Beiträge von Ingo W

    Hallo Pablo!


    Sicherlich meinen die in der BaWü-Flora das richtige, ist aber nicht gut ausgedrückt. Frisch ist der Stiel wohl befasert, aber das ist weit entfernt von "auf ganzer Länge feinzottig". Ich denke mal, die Stiele verkahlen auch recht schnell, auffällig ist das auf jeden Fall für mich bisher nie gewesen.


    Hier habe ich ein Bild gefunden, wo man was sieht am Stiel:
    http://www.naturephoto-cz.com/…sura-photo_lat-12799.html
    Was ich übrigens auch noch vergessen habe: diese Baeospora ist ein totaler "Schnellaufschirmer", die Hüte sind überwiegend flachkegelig, auch klein schon. Die Strobilurus sind mehr konvex, also schöner und gleichmäßiger "rund" gewölbt. Ist aber auch nur wieder so eine Feinheit.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich schließe mich da mal an, und sag ´s nochmal. Man sieht, wieviel Arbeit du in die Portraits steckst und was du dir für Mühe machst!


    2 Dinge sehe ich anders:

    Zitat


    Vorkommen....ganzjährig, aber im Sommer und Herbst selten,.....


    Ist im Herbst nicht selten, in manchen Jahren wächst er schon im Herbst/Vorwinter massenhaft.


    Zitat


    Verwechslungen: Der Mäuseschwanz –“ Rübling (Baeospora myosura) erscheint mehr im Herbst und Spätherbst; er unterscheidet sich durch seinen auf ganzer Länge zottig –“ filzigen Stiel.


    Den findet man aber genauso im Frühjahr, und mit auf ganzer Länge zottigen Stiel, da weiß ich nichts davon.
    Ist schwierig die Unterschiede zu erklären: Baeospora myosurus hat fast einheitliche Farben in verschiedener Helligkeit an Hut, Stiel und Lamellen (nicht schneeweiß in den Lamellen oder der Stielspitze), enger stehende Lamellen, der Stiel entspringt immer oberirdisch sichtbar am Zapfen, ist auch kürzer und nie 2- oder 3-farbig wie die Zapfen-Nagelschwämme (braun, gelb, weiß).


    Was ich verwunderlich finde, ist, dass er laut Datenbanken jetzt Baespora myosura heißt mit "a" am Ende des Epithets. So habe ich den immer geschrieben, da war ´s aber noch falsch, da hieß es immer, "myosurus" wäre richtig.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Mir geht das übrigens genauso wie dir. Auch Canon und 12 MPix.
    Aber da kann man schon trotzdem was damit anfangen, denn bei so einer großen Auflösung hat man genug Bildpunkte, um ein Bild in forumsüblicher Größe herauszuschneiden, Björn hat das schon gesagt.


    Um das ganze zu verstehen, vielleicht nochmal ein Beispiel:
    Das ist das, was ich mit der größten Auflösung durch die Stereolupe fotografiere.....

    ......., der Kasten zeigt den Rahmen eines 800x600-Bildes. In Originalgröße sieht das dann so aus:


    Natürlich komme ich nicht an die Qualität von Nando oder Björn, aber anfangen kann man schon was damit.


    Dabei, es wurde schon angesprochen, ist es besser, mit der Stereolupe so wenig wie möglich zu vergrößern, weil mit der Vergrößerung die Schärfentiefe abnimmt.
    Das gezeigte Beispiel ist 20-fach und zufällig annehmbar, oft sind aber die besseren Bilder bei 10-facher Vergrößerung.


    Unterschätze auch deine Kamera nicht. Deine Mollisa ist ziemlich "groß" (1-3mm), da geht auch direkt mit Makromodus ohne Stereolupe schon was. Musst eben auf die größte Auflösung.


    VG Ingo W

    Hallo Julia!


    Vielen Dank für deinen Beitrag!!
    Du präsentierst wirklich schöne Aufnahmen und man merkt, dass du dich schon einige Zeit mit solcher Art von Pilzen und "Fastpilzen" beschäftigst.


    Natürlich, das muss ich zugeben, verstehe ich nicht immer alles, irgendwie fehlt mir der Bezug.
    Aber zu lesen, was es alles gibt, ist schließlich auch interessant. Vielleicht bleibt ja trotzdem manchmal was hängen von den Aezien, Telien und Pyknien.
    Schätze, für mich wäre erst mal der Grundkurs von Nöten.
    Ist es nicht verrückt, was die Natur alles hervorbringt?


    Lass dich auf jeden Fall nicht davon abhalten, weiteres aus einem Spezialgebiet zu posten, auch wenn du hier mehr oder weniger Einzelkämpfer sein dürftest.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!

    Zitat


    ....aber er sagte das die auf dem Boden im Laub gewachsen sind...


    Kannst ja nochmal nachfragen, aber mich würde es nicht wundern, wenn der eventuell nicht ganz alleine gewachsen ist, vielleicht sogar mehrere Fruchtkörper fast büschelig. Muss aber natürlich nicht sein, aber für mich sieht das sehr nach Hypholoma (Schwefelkopf) aus.
    Flammulina (Samtfußrübling) will ich aber auch nicht ausschließen.


    VG Ingo

    Hallo Eike!


    Zitat


    Die Baumpilze sind allesamt von Fagus sylvatica


    Schön! Und was sind alles die Baumpilze?
    Ich würde ja denken, dass auch die Beetlefriend-Nr. 3 einer von Holz ist, allerdings kann ich da kaum eine Buche als Substrat glauben.


    Zitat


    So und weiter geht das lustige Treiben....


    Wäre schon interessant, ob die Funde aktuell sind und an was sie wuchsen. Deine Angaben werden irgendwie immer schmäler, aber das schrieb ich wohl schon mehrfach.
    Nr. 2 ist kein Pluteus (Dachpilz), erinnert mich beinahe an Simocybe centunculus (Kleinsporiger Olivschnitzling).
    http://www.mollisia.de/Bilder_…Simocybe_centunculus1.jpg


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Ich muss, glaube ich, auch mal wieder selbst Pilze sammeln gehen. Das Vergnügen fällt in letzter Zeit völlig unter den Tisch mit dem vielen zugeschickten Material.
    Möchte also nichts mehr geschickt bekommen, meine Zeit für Pilze wird demnächst sowieso auf ein Minimum schrumpfen, sobald der Schnee weg ist.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Auch ich möchte meinen Wetteinsatz loswerden. Ich springe auf den Zug von Nobi, glaube auch eher an einen Helmling als an Leucocoprinus, schon, weil ich gedanklich Faltenschirmlinge eher nicht direkt an Holz sehe.
    Zum Thema Mycena an Haselnuss kann ich aber den folgenden bieten, leider ist die Bestimmung nicht sicher:
    Mycena cf. tenuispinosa (Stachelhütiger Helmling)


    Natürlich wächst diese Art nicht strikt an Nüssen. anderes dünnes Holz geht genauso.
    Was bei deinem rauskäme macht natürlich neugierig. Mal sehen, wie lange du ihn am Leben erhältst.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    So sieht Steccherinum ochraceum (Ockerrötlicher Resupinatstacheling) aus. Sind doch Stacheln oder?
    Allerdings kann man auch hier nicht 100% geben, weil es in dieser oder ähnlicher Farbe noch andere gibt.
    90% ist er mir wert, reicht aber eben nicht für eine sichere Angabe in der Fundliste.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Irgendwann muss man ja mal zum Ende kommen. Ich rede von Zarkos zugeschickten Pilzen, so langsam werden sie auch unansehnlich, einen kleinen Teil habe ich nicht mehr gefunden (wie z.B. die Orbilia), ein größerer Teil ist wegen Zeitmangel leider kaputt gegangen.


    Sehr interessant wäre sicherlich noch der weinrote Begleiter des Stictis gewesen......

    ....., zumal eben gleich aussehende Becherchen auch auf 2 weiteren Stictis-Bildern bei Zotto zu sehen sind. In Fredi Kaspareks Bild ist er als Unguiculariopsis castanea bestimmt worden. Wäre ein interessanter Zusammenhang!
    Naja, der ist auf jeden Fall nicht mehr da.


    Einen anderen wiederum fand ich gar nicht auf Zarkos Ankündigungsbildern. Leider hat sich bei dem auch schon die Fruchtschicht aufgelöst, deshalb nur die Kurzvariante:
    Episphaeria fraxinicola (Dunkelspor-Zwergschälchen)

    Ist ein Basidiomycet an Laubholz, gerne Esche.


    Andere Pilze habe ich zumindest noch fotografiert.
    Auch wenn nicht bewiesenermaßen identifiziert, sollte es sich hierbei um Trichopeziza leucophaea (Weiße Trichopeziza) handeln:

    Das hier müsste nach meinem Verständnis Trichopeziza mollissima (Gelbhaarige Trichopeziza) sein, noch etwas wenig gefärbt:


    Und dann war bei der Karstenia auch noch sowas dabei:

    Habe ich, glaube ich, auch schon irgendwo mal gesehen. Aber wo?


    VG Ingo W

    Hi Björn!


    Wahnsinnsbilder wieder von dir!

    Zitat


    Als mögliche Unterscheidungsmerkmale kenne ich nur die Reaktion auf Lugol (die soll wohl bei einen von denen negativ und beim anderen positiv sein) sowie das Substrat (S. stellata: herbicol, S. radiata: lignicol).


    Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen Vertreter von Stictis gibt, wo keine Reaktion der Fruchtschicht auf Jod folgt. Die reagieren doch alle.
    Das Problem wird aber sein, dass M. Sherwood nicht auf hemiamyloide Reaktion achtgegeben hat. Alleine mit Melzer kann man das übersehen, denke ich.


    Naja, und das herbicol versus lignicol würde mich erst überzeugen, wenn es andere Unterscheidungsmerkmale gibt, die damit einhergehen, zumal Sherwood (1977) sagt, dass stellata zwar herbicol wächst, aber gelegentlich auch auf Holz vorkommt.
    Weiterhin meint sie ja, dass z.B. die Periphysen bei St. radiata verzweigt wären (taucht aber auf ihrer Zeichnung nicht auf).
    Ich kann mir das nicht vorstellen, schon gar nicht als Artmerkmal, maximal als Folge einer Wachstumsstörung, so ähnlich, als wenn ich Mollisia nach Schädigung weiterwachsen lasse, da kommt auch verrücktes Zeug heraus.


    Ich bleibe erst mal skeptisch, bei Zottos Beispielen kann ich auch keine Unterschiede sehen.


    Auf deiner Seite war ich natürlich, habe gesehen, dass du da für beide einen Fund hast.
    https://www.sites.google.com/s…ictis-radiata-l-pers-1800
    https://www.sites.google.com/s…ictis-stellata-wallr-1833
    Für die überzeugende Unterscheidung helfen leider die Bilder nicht viel weiter. Oder hast du noch Material in der Hinterhand?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Liegen die dann ineinander verschlungen in den Asci? Wie zählt man die dann?


    Ja genau, so lange Sporen können auch etwas verzwirbelt/verschlungen in den Asci liegen.
    Nachzählen kann man die eigentlich nur, wenn sie gerade entlassen werden oder wenn ein Ascus zerbrochen ist. Dann hat man so einen "Strauß" wie hier (linkes Bild rechts!):
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=18671&position=4


    Wenn sich Sporen und Paraphysen oder auch Haare formähnlich sind, hat man zur Unterscheidung oft noch die Option, dass die Septierungshäufigkeit und der Inhalt der Elemente unterschiedlich ist.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Immer noch von Zarko, wuchs an Brombeere.


    Eine eindeutige Unterscheidung von Stictis stellata (Sternenförmiges Lochbecherchen) und Stictis radiata (Weißlappiges Lochbecherchen) erscheint mir nicht möglich.
    Angebliche Unterschiede der "ascus-caps", der Periphysen, der Maße der einzelnen Sporenzellen oder der unterschiedlichen Jodreaktion der Fruchtschicht erscheinen mir nicht plausibel.


    Mikros:



    Viele Grüße
    Ingo W

    Hallo!


    Immer noch von Zarko. Mit seiner Vermutung Cryptodiscus rhopaloides (Keulensporiges Höhlenbecherchen) lag er richtig.

    An Forsythie gewachsen.
    Mikros:



    In meinen Kultur-Dosen hat sich ein hübscher Springschwanz angesiedelt, einer von den Kugelspringern. Die kenne ich eigentlich aus meine Region eher rosa-violett.
    Die hier sind gelb. Ob die jetzt Österreicher sind (von Zarkos Hölzern) oder noch im Moos der Dose von Jan-Arne verharrten, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Der Daedaleopsis ist nur confragosa. D. tricolor hätte durchgehende Lamellen.


    Nr. 5 kann vielleicht H. radula (Reibeisen-Rindenpilz) sein, aber sehr eindeutig finde ich das nicht. Man müsste womöglich mal senkrecht auf die Fruchtschicht schauen, ob das wirklich Zähne sind, die zur Art passen, oder ob auch was anderes Zähniges/Geschlitztporiges in Frage kommt.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Deine Bestimmungen passen alle, auch die 4.
    Bild 1 rechts unten hätte mich ja noch interessiert. Resupinatus?


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Zitat


    Was meinst Du mit "stufigem Hymenium" genau? Kannst ein paar Beispiele einstellen oder darauf verweisen?


    Gern kriecht er unten am Ast entlang (hier rechtes Bild):
    http://www.kristvi.net/sopp/kj…ke_phellinus_pomaceus.htm


    oder hat Treppchen auf der Unterseite:
    http://www.discoverlife.org/mp…e=Polypores_North_America


    Muss aber beides nicht sein. Wenn ´s aber irgendwo in der Kollektion da ist, ist es ein Hinweis, zumindest meiner Ansicht nach.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Ausgeschlossen ist das sicherlich nicht. Gern wachsen die Pflaumen-Feuerschwämme (Ph. pomaceus) als "Astkriecher" oder mit stufigem Hymenium. Das letzte kann ich jetzt so auf deinen Bildern nicht erkennen, deswegen kämen vielleicht doch auch andere Phellinus-Arten in Betracht.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Encoelien gibt es sicherlich ein paar Arten, aber andere Becherchen können auch büschelig wachsen.
    Ich wüsste nicht mal, wohin ich denken soll, weil ich kaum was erkenne auf den Bildern.


    Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    kann man bei 5 denn einen alten Violetten Knorpelschichtpilz ausschließen?


    Chondrostereum hätte hellen Zuwachs (keinen orange-zimtbraunfarbenen) und einen filzigen Hut. Er gehört den den Besiedlern von initialmorschen Holz. An solch morschem Holz, woran hier Hymenochaete rubiginosa wächst, wäre er nicht zu finden.


    VG Ingo W

    Hallo!
    Von Zarko noch, das Aschgraue Weichbecherchen (Mollisia cinerea) an Laubholz-Aststück:

    Sieht so überhaupt nicht grau aus. Mollisien sind aber oft je nach Durchfeuchtung farblich sehr wandelfähig.


    Feuchter und mit stark geschädigten Bechern:


    Mikro:



    Makroskopisch ist Mollisia lividofusca (Bleigraues Weichbecherchen) sehr ähnlich. Dessen Sporen sind reif aber durchschnittlich über 10 µm lang und meist lässt sich ein dunkles Subhymenium feststellen.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!
    1.)

    Zitat


    Ist das evtl. ausgetrockneter Peniophora incarnata (Fleischroter Zystidenrindenpilz) ?


    Das ist sehr wahrscheinlich. Sagen wir, zu 98%.
    Gibt aber noch mindestens einen Zwilling an Grünerle.


    2.) 95% Chondrostereum purpureum (Violetter Knorpelschichtpilz). Hier muss man immer auf eingetrocknete Auricularia mesenterica (Gezonter Ohrlappenpilz) achtgeben, die sehen auf Bildern mitunter zum Verwechseln ähnlich.


    3.) Denen kommst du besser bei, wenn du ein Stück mitnimmst und einweichst bis sie ihre Form wieder annehmen. Wahrscheinlich Exidia plana (Warziger Drüsling).


    4.) sollte stimmen, zumindest Bild 4/4.


    5.)

    Zitat


    Könnte das evtl. Hymenochaete rubiginosa (Rotbraune Borstenscheibe) sein?


    Das ist sie.


    6.) Den hat Anna hier abgebildet (die letzten 3 Bilder):
    http://www.pilzforum.eu/board/…e?highlight=Abl%C3%B6send


    7.)
    Der Porige, der auch auf 6/1.) links mit abgebildet ist, findet sich auch in Annas Beitrag (Bilder leider nicht nummeriert). Sollte Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) sein.


    VG Ingo W