Beiträge von Schupfnudel

    Tatsächlich kann man beim Rötlichen Gallerttrichter immerhin noch einen dezenten Pilzgeschmack erahnen. Beim Zitterzahn fehlte mir der auch völlig.


    Ich wollte eigentlich mal spaßeshalber für Freunde (viele Vegetarier/Veganer im Freundeskreis) einen Salat mit dem Gallerttrichter verzieren. Leider ist er dieses Jahr, wie so viele andere Pilze auch, komplett ausgefallen, obwohl er bei mir häufig vorkommt. Daher musste ich die Verkostung verschieben...

    Der Flaschenstäubling ist auf meiner "küchenmykologischen Liste" der einzige mit einem Punkt (von 10 möglichen - je mehr desto besser). Meine Freundin hat ihn den selben Wert verpasst.

    Allerdings halt als Einzelgericht und lediglich angebraten, wie alle anderen auf der Liste auch.


    Auf den Birnenstäubling habe ich danach verzichtet. Ich finde auch Riesenboviste nicht besonders - mit Panade ok, aber dann schmeckt's halt nach Panade.


    Ins Mischgericht packe ich ab und an mal ein paar Stäublinge rein, wenn sonst nix da ist. Da fallen sie mir zumindest nicht unangenehm auf.


    Ist aber, wie immer Geschmackssache. Auf meiner Liste gibt's auch 'nen Pilz bei dem meine Freundin und ich 4 Punkte auseinander liegen. :S

    Hallo beli, laut Literatur wurden die wohl nach "molekularbiologischen Untersuchungen" als der selbe Pilz abgesichert. Sind ja aber scheinbar recht variabel, wenn man da ursprünglich zwei Arten draus gemacht hat.


    Ich bin mit den Ritterlingen eh weit außerhalb meiner bescheidenen Expertise und vertraue da einfach mal auf die Experten.

    Moin Stefan.


    Ich habe dieses mal extra in Lightroom vorher den Weißabgleich auf dem weißen Papier durchgeführt, aber gut möglich, dass das Licht da immer noch etwas schummelt. In echt sind jedenfalls keine Grüntöne zu sehen. Das Stielfleisch ist nicht leuchtend gelb, aber auf jeden Fall gelblich. Der Pilz liegt allerdings auch schon seit gestern, kann also gut sein, dass daher vielleicht die Färbung weniger intensiv ausfällt.


    Ich selbst bin mir recht sicher, dass ich ihn lediglich einmal bisher gesehen habe am selben Standort vor einigen Jahren. Damals allerdings leider auch nicht abgelichtet.

    Hehe, genau das hatte ich gerade im Portrait nachgeschlagen. ;)


    Ok, dann speichere ich mir den als T. pseudonicititans = T. fulvum ab. Dann kann der wohl mit mehreren verschiedenen Bäumen, bleibt aber der gleiche Pilz. Umso besser für mich, mikroskopieren hätte ich eh nicht können.

    Huhu. Danke für die fixen Antworten. Ist übrigens ein recht stämmiger Pilz, kommt auf den Bildern nicht so rüber. Hutdurchmesser sind 8cm.


    Im Portrait von T. fulvum steht:

    "Der Fichten-Ritterling Tricholoma pseudonictitans und Tricholoma fulvum haben einen fast identischen Habitus. Morten Christensen & Jacob Heilmann-Clausen haben in ihrem Ritterlingswerk "Fungi of Northern Europe Band 4 The Genus Tricholoma" diesen mit Tricholoma fulvum synonymisiert und auch mit molekularbiologischen Untersuchungen abgesichert."


    Stimmt das so noch? Ist natürlich auch wieder klasse, dass am Standort sowohl Birken als auch Fichten vorkommen. :haue:

    Hallo,


    den hier habe ich mir gestern zum Bestimmen mitgenommen. Ich bin zum Gelbfleischigen Ritterling gekommen. Liege ich da richtig?


    Sorry für die schlechten Bilder. Ich war mir sicher, dass ich am Standort ein Bild gemacht hatte, aber scheinbar habe ich mir das eingebildet...zu Hause habe ich ihn dann zwecks Sporenpulver und Fleischfarbe zerlegt bevor mir auffiel, dass die Bilder fehlen.


    Standort: An Bauchlauf, überwiegend Nadelwald mit Fichten/Kiefern/Lärchen. Gegenüber vom Bach Birken.

    Geruch: Leicht mehlig.

    Fleisch: gelblich (mit Kunstlicht besser zu sehen auf den Bildern), Lamellen rostfleckig

    Sporenpulver: Weiß









    Danke für Hinweise.


    LG,

    Schupfnudel

    Ich hatte sowohl Hallimasch als auch Stockschwämmchen schon in den letzten Wochen immer mal wieder gesehen. Da hatte ich aber immer ausreichend Neues zum Bestimmen mitgenommen und nicht die Zeit anschließend beim PSV anzuklopfen. Heute war es zeitlich super, aber die Wunschpilze, die ich eigentlich zur Bestätigung finden wollte, haben sich versteckt...


    Und ja, das mit der Restunsicherheit kenne ich. Wie gesagt, ich schleiche da sicher schon 3-4 Jahre um die genannten drumrum. Habe sie hunderte male gefunden, angeguckt, beschnuppert und dann doch wieder liegen gelassen. Den grauen Schwefelkopf traue ich mir ab jetzt aber zu. Habe extra von diversen Stümpfen Exemplare in allen möglichen Ausprägungen mitgenommen und zumindest den grünblättrigen als Verwechsler auch angetroffen (Flämmlinge können von oben auch manchmal täuschen, aber da hilft der Blick unters Röckchen). Gerade jetzt im Spätherbst kommen die auch öfters vor, habe ich das Gefühl, so dass es sich schon lohnt auch mal die vermeintlichen ollen Schwefelkopf-Stubben anzulaufen. Auffällig finde ich den häufig stämmigeren Habitus als bei den 2 häufigsten Verwechslern. Einige ältere Schlappen, die dableiben durften hatten Hutdurchmesser an die 10cm. Da käme fix einiges zusammen. ;)

    Es werden auf jeden Fall auch wieder Schwarzwald - Pilze dabei sein, wie zB der schon gezeigte Tremiscus helvelloides = Fleischroter Gallertbecher:

    Den nenne ich hier bei mir "Rötlicher Gallerttrichter" oder "Wässriger Glibberpilz" nach einer einmaligen Kostprobe im Rohzustand. ;)


    Schöne Funde und Bilder auf jeden Fall.

    Doll, ich wollte heute in den Wald und mir mal so die üblichen häufigeren Holzbewohner für den Küchenmykologen (Hallimasch, Stockschwämmchen, Rauchblättriger Schwefelkopf) zusammensuchen.

    Um die schleiche ich seit Jahren drum herum, gucke sie mir genauestens an, habe mittlerweile auch so ziemlich alle relevanten Verwechslungspartner gefunden und identifiziert aber habe sie nie zum Probieren mitgenommen.

    Heute hatte ich mir vorgenommen die alle drei zu sammeln und dann beim PSV absegnen zu lassen. Und was war? Zumindest was Stockschwämmchen und Hallimasch anging war absolut nix zu finden...scheinbar war ich im falschen Wald, wenn ich deine Bilder so anschaue. Glückwunsch.


    PS: Wenigsten konnte ich zum Schluss noch ein paar Stümpfe mit dem Rauchblättrigen Schwefelkopf finden, der auf jeden Fall ab jetzt in meiner individuellen "Leckere Pilze"-Liste (hab ich wirklich...) einen Platz ganz vorne belegt hat.

    Du liegst richtig mit deiner Bestimmung so weit ich das sehe. Allerdings sind die Pilze bereits mit Schimmel befallen.


    Für Bestimmungsanfragen zukünftig bitte auch die Stielbasis dran lassen. ;)


    LG.

    Hallo Schupfnudel,

    beim letzten Bild (Stockschwämmchen/Täubling), wäre ich mir bei der Bestimmung „Stockschwämmchen“,(ohne die besonderen Stielmerkmale) nicht sicher!

    LG, Walter

    Den Stiel habe ich angeschaut und der war schon typisch Stockschwämmchen. ;)


    Danke an alle für die weiteren Kommentare. Da war ja doch noch einiges an Diskussionsbedarf da. War auch wieder einiges dabei, was mir selbst nicht aufgefallen ist, z.b. der vermeintliche Tränende Saumpilz.


    Wie immer sehr hilfreich für mich.


    LG.

    Hallo Maria80 und Willkommen im Forum.


    Lies doch bitte mal diesen Post insbesondere den Part zu den notwendigen Bildern.

    Mit diesem Bild kann man nur wild spekulieren. Ein Knollenblätterpilz sollte das nicht sein, aber man bräuchte bessere Fotos um den genauer einzugrenzen.


    LG.

    Die waren schon auch büschelig vorhanden, insbesondere die kleineren Exemplare direkt nebenan, die ich aber nicht abgelichtet habe. Ich finde in letzter Zeit immer mal wieder solitäre Pilze, die eigentlich gerne büschelig wachsen (z.B. Stockschwämmchen, Schwefelköpfe) weshalb ich mir immer nicht sicher bin ob die mangelnde "Büscheligkeit" nicht auch der Trockenheit geschuldet sein kann.


    Auch so weiß bereifte Lyophyllums sieht man online immer mal. Habe jetzt nochmal nachgelesen, Eisensulfat wäre hier wohl das sinnvollste zur Unterscheidung gewesen.

    Ich packe den Bleiweißen Trichterling mal zur Sicherheit oben noch mit in den Post, da eben nicht genügend abgesichert.

    Moin beli. Danke für die Ergänzungen.


    Den Bleiweißen Trichterling kann ich tatsächlich nicht so ganz 100% ausschließen und hatte sie daheim beim Bildbetrachten auch nochmal in die engere Auswahl genommen. Die unteren beiden hatte ich von einem anderen Standort etwas weiter weg und dann auf dem Rückweg zu den anderen gelegt für das Gruppenfoto. Die beiden unteren sind schon so knorpelig raslingsartig - die anderen auf dem Bild habe ich aber nicht näher angeschaut. Guter Hinweis, hatte ich vergessen zu schreiben.


    Gibt es makroskopische Möglichkeiten die zu unterscheiden?

    Hi.


    Bei Stockschwämmchen sollte man nur die idealtypisch ausgeprägten Exemplare sammeln mit deutlich sichtbaren Schüppchen. Auch den Geruch kann man sich einprägen, der ist schon deutlich angenehmer als beim Gifthäubling (solange der eben nicht mit ihnen im Körbchen lag...).


    Hier mal ein ein Bild von mir vom Gifthäubling mit dem silbrig faserigen Stiel zum Vergleich:


    Hallo!


    Habe von der heutigen Tour ein paar Bilder mitgebracht. Es ist weiterhin mühselig, aber nicht aussichtslos Pilze zu finden. War heute überwiegend auf der Suche nach Bestimmlingen zur persönlichen Weiterbildung und habe dann anschließen noch einen Stopp bei Thomas (Chorknabe) eingelegt zur gemeinsamen Verifizierung. Danke dafür nochmal!


    Hier also die Bilder von heute.


    1. Tränender Saumpilz - immer mal wieder auf dem Weg zu finden:




    20181011-DSC08101.jpg


    2. Hebeloma sp. leider ohne charakteristische Eigenschaften. Geruchlos (sonst wäre der Tonblasse ein heißer Kandidat für mich), nicht wurzelnd - halt bestimmungsunfreundlich.







    3. Seltsamer Erdritterling, der zur näheren Klärung bei Thomas geblieben ist.





    4. Violetter Rötelritterling.



    Am Hut zusammengewachsen:




    5. Auf Grund des eindringlichen Geruches sehr wahrscheinlich der Weiße Anistrichterling.



    6. Unbestimmt. Nur abgelichtet, weil ganz hübsch.

    6.


    7. Pholiota aber so kräftig hatte ich die noch nicht. Trotzdem starke Tendenz zum Sparrigen Schüppling.





    8. Holzbewohner sind nicht so meins. Ich vermute aber einen Wirrling - evtl. der Birkenblättling? Substrat sollte Buche gewesen sein, bin da aber auch nicht so firm im Erkennen.





    9. Blauer oder Grünspanträuschling. Sonst häufig zu finden, dieses Jahr mein erster.

    9.


    10. Weißer Büschelrasling. Evtl. in Verbindung mit dem Bleiweißen Trichterling.


    11. Auf Totholz - Vermutung geht zu einem Flämmling?

    11.



    12. Dieses einzelne Stockschwämmchen hat sich's neben dem Täubling bequem gemacht um der Einsamkeit zu entkommen.



    Falls irgendwo falsch abgebogen wurde, gerne Veto einlegen und korrigieren. Ansonsten Danke für's Anschauen.


    LG,

    Schupfnudel

    So in etwa hatte ich auch das auch im Kopf. Rötende Arten meiden, ordentliche Natterung und properer, verschiebbarer Ring ist gut. Wer weiß was da genau bei Wikipedia gemeint ist. Den Artikel mit der Quelle habe ich mal überflogen, aber nix gefunden, was die Aussage bestätigt.


    Ich lese in letzter Zeit immer mal in amerikanischen Foren mit Pilzbestimmungs-Sektion und habe das Gefühl, dass ich C. molybdites mittlerweile gut erkennen würde - so oft wie der angefragt wird. ;)


    Die grünen Sporen sind halt auch mal eine nette makroskopische Dreingabe. Da könnte sich der Rest der Chlorophyllums mal 'ne Scheibe abschneiden mit ihren mickrigen Ring- und Knollendetails.

    Bei den "Parasolen", Gattung Macrolepiota sinds wohl so knapp ein Dutzend Arten, die da zusammenkommen. Da kann man auch bei näherer Beschäftigung leicht in Verwirrung kommen.

    Ich hatte das bisher immer so im Hinterkopf, dass alle Macrolepiotas zu den essbaren Arten gehören, bei wikipedia steht aber dieser Satz:

    "Nicht alle Arten der Gattung sind essbar".


    Weiß jemand welche da gemeint sind? Ich vermute es geht vielleicht um Arten, die bei uns nicht vorkommen? Bin aber nicht sicher.