Beiträge von Ingo W

    Hallo Jorge!


    Deswegen schrieb ich ja auch "im Zusammenhang mit den anderen Merkmalen" und, dass man sich auf seinen Geruchssinn verlassen können muss.
    Ich käme nicht auf die Idee, schlecht analysierte Fruchtkörper nur aufgrund des Geruchs durchzuwinken oder zum Verzehr freizugeben.
    Ich würde mir aber aus Spaß (eben nur aus Spaß) zutrauen, mit verbundenen Augen anhand des Geruchs frische und riechende Stockschwämmchen unter, sagen wir mal 20, anderen Pilzen herauszuerkennen.


    Wenn ich die anderen 19 selbst mit einsammele und mir raussuchen kann, schaffe ich auch da noch die meisten, weil mein Näschen einfach prima funktioniert.


    Wetteinsätze nehme ich entgegen ;).


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    Stockschwämmchen haben wenn man die Stiele spaltet helles Stielfleisch, gallerina marginate dunkles Stielfleisch.


    Da wäre ich jetzt umso skeptischer! Werde das nächstes Jahr mal gezielt beobachten.

    Hallo geebro18!


    Also ich denke nicht, dass es da bei der Bewertung ein System geben muss. Bilder zu beurteilen, schön oder weniger schön zu finden, liegt immer im Auge des Betrachters und ist wahrscheinlich zum größten Teil subjektiv.


    Jedes Bild für sich auseinanderzunehmen und die Qualität objektiv nach gewissen Gesichtspunkten einschätzen zu wollen, liegt m.E. nach nicht im Sinn des Erfinders.
    Da gibt es einfach 10-12 Leute in der Jury, die sich für ein Bild entscheiden müssen, weil es irgendwie besonders anspricht. Das Siegerbild ist dann das, welches die meisten als besonders gelungen einschätzten.
    Ich finde das in Ordnung, kann die Bewertung sogar nachvollziehen!


    Ingo W

    Hallo Pablo!


    Inocybe maculata war das erste, was mir die Suchmaschine bei Eingabe von "Inocybe mit Velum" ausgespuckt hat.
    Das Problem dabei ist, dass deiner was scheinbar Häutiges auf dem Hut hat, wenn man aber bei Inocybe von Velumresten spricht, sind das mehr so gespinstartig faserige Nester.
    Ich glaube, dein Pilz bleibt ungelöst.


    Übrigens geben sich die Risspilz-Freunde oftmals gar nicht mit nur einem Fruchtkörper zufrieden, sondern die nehmen da schon Kollektionen zur Untersuchung mit von jung bis alt .
    Ging bei dir nicht, will damit nur sagen, dass Risspilze schon nicht ganz so leicht bestimmbar sind, schon gar nicht nur makroskopisch und noch weniger nur per Bild.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Ja, K. mutabilis (Stockschwämmchen), diesmal trocken.
    Da fehlen die schönen hygrophanen Farben.
    Solltest noch etwas mehr mit dem Geruch arbeiten, das nimmt eventuelle Zweifel.
    Der äußerst angenehme würzige Geruch des Stockschwämmchens ist im Zusammenhang mit den anderen Merkmalen ein wertvolles Bestimmungskriterium (wenn man sich auf seinen Geruchssinn verlassen kann).


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Natürlich werde ich mich nicht 100%-ig festlegen, aber das müsste schon dumm zugehen, wenn Pilz 1 nicht das Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) ist, ist halt schon etwas überaltert.
    Die fettig erscheinende Hutoberfläche passt, Reste der Schuppen am Stiel kann man mit Fantasie (ab hier wird ´s gefährlich!) noch sehen und auch den zähfaserigen, fast knorpeligen Stiel spüre ich fast.


    So, natürlich will ich nicht zerrissen werden, meine offizielle Antwort müsste sich eher so anhören: aufgrund des Zustandes der Pilze und der Informationslage lässt sich die Art nach Bild nicht genau bestimmen usw. usw.


    Tja, und bei Pilzart 2 ist es aber tatsächlich zu wenig, was du zeigst und weißt, allerdings ist es nicht Pilzart 1!


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Ich sehe auch keine Winterrüblinge, nur Schwefelköpfe: Nr. 1 den Ziegelroten (H. lateritium) und Nr. 3 vielleicht den Rauchblättrigen (H. capnoides).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    --> Geruch: nicht einprägsam...


    Schade!
    Ungefähr 60-70% der Inocyben (Risspilze) kann man beinahe durch ihren inocybioiden (spermatischen) Geruch als solche einschätzen.
    Rein gefühlsmäßig wegen des Habitus und des angedeutet abgesetzten Stielknöllchens käme ich erst mal nur auf die Gattung Risspilz (Inocybe).
    Bleibt die Frage des Velums auf dem Hut, denn mir ist da aus dem Stegreif kein Risspilz mit solchen Velumfetzen bekannt. Wie was Fremdes sieht das aber auch nicht aus!
    Keine Ahnung!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Da tut dir überhaupt niemand was, wenn du den als Oligoporus/Tyromyces/Spongiporus caesius oder von mir aus auch jetzt wieder Postia caesia (Blauer Saftporling) ablegst.
    An Nadelholz gibt es nichts ähnliches.
    Neben den blauen Farben auf der striegelig-verklebten Oberseite des Hutes ist die porige Fruchtschicht, die besonders (aber sicher nicht nur) bei Frost so aufreißt, dass sie mehr stachelig erscheint, eher typisch als bedenklich. Habe ich schon oft gesehen und auch überhaupt keine Zweifel!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Nein, das Subikulum ist nicht geichbedeutend mit NFF (Nebenfruchtform).
    Eigentlich hat jede Mollisia (Weichbecherchen) so "Ankerhyphen" an der Basis, bloß bei mancher Art sind diese Hyphen extrem ausgebildet und nicht mal abhängig vom Vorhandensein eines Bechers, also der Filz kann schon vorhanden sein, ohne, dass ein Becherchen wächst.


    Zum Nutzen oder Sinn dieses Subikulums kann ich nichts sagen, weiß lediglich, dass einige Weichbecherchen-Arten sowas sehr ausgeprägt fabrizieren, andere wieder nicht.


    Ist auch nicht unbedingt ein striktes Bestimmungsmerkmal, gibt es doch auch Arten in der Gattung, bei denen das mal vorkommt und ein andermal nicht. Hingegen gibt es aber Arten, bei denen das fast immer und ausgeprägt vorkommt im Gegensatz zu Arten, bei denen das sehr unauffällig ist.
    Vor 20 Jahren hat man aufgrund dieses Filzes noch Tapesia (mit Subikulum) von Mollisia (eher ohne "Teppich") unterschieden. Ist aber nicht haltbar.


    Bei deinen Mollisias würde ich jetzt z.B. aufgrund des dunkleren Untergrundes (angenommenes Subikulum) meinen Vorschlag Mollisia cinerea (Aschgraues Weichbecherchen) revidieren und mehr auf Mollisia lividofusca (Dunkelbleigraues Weichbecherchen) pokern, da würde auch die mehr offene Wuchsweise hinpassen.
    Aber ich sagte ja schon, bei Mollisien, insbesondere noch, wenn sie +- grau sind, ist eine Makrobestimmung beinahe mit Größenwahn vergleichbar.


    VG Ingo W

    Hallo Anna!


    Neben den manchmal auftretenden Frustgefühlen will ich allerdings nicht unerwähnt lassen, dass das Kennenlernen von Pilzarten und das darauffolgende Ansprechenkönnen natürlich unheimlich hilfreich ist beim Bestimmen anderer ähnlicher Pilze. Wenn man von 20 ähnlichen Pilzen schon 10 ausschließen kann, weil man die eben kennt, hilft das doch ungemein.


    @Pablo:
    Wollte mir jetzt das eine Bisporella-subpallida-Becherchen vom Klotz vornehmen, aber irgendwie ist das nicht mehr da.
    Deine Bilder kannst du aber dennoch beruhigt unter diesem Namen ablegen, das passt schon.
    Die Keulchen waren leider beim Ankommen schon nicht mehr zu gebrauchen.
    Was anderes wächst momentan nicht auf den Klötzen; (na gut, bis auf die Pyrenomyceten ;))


    VG Ingo W


    P.S.: Aufgrund der Pilze kann man Buche als Substrat bei beiden Klötzen als relativ sicher annehmen, zumindest wachsen alle 3 Arten, also Lachnum impudicum, Bisporella subpallida und Olla transiens, am liebsten an Buche.

    Hallo!

    Zitat


    Das ist bestimmt ein Fass ohne Boden, aus dem man nie wieder herausfindet....


    Genau, Anna, so ist es: noch so ein Fass.
    Man sieht prinzipiell mehr als man bestimmen kann, und meist ist mehr Unbekanntes als Bekanntes dabei. Dabei bewegt man sich regional beinahe nur noch in einem Radius von ca. 25 km, keine Chance, oft erschlägt einen die Vielfalt.


    Aber wem erzähle ich das? Die meisten, die Mykologie schon länger als Hobby haben, wissen das ja selbst.


    Die ungläubigen Blicke eines Ratsuchenden beim PSV, wenn letzterer sagt, diese oder jene Art kann er nicht bestimmen, kennt er nicht:
    Wie "kennt er nicht?". Ich denke, der ist Pilzsachverständiger? Soll seinen Titel abgeben, wenn er nicht mal die 80 Pilzarten bestimmen kann, die es gibt.


    Oder kennt ihr die Mitmenschen?
    "Mein Opa, der hat alle Pilze gekannt!!"
    -- "Alle Pilze kann man nicht kennen!"
    "Doch, doch, der kannte sie alle!!"
    --"Bei uns gibt es ungefähr 5000 Großpilzarten, viele sind ohne Mikro gar nicht bestimmbar!"
    "Der kannte sie alle, kannst du glauben!"


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Bei der Mollisia (Pilz 3) sieht das übrigens trotzdem ziemlich dunkel unter den Bechern aus.
    Oft sieht man den dunkleren Untergrund ("Filzteppich" = Subikulum) schon, wenn man etwas aus der Entfernung schaut.
    Bei der folgenden (= Mollisia fusca = Starkreagierendes Weichbecherchen) ist er natürlich extrem ausgebildet, aber so für die geistige Vorstellung deshalb ganz gut geeignet:


    Bei der hier gezeigten Art ist übrigens der schwarze "Teppich" oftmals früher zu sehen als die eigentlichen Becherchen.


    Geht man näher ran, sieht das so aus (hier braun):

    = Mollisia pyrenopezizoides (Einsenkbecher-ähnliches Weichbecherchen), ist eine unbeschriebene Art, der Name ist von A. Gminder übernommen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Perfekt! Ist Hymenochaete rubiginosa (Umberbraune Borstenscheibe).
    Mit den Warzen in "Die GP BWs" ist das gemeint, was du auf deinem 1. Bild rechts in der Fruchtschicht siehst.


    Die Seten kannst du mit einer Lupe (10-15x) sehen, wenn du seitlich auf die Fruchtschicht schaust bei Gegenlicht. Sieht ungefähr so aus:

    = Hymenochaete carpatica (Bergahorn-Borstenscheibe)
    Ok, ist auch nicht so tolle, hab ´ die gleichen Probleme wie du.
    Für eine geistige Vorstellung reicht es aber vielleicht.


    VG Ingo W


    Edit: übrigens ist der Pilz m.M. nach eine gute Zeigerart, dass du mit "Substrat Eiche" vollkommen richtig liegst.

    Hallo!


    Schade, da habe ich zu hoch gepokert! Kein weiterer "Becher-makroskopisch-richtig-einschätz-Punkt" für mich! :(

    Sonst habe ich eigentlich, wenn ich Lachnum brevipilosum (Kurzhaariges Weißhaarbecherchen) in den Mund genommen habe, immer auch den Zwilling mit erwähnt, nämlich Lachnum impudicum (Unverschämtes Weißhaarbecherchen).

    Beide wachsen im Winterhalbjahr, beide auf Laubholz (gerne Buche) und beide sind kurzhaarig.
    Makroskopisch kann man die nicht auseinanderhalten, die Unterschiede sind allein im Mikroskopischen, nämlich Sporengröße und Hakenverhältnis.
    @Pablo: auf beiden Klötzen ist die gleiche Art.


    Naja, zumindest ist die Bestimmung sicher, deckt sich vollständig mit meinen anderen Aufsammlungen.
    Mikro:




    Übrigens hat der deutsche Name "unverschämt" vom Ursprung her nicht den Sinn, den Becher als "frech" zu betiteln (obwohl in meinen Augen auch das nicht verkehrt ist!), sondern das "unverschämt" kommt mehr von "sich nicht schämen, (aus Scham) nicht rot anlaufen".
    Eine große Anzahl der Weißhaarbecherchen läuft nämlich unter günstigen Bedingungen rot an bei Verletzung (errötet, "schämt sich"), wie z.B der hier (Lachnum flavotinctum)....

    Lachnum impudicum (Unverschämter Weißhaarbecherchen) hingegen macht das nicht, daher der Name.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Zitat


    Die Pholiotas ohne Schuppen sind laut aktuellen DNA-Untersuchungen bei den Agrocybe eingeordnet worden.


    Pholiota spumosa (Nadelschüppling) hat auch keine Schuppen und ist trotzdem weiterhin Schüppling.
    Der Südliche Ackerling (Agrocybe cylindracea), vor Urzeiten mal Pholiota aegerita, ist schon weit vor den DNA-Analysen zum Ackerling geworden, schon weil sein Aufbau (z.B. HDS = Hutdeckschicht) überhaupt nicht zu den Schüpplingen passt.


    Zitat


    Der trichterförmige Ring ist aufsteigend und bildet nur den Abschluß des Velums, welches im Jungstadium den ganzen Fruchtkörper einhüllte.


    Ist auch Quatsch! Der Ring ist Überbleibsel des Velum partiale, also des Velums, dass bei jungen Fruchtkörpern vom Hutrand zum Stiel geht.
    Ein Velum, dass jung den gesamten Fruchtkörper umschließt, bleibt nicht als Ring zurück, sondern als Volva und/oder Hutflocken (Velum universale):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Velum_%28Mykologie%29


    Zitat


    ....aber der Glimmerschüppling (Phaeolepiota aurea). Letzterer liebt Nadelholzstümpfe....


    Unsinn! Die Art liebt nährstoffreichen Boden.


    Ich finde Pablos Vorschlag mit Beringten Flämmling (Gymnopilus junonius) absolut nachvollziehbar....
    http://www.mykoweb.com/CAF/spe…mnopilus_spectabilis.html
    ....,wenngleich ich mir natürlich nicht sicher bin.
    Sicher bin ich mir jedoch, dass der Gezeigte nichts mit einem Glimmerschüppling (Phaeolepiota aurea) zu tun hat.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also, der 1. Pilz von Pablos Holzklotz ist fertig bestimmt. Ihr erinnert euch?
    Pablos Übersichtsfoto:


    Bei mir angekommen sieht eigentlich alles nicht sehr viel anders aus:


    Ihr seht schon, das Becherchen hat einen Namen bekommen und der ist auch sicher.
    Ist schon extrem wandelfähig, der Kleine.
    Seine Originalfarbe ist weiß bis grau (siehe Pablos Anfangs-Fotos!), auffällig sind seine "spitzbart"-ähnlich verklebten Haare am Rand.


    Damit man ihn aber nicht gar so leicht erkennt, ist er ganz jung erst mal dunkelbraun auf der Außenseite (rechts der Bildmitte!), später wird er, wie schon gesagt grauweißlich, und (frost-?) geschädigt bräunt er ein. Das betrifft zunächst seine Fruchtschicht, aber auf Pablos Klotz waren nebenher Beispiele zu finden, wo auch die Haare einbräunten und dann insgesamt einen völlig anderen Becherling vorgaukeln, nämlich einen braunhaarigen.


    Genau dieses Becherchen mit den auffälligen braunen Haaren habe ich sicherheitshalber mikroskopiert.
    Gehört aber ebenfalls zur Kollektion; die Haare bilden ein braunes Exsudat auf der Außenseite (siehe Haarbild!).
    Mikroskopisch zusammengefasst sieht das alles so aus:




    Der Witz dabei ist, wenn man nur so braunhaarige Becherlinge auf dem Klotz hätte, deren Haaraußenseite mit braunem Exsudat verklebt wären, würde man möglicherweise bei Nichterkennen der massiven Haarspitzen in einer ganz anderen Gattung suchen, nämlich vielleicht bei Proliferodiscus oder Hyphodiscus (Staubhaarbecherchen).
    Schon verrückt, der Kleine!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Wenn ich mir deinen Klotz nochmal so anschaue, fällt mir auf, dass der schichtpilzartige Pilz auch gut Hymenochaete rubiginosa (Umberbraune Borstenscheibe) sein könnte.
    Die haben oft kapuzenförmige Hütchen, also welche, deren Hutrand schräg nach unten zeigt, eine Fruchtschicht mit orangebrauner Frischzuwachskante und unter der Lupe viele kleine "Stacheln" (Seten).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Aha, abgetarnt im Unterforum "Ausflugspilze".
    Naja, hab ´s ja doch gefunden!


    Nr.1: Deine Idee Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) ist das Wahrscheinlichste, auch wenn sich einige an der braunen Farbe (besonders Winter) aufreiben könnten. Man müsste die Stirnseite mit den vielen Fruchtkörpern mal besser sehen.
    Theoeretisch käme auch Stereum gausapatum in Betracht, eine Art, die bei Verletzung (besonders im hellen Zuwachsbereich) rot anläuft. Die hätte aber viel welligere Hüte.


    Nr. 2: Da ältere Becher außenrandig so wellig werden, würde ich an eine "längerhaarige" Art von Hyaloscypha (Hyalinbecherchen) denken. Unter der Lupe müssten deutlich abstehende Haare zu sehen sein.
    Falls nicht, und Rand nur mit sporadischen kurzen Franseln, wäre der Bereich um Hyaloscypha intacta/Parorbiliopsis minuta denkbar (glaube ich aber viel weniger).


    Nr. 3: Mit Mollisia (Weichbecherchen) hast du recht. Wachsen die alle in Gefangenschaft? War die becherbewachsene Seite original den Boden berührend oder eher offen?
    Kannst ja mal schauen, ob dir im Bereich des Wachstums der Becherchen ein dunkler "Filzteppich" unter den Bechern auffällt.
    Das Aussehen von 3b und 3c passt zur klassischen Mollisia cinerea (Aschgraues Weichbecherchen), aber Mollisia anhand von Makros bestimmen zu wollen, grenzt beinahe ein bisschen an Größenwahnsinn.


    Nr. 4 ist eine Orbilia (Knopfbecherchen). Da scheinbar an vermorschten Bestandteilen des Klotzes wachsend, könnte was schönes dabei rauskommen, geht hier leider nur mit Mikroskop.


    Dein Paket ist heute angekommen, Becherchen sind in akzeptablen bis sehr guten Zustand, beschäftige mich morgen damit.
    Habe kurz in den braunen Winzigen mit weißen Haaren reingeschaut, sieht gut aus für den ersten Punkt für mich!


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!

    Zitat


    als Farbe des Untergrunds der Schuppen, wonach oft gefragt wird, ist also die Farbe der Wolle der "wolligen Schuppen des Untergrunds" gemeint und nicht die der darunter liegenden weiße Hutoberfläche?


    Naja, gemeint ist die Farbe des Hutes um die auffälligen Schuppen herum und darunter (aber ohne was wegzukratzen). Freilich ist es dort auch manchmal irgendwie faserig.
    Beim Kompost-Riesenschirmling (Chl. brunneum = Macrolepiota rachodes var. bohemica, var. hortensis) ist der Kontrast der braunen Schuppen zum fast weißen Untergrund/Rest der Hutoberfläche schon auffällig kontrastreich, würde ich zumindest denken.


    Hab ja schon oft hingelinkt, Gernots Zusammenfassung ist für mich eigentlich am anschaulichsten:
    http://forum.pilze-bayern.de/i…,794.msg8601.html#msg8601


    Selbst tue ich mir auch schwer in der Gattung (jeder andere Pilzler, den ich kenne, genauso), sobald was vom "Normalen" abweicht. Ich denke, da muss man sich intensiv damit beschäftigen, um Licht am Ende des Tunnels zu sehen.


    Zitat


    ich könnte mir hier macrolepiota permixta vorstellen.
    15cm Hutdurchmesser sowie Höhe, rötendes Fleisch, genatterter Stiel.


    Macrolepiota permixta ist ja im Prinzip ein Parasol (M. procera) mit rötendem Fleisch, ist also m.M. nach kaum so "braunwollig" auf dem Hut.
    Die kennzeichnende Natterung ist normalerweise unter dem Ring, deshalb würde ich dem in diesem Fall (Stielnatterung kurz vor dem Hut) wenig Gewicht beimessen.


    Nützt nichts, wir können den kaum festnageln. Die Art einfach dort nächstes Jahr frischer und in größerer Anzahl wiederfinden, dann sehen wir weiter.


    VG Ingo W

    Hi hübchen!


    Danke!
    Hätte ich glatt "+-" geschrieben.
    Aber da existieren in der Tat manchmal Abk.(:)), mit denen ich mitunter nicht so schnell klar komme.
    Dachte schon, dass es aus dem Englischen/Amerikanischen geliehen ist, kommt ja auch immer öfter vor.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    das Moos ist Orthotrichum affine. Es wächst auf Bäumen, vorzugsweise auf Ästen in m.o.w. kleinen Büscheln.
    Octospora affinis parasitiert daran. Schnee ist egal, der kleine Bursche ist ein ganz harter.


    Ich missbrauche den Fredd mal, um den von Ralf angesprochenen Becher noch unterzubringen, also Octospora affinis an Ortotrichum affine, den ich kurz vor`m Schnee noch habe mitgehen lassen.
    Ganz witzig ist ja, dass die Art erst 2006 beschrieben wurde, er aber durchaus relativ gut zu finden ist, wenn man einmal weiß, wo man zu suchen hat.


    Noch was! Kann mir jemand das dick Hervorgehobene übersetzen?

    Zitat


    vorzugsweise auf Ästen in m.o.w. kleinen Büscheln.


    VG Ingo W