Beiträge von Ingo W

    Hallo Sepp!


    Wie immer schöne Bilder.
    Dasyscyphus ist out. Alle früheren Dasyscyphen findet man jetzt in anderen Gattungen. Bei deinem Foto vom Weißen Haarbecherchen (Lachnum virgineum) ist ein makroskopisches Indiz für virgineum sehr schön zu sehen: Mindestens, wenn er frisch und jung ist hat er relativ lange, fast im rechten Winkel abstehenden Stiel-Haare.


    Mehr oder weniger weiße Lachnum-Arten gibt ´s übrigens so ca. 40 bei uns, plus die Dasyscyphella-Arten, bei denen jetzt nivea untergebracht ist.


    VG Ingo W

    Hallo Sepp!


    Wirklich ganz hervorragend in Szene gesetzt.
    Besonders beim letzten Bild kann man gut nachvollziehen, dass die "Lamellen" eigentlich keine Lamellen sind, sondern lediglich die aneinanderstoßenden Ränder von Einzelfruchtkörpern.


    VG Ingo W

    Hallo Zierer!


    Na, da sind doch echt ein paar schöne Aufnahmen zustande gekommen. LOB-LOB!
    Ansonsten schließe ich mich Gernot an mit Pluteus cervinus (Rehbrauner Dachpilz).


    An den habe ich gestern wirklich keinen Gedanken verschwendet, habe mir das Teil viel kleiner vorgestellt und hätte mit einem Rübling gerechnet.
    Jaja, die Bilderbestimmung.


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Ist schon klar, dass es nach gültigem Erstbeschreiber geht (komplexere Frage wäre dann ja, ab wann was gültig beschrieben ist). Gibt ja so dumme Beispiele, bei denen z.B. der Geruchlose Lederrindenpilz nun ausgerechnet "odoratum" heißt. Hier ist im Laufe der Zeit und infolge (aus heutiger Sicht) unzureichend genauer Beschreibung so etliches durcheinandergekommen.


    Meine Hoffnung keimt im Fall von "glandulosa" eben etwas auf, weil im Bollmann-Abb.-verzeichnis nur noch die Rede von E. plana (Warziger Drüsling) und E. truncata (Abgestutzter oder Becherförmiger Drüsling) ist, und glandulosa in die Synonymie verwiesen wird.


    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    VG Ingo W

    Willkommen!


    "......hoffe ich auf regen Austausch mit ebenfalls vom Pilz besessenen......."


    Ich denke, da bist du in Pilzforen an der richtigen Adresse.


    VG Ingo W

    Hallo Zierer!


    Laut Bild hast du einen weißlamelligen Pilz mit brauner Hutoberseite, der vielleicht dazu neigt, büschelig zu wachsen.
    Der Informationsgehalt deiner Bilder ist einfach nicht ausreichend genug, um halbwegs in die richtige Richtung diagnostizieren zu können. Es fehlen Aussagen über den Stiel (Ring?), Stielbasis, Lamellenansatz, Substrat (wächst der Pilz nun am Holz oder nicht?), Geruch, Konsistenz usw.
    Größe der Fruchtkörper und Zeit (Brennnesselwachstums-Anfangsstadium) kann man sich vielleicht vorstellen.
    Du müsstest zum Bild alles an Informationen, die du beim Fund gemacht hast, mitposten, damit du eine Chance hast, gute Tipps zu erhalten.


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Von meinem Pilzfreund, der sich sehr mit Pyrenomyceten beschäftigt, weiß ich, dass es unermesslich viel Arten in diesem Bereich gibt. Selbst beschäftige ich mich nicht mit Pyrenomyceten, aber manchmal bleibt was hängen:
    Ich denke, der Ast gehört zu einer Weide, und der Pyreno könnte gut Diatrype bullata (Blasiges Eckenscheibchen) sein. Ganz sicher steht fest, dass es sich nicht um disciformis handelt.


    VG Ingo W

    Hallo Gernot, hallo Horst!


    Exidia truncata (= glandulosa ss. Donk, Kreisel) = Abgestutzter Drüsling mit ihren meist stark abstehenden, nicht ganzflächig aufliegenden, oberseitig schwarzsamtigen Frkn. ist gut anzusprechen, wenn sie eben so wächst.
    Problematisch wird ´s, wenn die Fruchtkörper eintrocknen oder sich im Jungstadium befinden, dann kann man sie leicht mit Exidia plana (= glandulosa ss. Bresadola, Jahn, Neuhoff, Ricken) = Warziger Drüsling verwechseln.


    Wenn ich könnte, würde ich das Epithet glandulosa für Exidia ganz streichen, zu verwirrend einfach, dass der Name je nach Autor für plana und truncata verwendett wurde.


    Das "Bollmann et al...."-Abbildungsverzeichnis zumindest erfüllt meinen Wunsch.


    VG Ingo W

    Hallo Horst, hallo Gernot!


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei allen drei Bildern um die gleiche Art handelt: Exidia truncata (Abgestutzter Drüsling). Auf dem ersten Bild im Jugendstadium (treffendes Vergleichsbild ist auf S. 98 in der B/W-Flora). Auf den anderen Bildern sind sie älter, es ist jeweils die Unterseite zu sehen mit dem graulich/weißlichen Sporen-Belag (oft bei eingetrockneten und wieder aufgequollenen Frkn. zu beobachten). Es sind größere, mehr oder weniger flache und ungewundene Bereiche zu sehen, bei plana gibt ´s die nicht, da ist alles hirnartig gewunden.


    Falls du wieder an den Fundort kommst, betrachte dir mal die Oberseite: die ist schön samtig, das ist auch noch ein schönes Merkmal, die bei keiner anderen Exidia (Drüsling) oder Tremella (Zitterling) vorkommt (ist auf deinen Bildern aber leider nicht zu sehen).


    VG Ingo W

    Hallo Sabine!


    Auch bei mir, speziell in meinem Garten an Pflaumenstumpf, fruktiziert er jährlich.
    Beim Probieren vielleicht klein anfangen, manchen Menschen liegt er schwer im Magen.


    VG Ingo W

    Hallo Sabine!


    Resupinat bedeutet, am Substrat anliegend ohne Hütchenbildung. Ist gewissermaßen das Gegenteil von pileat = hütchenbildend. Die Zwischenform ist semipileat, also hütchenbildend mit herablaufendem Hymenium.


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Mein Vorschlag wäre Cerocorticium molare (Gezähnelter Reibeisenpilz). Für Gernots (danke für die Begrüßung) Tipp Steccerinum ochraceum (Ockerrötlicher Resupinatstacheling) gefällt mir einiges nicht: Die Stacheln müssten für ochraceum sehr fein und gleichmäßig geformt sein, also nebeneinander plazierte Stacheln haben da die gleiche Größe und den gleichen Abstand zueinander, auch die Braunverfärbung mancher Stachelenden passt eher zu Cerocorticium molare.
    Sein Lieblingssubstrat ist Eiche, standen dort vielleicht welche? Hing der Ast oder lag er?


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    "....Überhaupt stellt sich die Frage, on man nicht solche Foren irgendwie zusammenfassen könnte, schließlich kann es nicht Sinn und Zweck sein, eine Frage in 1000 verschiedene Foren zu stellen nur um möglichst viele Experten zu erreichen. Eine Alternative wäre, daß man nach einer Möglichkeitvsucht, wie die Foren miteinander kommunizieren....."


    Den Wunsch verstehe ich.


    "...Übrigens habe ich manchmal ein wenig ein schlechtes Gewissen, da ich mich nur begrenzt einbringen kann und dafür viel herausziehe..."


    Da brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen.
    Ich denke, Leute, die hier Gleichgesinnte suchen, haben die Pilze als Hobby, und Hobby ist etwas, was Spaß macht.
    Und dann weiß ich auch, dass Pilze mit Foto einstellen wahrscheinlich mehr Arbeit macht, als eine "Pilztipp-Antwort" zu schreiben.


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Bin ja relativ neu hier (mache mich wahrscheinlich auch ein bisschen zu breit), aber diese Regel wäre eine komische Regel, die ich aus dem mir vertrauterem Nachbar-Pilzforum nicht kenne. Ich finde: Viele Bestätigungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit der Diagnose.


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Ich merke an deinen ersten Antworten, dass ich wohl nicht den richtigen Ton gefunden habe, tut mir leid, war wirklich nicht so gemeint, wie es vielleicht rüberkam.


    Da ich zwar Pilzliebhaber, aber kein Profi bin, sind natürlich meine Ideen zu den Pilzen nur Vorschläge und keine Bestimmungen.


    Bei Bilderbestimmung läuft man natürlich mehr Gefahr sich zu irren, als wenn man den Pilz vor sich drehen und wenden kann, dran schnubbern kann oder die Konsistens bewerten kann. Sehr gewissenhafte Pilzler lassen sich deswegen auf Bilderbestimmung gar nicht erst groß ein und schauen lieber zur Bestätigung einmal mehr ins Mikroskop.
    Auch der Alterszustand kann sehr erschwerend sein (die zwei Stereum-Arten sind häufig und bekannt, trotzdem hat sich kein anderer gemeldet!), in den Büchern werden halt frische, typische und fotogene Pilze abgelichtet. Der Idealfall wären Nachschlagewerke mit Bildern aller Entwicklungsstadien und Formen der gleichen Art, diese Bücher wären aber tonnenschwer, schätze ich.


    Pilzbestimmung nach Schlüsseln ist schwierig, damit tust nicht nur du dir schwer. Am Ende hast du einen Pilz, einen Namen und die Ungewissheit, ob der Name wirklich zum Pilz gehört. Ohne Hilfe geht Pilzbestimmung kaum, finde ich.


    Ich wünsche dir weiterhin Pilzneugier


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Auch hier würde ich aufgrund der Hutoberseite überständiger Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) tippen, obwohl man, das Hymenium für sich betrachtet, auch auf Stereum rugosum (Runzeliger Schichtpilz) kommen könnte.


    VG Ingo W


    P.S.: Horst, vielleicht kannst du dir auch das Substrat des jeweiligen Pilzes notieren und mit einstellen, oft ist das wichtiger als die genaue Ortsangabe.

    Hallo Horst!


    Nach den Bildern würde ich sagen, es handelt sich um alte Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz), deren Hymenium überständig sehr wohl braun sein kann. Etwas irritiert bin ich natürlich, weil du von einem Porling sprichst. Sollte er Poren haben, trifft mein Vorschlag nicht zu.


    VG Ingo W

    Hallo Sabine!


    Beim Feuerschwamm handelt es sich ziemlich sicher um Phellinus igniarius (Gemeiner Feuerschwamm), der Wirt ist Silberweide oder nahestehender Bastard (erkennt man an der groben Rinde).


    Bei UMO1 schließe ich mich Sepp an: Laetiporus sulfureus (Schwefelporling); das kalkweiße und besonders leichte ist sehr typisch für alte Schwefelporlinge.


    Bei UMO2 glaube ich Stereum subtomentosum (Samtiger Schichtpilz) oder den im Süden jetzt häufiger werdenden Stereum insignitum (Prächtiger Schichtpilz) zu erkennen.


    Der Striegelige Schichtpilz mit Fragezeichen ist kein Schichtpilz, weil an der Unterseite Poren zu erkennen sind. Sieht aber sehr interessant aus.


    VG Ingo W