Beiträge von Schupfnudel

    Hi Jörg.


    Wikipedia drückt es schön aus:

    Zitat

    "Die Käppchen-Morchel hat eine sehr breite ökologische Potenz."

    Da ich sie zum ersten Mal gefunden habe, kann ich zur Potenz der Käppchenmorchel noch nicht so viel beitragen. ^^

    Christoph wies ja auch schon mal drauf hin, dass die Käppchenmorchel, die gerne bei Pappel steht (M. populiphila) in Europa auch schon gesichtet wurde.


    Bei uns kam die Tage auch ein wenig Regen (und Hagel) runter, so dass sich vlt. noch ein bisschen mehr zeigen könnte die kommenden Tage aber ich hatte auch nicht mit so vielen Arten gerechnet (3-4 andere habe ich euch vorenthalten weil zu banal/zu mitgenommen/zu klein zum knipsen).


    Viel Erfolg bei deiner Friedhofs/Parkrunde!


    LG.

    Hi.


    Ich musste heute mal raus und habe dem Friedhof einen Besuch abgestattet.

    Dabei fand ich an einem Fleck drei verschiedene Pilze, alles Gattungen mit denen ich mich kaum auskenne.


    Problem ist hier, dass am Friedhof diverse Bäume rumstehen und mutmaßlich die Wurzeln weit reichen können. Von daher weiß ich leider den Baumpartner vom ersten Pilz nicht. Der am nächsten stehende Baum war eine Eibe, aber ob das der Partner ist weiß ich nicht. Linde dürfte definitv auch noch im Einzugsbereich sein. Holunder dürfte ja keine Rolle spielen.


    Habitat:


    Pilz 1: Sollte denke ich ein Gürtelfuß sein. Ohne auffällige Merkmale und Baumpartner nix zu machen oder? Geruchlich sticht auch nix hervor.






    Pilz 2:

    Hier dachte ich von oben erst an einen Becherling oder eine Otidea. Aber dann war ein gerippter Stiel unten dran.

    Bei Helvella kenne ich eigentlich nur H. crispa von mehreren Funden.

    Die hier würde ich ganz gerne H. solitaria nennen. Helvella confusa soll noch ähnlich sein, aber bei Fichte und Fichte kann ich vor Ort immerhin ausschließen.

    Wäre für mich ein Erstfund und in Sachsen sind bei Pilze-Deutschland auch keine Funde verzeichnet. Sollte man die mikroskopieren zur Kartierung?




    Hat da jemand Einwände?


    Pilz 3:

    Mit den winzigen Nabelingsartigen habe ich mich auch nicht groß beschäftigt bisher.

    Stark hygrophan. Bin ich hier bei Arrhenia richtig? Vielleicht so Richtung Arrhenia obscurata? Oder völlig falsche Ecke?




    Größe:





    Ein paar andere Sachen gab's auch noch, diese aber an anderen Standorten.


    4. Erstfund für mich. Neben Spitz- und Speisemorcheln fehlte mir die Halbfreie noch. Weit und breit keine "Zeigerpflanzen" vor Ort. Eschen auch nicht. Meine schlaue Pflanzenbestimmungsapp meinte der Baum unter dem sie standen sei eine Mehlbeere.



    Habitat:


    5. Unter einer extrem knorrigen Buche, die ich nur an den Bucheckern erkannt habe:


    Da standen nochmal Minipilze mit dumpf-muffigem Geruch. Ich tendiere wieder zu Gürtelfüßen.





    6. Ich vermute Hebeloma wegen der Cortina. Könnte Kakao-Geruch haben Edit: Rettichgeruch beim Quetschen, aber bin unsicher auch wegen der komischen Hutoberfläche:





    7. Hygrophane, clitocyboide Pilze im Moos unter Kiefern mit angenehm süßlichem (aber nicht so richtig Anis) Geruch. Clitocybe cf. fragrans wäre meine Hypothese.




    8. Tubaria sp.




    9. Kiefernzapferüblinge in alle Farben


    10. Exidia glandulosa



    11. Eine der flauschigen Trameten:


    12. Reticularia lycoperdon


    13. Crepidotus sp. glaube ich.


    14. Capreolus capreolus


    15. Oryctolagus cuniculus?



    Danke fürs Anschauen/Korrigieren. :)


    LG,

    Schupfnudel

    Hi.


    Bäume helfen nur bedingt, weil vermutlich ist die Bandbreite doch größer als in manchen Büchern angenommen. G. gigas wächst hier jedenfalls ohne Nadelbäume. G. ticiniana wohl gerne bei Eiche in thermophilen Ecken, bisher glaube ich nicht aus dem Nadelwald bekannt.

    Die Tage wurde da mal bei FB ein Exemplar gezeigt, das schon sehr nach G. ticiniana aussah, leider hat der Finder das Exemplar nicht aufgehoben...


    Bei denen hier wäre meine priorisierte Reihenfolge: G. fastigiata -> G. ticiniana -> G. gigas.


    LG.

    Hi.


    Vielleicht sehe ich das ja zu locker, aber wenn man die ganzen Sporen von dem Ventilator abkratzen und wiegen würde, käme man vermutlich nicht mal auf 1g an Gewicht.

    Selbst wenn sich davon ein Bruchteil auf anderes Trockengut übertragen würde, würde ich das persönlich für unproblematisch halten...


    Kurz gesagt: Mir persönlich wäre das Wurscht. Wenn man da anderer Meinung ist, bleibt wohl nur umtauschen oder halt jedes mal irgendwie versuchen mit feuchten Wattestäbchen die Ventilatorblätter zu reinigen. Die kann man ja durch die Löcher im Gitter fummeln. Absaugen kann man auch probieren wenn man 'nen starken Staubsauger hat (Ventilator dazu blockieren, dass er nicht gegendreht) aber vermutlich sind die Sporen dazu zu fest verkrustet mit den Rotorblättern. Probieren kann man's ja aber mal.


    JM2C

    Die Röhrenbodenfarbe ist nicht so wichtig. Hilft eigentlich nur um Neoboletus auszuschließen, wenn er denn rot ist und wenn man mal Nexen mit wenig/keinem Netz findet. Die hier haben ja aber ein deutliches Netz, von daher nicht so relevant.


    Lg.

    Hallo.


    Ich denke auch, dass eins der Hauptprobleme darin liegt, dass die Frage nach dem Standort "der Morcheln" einfach viel zu weit gefasst ist. Ich hab's jetzt nicht im Kopf wie viele wir aktuell in Mitteleuropa haben, aber es würde ja auch keinen Sinn machen nach Zeigerpflanzen für Schmierröhrlinge zu fragen, weil die Standorte artabhängig einfach verschieden sind. Von daher macht so eine Habitatsauflistung nur Sinn wenn man es wie Andreas aufdröselt. Der typische mykophage Morchelsucher guckt wohl eher nicht in Dünen oder auf Steppenrasen ohne Obstbäume.


    Es gibt Morcheln, die eine Symbiose mit Bäumen eingehen

    Ist das denn mittlerweile erwiesen? Wenn ja, weißt du für welche Arten das bekannt ist?

    Dass einige Arten reine Saprophyten lässt sich ja leichter belegen.


    LG.

    Hi.


    Der unbekannte sieht nach Entoloma cf. vernum aus.

    Glaube da muss man wieder das Mikro anschmeißen um sicher zu gehen.


    LG.

    Huhu.


    Danke auch meinerseits, auch wenn ein bissl Neid mitschwingt. ;(

    So ganz verarbeiten konnte ich auch nicht alle Infos, muss ich mir wohl einfach noch ein paar mal anschauen. :P


    Danke auch an Christoph für die weiterführenden Infos parallel. Keine Ahnung wie ihr euch das immer alles so gut merkt, dass da bei Rückfragen direkt die Antwort kommt. Ich muss dann doch immer mal wieder nachschlagen (gefühlt jedes Jahr aufs Neue zur Saison...).


    Bin auf die weiteren Vorträge gespannt.


    LG,

    Schupfnudel

    Hi Stefan.


    Schöne Funde. Dann sind sie ja ordentlich gewachsen seit ich da war (nehme an wir waren am selben Ort).

    Die Zipfellorchel und den Prachtbecherling muss ich auch noch ablichten, schaffe es aber erst Ende des Monats wieder hin. :/

    Hoffe mal, ich finde dann trotzdem noch welche.


    G. gigas hattet ihr keine?


    LG.

    Hi.


    Ich habe mal die beiden Bilder von Raphael genommen und bei mir getestet.

    Bei mir kommt bei der Galerina zu 53,88% der Gesellige Glöckchennabeling raus.

    A. xanthodermus erkennt er korrekt mit 55,97%.


    Nun haben wir also drei unterschiedliche Erkennungsraten mit teils unterschiedlichen Ergebnissen bei den gleichen Fotos. Das ist irgendwie suboptimal, oder?

    Keine Ahnung ob da nun die Rechenkraft des Smartphones mit reinspielt? Falls ja, wäre das gefährlich, wenn Leute mit irgendwelchen alten Gurken-Smartphones schlechtere Ergebnisse bekommen.


    Ich denke auch, dass man zum AI-Training Bilder aus dem Netz nehmen können sollte? Wir haben hier ja diverse Pilzportraits, die sich anbieten und wo die Fotos einigermaßen passen sollten (wobei womöglich einige Portraits auch schon wieder veraltet sind...).


    LG.

    Hi.


    Vielleicht zur Erklärung für Peter.


    Die Gattung Psathyrella wurde kürzlich in viele kleinere Untergattungen gesplittet und bei einigen Arten hat sich bei DNA-Untersuchungen herausgestellt, dass sie zu Coprinopsis gehören. Die Art ist vermutlich nicht in Christophs Buch(?), von daher kommt man da womöglich gar nicht hin. Ich kann die neuerdings zu Coprinopsis gehörenden Arten makroskopisch auch nicht sicher zuordnen.


    LG.

    Weitere Bildfehler:

    Kiefernsteinpilz - vermutlich B. edulis

    Sommersteinpilz ist eine Marone.

    Sutorius erkennt eigentlich keiner als Gattung an. Das sind diverse formas von Neoboletus und Suillellus zum Teil.

    X. pruinatus sieht schwer nach X. chrysenteron aus.

    Großer Schmierling steht auf dem Kopf.

    Rosenroter Schmierling ist was anderes.

    Kuh-Röhrling ist ein sehr untypisches Exemplar. Bild aus Amerika?

    Butterpilz ist ein Goldröhrling.

    Riesenrötling ist was anderes.

    Weißer Rasling ist was anderes.

    Behangener Mürbling ist was anderes.

    Violetter Knorpelschichtpilz sieht nach Stereum aus.

    Elfenbeinschneckling, Tonweißer Schüppling, Schmutziger Rötelritterling, Bärtiger Ritterling, Löwengelber Dachpilz zweifle ich an und viele sind einfach kaum zu erkennen oder das Vertrauen in die Bilder ist nach den vielen Fehlern ziemlich gering.

    Es fragt sich dann ja auch ob die AI mit falschen Bestimmungen gefüttert wurde.


    Spitzschuppiger Schirmling ist zwei mal drin.


    Ich höre dann erstmal auf. :kaffee:

    Ich habe die AI mal mit 10 relativ einfachen Pilzen gefüttert, 2x lag sie daneben (Rauchblättriger Schwefelkopf als Stockschwämmchen, Perlpilz als Champignons).

    Problem ist halt, dass sich einfach vieles nicht mehr aus der Hand weg bestimmen lässt. In der App sind ja auch schwierige Gattungen wie Inocybe, Cortinarius, Agaricus, Lepiota und Co. drin, das kriegen selbst viele Forenmitglieder nicht mal eben so hin. Das ist halt das Problem solcher Apps, dass sie die Komplexität der Bestimmung so stark untertreiben.


    Ich glaube für die Fortgeschrittenen, die kartieren, wäre die App auf Grund der vielen offensichtlichen Fehler zu abschreckend. Man merkt leider, dass das ein (lobenswertes!) Einzelprojekt ist ohne, dass nochmal erfahrene Mykologen drüber geschaut haben. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass du selbst dabei viel gelernt hast.


    Vlt. wäre eine reine Kartierungsapp da eine bessere Idee, wobei ich nicht weiß inwiefern das genutzt würde. Die meisten werden wohl am Rechner die Funde eingeben, da ja doch öfters daheim nachmikroskopiert und geschlüsselt wird. Die Gebiete wo ich war merke ich mir so recht gut, im Zweifel gibt's ja GPS-Koordinaten bei vielen Handys/Kameras mittlerweile.


    LG.

    Ich schaue es mir gerne mal an in den kommenden Tagen. Kostet ja nix zum Glück.

    Was mir eben beim fixen Durchgucken aufgefallen ist:

    Bei manchen Bildern fehlt die Quelle. Viele Bilder sind auch altbekannte aus Amerika. Viele der dort gefundenen Arten sind nicht die gleichen wie in Europa. 123pilze hat das Problem auch. Ich glaube auch, dass online generell vieles falsch bestimmt ist, dann hast du verkehrte Bilder drin (Weißer Rasling z. B.).

    Das Format ist recht verzerrt bei manchen Bildern.

    Keine Suchfunktion?

    Gyromitra esculenta wird als giftig beschrieben, G. gigas als tödlich giftig. Dürfte falsch rum sein, G. esculenta hat viel mehr Gyromitrin.

    Bei Macrolepiota ist ein Safranschirmling drin (das Bild zeigt mMn C. olivieri). irgendwie geht's da mit den Namen aber auch im korrekten Punkt Chlorophyllum wild durcheinander.

    Das Gattungsbild von Agaricus und dem Weißen Anis-Champignon ist Volvopluteus gloiocephalus.


    Mehr Zeit hab ich grade nicht.


    Lg.