Beiträge von Schupfnudel

    Ok - Habitat hilft nur teilweise zur Abgrenzung:

    Zitat

    Gyromitra gigasappears in hardwoods as well as in coniferousforests or in forest clearings, prevalently in close proximity of (or di-rectly from) old stumps, rotten logs or other decayed wood. in cen-tral europe it grows with preference in woods of birch (Betula) oraspen (Populus tremula), but also in association with spruce (Picea),linden (Tilia), hornbeam (Carpinus) or oak (Quercus), occasionallywith other trees. Gyromitra gigasoccurs from submontane to mon-tane level, both on alkaline (e.g. calcareous or basaltic) and acidic(e.g. plutonic) substrates.

    (12) (PDF) Preliminary phylogenetic and morphological studies in the Gyromitra gigas lineage (Pezizales): Epitypification of Gyromitra gigas and G. ticiniana. Available from: (PDF) Preliminary phylogenetic and morphological studies in the Gyromitra gigas lineage (Pezizales): Epitypification of Gyromitra gigas and G. ticiniana [accessed Apr 06 2021].

    G. ticiniana im Gegensatz dazu eventuell mit Präferenz zu Quercus und Fagus, also teilweise überlappend aber wohl bisher nicht von Nadelholz bekannt. Außerdem wohl eher submediterran verbreitet.

    Scheinbar wurden dem Autor des Artikels auch Bilder von den Lorcheln am Standort geschickt und er war sich mit G. gigas recht sicher also scheint da mit viel Erfahrung wohl morphologisch was zu gehen.

    Hi.


    Die Kartierung bei diesem Fundort ist von 2001. Ich weiß daher nicht inwiefern der Kartierer da G. ticiniana auf dem Schirm hatte und dann weiß ich wie gesagt auch nicht, ob die Mikroskopie plus Habitat wirklich ausreicht für die sichere Bestimmung. Bekannt war G. ticiniana damals schon aber mutmaßlich weniger beachtet als heute. Wenn jemand Interesse an einem Exemplar hat, ich bin Ende des Monats vermutlich nochmal da und könnte schauen ob reife Exemplare rumstehen falls jemand reinlinsen oder sequenzieren will. Heute hat es hier geschneit, hoffen wir mal, dass das Wetter bis dahin etwas zuträglicher wird.


    LG.

    Hi.


    G. gigas s.l. an Birke ohne Nadelbäume:


    Der Standort ist bekannt (gleicher wie der von Andreas) ob da mal jemand mit DNA-Untersuchungen dran war weiß ich aber nicht. Für G. ticiniana liegen ja mittlerweile Sequenzen vor. Ob die längeren Sporen von G. gigas in Verbindung mit dem anderen Habitat zur Unterscheidung wirklich ausreicht wäre wohl zu prüfen. Wer also Interesse an einem potentiellen Erstfund für Deutschland hat, kann die Laubwald-Gyromitras ja mal zusätzlich sequenzieren lassen, wenn er das Geld in die Hand nehmen mag. :)


    LG.

    Hi.

    Gut, 2020 scheint dort fast nichts gewachsen zu sein, aber die Jahre davor war sie deutlich häufiger zu finden als die Riesenlorchel.

    Die Jahre davor war ich in Thüringen ansässig. Vor 15 Jahren war ich regelmäßig mit dem Wuff in der Ecke unterwegs aber da wusste ich noch nix von G. fastigiata. Möglich, dass ich die da mal im Vorbeigehen gesehen aber nicht beachtet habe. :) Ich schaue Ende des Monats nochmal nach.


    LG.

    Hi.


    Da haben wir uns alle um 4 Tage verpasst. ;) Ich wollte heute eigentlich auch noch mal nachschauen aber der Freundin war es zu kalt, so dass ich unverrichteter Dinge vorbei gefahren bin.

    Eure Riesenlorchel ist scheinbar keine der beiden die ich gesehen hatte. Eine Stelle mit Massen an winzigen Böhmischen Verpeln hatte ich aber auch entdeckt, vlt ist's die gleiche. Alle noch ohne gestreckten Stiel, davon gab's lediglich 4 Stück an einer anderen Stelle.

    G. fastigiata steht jetzt noch als Wunschfund auf der Liste.


    Lg.

    Hi.


    Ich hab's echt auch nicht so mit Farbvorstellungen aber da hilft es regelmäßig Abwürfe zu machen um die Farbnuancen nachvollziehen zu können. Dadurch weiß ich auch, dass der Abwurf für ein Samthäubchen zu dunkel ist ohne jetzt konkret die Farbe benennen zu können (hätte sie wohl schwarzbraun genannt).

    Dem eingerissenen Hutrand würde ich nicht so viel Bedeutung beimessen, weil durch die Trockenheit verursacht.


    Im Englischen heißt die Gattung trivial, wegen ihrer brüchige Stiele, "brittlestems".

    Hi.


    Heute habe ich fix einen kurzen Abstecher in den Wald daheim gemacht und bin über den hier gestolpert.

    Ich würde ihn auf Grund der Erscheinungszeit bei Pholiotina cf. aporos vermuten, aber man muss wohl mikroskopieren, oder?




    Fundort war ein ehemaliger Tagebau, ein kleines Waldstück neben einem See (Eiche, Birke, Ahorn überwiegend).


    LG.

    So hier der Fund vor ein paar Tagen. Am linken Fruchtkörper sieht man es etwas (in natura deutlicher):


    Heute bin ich in der Heimat kurz mal in den Wald nebenan gerannt, bevor die Neffen kamen und konnte dort tatsächlich auch noch eine Böhmische Verpel finden. Die hat ebenfalls gerötet:


    Bei mushroomexpert wird es erwähnt, ansonsten habe ich nix weiter dazu gefunden.


    LG.

    Hi.

    Ich hatte ein Bild wobei man es da nicht so gut sieht. Kann ich nochmal raussuchen wenn ich daheim bin.

    Ansonsten sieht man es in dem Video gut bei Minute 8 und ab Minute 12:

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    Hat jemand ein Buch wo das erwähnt wird?


    Lg.

    Hi.

    Denn in Deutschland klappt es einfach nicht mit Online-Quellen, gerade im wissenschaftlichen Bereich, da unser Urheberrecht im Weg steht. Denn solches Material darf ja nur eingeschriebenen Studenten gezeigt werden.

    Ist das so? Ich glaube das konkrete Video war jetzt auch kein Teil einer Lehrveranstaltung, sondern einfach ein öffentlicher Vortrag. Sowas müsste doch bei uns auch gehen oder nicht?

    Die von Björn erwähnten weiteren Videos habe ich auch mal auszugsweise durchgeschaut aber die sind wohl bisher leider noch nicht auf Youtube und nur auf FB zu finden, was ja viele nicht haben. Wäre natürlich toll, wenn die auch noch auf Youtube kommen und damit zugänglicher werden.


    Aber stimmt schon, allgemein findet man im englischsprachigen Raum irgendwie mehr Fachvorträge.


    LG.

    Hi.


    Vielleicht nochmal zur generellen Einschätzung.

    Die Grenzverträglichkeit von Gyromitrin wird mit 35µg/kg Körpergewicht angegeben.

    Ich gehe mal von meinen 68kg aus dann wären das 2,38mg für mich - ich könnte also alle hier getesten G. gigas plus die G. fastigiata zusammen futtern.


    Hinzu kommt dann, dass sich das Gyromitrin zu 99% durch abkochen verflüchtigt (Kochwasser wegschütten), dann sind wir da in völlig vernachlässigbaren Bereichen.

    Alles natürlich unter Berücksichtigung der erwähnten Einschränkungen und der Tatsache, dass sie bei uns ohnehin selten und damit schonenswert ist.


    Jetzt sind wir aber eigentlich ziemlich Off-Topic geworden, da hier ja nicht mal eine Lorchel im Thread angefragt wurde. :haue:

    Sorry dafür @Paula


    LG.


    Hi.

    was genau ist dieses "das", welches Du anbietest?

    Sorry, war etwas faul. Ging um die Frage nach dem Gyromitrin-Gehalt von der Riesen-/Zipfellorchel, der in der Stichprobe eher zu vernachlässigen ist. Der Nicht-Speisewert wird mit potentiellen Varianzen im Gyromitrin-Gehalt begründet (was zu prüfen wäre) und der potentiellen Verwechslung mit G. esculenta.
    Quelle: Viernstein, H., J. Jurenitsch, and W. Kubelka. 1980. Vergleich des giftgehaltes der lorchelarten Gyromitra gigas, Gyromitra fastigiata und Gyromitra esculenta. In: Ernährung/Nutrition. Band 4, 1980

    Es finden sich da ja leider kaum große toxikologische Untersuchungen zum gigas-Komplex (also G. ticiana und G. gigas in Europa mit den entsprechenden Gegenstücken G. korfii und G. montana in Nordamerika plus 2 weiteren aus anderen Gegenden).
    G. esculenta wurde scheinbar lieber untersucht.


    Hi,

    Aber ob der Gyromitringehalt das einzige Problem ist wurde auch nicht geklärt.

    Das stimmt zwar, betrifft aber einen großen Teil an Pilzen. :)

    Bei den Morcheln weiß ja auch keiner was da die Vergiftungen auslöst.


    LG.

    Ich habe mal die Böhmische Verpel etwas gepusht. Nachdem ich die Tage ziemlich viele gefunden hatte, habe ich mir eine Handvoll zum Probieren mitgenommen.



    Hat mit Morchelgeschmack nicht viel zu tun, ist aber nicht schlimm, weil trotzdem sehr lecker.

    9 Punkte jeweils von mir und Schupfnudeline.


    LG.

    Hi.


    Der Bestimmung Böhmische Verpel schließe ich mich an.

    Hast Du belastbare Aussagen zur Giftigkeit von G.gigas und G. fastigiata?

    Zumindest stichprobenartig kann ich das anbieten:


    Größere Studien sind mir nicht bekannt und auf Grund der Flüchtigkeit des Gyromitrins auch schwierig umzusetzen. Wäre aber echt super, wenn sich da mal jemand ransetzen würde. ;)


    LG.

    Hi.


    Eineinhalb Stunden Video (Englisch) von Machiel Nordeloos über den aktuellen Stand der Forschung im Genus Entoloma gefällig?

    Hier entlang:

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    Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen interessant.


    LG.