die Oberflächen auch matt sein können, nicht nur glänzend.
    Einen Pilz hatte ich abgezupft, um das Innere sehen zu können.
    Zur Ergänzung noch ein paar Nahaufnahmen teils von oben , teils von der Seite ---> Bulgaria inquinans, Schmutzbecher (alt)


    Und zum Vergleich Exemplare von November (da war die Oberseite beschädigt, ev. abgefressen), von einem vergleichbaren Eichenstamm, abgelöst
    Exidia truncata (cf.) eher nicht, sondern: Bulgaria inquinans (alt)

    Hallo,
    sehr schöner Fund!
    Ich habe die in diesem Jahr auch zum ersten Mal gesehen, nur an einer Stelle, ganz im äußersten SW von Deutschland auf Buchentotholz.
    In der Literatur steht auch noch etwa von "selten" und "im Flachland fehlend"
    Das heißt, eigentlich steht überall etwas anderes ... auch "bevorzugt montane Fichtenwälder, Nadelholz seltener Laubholz".
    War bei meinem Fund auch alles ganz anders, also vermutlich "in Ausbreitung".

    Hallo Emil,
    wenn du den Pilz s.o untersucht hast und die o.g. Merkmale (Poren und Fleisch gleichfarbig) vorgefunden hast, dann ist die Sache wohl eindeutig.
    Die dunkle Linie dazwischen sieht man vor Ort nicht immer so deutlich, die habe ich erst beim Trocknen besser gesehen.
    Wenn ich oben schrieb zu B. adusta: dunkelte vereinzelt erst zu Hause nach, dann stimmt das zwar, aber auch schon beim frischen Pilz sah man so einen "graulichen " Schimmer.


    @ Pablo: .... Porträt schreiben ?? .... mal schauen ... demnächst :) etwas Zeit vorausgesetzt.

    Hallo,
    in meinem "Sunny Sunday"-Beitrag in der "Ausflugsabteilung" gab es NEUE Bilder am 8.1 u.a. mit Bestimmungsunklarheiten, die sind wahrscheinlich in der Vielzahl der Berichte etc. übersehen worden.
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-sunny-sunday


    Bitte mal hineinschauen, Bilder und Beschreibungen im Thread, es geht um:
    Pilz 2: rosafarbener Rindenpilz auf abgestorbenem/absterbenden Buchsbaum, eventuell Peniophora? (proxima oder boidinii)?
    Pilz 3: orangefarbender Rindenpilz auf Totholzästchen (Bergahorn), eventuell Peniophora incarnata?


    Pilz 4: grobporige kleine Pilze auf morschem losen Lindenast, eventuell Antrodia (albida) ?
    Pilz 5: weißer (- fleischfarbener) Rindenpilz auf noch berindetem dicken Eschenast, eventuell Cylindrobasidium laeve?


    Pilz 10: orange-rote Fleckengeschichte auf Buchenstamm, eventuell Initialfruchtkörper von Phlebia radiata?
    Pilz 11: kleiner Stielporling, goldfarben, deutlich bewimpert, eher Polyporus arcularius oder doch Polyporus brumalis?


    Bin gespannt auf eure Meinungen (auch wenn nur "cf" herauskommt). :)

    Hallo,
    bei mir war B. adusta immer dünner als B. fumosa.
    B. fumosa war deutlich fleischiger und weicher als Trametes versicolor (in der gleichen Größe). Der Geruch ist nicht "trametig" (streng-pilzig-chemisch), sondern eher "mild"-pilzig.


    @ Mario, danke :)

    Fortsetzung, Neuauflage ....
    Einladung zum Sonntagsspaziergang (inkl. Bestimmungsanfragen, die ich bei Bedarf auch unter Bestimmungshilfe stellen kann) :


    nicht jeder Tag ist sonnig im SW, die Alternative ist Dauerregen....
    Aber letzten Sonntag sah es erst mal wieder sehr gut aus.


    Das habe ich zum Anlass genommen, einen Weg zu gehen, der normalerweise nicht durch Pilzreichtum beeindruckt, denn es handelt sich um Wege an einem steilen Hang in Südlage, jede Feuchtigkeit trocknet dort schnell ab - bis auf Regionen, wo der Hang durch schluchtartige Täler unterbrochen wird.


    Pilz 1, eigentlich nichts Besonderes, der "weiße Anstrich" an Holunder. Ich hatte bisher allerdings noch kein Bild davon gemacht.
    1_Hyphodontia sambuci(cf) / Lyomyces sambuci (Holunderrindenpilz) (Ich ergänze ein "cf.", weil ja auch hier mehrere Arten infrage kommen, siehe hier:
    http://www.pilzforum.eu/board/…enpilz?highlight=lyomyces


    Weiter geht es durch ein Gebiet, in dem der dort als Unterbewuchs wachsende Buchsbaum (Buxus sempervirens) im August 2010 durch den Buchsbaumzünsler
    (Cydalima perspectalis) stark geschädigt wurde.
    Wen es interessiert:
    http://www.baumkunde.de/forum/viewtopic.php?t=7489
    Hier habe ich einiges zu diesem Wald zusammengetragen
    http://www.baumkunde.de/forum/viewtopic.php?p=82695
    Hanglage/ Taleinschnitt mit Buchs (überwiegend abgestorben bzw. stark geschädigt)


    Von den Buchsbäumen sind teilweise nur Blätter abgefressen worden, dann hat der Strauch wieder ausgetrieben, teilweise wurde aber auch die Rinde so stark abgefressen, dass die Sträucher nun tot sind oder nur ganz unten am Stammgrund wieder austreiben.
    Da müsste es doch Pilze am Holz geben, dachte ich mir.


    Aber der einzige Pilz, den ich gesehen habe, ist ein heller rosafarbener Rindenpilz, sehr dünn, nicht ablösbar, ohne erkennbare Oberflächenstruktur, Randbereich eventuell etwas heller (nicht sehr deutlich), wird angefeuchtet etwas dunkler, quillt aber nicht auf.
    Erster Gedanke: rosafarbener Rindenpilz = Corticium roseum.
    Aber da passt die Oberflächenstruktur und der Randbereich nicht.
    Zweites Suchergebnis: Hyphoderma roseocremeum (Rosafleckiger Rindenpilz)
    Sieht auch irgendwie ganz anders aus (Oberfläche und Rand).
    Drittens: Peniophora???
    "Peniophora Buxus", da kommt als Suchergebnis Peniophora proxima (kommt nur auf Buxus vor) und Peniophora boidinii (kommt auf diversen Laubgehölzen vor). Makroskopisch ist da wohl nicht viel zu machen?
    2_cf. Peniophora proxima (oder boidinii)(? ---> eine Möglichkeit von vielen )


    An einem liegenden Stöckchen (mit gegenständiger Verzweigung und leichtem "Giraffenmuster", deshalb vermute ich Bergahorn) leuchtete es orange-farben.
    Der Pilz ist auch sehr dünn, nicht ablösbar, quillt auch nicht sehr deutlich auf, wenn man ihn anfeuchtet, dann wird er nur etwas dunkler. Der Rand ist etwas heller.
    Handelt es sich um Peniophora incarnata ?
    3_cf. Peniophora incarnata (--> die sieht so aus)


    Noch mehr "Kleinkram"
    An einem im Gestrüpp hängenden Ast (morsch, brüchig), den ich als Linde identifiziert habe (Baum mit Bruchstellen und identischer Rindenstruktur an kleine Ästen stand nebenan) fanden sich diese kleinen hier eher resupinat wachsenden Pilze mit sehr großen Poren (1 mm, teils größer).
    Wenn ich die Beiträge letztens richtig verfolgt habe, könnte es sich um einen Vertreter von Antrodia handeln.
    Da auf Laubholz wachsend, eventuell Antrodia albida.
    Die Pilze waren aber nur 1-2 cm groß (fängt ja jeder mal klein an), aber: sie waren auch relativ weich (nicht wässrig, nicht sehr zäh) und gut ablösbar.
    Das würde der Beschreibung bei Aphyllopower widersprechen. "Die FK sind sehr zäh und fest am Substrat angewachsen."
    Wahrscheinlich auch makroskopisch nicht bestimmbar?
    4_ cf. Antrodia albida (?)


    Dann bin ich an einem "luftig" am Abhang liegenden dicken Ast vorbeigekommen (ca. 5 cm Durchmesser), an Knospen noch als Esche zu identifizieren, noch vollständig berindet, viel Nectria spec.
    Handelt es sich hier bei den weißen Flecken (teilweise rundlich klein, teilweise zusammenfließend, teilweise trocken aufbrechend, gut ablösbar, kein Bodenkontakt) endlich einmal um den häufigen, von mir aber noch nicht mit eindeutigen Beispielen dokumentierten ablösenden Rindenpilz, Cylindrobasidion laeve?
    5_ cf. Cylindrobasidium laeve (---> würde passen,--> Cylindrobasidium evolvens und Nectria spec.)



    An einem liegenden dicken Eichenstamm dann eintrocknende abgestutzte Drüslinge, Exidia truncata.
    Die Oberseite aber nicht glänzend (hatte ich schon mal glänzend gesehen, etwa frischer) sondern ganz matt.
    Da spare ich mir mal das cf. (doch nicht....)
    6_Exidia truncata (? ---> Bulgaria inquinans s.u.)


    Völlig unerwartet beim Astdrehen entdeckt (Buchenast, nur 70 cm lang, 5 cm Durchmesser), an beide Seiten (kleine bis noch viel kleinere) Austernseitlinge (endlich mal welche), Pleurotus ostreatus.
    Ich habe den Ast mal etwas weiter vom Wegesrand "versteckt", allerdings haben die Pilze Bodenkontakt und waren teilweise schon abgefressen.
    7_Pleurotus ostreatus


    Wegen diesen Pilzen bin ich eigentlich diesen Weg gegangen.
    Denn im Oktober hatte ich im Vorbeigehen ungenaue Bilder von Trichaptum gemacht, es schienen abgerundete Zähnchen zu sein (keine netzigen Poren).
    Die Pilze wachsen allerdings an Tannenholz (liegend).
    Jetzt war die Sache doch eindeutig: netzig-porig (aber wie kann da der Eindruck so täuschen???)
    8_Trichtaptum abietinum
    Oktober 2013

    Januar 2014 (gleiche Pilze)



    An einem der wenigen Stücke Birkenholz in diesem Wald (von sehr wenigen Birken) wuchsen im Herbst wieder neue Birkenporling (mit heller Oberfläche).
    Jetzt war noch einer zu sehen, Oberfläche ganz braun geworden.
    9_Piptoporus betulinus



    Diese orangerote Beläge, sind das eigentlich Initialfruchtkörper von Phlebia radiata, dem orangeroten Kammpilz?
    Ich sehe immer nur diese Form, bisher niemals schön ausgeprägte Pilze.
    10_ Phlebia radiata (ja)



    Das schönste Pilzchen zum Schluss:
    Nur 1 cm hatte der Hut im Durchmesser.
    Ist es wegen des deutlich bewimperten Hutes der weitlöchrige Stielporling (Polyporus arcularius), oder rechnet man solche Formen doch zum Winterporling? (--> Winterporling)
    Die Poren waren sehr groß, aber sehr unregelmäßig geformt (nicht so in eine Richtung "lang gezogen").
    11_Polyporus brumalis