Beiträge von Joli

    Liebe Forumsmitglieder,


    als erstes möchte ich allen ein frohes, gesundes, erfolgreiches und vor allem pilzreiches Neues Jahr wünschen!


    Heute war ich zum ersten mal in diesem Jahr im Wald ;) und habe folgende Baumpilze gefunden, die meiner Meinung nach Judasohren sein könnten (ich habe die Judasohren bisher noch nie gefunden):


    1) Hier sind vermutlich Judasohren:





    Die Pilze sind gallertartig, braun, feucht, manche Pilze sind aber ausgetrocknet und mit Falten durchzogen. Durchschnitt des Pilzkörpers variiert zwischen 0,5 cm bis zu ca. 10 cm (handflächevoll). Geruch angenehm.


    2) Sind das auch Judasohren oder andere Pilze?






    Die Pilze sind ebenfalls gallertartig, feucht, sind aber viel dunkler als die anderen (dunkel braun bis schwarz). Durchmesser des Pilzkörpers varriert von ca. 1 cm bis zu ca. 7 cm. Die Pilze sind meist verwachsen, Geruch angenehm, etwas süßlich. Die Konsistenz des Pilzes ähnelt Schmutzbecherling, es färbt aber nicht ab.


    Beide Pilzarten habe ich im Laubwald (Buchen, Eichen u.a. Laubbäume) gefunden.
    Kann jemand mir helfen die Pilze zu bestimmen?


    Nachtrag:
    An einem Stamm habe ich beide Pilze gefunden (oder etwas ähnliches in schwarz - siehe dort wo ich mit dem Finger zeige; dieser schwarzer Pilz war fast zerfallen, nicht mehr ohrlappenförmig, nähere Fotos von dem Pilz sind leider nichts geworden):


    Viele Grüße
    Joli


    wie groß ist den die Wahrscheinlichkeit im Dez. rund um das Taurusgebirge fündig zu werden ?


    Hallo Walter,
    ich bin vor ca. 2 Wochen aus der Türkei zurück und habe häufig in den Ausläufern des Taurusgebirges (mest mit Kiefernwäldern) Menschen an den Straßenrändern gesehen, die Pilze verkauft haben. Selbst habe ich lediglich einige Täublinge gefunden (ich war aber nicht geziehlt Pilze sammeln und es war am späten Nachmittag - also zu dunkel dafür).


    Auch auf den Märkten (in Bodur und in Antalya-Lara) wurden Wildpilze (ich habe nur Reizker gesehen), hier ein Beweisfoto:


    Deshalb gehe ich davon aus, dass auch jetzt noch ihr fündig werden könnt.


    Viel Erfolg und schöne Zeit noch!
    Gruß
    Joli

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die schnele Hilfe!
    Ich habe die Bilder und Beschreibung im Internet
    http://www.natur-lexikon.com/T…79-pappelschueppling.html
    mit von mir gefndenen Pilzen verglichen. Sie sehen tatsächlich sehr ähnlich aus. Ich werde die Fundstelle im nächsten Jahr im Herbst erneut aufsuchen und hoffe, dass ich dort frische Pilze finde und sie noch genauer untersuchen kann ;-)
    Vielen Dank noch mal und bis zum nächsten Mal!
    LG
    Joli

    Hallo zusammen,
    gestern habe ich (mir noch) unbekannte Pilze gefunden, die an den gefällten Laubbaumstämmen wuchen (Baumart unbekannt, da sehr alte, z.T. verfallene Bäume).
    Hier sind noch ein paar Merkmale zu den Fruchtkörpern des Pilzes:


    - Durchschnitt des Hutes : 2-10 cm (je nach Alter des Pilzes)
    - Länge des Stiels: 1 -3 cm , meistens ist der Stiehl nicht genz zentral positioniert (ähnlich wie bei Seitlingen)
    - Farbe des Hutes: beige/hell braun (bei den jungen Pilzen), braun (bei älteren Pilzen)
    - Lamellen: hell braun/beige (bei jüngen Pilzen), dunkel braun (bei alten Pilzen)
    - Beim Druck und im Schnitt sind keine Verfärbungen zu erkennen
    - Stiel und die Hütte sidn etwas beschuppt, insb. bei jüngeren Pilzen sind gut zu erkennen
    - Geruch: rettigartig
    - Konsistenz: gummiartig (bei frischen Pilzen kann aber etwas anders sein, da die gefundenen Pilze gefroren waren)


    Und schließlich noch ein paar Fotos:










    (Schnittbild folgt)


    Handelt sich hier evtl. um eine Art von Seitlingen?
    Freue mich auf eure Beiträge!


    Viele Grüße
    Joli

    Hallo Daggi und Jan-Arne,


    vielen Dank für eure ausführliche Info!
    Vor ein par Tagen habe ich (obwohl davor bereits gefrostet und geschneit hat) tatsächlich erneut Samtfüßrüblinge gefunden:


    Sie wuchsen an den gefällten Baustämmen (Laubholz - was für eine Baumart das ist, konnte ich leider nicht identifizieren).


    Ich werde demnächst auch nach den Austernseitlingen und Judasohren schauen, wenn ich wieder im Wald bin... Ich bin gespannt, ob ich diese Pilze finden werde ...


    Liebe Grüße
    Joli

    Hallo Anna,
    sehr schönes Bericht und tolle Fotos! Und toll, dass so was angeboten wird. Ich denke, für Anfänger (und nicht nur) ist ein solcher Kurs Gold wert!
    Ich würde auch sehr gerne an so einem Kurs/Pilzlehrseminar teilnehmen. Wo kann man solche Angebote finden? Interessieren würde mich aber Bonner/ Kölner Gegend (im Umkreis bis zu 50 km von diesen Städten).
    Bis jetzt habe ich nichts vergleichbares gefunden.
    Viele Grüße
    Joli

    Vielen Dank Malone, Gerald und Lutine!
    Jetzt habe ich zwei Speisepilze mehr auf meiner Sammelliste und werde beim nächsten Mal im Wald danach suchen.
    Wenn der Semmelstoppelpilz keinen Frost verträgt, bedeutet, dass er nicht mehr lange zu finden sein wird ?
    Und Samtfußrübling - kann man diesen Pilz tatsächlich den ganzen Winter finden? Eine Fundstelle kenne ich ja bereits und werde nächstes Wochendende vorbei schauen ;-)


    Gibt es noch weitere Speisepilze, die im Winter wachsen?
    Gruß
    Joli



    Hallo Malone,
    vielen Dank für die schnelle Antwort!


    Eine Frage: Weshalb würdest Du 1+2 nicht essen (vorausgesetzt sind das tatsächlich Semmelstoppelpilz und Samtfußrübling)?
    Sind die Pilze zu alt?


    Kann man Samtfußrübling tatsächlich mit keinem anderen Pilz verwechseln? Ich habe leider nur ein kleines Buch und hätte gerne gewusst, wie man sden Samtfußrübling sicher von anderen (ggf. giftigen?) Pilzen unterscheiden kann. Wie groß können sie denn werden? Bleibt Stiel immer braun oder kann bei älteren Pilzen auch heller werden bzw. ganz braune Farbe verlieren?


    Zu 3:
    Mein Pilz sieht genau so aus, wie die Runzlige Koralle, z.B. auf diesen Bildern:
    http://www.natur-lexikon.com/T…091-runzlige-Koralle.html


    Vielen Grüße
    Joli

    Hallo zusammen,
    ich habe heute einige Pilze gefunden, die ich gerne bestimmen lassen möchte:


    1) Semmelstoppelpilz (bin ziemlich sicher)
    Farbe: hell gelb
    Form des Hutes. unregelmäßig (änlich wie Pfifferling)
    Durchmesser des Hutes: ca. 2-6 am
    Unten sind Stoppel statt Lamellen/Röhren
    Konsistenz des Pilzkörpers: weich, leicht zu schneiden
    Geruch: Fruchtig





    Oder gibt es ähnliche Pilze? Wenn ja - sind sie auch essbar?


    2) Samtfußrübling (unsicher)
    Durchmesser des Hutes: 1-3 cm.
    Konsistenz des Hutes: klebrig, leicht schmierig.
    Farbe des Hutes: Gelb, in der Mitte etwas dunkler.
    Farbe der Lamellen: hell gelb.
    Stiehl: braun (nicht ganz bis oben), hohl.
    Länge des Stiels: 4-7 cm
    Geruch: angenehm, fruchtig.






    Wenn das Gemeiner Samtfußrübling ist - besteht Verwechslungsgefahr? Mit welchen Pilzen kann man diesen Pilz verwechseln und was sollte man insb. beachten?


    3) Herkuleskeule (unsicher)
    Länge des Fruchtkörpers: ca. 5 cm.
    Farbe: weiss, beim Druck verfärbt sich leich gelb/hell braun.
    Umfang: ca. 0,5 cm.
    Geruch: unauffällig.
    Konsistenz: weich.
    Innerhalb einer Nacht ist der Fruchtkörper mindestens um ca. 1/3 geschrumpft.






    Alle Pilze wurden im Laubwald (u.a. mit Buchen) gefunden.


    Falls ich noch irgendwelche Angaben machen soll - bitte um Info!
    Freue mich auf eure Beiträge / Hilfe.
    Gruß
    Joli


    Ja mit den Gewürzen muß man vorsichtig sein....irgendwie scheint die Gärung den Geschmack zu intensivieren...?


    Hallo Walter,
    wie gesagt, bei den silierten Reizkern ist nicht mehr so viel vom Originalgeschmack der Pilze geblieben. Die Pilze schmecken nach Gewürzen und sind säuerlich. Es hat mir aber trotzdem wunderbar geschmeckt!
    Ich habe heute gelesen, dass das Silierverfahren tatsächlich das Pilzaroma wegnimmt und die Pilze werden geschmacksneutral. Einsalzen soll mehr bringen. Deshalb werde ich nächstes Jahr auch mit dem Einsalzen versuchen.
    Viele Grüße
    Joli


    Hallo Joli !
    bist Du sicher das es sich um einen Pilz handelt ? ich denke da an eine Maserknolle
    Gruß Harry


    Hallo Harry,
    sicher bin ich nicht, deshalb frage ich nach ;-)
    Es kann schon sein, dass hier kein Pilz, sondern eine Maserknolle oder Baumkrebs ist.
    Wenn man im Internet nach Inonotus obliquus sucht, sehen die Bilder verdammt ähnlich aus wie meine (zumindest mit dem 1. Bild). Siehe als Bsp. hier:
    http://www.tintling.com/pilzbu…/i/Inonotus_obliquus.html
    oder hier:
    http://botanycourse.com/catego…egories/mycology/page/41/
    Wie gesagt, das Gebilde ist sehr hart, wenn man aber nach innen (z.B. mitr dem Messer) "bohrt" bröckelt der Inhalt raus. Es ist aber auf jeden Fall nicht so hart wie der Holz selbst.
    Ich bin gespannt, was die andere dazu sagen.
    Gruß
    Joli

    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    heute im Birkenwald habe ich einige Bäume mit schwarzen Wucherungen gefunden:
    1. Baum


    2. Baum:

    3. Baum:


    Ich hatte leider nichts dabei, womit ich dieses Gebilde vom Baum entfernen konnte. Deshalb kann ich nur wenig über das innere des Pilzes sagen. Ich habe nur etwas von der Rinde mit dem Messer abgekrazt (beim 1. Baum). Im Inneren versteckte sich eine helgelbe, bröckelige Masse, die bitter geschmeckt hat:


    Handelt sich hier evtl. um Schiefer Schillerporling (Inonotus obliquus), der auch als Chaga / Tschaga genannt wird?
    Wenn ja - wann und wie soll ich diesen Pilz vom Baum entfernen?
    Für jeden Hinweis würde ich mich freuen!
    Viele Grüße
    Joli


    Hallo Joli ,


    drück Dir die Daumen u. freue mich schon auf Deinen Bericht ;) !


    Gruß
    Walter


    Hallo Walter und alle zusammen,
    nach ca. 20 Tagen ist es soweit. Ich habe es gewagt meine silierte Reizker zu probieren. Ich habe die Pilze 1/2 Tag im kalten Wasser liegen lassen, abgetropft, geschnitten, mit geschnittenen Zwiebeln und Creme Fraiche vermischt und dann mit gekochten Dill-Kartoffeln gegessen. Es war köstlich!
    Hier sind eine paar Bilder vom Zubereitungsverfahren:

    (hier sind allerdings andere Pilze beim Silieren - nicht Reizker, die ich heute gegessen habe)



    Also, ich empfehle jedermann die Reizker zu silieren. Nächstes Mal würde ich allerdings etwas weniger Gewürze verwenden (u.a. Knoblauc), damit etwas mehr Pilzeigengeschmack bleibt.
    Ich wünsche allen noch einen schönen 1. Advent !
    Gruß
    Joli


    Gestern habe ich an einer ganz anderen Stelle wieder einen Klapperschwamm entdeckt, leider welk. Aber von solchen Ausmaßen, dass ich echt sprachlos war. Um eine uralte Eiche vier Fruchtkörper, von denen jeder fast einen Meter Durchmesser hatte, daneben noch mehrere kleine. Ich hoffe, sie kommen im nächsten Jahr wieder! :)


    Hallo Rübezahl,
    haben Sie Klapperschwamm im Kottenforst gefunden oder wo anders? Würde mich interessieren, da ich auch unweit von Kottenforst lebe und meistens dorthin auf die Pilzjagt gehe ;-). Meinen Klapperschwamm habe ich im Harz gefunden, wo ich leider viel zu selten bin.
    LG
    Joli

    Hallo Lara,
    auch von mir ein herzliches Glückwunsch zu deinem Erstfund!
    Ich habe in diesem Herbst ebenfalls den Klapperschwamm zum ersten Mal gefunden :) und - nachdem ich den Pilz bestimmt habe - eine schöne Malzeit zubereitet. Ich habe ein paar Stücke vom Klapperschwamm (in Streifen geschnitten) mit Zwiebel und Speck angebraten und mit Sahne und Kräutern verfeinert und das ganze mit Nudeln gegessen. Der Pilz hat mir hervorragend geschmeckt!


    Trocknen kann man den Pilz ebenfalls und u.a. als Tee trinken (Klapperschwamm ist ein Heilpilz und hat eine heilende Wirkung) oder auch nach dem Einweichen in den Pilzgerichten (z.B. in der Suppe) verwenden. Ich persönlich habe nur ganz wenig vom Pilz getrocknet (zum Ausprobieren), aber noch nicht verwertet.


    Weitere Tipps findest du auch hier:
    http://www.pilzforum.eu/board/…?highlight=klapperschwamm


    Ansonsten im Internet nach Rezepten mit Klapperschwamm (bzw. Maitake - japanischer Name des Pilzes) suchen. Ein paar Rezepte habe ich gerade gefunden:
    http://blog.vitalpilze-naturheilkraft.de/tag/maitake/


    Viel Spaß beim Kochen!
    Gruß
    Joli

    Hallo Beorn,
    ja, das stimmt - zum Cortinarius habe ich nicht viel beschrieben. Den Pilz habe ich leider auch nicht mehr. Ich wollte zu Hause einfach mal prüfen (lassen), ob das evtl. violetter Lacktrichterling ist.
    Die Flecken/Verfärbungen sind vermutlich an den Verletzungsstellen bzw. von den ockerfarbigen Sporen entstanden (aber definitiv nicht vom Lippenstift ;-).
    Die Stielbasis habe ich leider nicht abgelichtet und kann mich daran leider auch nicht erinnern, wie diese war. Schnittbild hab ich leirder auch nicht gemacht...
    Wenn ich nächstes Mal diesen Pilz finde, werde ich genauer analysieren und berichten!
    Viele Grüße
    Joli


    ich weis nicht ob es für dich geschmacklich in Betracht kommt, aber als kleiner Hinweis :


    http://www.pilzforum.eu/board/…nlegen?highlight=einlegen


    Die zwei Monate des Einlegens sind bei mir noch nicht ganz vorbei, ich habe es mit Fichtenreizkern probiert. Ich freue mich aber schon darauf. Einen Versuch wäre es doch wert ?


    Vielen Dank für die Info! Werde das Verfahren "Einsäuern" im nächsten Herbst ausprobieren...
    Bitte berichte, wie das Ergebnis war!
    Gruß
    Joli


    [hr]


    drück Dir die Daumen u. freue mich schon auf Deinen Bericht ;) !


    Vielen Dank! Werde berichten :)
    Gruß
    Joli


    dieser neue violette Pilz ist definitiv ein Cortinarius. Das siehtst du an den rostrot behauchten (Sporenpulver) Schleierresten (lat. Cortina= Schleier) am Stiel. Cortinarienbestimmung ist recht schwierig und nicht immer makroskopisch möglich. Bei der genauen Art halte ich mich hier, zumal ich gerade keine Zeit zum Recherchieren habe, lieber zurück, wobei es durchaus sein kann, dass einer unser Experten diesen Pilz ad hoc kennt.


    Hall Anna,
    Vielen Dank für die Hilfe!
    Ich habe gerade etwas im Internet gestöbert und festegestellt, dass von der Gattung Cortinarius in Mitteleuropa insg. etwa 500 Arten gibt, weltweit - mehr als 2.000 Arten.
    Bei wikipedia ist ähnlicher Pilz (erstes Foto) als Bitterer Schleimkopf (Cortinarius infractus) bezeichnet, siehe hier:
    http://de.wikipedia.org/w/inde…etimestamp=20050717061833


    Wenn ich im Internet nach Bitteren Schleimkopf weiter suche - finde ich nur ähnliche Pilze, aber keinen lilanen/lila angehauchten :(
    Außerdem, in einem anderen Thread in diesem Forum hat ein Forumsmitglied die Fotos von vermutlich gleichem Pilz eingestellt sind (Nr 1):
    http://www.pilzforum.eu/board/…ng-faelbling-und-was-noch
    Es wird dort auch vermutet, dass das ein Cortinarius (Schleierling) ist. Was für einer - ist bis jetzt noch nicht geklärt...
    Schönen Abend!
    Joli


    Kleiner Tip: Für den Sporenabwurf eine glatte Unterlage verwenden, und am besten unter eine Hälfte des Hutes schwarzes Papier legen.


    Hallo Beorn.
    vielen Dank für den Hinweis! Ich habe gestern Abend den Pilz auf dem schwarzem Papier gelegt. Leider sind keine Sporen zu sehen :crying:



    Von "definitiv weiß" kannst du sprechen, wenn du weißes Sporenpulver siehst.
    Z.B. kann das auch vorkommen, dass du den Pilz nicht zum Aussporen bekommst (widrige Bedingungen, unreifer Pilz).


    Hallo Ingo W,
    wenn so ist - dann ziehe meine Aussage zurück bzgl. den Sporen beim 2. Pilz. Wenn ich das nächste Mail diesen Pilz finde - werde ich so wie beschrieben probieren die Sporen zu bekommen. Dann melde ich mich erneut.


    Vielen Dank für die Tipps und einen schönen Abend noch!
    Gruß
    Joli

    Hier das Zwischenergebnis der Pilzbestimmung:


    1) Schmutzbecherling/Bulgaria inquinans (JanMen / Ingo W)


    2.1) Wolliger Risspilz/Inocybe Lanuginosa (Beorn)
    ODER
    2.2) Bärtiger Ritterling/tricholoma vaccinum (Anna)


    -> Ich bin für 2.2


    3.1) Lyophyllum (Ingo W)
    ODER
    3.2) Gerhardtii borealis bzw. Calocybe incarnatobrunneum (Buliz)


    4) Horngrauer Rübling / Rhodocollybis butyracea var. asema (Ingo W)


    Zu den Pilzen Nr. 1 und 4 sollte m.E.n. die Bestimmung passen.


    Wer wagt sich zum Pilz Nr. 2 und 3 endgültige Bestimmung abzugeben?
    Zu den unter 3.2 beschriebenen Pilzarten kann ich spontan keine Information im Internet finden. Im Buch, den ich zu Hause habe, sind diese Pilze nicht beschrieben :-(


    Gruß
    Joli


    Hallo, Joli!


    Edelreizker brauchst weder abkochen, noch irgendwie Würzen. Manche Spezialisten tun sie nicht einmal waschen. Nimmst nur die Hüte, legst sie in einer Schicht auf dem Boden eines Gefäßes (traditionell ein Holzfass, geht aber auch ein emaillierter Topf) aus, mit Lamellen nach oben, dann Salz (grobkörnig und besser nicht jodiert) drüber, dann wieder eine Schicht Reizkerhüte, dann wieder Salz, usw... Zum Schluss einen Teller drauf, mit einem Gewicht beschwert (Metalle vermeiden!). Für 3 bis 5 Wochen in einem kühlen Raum stehen lassen –” fertig. Danach kannst sie auch in sterile Dosen umfüllen, mit frischem Salzwasser übergießen und dann im Kühlschrank bzw. im Keller aufbewahren.


    Sie werden mit reichlich Öl und in Essig marinierten (Jung)Zwiebeln serviert.


    Hallo Trüffelino,
    vielen Dank für die Tipps zum Einsalzen der Pilze! Ich werde dieses Konservierungsverfahren mit Reizkern beim nächsten Mal ausprobieren. Für dieses Mal ist leider schon zu spät ;-)
    Gruß
    Joli
    [hr]


    so wie Du dein Vorgehen beschrieben hast , läuft das in die Richtung "Silierte Pilze" , also eine Milchsäurevergärung wie beim Sauerkraut !


    Hallo Pilz-kultur,
    vielen Dank für die Info und den Link für das Silieren! Ich bin rein intuitiv so ähnlich vorgegangen wie beim Silieren. Vor ca. einem Monat habe schon mal probiert die Reizker im einfachen Einmachglas einzusalzen. Die Pilze sind aber leider kaputt gegangen (verschimmelt)... Die geschichteten Pilze waren für mein Verständnis zu trocken und lagen ohne Flüssigkeit im Glas, deshalb habe ich beim 2. Mal spontan beschlossen sie in eine Schüssel zu schichten und mir Buttermilch-Kochflüssigkeitlösung zu bedecken...
    Ich werde die Pilze also doch in die Küche rein holen (Siliertemperatur ist lt. Beschreibung 13-20 °C) und in ca. 10 Tagen werde ich die Pilze kosten bevor ich sie anschließend kühl lagere. Mal sehen, ob daraus was wird. ;-)
    Gruß
    Joli


    Hallo Anna,
    bärtiger Ritterling sieht meiner Meinung nach am ähnlichsten mit dem Pilz Nr. 2 aus! Z. B. auf diesem Bild:
    http://www.google.de/imgres?im…&ved=0CCEQ9QEwAA&dur=1209
    Ich habe die Pilze gestern Abend durchgeschnitten, bei einem den Stiehl abgerissen und mit dem Hut nach unten auf eine Serviette gelegt. Das Erfgebnis ist hier zu sehen:

    Die Stiele der Pilze sind an der Schnittstellen/Bruchstellen über die 24 Std. (bzw. etwas früher - ich habe aber erst nach ca. 24 Std. feststellen können) nachgedunkelt: sie haben sich sandfarbig-ockerlich-orannge verfärbt, ähnlich wie auch am Anfang die Lamellen etwas dunkler bzw. fleckig geworden sind.
    Ich finde, dass die Lammellen bei den frischen Pilzen weiss waren oder zumindest so hell, dass man kaum sieht (eben cremeweiss). Von den Sporen auf der Serviette ist KEINE Spur zu finden. Sie sind also definitiv weiss!
    Gruß
    Joli


    Hallo Safran,
    wo kommen denn die Herbsttrompeten und die Trompetenpfifferlinge, die Du schon mal gefunden hast?
    Ich habe diese Pilze bis jetzt noch nie gefunden und möchte gerne auf die Suche gehen. Es wäre aber sinnvoller, wenn ich wüsste - in welchem Wald ich sie suchen soll ;)
    Gruß
    Joli


    Zu Pilz 2 würde mich deine eingeschätzte Lamellenfarbe interessieren. Auf den nachgereichten Bildern sehen die jetzt leicht bräunlich aus.


    Ist Pilz 3 nicht vielleicht ziemlich gummiartig? Büschelig sind die nicht gewachsen, oder?


    zu 2: Lamellenfarbe ist inzwischen nicht mehr ganz weiss, sondern leicht braun geworden. Beim frisch gepflückten Pilz waren sie aber m.E. ganz weiss. Den Pilz werde ich über die Nacht und morgigen Tag auf der Serviette liegen lassen und werde berichten, ob irgendwelche Farbe ausgetreten ist. Bis jetzt, wie bereits geschrieben, konnte ich keine farbigen Sporen feststellen (der Pilz lag allerdings nicht auf einer Serviette, sondern auf einem weissen Teller und nicht mit dem Hut nach unten, sondern seitlich).


    zu 3: Ja, der Pilz ist gummiartig. Man kann den Hut seitlich zerdrücken, ohne dass Pilz zterbricht (wie einen Entspannungsgummiball). Büschellig ist der Pilz nicht gewachsen. Ich habe lediglich zwei Pilze beieinander wachsend gefunden, siehe hier (das Bild ist leider von sehr schlechten Qualität):


    Gruß
    Joli[hr]


    Da hast du dir ja nochmal richtig Mühe gegeben. Famos. :alright:
    Ab jetzt bitte immer so. Wie gesagt, mit der Zeit kommt dann auch das Feeling, welche Angaben wann wichtig sind.


    Mache ich :alright:



    Zum zweiten: Ich würde wetten, daß das Sporenpulver nicht weiß ist, und vorläufig bei meiner Idee bleiben. Zumindest in weiterem Sinne. Sicher gibt es noch etliche ähnliche Arten in der Gattung, die übrigens gar nicht so einfach ist.


    Ich werde darüber morgen berichten, siehe auch meine AW an Ingo W.


    Vielen Dank und eine gute Nacht!
    Joli