Beiträge von Ingo W

    Hallo Melanie!


    Kein komischer Geruch nach Terpentin oder irgendeiner Farbe und scheinbar keine Tanne in der Nähe, das würde für mich gegen H. pudorinus (Orange-Schneckling) sprechen.
    Ich würde da eher mit dem Hain-Schneckling (H. nemoreus) rechnen.


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    Boah, mehr fällt mir nicht ein.


    Gut gemacht!

    Hallo Jürgen!


    Meine Antwort ist im Prinzip nur eine Zusammenfassung des schon gesagten. Ich schätze deine Pilze wie folgt ein, die einen sicherer, die anderen nur als favoritisiert.
    1. Pilz-Zeile: Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare);
    2. Pilz-Zeile: Körnchenröhrling (Suillus granulatus);
    3. ":Schleimpilz;
    4. ":Parasol (Macrolepiota procera);
    5. ":Breitblattrübling (Megacollybia platyphylla);
    6. ":wohl das gleiche;
    7+11. ":Gemeiner Rettichhelmling (Mycena pura);
    8. ":Birkenporling (Piptoporus betulinus);
    9. ":Knopfstieliger Rübling (Gymnopus confluens);
    10.":Großer Bluthelmling (Mycena haematopus);
    12.":Gallenröhrling (Tylopilus felleus) halte ich für wahrscheinlich;
    13.":Marone (Xerocomus badius);
    14.":Leber-Reischling (Fistulina hepatica);
    15.":Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiacus);
    16.":Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes);
    Zusatz-Pilzbild: hier glaube ich mehr an einen Gürtelfuß (Telamonia), Risspilz (Inocybe) ist aber natürlich nicht ausgeschlossen.


    Einige Arten sind nur geraten.
    Solltest du deine Funde mal sicherer bestimmt haben wollen, musst du sie halt genauer anschauen und zusätzliche Infos bereitstellen. Bei einigen vorgeschlagenen Arten wie Bluthelmling, Knopfstieligen oder Gallenröhrling wäre das sogar relativ einfach gewesen.


    VG Ingo W

    Hallo Rentabader!


    In schwierigen Gattungen hast du noch weniger eine Chance auf ein Ergebnis, wenn du dich nicht anstrengst, deinen Pilz zu dokumentieren und zu erkennen. Von nichts kommt nichts!
    Angabe "Mischwald" ist so gut wie nichts wert (was für Bäume standen denn da nun?), nicht vorhanden ist auch eine Geruchsangabe, eine Angabe zur Lamellenfarbe, Verfärbung usw., Entwicklung von jung bis alt.


    Selbst, wenn du deinen Pilz von vorne bis hinten beschreibst, musst du damit rechnen, dass Cortinarien (Schleierlinge) makroskopisch anhand eines Bildes von einem einzigen Fruchtkörper so gut wie nicht bestimmbar sind.
    Klingt hart, ist aber so!


    VG Ingo W

    Hallo Yezari!


    Ok, kommt darauf an, was du als Pilz akzeptierst.
    An Stöckchen wachsen ja viel eher Rindenpilze und kleine Becherlinge. Gerade die letzten sind aufgrund ihrer Winzigkeit auf eine gleichmäßige Wasserversorgung angewiesen, da Trockenheit (da reicht manchmal eine Stunde) ihr Ende bedeutet.


    Nun gibt es zwar auch trockenresistente Arten, aber vielfach entwickeln sich kleine Becherchen in freier Wildbahn entweder an der Unterseite von liegenden Stöckchen oder in Regenperioden bzw. in luftfeuchter Umgebung. Auf der Unterseite von Stöckchen eben aus dem Grund, weil hier die Austrocknungsgefahr geringer ist und ihr durch den direkten Kontakt mit dem Boden entgegengewirkt wird.
    Deshalb überstehen sie dort auch längere Zeit ohne gleichmäßiges regnen.


    VG Ingo W

    Hallo Yezari!


    Zitat


    Die ersten 1 1/2 Wochen passierte garnichts ....


    Das wundert mich, denn normalerweise hat man schon in den ersten 3 Tagen pilzige Besucher auf den Stöckchen.
    Allerdings ist auch deine Stöckchenhaltung mit 1x am Tag Wasser drüberkippen nicht perfekt.
    Viel besser ist es in durchsichtigen geschlossenen Dosen ein beständiges luftfeuchtes Kleinklima herzustellen, dass sich wegen der Nichtmöglichkeit des Verdunstens (luftdicht verschlossen) selbst reguliert. Ab und zu Lüften ist allerdings günstig.
    Einmal Nässe, dann wieder Trockenheit ist zu unkonstant, das mögen viele Pilze nicht. Die registrieren nämlich ganz genau, wenn es sich lohnt Fruchtkörper zu bilden. Schließlich muss das erwartete Klima günstigerweise so lange feucht bleiben, dass die gebildeten Fruchtkörper zur Sporenreife kommen können und damit für den Fortbestand der Art sorgen können. Alles andere ist verschwendete Energie für den Pilz.


    VG Ingo W


    P.S.: mein Tipp ist Xylaria, vielleicht X. longipes (Langstielige Holzkeule).

    Hallo!


    Ist das naheliegende, was Harry vorschlägt.
    Allerdings habe ich Zweifel, dass es sich beim Holz um Buche handelt, die Hutunterseite Poren hat und das natürlich erst recht:

    Zitat


    Hutdurchmesser max. 5 cm


    Im Hinterkopf sollte man auch Holwaya mucida (Schwarzer Konidienbecher) behalten.


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!


    Der 2. könnte vielleicht Agrocybe dura (Weißer Ackerling) sein.
    Irgendwie meine ich immer, dass Geruch, Geselligkeit und Fundort doch mindestens als Beigabe zum Bild drin sein müssten, verliere dann schnell die Lust zu antworten, wenn es nicht so ist.


    Zur Erklärung noch: Agrocybe dura (Weißer Ackerling) wächst meiner Meinung nach nur dann auf der Wiese, wenn die vielleicht erst frisch angelegt wurde, vor 2 Jahren noch Feld war oder sowas in dieser Art.
    Ist es eher eine Wiese gewesen in Form von Weide oder eine langjährige Wirtschaftswiese, dann kann ich mir die vorgeschlagene Art eher nicht vorstellen


    VG Ingo W

    Hallo bitter_lemon!


    Man kann solche Unterschiede auch manchmal am Standort schon für sich erklären. Z.B. könnte ich mir bei Pilz 3 eben wegen der langen Stiele und der noch relativ hellen Hüte vorstellen, dass der irgendwie von weit unten aus dem Substrat "hervorgekrochen" ist. Das könnte z.B. sehr morsches Holz gewesen sein oder auch irgendwie abgedecktes Substrat, vielleicht durch eine dicke Laubschicht, oder aus einer Baumhöhle oder einem Loch heraus. Irgend so eine Ursache gibt es dafür.


    VG Ingo W

    Hallo Rentabader!


    Prima, dass du drangeblieben bist. Die Sporenpulverfarbe wäre ein weiterer Pluspunkt für die Gattung Clitopilus (Räsling).
    Der Fundort (moosiger Fichtenwald) und die Größe nebst fleischigen Fruchtkörpern mit mehlartigem Geruch im frischen Schnitt und beim Darüberstreichen leicht verklebenden weichen Lamellen spricht für Clitopilus prunulus (Großer Mehlräsling), wäre er im Laubwald gewachsen, sollte man noch mit Cl. cystidiatus (Zystiden-Räsling) vergleichen. Das dürfte dann abr nur mikroskopisch gehen, denn an das Unterscheidungsmerkmal des verschiedenen Geruchs (soll eher spermatisch riechen) glaube ich persönlich nicht.
    Der Große Mehlräsling (Cl. prunulus) hat nämlich auch von frisch zu abtrocknend einen Geruchsverlauf, der geht von frisch oder Bruch/Schnitt von relativ gut erhaltenen Fruchtkörpern mit mehlartig los, mit zunehmender Abtrocknung wird der Camembertschimmel ziemlich dominant und wenn man stark angetrocknete hat, kann man auch spermatisch reininterpretieren. Im letzten Zustand lockt man auch das "mehlartig" nur noch schwerlich raus.


    VG Ingo W


    P.S.: Mir ist noch ein Merkmal eingefallen, dass wohl irgendwo steht. Der Mehlräsling hat nicht nur die Geruchskomponente von Camembertschimmel, sondern die Oberfläche des Hutes hat beinahe auch ein wenig die Konsistenz, man kann zumindest bei frischgewachsenen darauf seinen Fingerabdruck verewigen.

    Hallo P11!


    C. lutescens ist ja auch eine eigene Art, nämlich der Starkriechende Leistling. Ich bezweifele aber die Synonymie mit C. xanthopus.
    Ich bin hier der gleichen Auffassung wie Index Fungorum
    http://www.indexfungorum.org/Names/Names.asp


    Bei mycobank läuft da was schief, denn hier wird xanthopus (wie auch in deinem Büchlein) als Synonym zu lutescens gesehen......
    http://www.mycobank.org/Biolom…k&Page=200&ViewMode=Basic
    .......rufe ich aber umgekehrt C. lutescens auf, erscheint xanthopus überhaupt nicht, höchstens als Merulius:
    http://www.mycobank.org/BioloM…0067&Rec=72692&Fields=All


    Soll mich aber nicht weiter stören, bei mir ist der Trompetenpfifferling = C. tubaeformis, der Starkriechende nennt sich C. lutescens. Man könnte jetzt noch über Cantharellus und Craterellus diskutieren, ist aber nicht meine Baustelle und mir auch ziemlich egal.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Na, dann sollte alles klar sein.
    Was ich ganz witzig oder eher verwirrlich finde ist, dass auf der verlinkten Seite bei Verwechslungsmöglichkeit der Starkriechende Leistling (Cantharellus lutescens/aurora) als Cantharellus xanthopus übersetzt wird (was meiner Meinung nach eigentlich nur ein Synonym zu C. tubaeformis ist, nämlich der jugendlichere Fruchtkörper mit noch dominanteren gelben Farben).
    Wohlgemerkt C. xanthopus, nicht der Starkriechende!


    VG Ingo W

    Hallo Rentabader!


    Tja, der Standort gefällt mir zwar nicht wirklich, aber nachdem ich jetzt Petra so schön verunsichert habe, schließe ich mich ihr trotzdem an (weil mir auch nichts besseres einfällt).
    Ich dachte kurz mal an den Schwärzenden Pfifferling (Cr. melanoxeros) wegen des Schwärzens des Hutes, aber die Art hat weder einen hohlen Stiel noch so schön ausgeprägte Leisten.


    VG Ingo W

    Hallo geko!


    Was für ein schönes Rätsel so ohne Bilder. Vielleicht Agaricus augustus (Riesen-Champignon)?
    Was gerochen am Pilz? Natürlich streiche ich diese Aussage wieder, falls dann deine Bilder was anderes zeigen.


    VG Ingo W

    Hallo Rentabader!


    In der Konstellation "alleinwachsend, auf liegendem Laubholzast, Fruchtkörper 7-8 cm breit und wahrscheinlich ohne (fast)weißes Sporenpulver" fällt mir nichts ein.
    Sicherlich nicht uninteressant! Sporenform kannst du wohl nicht anschauen?


    Phyllotus/Pleurocybella (Ohrförmiger Seitling) wäre wohl sowas ähnliches, ich denke, der wächst aber an Nadelholz.


    VG Ingo W

    Hallo Rentabader!


    Die 8 Exemplare sind also auf einem Baumstumpf gewachsen, habe ich das richtig verstanden?
    Und die sind nebeneinander (eher gesellig) gewachsen oder schon (beinahe) büschelig?
    War ´s Kalkboden?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Was für Ast, Laub- oder Nadelholz? Ansitzend oder liegend? Morsch oder noch fest? Dick oder dünn? Alleinwachsend oder gesellig? Wie groß der Fruchtkörper? Farbe Sporenpulver erkennbar? Geruch feststellbar?
    Bitte nicht immer alles aus der Nase ziehen lassen!!


    Normalerweise würde ich mit der Gattung Crepidotus (Stummelfüßchen) rechnen, kann aber auch ein Rötling (Entoloma) oder noch was anderes sein.


    VG Ingo W

    Hallo Rentabader!


    Ich werde mich natürlich nach Bild nicht auf eine 100%-ige Zustimmung einlassen, aber das sieht schon sehr so aus wie Cl. prunulus (Mehlräsling). Den Geruch definiere ich für mich im frischen Bruch/Schnitt als Gurke/mehlartig + frischen Camembertschimmel und ist im Normalfall recht intensiv.


    Zur Wahrheitsfindung kannst du ihn aussporen lassen, die Sporen sollten nicht weiß sein (Lamellen erscheinen deshalb bei reifen Fruchtkörpern oft rosalich).
    Auch die beim Mehlräsling ziemlich weichen und deshalb beim etwas festeren Darüberstreichen verschmierbaren Lamellen wären ein guter weiterer Anhaltspunkt.


    VG Ingo W

    Hallo Beorn!

    Zitat


    Hat irgend jemand vielleicht noch eine Idee zur "Holzkeule"?


    Ziemlich wahrscheinlich Xylaria polymorpha (Vielgestaltige Holzkeule), so knollig verwachsen kommt eigentlich die Langstielige Holzkeule (X. longipes) nicht vor, auch mag diese lieber liegende Äste als alte Stümpfe.
    Das Substrat ist schon Laubholz, links daneben (auf vorletztem Bild!) scheint übrigens auch noch Xylaria hypoxylon (Geweihförmige Holzkeule) zu wachsen.


    VG Ingo W

    Hallo bitter-lemon!


    Ich hänge mich an die Meinung von Harry bei allen 3.
    Wobei ich bei Pilz 3 den Grünblättrigen (H. fasciculare) farblich auf dem letzten Bild (Stielspitze!) beinahe noch besser erkenne als beim 1. Pilz.
    Den 1. Pilz glaube ich dir aber ebenfalls als Grünblättrigen (das Abbilden der "Grünschimmerfarben" sehe ich persönlich als Problem). Umsonst wirst du nicht auf das Ergebnis gekommen sein, auch, wenn du dich mit dem Beschreiben der zielführenden Argumente m. M. nach etwas sehr zurückhältst.


    Der Gift-Häubling (Galerina marginata) sollte übrigens einen besser ausgebildeten Stiel-Ring haben, bei Reife braun vom Sporenpulver, auch die Lamellen (bei deinen grau, olivgrau).
    Noch ein kleiner Vorschlag für weitere Anfragen. Schreib doch bitte auch kurz den wissenschaftlichen Namen dazu (von mir aus abgekürzt), damit man auch sicher weiß, welche Art du genau meinst, und Missverständnisse dadurch vermieden werden (z.B. könnte mit Gelber Knollenblätterpilz eventuell auch der Narzissengelbe (A. gemmata) gemeint worden sein.


    VG Ingo W[hr]
    Hallo Alex!


    Zitat


    Ist das normal, dass der Ring, wie hier auf den Bildern, ziemlich deutlich gerieft ist?


    Bei einer ähnlichen Diskussion genau zu diesem Thema in einem anderen Forum (glaube ich zumindest) kam als Ergebnis heraus, dass die oberseitige Riefung der Stiel-Manschette bei A. citrina (Gelber Knollenblätterpilz) wohl eher verschieden ausgeprägt ist von angedeutet riefig (vielleicht auch ganz fehlend?) bis deutlich gerieft.
    Witzig dabei ist, dass auf diesen Aspekt kaum ein Pilzbuch eingeht, auch selbst habe ich darauf nie richtig geachtet.
    Wäre doch eine schöne Forum-Aufgabe, speziell diese Struktur bei der Einstellung der Art immer schön mitabzulichten.


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!


    Nicht, dass ich was gegen Ritterling (Tricholoma) hätte, stimmt schon, der Seidige (Tr. columbetta) "saut" sich auch gern so ein, aber für mich käme durchaus z.B. auch Rhodocybe (Tellerling) in Betracht.
    Warum wird denn bei der Beschreibung so überhaupt nicht auf die Lamellen eingegangen, das ist doch eigentlich immer hilfreich zur Gattungsfindung und wenn es nur die anhaftenden Sporen mit ihrer Farbe gewesen wären (falls schon vorhanden)?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Sorry, dass ich erst jetzt antworte.
    Ich denke, Fredy hat meine Skepsis zur Gattung Russula schon gut genug erklärt: es ist einfach so, dass Milchlinge und Täublinge hauptsächlich aus kugeligen Zellen aufgebaut sind, deswegen brechen die im Gegensatz zu anderen Pilzgattungen ganz leicht, z.B. lässt sich der Stiel problemlos quer durchbrechen, da fasert nichts.
    Nachdem sich aber auf Bild 3 unter dem sich wegkrümmenten äußeren Stielrindenstück wieder längsriefige Strukturen zeigen, fallen beide Gattungen weg. Das wird man so nie bei Sprödblättlern finden!
    Auch sich krümmende Stiele (hier zur Basis zu) dürften in beiden Gattungen eher selten sein, zumindest aus meinem Gedächtnis raus.
    Mit den Zwischenlamellen dürften sowieso nur Schwärz- oder Weißtäublinge übrigbleiben (fast alle Täublinge haben durchgehende Lamellen ohne Zwischenlamellen), natürlich wäre das durchaus möglich, aber dann kommen auch noch die scheinbar aufsteigend angewachsenen Lamellen dazu (müsste man mal besser drauf achten oder im Bild festhalten).
    Das alles zusammen mit den fast wie beim Maipilz in diesem Alter noch angedeutet eingerollten Hutrand würden mich nicht davor scheuen lassen, einen großen Betrag gegen Russula zu wetten.


    Was es jetzt genau sein könnte, da bin ich nach den gezeigten Bildern erst mal ratlos, deswegen ja mein Vorschlag, von vorne anzufangen, eben vielleicht mit der Sporenpulverfarbe.
    Dass die Bräunung des Stiels von schon einsetzender Zersetzung herrührt, auch diesen Eindruck habe ich nicht. Der Fruchtkörper macht auf mich einen relativ gesunden Eindruck.


    VG Ingo W