Beiträge von Ingo W

    Hallo Harry!


    Ich dachte da mehr an Fotos. Auf der einen Seite Tr. hirsuta, auf der anderen C. trogii.
    1. Bild beide von oben, 2. beide von unten, 3. beide im Schnitt, 4. beide bezüglich der Poren.


    Braucht man, glaube ich, keine PC-Anwendungen.
    War auch nur so ein Gedanke.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Um folgenden Becher zu finden, muss man dickeres Holz von Kiefer oder Fichte inspizieren.
    Am besten, wenn unberindet und veralgt, können aber einfach auch ältere Klötzer sein (z.B. von Baumfällarbeiten). Die Rede ist von Durella suecica (Helle Durella)


    Fast regelmäßig wachsen die Becher in hell und dunkel zusammen. Die Art kann auch, wie es sich normalerweise für eine Durella gehört, olivschwarz sein. Ich habe ihn aber hier nur in Grünlichgrau und Weiß gefunden:

    Diese verschiedenen Farbschattierungen wachsen oft beieinander, aber nicht vermischt.


    Den Lebensraum teilen auch noch 2 weitere weiße Becherchen. Das ist einmal der häufigere Hyaloscypha aureliella (Harzhaariges Hyalinbecherchen) mit deutlichen Haaren und oft in großer Anzahl wachsend ......

    ......und der letztens schon mal vorgestellte Pseudohelotium sordidulum (Schmutziges Nadelholzbecherchen), welcher ebenfalls dieses Spiel der Farbveränderung gut beherrscht. Hier in Braun....

    ....und hier in weiß:


    Durella suecica von Pseudohelotium sordidulum (vernale) mit bloßem Auge zu unterscheiden, ist also nicht so einfach. Mikroskopisch unterscheiden sie sich allerdings schon allein durch völlig andere Sporenformen. Link zum Portrait Ps. sordidulum:
    http://www.pilzforum.eu/board/…lotium-sordidulum-vernale


    Mikro von Durella suecica:




    Sowohl Ps. sordidulum (vernale) als auch Durella suecica sind relativ unbekannt, selten sind sie aber sicherlich nicht. Eine Lupe braucht man natürlich, um sie aufzuspüren.


    VG Ingo W

    Hallo Harry!


    Na, da bin ich mal gespannt, ob du auf was anderes kommst als Trametes hirsuta (Striegelige Tramete).


    So schön pelzig sind doch eigentlich nur noch die Coriolopsis-Arten, aber die sind ja hutoberseitig nicht so strikt weiß, denke ich. Wegen der weißen Trama käme ja ohnehin nur C. trogii in Betracht.


    Ich würde denken, du hast eine recht wulstig wachsende Striegelige Tramete (Trametes hirsuta), aber wie gesagt: ich bleibe gespannt, was du herausfindest.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Uli hatte mir ja noch diesen nachgeschickt, ist Nr. 3 aus diesem Beitrag:
    http://www.pilzforum.eu/board/…pfen?highlight=Junghuhnia


    Leider gibt es auch hier nichts zu bieten, was einer Lösung gleichkommt.


    Es bleibt bei Junghuhnia als Gattung, das kann man am dimitischen Hyphensystem erkennen, bestehend aus hyalinen, auffällig dickwandigen Skeletthyphen und den typischen Skeletozystiden.

    Leider wieder keine Sporen, immerhin aber diesmal schon die Anfänge der Fruchtschichtbildung.


    Junghuhnia nitida (Schönfarbiger Porenschwamm) kenne ich eigentlich gleichmäßig orange-rosalich gefärbt.
    Hier irritieren mich die anfänglich weißen Zonen, die erst nach und nach einfärben und die braunen Bereiche an verletzten Stellen.


    Sucht man im Netz, kommen aber schon auch solche Bilder zum Vorschein:
    http://commons.wikimedia.org/w…ghuhnia_nitida_229421.jpg


    Auch gibt es noch andere Arten, die mir z.T. vom Namen her gar nichts sagen und auch bildlich so schnell nichts darüber zu finden ist.
    Junghuhnia lacera (Zerschlitzter Porenschwamm) unterscheidet sich wohl hauptsächlich durch 1 µm breitere Sporen von J. nitida.


    Ich werde versuchen, ihn reif zu bekommen, aber sehr optimistisch bin ich da nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Jetzt fällt mir übrigens auf, dass Pablos Archiv-Bild wohl eher Pholiota lenta (Tonfalber Schleimschüppling) darstellt.
    Substrat war bestimmt Buchenast in Streu liegend.


    VG Ingo W

    Hallo Matthias!


    Na, das hat sich aber richtig gelohnt mit deinen Anschaffungen.
    Falls du mal Zeit hast, kannst du ja mal zeigen, mit welchen Gerätschaften für die Mikroskopie und Mikroaufnahmen du arbeitest.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    Hast du eine Idee zum Pilz 4? Das ist, da auf einem Blatt wachsend, doch sicherlich ein Schleimpilz, oder?


    Würde ich vermuten. Auf Blättern sieht man öfter mal Schleimpilze, besonders Kugeln mit Stiel.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Naja, ganz so abrupt will ich mich ja nicht vor euren Funden drücken und Orbilia und Mollisia interessiert mich schon, besonders, wenn das Substrat sicher ist.
    Die Orbilia würde mich schon jucken, also, wenn du willst, kannst du sie schicken.
    Die Mollisia auf Robinie natürlich dann gleich mit.


    Dein brauner Rindenpilz ist übrigens Lopharia spadicea (= Rußbraune Irgendwas), heißt jetzt wohl Porostereum. Das ist wohl einer der wenigen, die Robinie mögen.
    Ich finde, an Robinie wächst nicht viel Pilziges, zumindest im Vergleich zu anderen gebräuchlichen Laubhölzern.


    VG Ingo W

    Hallo Günter!


    Huflattich passt, drunter Anemone.


    Zinnober-Tramete passt, wächst meist sonnenexponiert. Die gleichen Anforderungen stellt Trametes hirsuta (Striegelige Tramete). Die wird hier auch der Begleitpilz sein. Natürlich auf Laubholz.


    Die Xylaria hypoxylon (Geweihförmige Holzkeule) passt auch, die "Hypoxylon multiforme" ist aber was anderes, ich würde ja trübe gefischt Hypoxylon cohaerens sagen, aber da sollen sich besser die melden, die das schwarze Zeug gern und oft bestimmen. Denn die sagen mir dann auch gleich, dass cohaerens viel ungleichmäßiger wächst und die Kullern auf dem Bild wahrscheinlich einfach Hypoxylon fragiforme sind.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Nr. 1 wächst hier ja stellenweise resupinat, da fällt natürlich meine Not-Idee im anderen Beitrag mit "eingetrockneter Saftporling" flach.


    Mich würden ja immer die Fundumstände interessieren, also wo das Holz und wo der Pilz am Holz.
    Hier schätze ich mal, dass das ein Ast auf dem Boden war? Könnte doch eigentlich gut mit Skeletocutis nivea (Kleinsporiger Knorpelporling) übereinstimmen.
    Und natürlich glaube ich dir als Fruchtschicht nicht die kleinen Risse. Also die sollten schon eher nur das Nebenergebnis sein, ursprünglich dürften da kleine Poren sein, oder nicht?


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Die Neun ist interessant.


    Das dürfte Trametes ochracea (zonata/ zonatella/ multcolor = Ockerfarbene Tramete) sein. Glaube nicht, dass die Fruchtkörper sich farblich noch wandeln und etwa eine Schmetterlings-Tramete draus wird. Ich finde die auf jeden Fall recht typisch für Tr. ochracea.


    Für 15 fällt mir nichts Vernünftiges ein. Eingetrockneter Saftporling??


    Nr. 1, die Exidia saccharina (Kandisbrauner Drüsling) ist schön eingefangen mit den schmalen, sich verbindenden Graten (statt Lappen oder mehr abstehenden Teilen bei Tremella foliacea).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Musst mal manche Flache Lackporlinge bei starkem Regen anschauen, können dann farblich wie bei bbq aussehen.
    Gerne hätte ich ein Beispiel gebracht aus der Gockel-Bildersuchmaschine, aber ganz Europa scheint die Flachen Lackporlinge bloß trocken zu fotografieren. Musst du es eben erst mal so glauben.


    VG Ingo W


    Edit: doch noch eins gefunden, sogar nass und trocken die gleichen Fruchtkörper. Perfekt!
    http://www.pflanzenliebe.de/in…_flacher_lackporling.html

    Hallo!


    Mm, viele Porlinge möchten wohl im Winter keine Sporen produzieren. Gilt leider auch für den 2. Porling, den wir provisorisch als Phellinus eingeschätzt hatten.
    Eigentlich dachte ich, es müsste der 1. Porling aus diesem Beitrag sein......
    http://www.pilzforum.eu/board/…r-ecke-koennte-der-kommen
    ..... bin mir aber jetzt gar nicht mehr sicher, weil mein Fotografierter ja irgendwie so Efeublätter eingewachsen hat.

    Das Hymenium sieht gleich aus, finde ich:


    Was komisch war, dass er an manchen Stellen am Fruchtkörperrand Seten-Ballungen bildete ohne, dass Subikulum (Filz) mit zu sehen war.

    Kann ich momentan nicht erklären.
    Wie gesagt, ich habe mehrere Proben von verschiedenen Stellen des Fruchtkörpers genommen, ich habe nirgends eine Fruchtschicht und auch keine einzige Spore finden können. Ohne das ist es mir zu heikel, irgendeine Bestimmung abzugeben.
    Ein nicht hilfreiches Mikrobild.....

    ...... und eine leise Vermutung, dass es wegen der relativ großen Seten am Fruchtkörperrand eventuell Phellinus ferruginosus (Rostbrauner Feuerschwamm) sein könnte, ist alles, was ich bieten kann. Soweit waren wir aber auch davor schon.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Der Pilz auf dem dritten Bild von Anna ist übrigens der Selbe wie auf ihrem ersten und zweiten und auch auf dem ersten und dritten von mir.


    Zumindest, was Annas Bilder betrifft, habe ich das schon gesehen.
    Ich wollte jedoch ein uneindeutiges Beispiel anführen. Bei Anna-Bild 1 würde sich der Fruchtkörper alleingestellt durch die weißen Lamellen verraten, bei Bild 2 durch den dort deutlicher sichtbaren Farbwechsel am Stiel.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Gar nicht schlecht, zumindest habe ich an sowas noch nicht gedacht und das ist auch noch nicht vergeben.
    Leider sind viel der Trichopezizen gar nicht so strubbelig, Tr. sulphurea sieht meist richtig gekämmt und gepflegt aus.
    Vielleicht kann man bei der Vielfalt der Haarbecher-Gattungen trotzdem ein paar schön klingende einfach belassen. Gelbgrünhaarige Trichopeziza hört sich ja auch nicht schlecht an. Aber den Strubbelbecher bekommen wir bestimmt noch los für was besonders Strubbeliges.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Und 2 Dinge sind auf Annas Bildern zu sehen, die man bei der Baeospora nicht hat:
    1: man sieht diese weißen (oft gewundenen) Stiele mit Miniköpfchen, also die Fruchtkörper, die sich von der eingebuddelten Zapfenunterseite an die Oberfläche schieben.


    2: man sieht andeutungsweise, zumindest auf dem letzten Bild, eine eindeutige 2-Farbigkeit des Stiels (noch genauer betrachtet wäre der Übergang von Braun zu Weiß nämlich gelb und damit 3-farbig) mit deutlich weißer Stielspitze und deutlich weißen Lamellen.


    Würde man den gößeren Fruchtkörper auf Anna-Bild 3 alleine abbilden, wäre ich mir jedoch nicht 100%-ig sicher bei einer Bestimmung.


    Überhaupt ist es am Bild manchmal schwieriger als live vor Ort. Auch im folgenden Bild haben die Pilze beinahe Hutform und Farbe von Baeospora.
    Hier helfen aber die schneeweißen Lamellen:


    VG Ingo W

    Hallo!


    Uli hat mir letztens 2 Porlinge geschickt. Neben dem Phellinus (Feuerschwamm) aus diesem Beitrag .....
    http://www.pilzforum.eu/board/…r-ecke-koennte-der-kommen
    ......noch einen anderen.


    Diesen anderen (weiß nicht, ob der irgendwo anders abgebildet war, erinnere mich nicht mehr), habe ich mir heute vorgenommen.

    Makroskopisch habe ich ihn Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) getauft......

    ......., mikroskopisch spricht nichts dagegen, allerdings ist er nicht reif. Noch keine Fruchtschicht, keine einzige Spore.

    Feststeht, es ist die Gattung Schizopora (Spaltblättling), denn die Hyphenenden mit Kristallen und teilweise kopfig, das passt.


    Insgesamt sind mir die Poren des Pilzes jedoch ein wenig klein, denn Sch. paradoxa hat, mit dem blankem Auge betrachtet, eigentlich gut sichtbare.
    Hier im Beitrag 5 sind sie typischer:
    http://www.pilzforum.eu/board/…light=Schizopora+paradoxa
    Bei der jetzigen Probe jedoch muss man schon ganz genau schauen. Schön geschlitzt sind sie ja, eckig auch, aber eine Restunsicherheit bleibt dennoch, die Sporen fehlen einfach.


    Mal sehen, ob Ulis 2. Pilz, der Feuerschwamm, demnächst mehr von sich verrät.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Für Trichopeziza und Trichopezizella ist mir noch kein überzeugender deutscher Name eingefallen.
    Glashaarbecherchen habe ich schon für Olla verwendet, weil die so eine glasige massive Spitze an den Haarenden haben.


    Die weiße Trichopeziza leucophaea (ist wohl nur ein Albino zu Tr. mollissima) erinnert mich aber von der Haarstruktur durchaus immer an Glaswolle, insofern verstehe ich eventuell deinen Gedankensprung zu Glas.


    Die Art (Tr. mollissima) brauchst du eigentlich auf keine Liste zu setzen. Einfach zur gegebener Zeit an alten Brennnesselstängeln schauen, die muss man kaum suchen, sondern einfach mitnehmen. Wachsen aber auch an ganz viel anderen Kräutern, auch im Garten z.B. an Akelei. Das Problem ist, der Garten darf nicht zu gepflegt sein, weil es eben vorjährige Stängel braucht.


    VG Ingo W