Hallo Beorn!
Also:
Zu Anfang: es freut mich natürlich immer, wenn meine speziellen Freunde wahrgenommen werden.
Pilz 1 ist zu 90% Bisporella subpallida (Blassgelbe Bisporella), die man Spätherbst bis Frühjahr besonders auf/bei den Schnittflächen von nicht allzumorschen Buchenstubben findet. Wird dir gezielt gesucht ab jetzt öfter begegnen.
Dabei muss ich dir aber bei der Größenangabe
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- maximal 4 bis 5 mm im Durchmesser
mindestens die Hälfte wieder abziehen, und von
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gar nicht oder kaum gestielt
bin ich auch nicht überzeugt, denn der ist deutlich kurz gestielt. Ich hoffe, beides war von dir nachträglich geschätzt.
Dein Traktorfurchenfund hat in der Tat nichts damit zu tun, das dürfte tatsächlich mehr was in Richtung Hymenoscyphus (Stielbecherchen) sein, der wahrscheinlich an einem Stück vergrabenen Holz/Pflanzenwurzel oder so was wuchs.
Interessant ist Bild 3 die rechte Ecke unten, denn da wächst noch ein anderer. Es wäre verwegen von mir, diese Art bestimmen zu wollen, einfallen tut mir aber trotzdem Olla/Protounguicularia transiens (Bärtiges Glashaarbecherchen) in seiner eingebräunten Winterfärbung.
So, jetzt Bild 2:
Es ist nämlich gar nicht so selten, dass sich Pilz 2 mit der Bisporella von oben den Lebensraum und auch die Erscheinungszeit teilt. Meistens kommt Lachnum brevipilosum (Kurzhaariges Weißhaarbecherchen) heraus, aber Lachnum impudicum (Unverschämtes Weißhaarbecherchen) ist sehr ähnlich. Die dann letztendlich genau zu bestimmen, bedarf des Mikroskops.
Dein
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weiteren Asco - Fund, der von Größe und Färbung ziemlich identisch ist
ist sowohl größenmäßig (viel kleiner!) als auch farblich (durchscheinend weiß, nicht milchweiß) sowie bei der "Bestielung" (sitzend!) und nicht zuletzt wgen des Substrates (Fichte) was völlig anderes. Der gehört nämlich zu Hyaloscypha (Hyalinbecherchen), das wahrscheinlichste bei Nadelholz ist Hyaloscypha aureliella (Harzhaariges Hyalinbecherchen) oder das längerhaarige Schwesterchen H. britannica.
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Eine gewisse Ähnlichkeit meine ich auch zu Malones Pilz in >diesem Beitrag<, drittes Bild von oben, zu erkennen.
Naja, viel hat ja Malone nicht dazu geschrieben, makroskopisch aber wieder was völlig verschiedenes. So sehen z.B. Becherchen aus der Gattung Calycina (Kurzhaarbecher) aus.
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Gedanklich bereite ich mich schon mal auf eine Kopfwäsche vor.
Wenn sich jemand Mühe gibt, einen Pilz zu beschreiben oder dessen Merkmale erkennen zu wollen, ist man sofort milde gestimmt.
Auch bei den kleinen kann man makroskopisch nicht schlechter einengen als bei den Großpilzen, wenn man nur ausreichend Information erhält.
VG Ingo W
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Edit:
Hallo Sabine!
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Becherchen Nr. 2 sieht mir evtl. nach Lachnum virgineum aus - kommt auch auf Buchensubstrat vor.
Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen) findest du erst im Frühjahr wieder, auch besiedelt die Art meistens recht dünnes Substrat, oft Blätter, Fruchtschalen, Samenschalen, Zapfen, dünne Zweige, nur seltener Holz bis 1 oder 3cm Stärke.
L. virgineum-Funde auf dickem Buchenholz sind (wenn irgendwo so geschrieben) recht sicher fehlbestimmt.