Beiträge von Schupfnudel

    Hi Thiemo,


    Danke für den Hinweis. Ich hatte auch erst schreiben wollen, dass die Stacheln recht kurz sind aber bei Helga Marxmüller war die zweite dargestellte Kollektion auch eher mit flacheren Stacheln weshalb ich das mal unter Variationsbreite verbucht habe.


    LG,

    Schupfi

    Zitat

    Ja, das glaube ich dir sofort, aber ich finde du hattest völlig recht mit deiner Kritik, denn es sind nicht alle so skeptisch und prüfen, ob so eine KI-generierte Antwort auch stimmen kann und in diesem Fall war es sehr gefährlich.

    Das hier hatte ich die Woche auf Facebook gesehen.



    :haue:

    Ja genau, manchmal sind die aber sehr weit unten in der Stielbasis, wenn dann ein Stückchen beim Entnehmen flöten geht, findet man keine Punkte (und manchmal auch bei sorgfältigem Rüpfen nicht bei allen Exemplaren) . Kollektionen sind bei den Filzern auf jeden Fall immer sehr hilfreich.


    LG.

    Hi,


    hier starten auch endlich die ordentlichen Pilze durch - 4 verschiedene Filzröhrlinge gab's gestern, die Netzhexen und Laubwald-Flockies schieben auch gerade.

    Bei dem Filzer sind wenig Infos dabei und in dem Stadium ist's oft auch eher Rumgerate, aber vielleicht war das mal Hortiboletus engelii.


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Ja, warum eigentlich nicht? Frage mich gerade wieso ich den ausgeschlossen hatte und komme nicht mehr drauf - im Feld war das meine erste Idee. :haue:


    Kann noch Infos nachliefern:

    Sporenmaße: 7,7-9,1x6,x-7,8


    Sporen überwiegend isoliertwarzig:



    Stachelmaße zwischen 0,7 und 1,2.

    Das passt doch alles ganz gut würde ich meinen. :)


    Danke!


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    So einer hier ist mir gestern in einem Park häufiger über den Weg gelaufen. (falls das alles die gleichen waren)...


    Nach einer Nacht:


    Geschmack: mild

    Geruch: nichts auffälliges festgestellt

    SPP: IVe was ich im Feld so nicht erwartet hatte

    Hut bei Feuchte leicht schmierig, Lamellen am Hutrand leicht durchscheinend

    Stiel bräunt nach Anfassen und längerem Liegen

    Guajak schnell positiv +++


    Begleitbäume ist schwierig, weil da wieder mal vieles durcheinander steht. Häufig in der Nähe von Carpinus neben Lactarius circellatus, aber oft stehen auch noch andere Bäume im weiteren Einzugsbereich (vor allem Pinus, teils auch, Quercus evtl. auch noch Fagus) am ehesten würde ich den aber der Hainbuche zuordnen.


    Ich käme bei Russula risigallina raus, bin aber wie immer unsicher.

    Könnte das passen?


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Jup, ich würde die vom letzten Jahr auch für Neoboletus (cf.) xanthopus halten. Zur (Un)Zuverlässigkeit der makroskopischen Amyloid-Reaktion hatten wir hier mal viel diskutiert.

    Gute Bilder von S. queletii gibt's hier zum Beispiel. Man sieht gut die häufig vorkommenden Rot-Töne und vor allem die feinsamtige Huthaut.


    Sporen kannst du nicht messen nehme ich an? S. queletii soll nen kleineren Qav haben als N. xanthopus. Und N. xanthopus hat meistens kürzere Sporen als N. praetigiator (=N. erythropus/luridiformis).


    LG.

    Hi.


    Sind natürlich recht olle Schlappen, aber ich würde hier Neoboletus xanthopus favorisieren. Der wächst bei mir gerne mal durcheinander mit Suillellus queletii. Junge Exemplare wären natürlich hilfreich.


    LG.

    Das liegt einfach daran, dass es Tausende an vielversprechenden Wirkstoffen gibt, die man erforschen könnte - entsprechende Studien sind aber extrem teuer und die Replikationsrate der Effekte aus Tierstudien in klinischen Studien am Menschen ist sehr, sehr niedrig (so zwischen 10-15%). Über 95% der Medikamente/Stoffe, die es in klinische Studien schaffen (da kann man davon ausgehen, dass die Ergebnisse aus den in-vitro Studien und Tierversuchen "vielversprechend" waren) bringen es nicht zur Marktreife. Wie schlecht die Replikationsrate wirklich ist, ist den meisten Laien aber nicht bewusst. Sieht man immer wieder, wenn in Diskussionen auf irgendwelche in-vitro oder Tierversuchsstudien verwiesen wird. Wer würde denn bitte ein Medikament einnehmen mit 5%iger Erfolgschance?


    Das machen sich dann die Nahrungsergänzungsmittelhersteller zu Nutze - die können Zeug auf den Markt werfen mit, im Gegensatz zum Arzneimittelrecht, relativ lockeren Vorgaben. Wirkungsnachweise braucht es da nicht, es muss nur nachgewiesen werden, dass es nicht gesundheitsgefährdend ist.


    Schaden sollte es aber immerhin nicht, wenn man sich ab und an so einen Tee zubereitet, zumindest, wenn man nicht parallel übermäßig viele oxalathaltige Lebensmittel konsumiert, Blutverdünner einnimmt, Autoimmunerkrankungen hat oder eine OP ansteht. Bei Diabetes sollte man noch den Blutzuckerspiegel gut im Auge behalten.


    LG.

    Hi.

    Gyromitrin-haltige Pilzarten wie Lorcheln oder Verpeln lassen sich dagegen gut durch sorgfältiges Trocknen entgiften, und teilweise auch durch langes Erhitzen.

    Auch für Verpeln existiert kein Nachweis, dass diese Gyromitrin enthalten, immer nur Geraune und Spekulation. Mittlerweile wurde ja gezeigt, dass selbst bei den echten Lorcheln (Gyromitra s.l.) Gyromitrin nur bei einigen wenigen Arten vorkommt.

    Das von Sebastian zitierte Paper (das ohnehin diverse Fehler und Pauschalisierungen enthält) übernimmt einfach nur die Annahme, dass dem so sei - ohne Belege. Wahrscheinlicher ist es, dass die gastrointesinalen Beschwerden ebenso wie bei Morcheln auf ungenügendes Erhitzen zurückzuführen sind.


    LG.

    Die Latenzzeit ist deutlich höher, eher zwischen 6-12h. Eine Kategorisierung als Giftpilz wäre durchaus vertretbar - tödlich giftig wäre aber sicherlich übertrieben. Langfristige Schäden bei Menschen, die das Syndrom erlebt haben, sind mir bisher auch nicht bekannt.


    Am Ende bleibt es mal wieder jedem selbst überlassen, welche Risiken er in Kauf nimmt. Dabei hilft es natürlich eine klare Faktengrundlage zu haben - bessere Informations-Links als der ursprüngliche GMX-Artikel sind ja hier im Thread mittlerweile ausreichend vorhanden.


    LG.

    Hi.

    Keine der dort genannten "Quellen" enthält Belege für die Hydrazin-Behauptung des Artikels.


    Ein guter Übersichtsartikel zu der Neurologischen Problematik und einigen der hier erwähnten Vergiftungsfällen kann hier eingesehen werden - Auszug:

    Zitat

    There is no real treatment, since neither the toxin nor its mechanism of action is known.


    Den Abschlussbericht zu der Massenvergiftung aus Montana gibt's auch online, großartige Erkenntnisse gibt der aber nicht her. Dass man Morcheln nicht roh futtern soll, ist den meisten denke ich bekannt - dem Restaurant mittlerweile wohl auch...


    LG.

    Hi.


    Man kann ja die Gattungen unterscheiden und trotzdem Quatsch schreiben. Das "monatelange Trocknen" tönt schon sehr nach einer Verwechslung mit dem hitzelabilen und flüchtigen Gyromitrin, das einige wenige "echte" Lorcheln (Gyromitra s.str. und Gyromitra leucoxantha - mittlerweile Piscidiscina leucoxantha) enthalten. Bei Gyromitra esculenta s.l. war das in den nordischen Ländern, die die auf der Speiseliste hatten, nämlich die übliche Vorbereitungsart.


    Ich kenne keine seriöse Quelle, die Hydrazine in Morcheln nachgewiesen hat. Der Giftstoff für das Morchella-Syndrom ist meines Wissens nach unbekannt, auch die Symptomatik ist doch unterschiedlich.


    Zitat

    "Im Jahr 2008 haben zwölf französische Centres Antipoison et de Toxicovigilance 301 Morchelintoxikationen ausgewertet. Bei 40 % der Vergifteten bestanden neurologische Symptome, die nach ± zwölf Stunden auftraten: Zittern, Schwindel, Sehstörungen und Muskelschwäche. Die Unfähigkeit, stehen und gehen zu können, beunruhigt Betroffene,Angehörige und Ärzte sehr. Wenn sich der beigezogene Pilzsachverständige sicher ist, dass keine Giftlorcheln verzehrt wurden, kann er die Betroffenen beruhigen und darauf hinweisen, dass der Spuk nach weiteren ± zwölf Stunden folgenlos wieder verschwindet. Offenbar führt ein noch unbekanntes hitzestabiles Neurotoxin nur zu einer funktionellen Störung von Hirnstamm, Kleinhirn und kortikalen Funktionen. Es ist in den Fruchtkörpern in nur sehr geringer Konzentration vorhanden, so dass nur eine sehr reichliche Morchelmahlzeit die neurologischen Symptome hervorruft. Die individuell vertragene Menge scheint unterschiedlich zu sein. Seit meiner Übersetzung der französischen Arbeit in der „Zeitschrift für Mykologie“ werden mir in jedem Frühjahr ein bis drei Vergiftungsfälle gemeldet."

    - Siegmar Berndt


    Im Flammer steht's ähnlich.


    Die beste Prävention vom Morchella-Syndrom dürfte der moderate Konsum sein, trocknen schadet sicher auch nicht (schon geschmacklich) aber das angepriesene "monatelange Trocknen" sowie die Behauptung, dass Hydrazine verantwortlich sein sollen dürfte mal wieder auf schlechter Recherche beruhen.


    LG.

    Ich finde ja Diskussionen zu Bildern immer ganz gut, aber da als Qualitäts-Referenz die Vermarktbarkeit auf irgendwelchen ollen Stockfoto-Agenturen (die auch massig Müllbilder im Portfolio haben und früher oder später ohnehin von der KI gefressen werden) herzunehmen, empfinde ich als albern. Taxonomisch kommt man dort aber ohne Frage zu neuen Einsichten, so viel, wie da fehlbenannt ist.


    Und ich fände eine Diskussion über die Bilder nach Jury-Wertung auch nett.


    Erika hätte ich diesen Monat auf die 4 hochgeschubst, ansonsten wäre meine Wertung aber gleich gewesen. :)


    LG.