Beiträge von Ingo W

    Hallo Uli!


    Ich weiß nicht, ob ich mich mit der Substratdicke als Tendenz zur Art anfreunden kann. Allerdings habe ich den Tr. aurantia auch noch nicht wissentlich gefunden.


    Ich glaube bei beiden Bildern an Tr. mesenterica (Gelber Zitterling).
    D. chrysospermus (Riesen-Gallertträne) an Laubholz würde ich erst mal bezweifeln.


    VG Ingo W

    Hallo Beorn!

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    Nicht lachen. Smile


    Fällt mir jetzt schwer.

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    Ich meinte natürlich Lacnea.


    Aber wenn wir es vom Lachen haben, warum dann nicht auch lacnea statt lactea.
    Oder du denkst einfach an Lactarius, die Milchlinge?


    VG Ingo W

    Hallo Beorn!


    Na gut, ein bisschen Glück ist natürlich dabei.
    Aber vielleicht zeigt das auch mal, wie wichtig die Beschreibung der Fundumstände vom Finder ist, damit man sich als eventuell Antwortender reindenken kann.


    VG Ingo W

    Hallo Christian!


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    Ich sehe gar nix. ....Liegt das an meinem Spielzeug-Mikroskop (optische Vergrößerung 400x; digital nochmal mal 4, so dass angeblich 1600x), dass man nichts erkennt?


    Natürlich gehört zum Mikroskopieren auch schon etwas Erfahrung, aber deine Aussage "Spielzeug-Mikroskop" und das Vorgaukeln einer ernsthaften Vergrößerung von 1600x lässt mich an 50 Euro-Mikroskope denken, die nur Frust statt Lust verursachen.


    Ist das ein Wasser-Präparat, ja?

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    ....und was hier die Sporen sein sollen, sehe ich auch nicht.


    Ähm, die Sporen sind das Braune, zumindest wissen wir jetzt, dass es kein Hellsporer ist.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Dass der ältere Fruchtkörper orange aussieht, geht seinen Gang. Manchmal sind die auch schon fast staubig, weil sie zusätzliche Konidiensporen auf ihrer Oberfläche bilden.


    Bei Funden von gelben Zitterlingen auf Ginster habe ich feststellen müssen, dass ich in einem Bestand, in dem wirklich viel toter Ginster mit den Zitterlingen herumlag, nie den dazugehörigen "Futterpilz" entlarven konnte.
    Wenige Male beobachtete ich lediglich einen sehr hellen flächigen Rindenpilz, der aber kaum der Gattung Peniophora (Zystidenrindenpilz) zuzurechnen ist, Stereum (Schichtpilz) natürlich gleich gar nicht.


    Hallo hübchen:

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    Wobei mesenterica an Peniophora-Arten (oft ist es der Eichenzystidenrindenpilz, P. quercina) parasitiert,...


    Mag für Eichenbestände zutreffen, aber sonst?
    Habe da bisher noch keine Vorlieben festgestellt, P. incarnata oder cinerea nimmt er halt dann auf anderen Substraten.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Interessanter Gedanke bei Pilz 4, ich halte es trotzdem für Ganoderma, regennass aufgenommen.
    Die Konsistenzbeschreibung "eher hart, aber gummiartig" ist natürlich nach jeder Seite dehnbar, schätze aber der Hut war konsistenzmäßig mehr so, dass er, hätte man ihn mit dem Fingernagel beklopft, Geräusche abgegeben hätte.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ja, das Kill-Kriterium für Pseudoplectania sollte neben der Jahreszeit, Größe, Fleischigkeit auch der Vermorschungsgrad des Holzes sein, der wohl hier (auch, wenn leider nicht erwähnt) mit initialmorsch eingestuft werden dürfte.
    Es sollte sich hier irgendwie um dickeres Lagerholz handeln (wohl kaum länger als 1-2 Jahre dort liegend), der Fundort dürfte eher licht sein, wenn nicht sogar wenigstens an einer Seite sonnenexponiert, wenn ich die Begleitpilze richtig interpretiere.


    VG Ingo W

    Hallo!


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    Fast alle Weißsporigen Rüblinge sind vorläufig in Lyophyllum reingeschoben worden,...


    Nein, das ist jetzt so nicht richtig: also weißsporige Rüblinge haben jetzt i.d.R. den Gattungsnamen Gymnopus (Hellsporrüblinge). Das hat nichts mit den Graublättern zu tun.


    Kann sein, dass vor Urzeiten für die Graublätter (Tephrocybe, zwischenzeitlich auch mit den Raslingen Lyophyllum gleichgesetzt) die deutsche Bezeichnung einfach Rübling war, ich denke aber, auch zu dieser Zeit hatte man sich dann eher auf "Graublattrübling" festgelegt.
    Die Gattung unterscheidet sich u. a. durch eine chemische, mikroskopisch zu beobachtende Eigenschaft, die siderophile Granulation und manche Arten wurden inzwischen nach ausgewerteten DNA-Tests zu den verwandten Schönköpfen (Calocybe) transferiert.


    VG Ingo W

    Hallo Beorn!


    Ohne "Wenn und Aber" eindeutig Sarcomyxa serotina (Gelbstieliger Muschelseitling).
    Der zur Basis hin sich verjüngende Stiel und die braunen dichtstehenden Tüpfelchen am Stiel sind doch recht eindeutig. An jüngeren Fruchtkörpern hättest du wömöglich auch stielbasal noch etwas gelbere Farben gefunden.
    Ich weiß nicht, was mit den Pilzen auf Bild 6 passiert ist, aber da wird das Gelb links an der Stielrinde noch gut angedeutet.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Pilzart 1 (Bilder 1-3), da würde mich jetzt schon die originale Farbe interessieren. Auf Bild 1 ist die Farbe ja völlig anders als auf Bild 2+3, obwohl das die gleichen Fruchtkörper sind. Insgesamt würde ich aber eher zu Pleurotus ostreatus (Austernseitling) tendieren (fettige Hutoberfläche).


    Pilzart 2: hier gefällt mir Panus conchatus/Lentinus torulosus (Laubholz-Knäueling) eigentlich ganz gut, ist aber beides nur subjektiv eingeschätzt.


    VG Ingo W

    Hallo!


    @ Sabine:

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    Ich persönlich habe L. virgineum bisher nur auf Bucheckern und Erlenzapfen gefunden.


    Ja genau, das sind gern genommene Substrate, aber wenn du sie zu dieser Zeit mal gezielt an Lärchen- oder Fichtenzapfen suchst, wirst du auch schnell fündig.
    Ihre Erscheinungszeit pendelt sich so zwischen April bis Juni ein.


    Makroskopisch lässt sich in der Gattung Lachnum, die bei uns geschätzte 50 beschriebene und unbeschriebene Arten beherbergt und eine Doppelgänger-Gattung namens Dasyscyphella hat, eigentlich nur einengen, wenn man Fundumstände genau beschreibt, das Substrat erkennt und auf Verletzungsröten achtet sowie sonst irgendwelche Auffälligkeiten mit einspielen lassen kann.
    Bei L. virgineum wären das z.B. verhältnismäßig lange Haare, deutliche gut ausgeprägte Stiele und bei frischen Apothezien am Stiel bis zu rechtwinklig abstehende deutliche Haare.


    Beorn
    Ui, jetzt hast du mich mit einer Art konfrontiert, von der ich noch nie was hörte:

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    Bisporella Lachnea.


    Meinst aber B. lactea, gel? Heißt so wegen des "milch"weißen Aussehens.
    Ist eine ziemlich rare Art, die immer wahnsinnig rasig wächst mit 1000ten Bechern. Mikroskopisch hat sie den schönen Bestimmungs-Vorteil nur 4-sporig zu sein im Gegensatz zu den meist im allgemeinen 8-sporigen Bechern (Ausnahmen von 16-, 32-, 64-, 128-, 254-sporigen Bechern gibt es natürlich auch noch, besonders bei den coprophilen).


    Nicht nur, wer sich mit solchen Kleinigkeiten beschäftigt, sollte sich eine Einschlag-Lupe leisten (12-20 Euronen), ist auch für größere Pilze gut zu gebrauchen (Lamellenschneiden, Stielhärchen, Hutfasern usw.).


    VG Ingo W

    Hallo Karinsche!


    Nr. 2 könnte übrigens durchaus auch ein Ritterling sein, die Lamellenflächen sind hinter den gebräunten Stellen eigentlich viel zu weiß für einen Risspilz. Mir fiele z.B. Tricholoma pseudonictitans (Blassfleischiger Fichtenritterling) ein. Der schlechte Geruch dürfte auf die Zeit und das Alter des Pilzes zurückzuführen sein.


    Nr. 4 der Helmling ist eine der Varietäten von Mycena epipterygia (Dehnbarer Helmling), vielleicht pelliculosa.


    Rest sehe ich wie schon geschrieben.


    VG Ingo W

    Hallo Beorn!


    Also:
    Zu Anfang: es freut mich natürlich immer, wenn meine speziellen Freunde wahrgenommen werden.


    Pilz 1 ist zu 90% Bisporella subpallida (Blassgelbe Bisporella), die man Spätherbst bis Frühjahr besonders auf/bei den Schnittflächen von nicht allzumorschen Buchenstubben findet. Wird dir gezielt gesucht ab jetzt öfter begegnen.
    Dabei muss ich dir aber bei der Größenangabe

    Zitat

    - maximal 4 bis 5 mm im Durchmesser

    mindestens die Hälfte wieder abziehen, und von

    Zitat

    gar nicht oder kaum gestielt

    bin ich auch nicht überzeugt, denn der ist deutlich kurz gestielt. Ich hoffe, beides war von dir nachträglich geschätzt.


    Dein Traktorfurchenfund hat in der Tat nichts damit zu tun, das dürfte tatsächlich mehr was in Richtung Hymenoscyphus (Stielbecherchen) sein, der wahrscheinlich an einem Stück vergrabenen Holz/Pflanzenwurzel oder so was wuchs.


    Interessant ist Bild 3 die rechte Ecke unten, denn da wächst noch ein anderer. Es wäre verwegen von mir, diese Art bestimmen zu wollen, einfallen tut mir aber trotzdem Olla/Protounguicularia transiens (Bärtiges Glashaarbecherchen) in seiner eingebräunten Winterfärbung.


    So, jetzt Bild 2:
    Es ist nämlich gar nicht so selten, dass sich Pilz 2 mit der Bisporella von oben den Lebensraum und auch die Erscheinungszeit teilt. Meistens kommt Lachnum brevipilosum (Kurzhaariges Weißhaarbecherchen) heraus, aber Lachnum impudicum (Unverschämtes Weißhaarbecherchen) ist sehr ähnlich. Die dann letztendlich genau zu bestimmen, bedarf des Mikroskops.


    Dein

    Zitat

    weiteren Asco - Fund, der von Größe und Färbung ziemlich identisch ist

    ist sowohl größenmäßig (viel kleiner!) als auch farblich (durchscheinend weiß, nicht milchweiß) sowie bei der "Bestielung" (sitzend!) und nicht zuletzt wgen des Substrates (Fichte) was völlig anderes. Der gehört nämlich zu Hyaloscypha (Hyalinbecherchen), das wahrscheinlichste bei Nadelholz ist Hyaloscypha aureliella (Harzhaariges Hyalinbecherchen) oder das längerhaarige Schwesterchen H. britannica.


    Zitat


    Eine gewisse Ähnlichkeit meine ich auch zu Malones Pilz in >diesem Beitrag<, drittes Bild von oben, zu erkennen.


    Naja, viel hat ja Malone nicht dazu geschrieben, makroskopisch aber wieder was völlig verschiedenes. So sehen z.B. Becherchen aus der Gattung Calycina (Kurzhaarbecher) aus.


    Zitat


    Gedanklich bereite ich mich schon mal auf eine Kopfwäsche vor.


    Wenn sich jemand Mühe gibt, einen Pilz zu beschreiben oder dessen Merkmale erkennen zu wollen, ist man sofort milde gestimmt.
    Auch bei den kleinen kann man makroskopisch nicht schlechter einengen als bei den Großpilzen, wenn man nur ausreichend Information erhält.


    VG Ingo W


    -----------
    Edit:
    Hallo Sabine!


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    Becherchen Nr. 2 sieht mir evtl. nach Lachnum virgineum aus - kommt auch auf Buchensubstrat vor.


    Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen) findest du erst im Frühjahr wieder, auch besiedelt die Art meistens recht dünnes Substrat, oft Blätter, Fruchtschalen, Samenschalen, Zapfen, dünne Zweige, nur seltener Holz bis 1 oder 3cm Stärke.
    L. virgineum-Funde auf dickem Buchenholz sind (wenn irgendwo so geschrieben) recht sicher fehlbestimmt.

    Hallo Beoern!


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    Ich würde dennoch bei dem oben gezeigten Pilz her zu Amanita Phalloides s.l. tendieren.


    Nachdem A. citrina (Gelbgrüner Knollenblätterpilz) wegen rosa Färbung bei Wieland-Test wegfällt, würde ich einer tödlichen Amanita-Art beipflichten. Welche genau, da will ich mich wegen Info-Mangel heraushalten.


    VG Ingo W

    Hallo Gerald!


    Naja, musst ja nicht ins tiefgründige Detail, aber solche Arten wären doch schon interessant zu wissen, gerade in einem Pilzforum.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


    Warum tust du denn nicht gleich einen Objektträger unter den aussporenden Pilz, dann wüsstest du, ob er aussport, auch wenn das Sporenpulver weiß wäre.


    Übrigens ist Collybia nicht gleich Rhodocollybia.
    Die ehemalige Gattung Collybia (Rüblinge) hat man aufgespalten in Rhodocollybia (Rosasporrüblinge), Gymnopus (Blasssporrüblinge) und Collybia (Sklerotienrüblinge).


    VG Ingo W

    Hallo Gerald!


    Ja, das wäre doch was genaues, wenn man das wüsste, ob der Test auch auf das Bufotenin wirkt.
    Ich wusste das jetzt mit den Indol-Verbindungen nicht, dachte tatsächlich, dass damit das Amanitin bestätigt werden könne.


    VG Ingo W

    Hallo!


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    Das gezeigte Exemplar ist m. E. auch nicht mehr so ganz "frisch": deutlich sind schon mehrere farbliche Zonen erkennbar, die auf ein gewisses Alter hindeuten


    Stimmt, der ist nicht mehr ganz jung (dunkelgraue Zonen am Anwuchs), aber dennoch frisch! Das sieht man an der weißen äußeren Zuwachs-Kante.


    Zitat


    Ganz "frische" Exemplare sind meiner Erfahrung nach teilweise uni-orange


    Die hellockerbraune bis ockerorangliche Farbe stellt eigentlich schon den ersten Farbwechsel dar.
    Ganz junge und frische Fruchtkörper sind kurz weiß, bekommen aber schnell Farbe, so ungefähr:
    http://farm4.static.flickr.com…3258531088_4ecb994fd5.jpg


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    Nr. 1 ist schon ein Schüppling (Pholiota), einer aus der hutschleimigen Fraktion.


    Für die Nr. 2 ist Ascotremella faginea (Buchen-Schlauchzitterpilz) noch gar nicht erwähnt worden?


    zu 3 und 4 ist ja alles gesagt.


    VG Ingo W

    Hallo Schwammolo!


    Mir würde es gefallen, wenn du in nächster Zeit noch einen eindeutigen Gelben Knollenblätterpilz (A. citrina) oder seine weiße Form finden würdest und dann diesem Test nochmal machen würdest.


    Theoretisch sollte da ja nichts passieren, also kein blauer Fleck entstehen, weil ja in der Art kein Amanitin drin ist.
    Wäre schön, wenn du zu dem gleichen Ergebnis kämst, allerdings würde mich gegenteilig angezeigtes auch nicht wundern.


    VG Ingo W