Hallo abeja!
Mit den 2 Beispielen der Datenbanken hast du erst mal eine Grundlage. Aber du darfst dich auch nicht wundern, wenn die sich zuweilen widersprechen.
Bei Pilzen ist alles weniger klar als bei den Pflanzen und es gibt oft auch noch nicht DIE absolute Wahrheit, denn du kannst je nach deiner Auffassung/Meinung verschiedene Konzepte als richtig empfinden.
Für meine kleinen Becherlinge z.B. sind manche der Aussagen von IF und mycobank hahnebüchen und überhaupt nicht mehr der Zeit entsprechend, oder es werden eindeutig verschiedene Arten miteinander synonymisiert usw.
Aber die Anwendung des gerade aktuellen Namens ist auch nicht immer das Wichtigste, wichtig ist, dass es sich um genau diesen Pilz handelt. Hört sich blöd an, aber es ist nicht vordergründig wichtig, ob du Lepista oder Clitocybe nebularis sagst, solange man weiß, dass du die Nebelkappe meinst.
Aktuelles Beispiel wären z.B. auch die Safran-Schirmlinge (Chlorophyllum versus Macrolepiota).
Etwas schlimmer wird es, wenn sich alteingesessene Namen als falsch angewendet herausstellen, dann bedarf es einer Zusatznotiz. Beispiel soll man Leccinum aurantiacum sein, welcher jahrelang der wissenschaftliche Name für die Espen-Rotkappe war, bis sich anhand der Originalzeichnung, -beschreibung herausstellte, dass damit ursprünglich die Eichenrotkappe gemeint war.
Bei den schwarzen Drüslingen z.B. hat man den Namen Exidia glandulosa für 2 verschiedene Arten verwendet, einmal für den Warzigen, das andere Mal für den Stoppeligen/Abgestutzten.
Kann also nie ein Fehler sein, bei Bestimmungen von kritischen Arten die Literatur mit aufzuführen, nach der letztendlich bestimmt wurde.
Wissenschaftlicher Name mit Autorenzitat sollte sowieso immer bei der Bestimmung dabeistehen.
VG Ingo W