Beiträge von Ingo W

    Zitat


    Das orange-rote Farbspektrum grenzt die Art von G. carnosum ab: Der Dunkle Lackporling wäre grob weinrot bis aubergine ohne jegliche orangen Töne gefärbt.


    Hallo Andreas!


    Ich habe carnosum noch nicht gefunden, deshalb muss ich mal nachhaken:
    Bist du dir sicher, dass der jung auch schon weinrot/ aubergine aussieht?


    VG Ingo W

    Hallo Hugo!


    Ja, dein Freund meint das gleiche.
    Ich denke auch, dass es der Lerchensporn-Rasling (Lyophyllum connatum) ist, sicherer wäre ich, könnte ich mal dran riechen.
    Vielleicht kannst du das übernehmen. Falls du den Lerchensporn-Duft nicht kennst, wird es dir schwer fallen, den Geruch zu beschreiben. Ich würde ihn mit aufdringlich parfümiert umschreiben, man weiß irgendwie nicht, soll man den Geruch als angenehm oder unangenehm empfinden.
    In der BaWü-Flora sind auch wenige Funde schon im Juli verzeichnet, die Haupterscheinungszeit liegt aber im Oktober.


    VG Ingo W

    Hallo Hugo!


    Jetzt, wo man die graugelbe, braunfleckende Unterseite und die gelben Farben am Rand sieht (bei den ersten Bildern kamen die etwas anders rüber), erkennt man, dass es sich bei deinem Pilz um Phaeolus spadiceus/schweinitzii = Kiefern-Braunporling handelt.


    Viele Grüße
    Ingo W

    Hallo!


    Psathyrellas (Mürblinge, Faserlinge) sind makroskopisch meist nicht so eindeutig zu bestimmen, aber u.a. wegen des büscheligen Wachstums an Holz und fehlendem Ring mindestens bei jungen Fruchtkörpern wäre Psathyrella candolleana (Behangener Faserling) auch meine erste Wahl. Der wäre zwar essbar, aber die Bestimmung nur nach Bild ist zu unsicher!


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Schließe mich Andreas an: der Rotfuß dürfte Xerocomus porosporus sein (Falscher Rotfußröhrling).
    Der zweite ist wahrscheinlich ein Dachpilz, aber nicht der Rehbraune, denn dazu ist er zu radialfaserig. Vielleicht was in der Richtung brunneoradiatus (Braunfaseriger Dachpilz).


    VG Ingo W

    Hallo Phasmatix!


    Zitat

    allerdings ist da ja zb. der speitäubling (russula emetica) der ja heftige vergiftungs erscheinungen (magen-darm) hervor rufen kann! ich weiß nicht ob es noch mehr giiftige täublinge gibt aber das wäre ja schon mal einer!


    Also, damit ich nicht missverstanden werde: Täubling und Milchling als solchen sicher erkennen, Geschmacksprobe, und wenn mild, dann essen. Scharfe und bittere Milchlinge und Täublinge (z.B. R. emetica) verursachen unbehandelt mindestens Verdauungsprobleme.


    Wie groß das Verhältnis von scharfen zu milden Täublingen/ Milchlingen ist, kann ich nicht genau beantworten, milde Täublinge gibt ´s aber viele, Milchlinge sind wohl mehrzählig scharf, das stimmt.


    Den Habitus beider Gattungen sollte man sich aber dennoch einprägen, alleine, dass ein Pilz milcht, macht ihn noch nicht zum Milchling. Ist zwar recht selten, gibt aber in anderen Gattungen auch milchende Arten, die sehen allerdings schon sehr verschieden aus. Wollte es nur gesagt haben.


    VG Ingo W

    Hallo Phasmatix!


    Da bisher noch keiner geantwortet hat, dazu meine Meinung:


    Pilze zu sammeln, die man nicht kennt, scheint auf den ersten Blick nicht ganz ungefährlich. Aber...bei Täublingen geht das ja schließlich auch (immer vorrausgesetzt, dass man Milchlinge und Täublinge als solche erkennt).


    Mag man mich verbessern, aber ich hätte keine Bedenken, milde Milchlinge zu essen. Selbst finde ich aber immer genug andere, deshalb habe ich das nur wenige Male praktiziert. Ich habe auch schon mal die osteuropäischen Gepflogenheiten getestet, und habe scharfe Milchlinge (die bei mir im Spätherbst oft in Massen auftretende Lactarius rufus = Rotbrauner Milchling) durch Wässern essbar gemacht, waren gar nicht so schlecht.


    Ich denke, da es bei Milchlingen in unseren Breiten keine gefährlichen Giftpilze gibt, kann man die Verträglichkeit gut an sich selber testen und sich selbst seine Meinung bilden. Ich hatte auf jeden Fall keine Probleme, finde sie eigentlich schmackhafter als manche Röhrlinge.
    So, nun hoffe ich, dass meine Meinung auf Widerspruch stößt!


    VG Ingo W

    Hallo!


    Vielleicht unlogisch, aber bevor die Angabe zum Sporenpulver kommt, schlage ich mich trotz der rosa erscheinenden Lamellen und der eventuell dunkler gefärbten Lamellenschneiden noch fix mit meiner Vermutung Megacollybia platyphylla (Breitblattrübling) auf die Seite von mykado.


    Mag vielleicht teilweise intuitiv sein, aber die Lamellen sind mir für Pluteus zu breit und ein Spürchen zu weit, der Stiel apikal zu braun und innen zu voll, und bei der angedeuteten Radialzeichnung auf dem Hut sehe ich gedanklich die Huthaut in zwei Tagen schon einreisen.


    VG Ingo W

    Hallo Pfadfinder!


    Sieht überhaupt nicht wie ein Steinpilz aus, da kein Stiel-Netz vorhanden. Verfärbt er irgendwo im Schnitt? Wie groß ist das Teil?


    VG Ingo W

    Hallo manoca!


    Willkommen im Forum.
    Ich habe manchmal eine lange Leitung, deshalb muss ich mal 3 Dinge nachfragen.
    Nr.1:

    Zitat


    - Farbe des Stiels:
    Braun mit weiszen Rand


    Wie ist das gemeint?
    Nr. 2:

    Zitat


    - Länge des Stiels
    ca. 4 cm - 6 cm
    - Höhe des gesamten Fruchtkörpers
    ca. 1 cm


    Komme ich auch nicht so recht klar damit: Stiel 4-6 cm, Gesamtfruchtkörperhöhe 1 cm?
    Nr. 3:

    Zitat


    - Verfärbung des Fruchtkörpers auf Druck
    rot - braun


    Bedeutet das rotbraun oder erst rot, dann braun oder rot bis braun?


    VG Ingo W

    Hallo Paul!


    Ich favorisiere deine jeweils ersten Gedanken zu den Pilzen.
    Obwohl Pilz 1 eigentlich eine schöne "Leucoagaricus-Hutform" hat, denke ich doch, dass die schon am frischen Fruchtkörper rosafarbenen Lamellen in Kombination mit dem Gilben des Stieles und der recht robusten Manschette mehr in Richtung Champignons weisen. Der rissig aufgeplatzte Hut ist womöglich kein stabiles Merkmal und wetterbedingt. Vielleicht hat er ja einen spezifischen Geruch?


    Pilz 2 würde ich wegen der Hutform, der Radialrissigkeit der Hutoberseite und des Velums am Hutrand tatsächlich bei den Risspilzen suchen. Auch bei den Risspilzen kann der Geruch recht interessant sein.


    VG Ingo W

    Hallo Klaus!


    Volvariella gloiocephala (Großer Scheidling) ist mehr als einmal essbar, er hat aber das Prädikat essbar wirklich nicht verdient, schmeckt überhaupt nicht.


    VG Ingo W

    Hallo Klaus!


    Vermutlich ist das Lactarius pubescens (Flaumiger Milchling), ist natürlich nur ein Tipp nach Bild.
    Hätte ich recht, dann hätte er scharfe Milch und gilt bei uns deshalb als nicht essbar.


    VG Ingo W

    Hallo mäxxi!


    Mich erinnert der zweite an Megacollybia platyphylla (Breitblättriger Rübling), allerdings kommt bei mir auch etwas Farbe an und du schreibst ja "weiß".


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich überlege auch schon die ganze Zeit, ob nicht vielleicht auch submembranacea in Frage käme. Passt aber auch nicht so 100%-ig.


    VG Ingo W

    Hallo Phasmatix!


    Ich denke nicht, dass du auf das kulinarische Vergnügen "Stockschwämmchen" verzichten musst. Nur eben wachsam bleiben: Oberflächlich betrachtet kann der Gifthäubling oder seine Verwandten schon sehr ähnlich sein.


    Am besten ist es immernoch, sich bei einem sicher identifizierten Fund sämtliche Eigenschaften einzuprägen. Geht natürlich am besten im direkten Vergleich mit seinen "Doppelgängern" (Besuch einer Pilzausstellung ist da nicht verkehrt).


    Dann werden dir auch einige Eigenschaften auffallen, die sich kaum in Worte fassen lassen: neben der Stielbeschuppung und dem spezifischen Geruch (der allerdings nicht von allen Menschen gerochen werden kann) geben einem u.a. auch die irgendwie fettige Hutoberfläche, die schön geschwungenen Lamellen mit einer Nuance rosa im Braun (siehe dein Bild) und die etwas gummiartige, wenig brüchige Struktur des ganzen Pilzes Sicherheit.


    Ansonsten gilt meiner Ansicht nach: man muss auch den Mut haben, bei Bestimmungsunsicherheit einen Pilz nicht zu essen.


    VG Ingo W

    Hallo Horst!


    Interessantes Pilzchen, doch auch durch langes Anschauen bekomme ich keine zündende Idee. Vielleicht irgendeine hübsche Kleingattung?


    Wenn man ja wenigstens wüsste, ob es überhaupt ein Hellsporer ist.
    Hast auch nichts geschrieben vom Substrat oder Begleitbaum.


    VG Ingo W