Beiträge von JanMen

    Hallo Pablo und Ingo,


    danke für die Bestimmung des zweiten Pilzes. Weil ich den angebrannten Rauchporling noch nie bewusst wahrgenommen habe, kam ich gar nicht erst auf die Idee, ihn als solchen zu bestimmen. Das wird sich jetzt beim nächsten Mal finden ändern.


    Die Fundumstände beim zweiten Pilz waren folgendermaßen: sehr morscher Ast (Durchmesser etwa 5 cm, Länge etwa 1 Meter) auf dem Boden liegend, in einer Schonung mit größtenteils Laubhölzern. Am gleichen Ast waren ein Schleimpilz und Reste eines Gallertfleischigen Fältlings zu finden. Beim Pilz wird es wohl auf sehr kleine Poren hinauslaufen, aber die Risse scheinen schon nicht untypisch zu sein.


    Hier sind Ergänzungsbilder:






    Die Oberseite kennen wir ja schon. Der Pilz besitzt also sehr kleine Poren.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    der Winter ist lang. Ich bin nicht der Erste, dem das auffällt. Aber irgendwie muss ich sagen, dass ich den Winter und seine Pilze schon ein bisschen vermissen werde. Naja, weniger als ein Jahr werde ich schon durchhalten.


    Hier mit wenigen Worten und dafür umso mehr Bildern die Fotos meiner heutigen Exkursion, die von einer Mischwaldschonung bis zu einem langgezogenen, von Eichen und Birken dominierten und zwischen zwei Bahngleisen eingequetschen Laubwald und zurück führte. Ich habe (vermutlich) nichts Außergewöhnliches finden können, aber ich dachte, es wäre mal wieder Zeit, ein paar Fotos zu präsentieren. :)


    1. Starten wir direkt mit einem persönlichen Erstfund! Nachdem ich viele Pilze oft fälschlicherweise als solchen bestimmt habe, fand ich heute endlich mal einen richtigen Kandisbraunen Drüsling (Exidia saccharina) an Fichte




    2. Kein Pilz, aber dafür ein interessant gefärbtes Moos



    3. Ein alter Bekannter, die Gallertträne (Dacrymyces spec.)



    4. Interessante kleine becherförmige Pilze mit Stiel auf Eichenblatt. Ich denke hier jedoch eher an einen Schleimpilz




    5. Der Abgestutzte Drüsling (Exidia truncata) einen Baumstamm halb umrandend



    6. Ein Blattartiger Zitterling (Tremella foliacea), der mir direkt neben einem Abgestutzten Drüsling wachsend zunächst ein Fragezeichen ins Gesicht brachte.



    7. Ein paar Zunderschwämme (Fomes fomentarius):





    8. wahrscheinlich etwas für Björn. In dem Fall sollte es aber nicht unbedingt bestimmt werden, sondern einfach nur gut aussehen:




    9. eine unbestimmte Tramete:




    10. Ein paar Weichbecherchen (Mollisia spec.). Bei den letzteren scheint wohl das Licht beim Fotographieren für die ungewöhnliche Farbe verantwortlich zu sein.





    11. Auf Grund des schwarzen Fußes vermutlich der Löwengelbe Stielporling (Polyporus leptocephalus)




    12. Ebenfalls ein alter Bekannter: Der Goldgelbe Zitterling (Tremella mesenterica)



    13. Diesen hier hielt ich zuerst für einen Winterporling (Polyporus brumalis), aber lässt sich da nicht etwa ein schwarzer Fuß erahnen?



    14. Eine Tramete mit dunkelblaugrauer Porenschicht, die Bestimmungsanfrage findet ihr hier -> Link <- (Vermutlich der Angebrannte Rauchporling (Bjerkandera adusta)) [Danke Pablo!]




    15. Ein alter Fall. Eine Tramete (?) - die Bestimmungsanfrage läuft auch momentan noch.




    16. Und zum Schluss noch ein Unbekannter. Ich habe hier, es könnte Haselnuss gewesen sein, an den Haselkleiebecherling (Encoelia furfuracea) mit Nebenfruchtform gedacht. Das wird allerdings vermutlich total daneben liegen. Der ganze Ast war voll von diesem Pilz, hauptsächlich dem, was ich für die NFF halte.





    Jaaaa, ich freue mich auch, dass es bald soweit sein muss und der Frühling kommt (MORCHELN), aber ich hoffe, ich konnte euch noch ein letztes Mal zumindest ansatzweise die schöne Seite des Winters nahebringen.


    Einen lieben Gruß,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich habe heute mal zwei Anfragen, auf die eine lange Fotoreihe meiner heutigen Exkursion folgen wird.


    1.


    Diesen Pilz hatte ich hier schon einmal. Mit der Bestimmung war allerdings keiner der Anwesenden letztlich ganz zufrieden. Jetzt kann ich neue Bilder nachreichen. Ich habe den Ast, an dem einige Exemplare wuchsen, mitgenommen: -> LINK <-


    - Größe der Fruchtkörper: Oberfläche bis 2,5 cm Breite und 10 cm Länge. Die Fläche der Unterseite ist etwa 5 x 5 cm groß
    - Oberseite: wie beim alten Fall. ähnelt von den Farben an einen Rotrandigen Baumschwamm, ist aber viel dünner und kleiner (eher trametenmässig).
    - Unterseite: kleine Risse in einer weißen Schicht, die teilweise einen kleinen Blaustich besitzt
    - Verfärbungen: keine
    - Geruch: unbedeutend
    - Begleitbäume, Substrat: diesmal Laubholz, evtl. Buche






    2.


    - Größe der Fruchtkörper: Breite 3 cm, Länge 2 - 5 cm
    - Oberseite: grünliche Oberfläche mit blauen Elementen. einige Streifen in Randnähe
    - Unterseite: dunkelblaugraue Unterseite mit sehr kleinen Poren
    - Verfärbungen: keine
    - Geruch: unbedeutend, leicht pilzig
    - Begleitbäume, Substrat: Birke






    Vielen Dank für jeden Hinweis!


    lg,


    Jan-Arne

    Moin,


    ähhhh. Lustig, dass hier so ziemlich alle Röhrlinge schon aufgetaucht sind.


    Für mich sind das ganz klar Maronen. Die gelben Stellen am Stiel kommen vom sich auflösenden Schwamm. Der Pilz hat schon einigen Frost hinter sich. Genau solche Exemplare habe ich zu der Zeit (Oktober bis November) massenhaft gefunden.


    Ich lasse mich natürlich gerne bekehren.


    lg,


    Jan-Arne


    Hallo Helene,


    der Link funktioniert leider nicht.


    Bei der Essbarkeit ist es vermutlich wieder die alte Leier, dass die Pilze roh giftig sind, aber man sie durch Kochen essbar machen kann.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi,


    Ich meinte ja auch nicht Morchella esculenta, die ja erst ab April erscheint :).
    Die Rede ist ja von Morchella conica, die Spitzmorchel.
    Die Spitzmorcheln kommt ja schon ab März vor, aber leider habe ich noch keine einzigste Spitzmorchel gefunden.


    So steht es im Buch, aber du kennst ja auch das aktuelle Wetter. Der kälteste März seit X Jahren. Normalerweise wären jetzt schon konstante 15-20 Grad. Weil dem nicht so ist, kannst du wohl auch jetzt noch keine regulärwachsende Morchel erwarten, nicht mal die Spitzmorcheln. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    es regnet bei uns und erhoffe mir in den nächsten Tagen die ersten Morcheln zu finden.


    Das dauert wohl noch ein bisschen, oder? Um den Regen beneide ich dich. Bei uns war gestern Schneeregenchaos und momentan sieht es auch eher wieder nach Schneeregen aus. Kalt und nass, ihhh! Naja, Ich habe meine Morchelvorfreude mittlerweile auf Mitte bis Ende April verlegt. Damit sollte ich auf der sicheren Seite sein. :P


    Das stimmt schon. Man kann immer noch viel Interessantes finden, aber (zumindest bei uns) "nur" Reste des Winters. Winterporlinge, Trameten, andere Porlinge, Rinden- und Schichtpilze, ein paar mittlerweile eingematschte Drüslinge, hin und wieder ein paar alte Becher oder den ein oder anderen Erlenkatzenbecherling.


    Wenn du, Michael, auf Essbares aus bist, sieht es wohl eher schlecht aus. :D


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo nochmal,


    dann halten wir das mal als wahrscheinlichste Bestimmung fest. Ich danke euch beiden! Ich habe wieder mal, alleine durch eure Hinweise und das Googlen der mir unbekannten Begriffe viel gelernt und das ist stets ein gutes Gefühl. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Guten Tag,


    hier sind weitere Bilder:




    (die weißen Teile sind Flusen... einfach ignorieren ;))


    Hier kommt die samtene Oberfläche etwas besser als solche 'rüber.


    * ein überalter Phellinus, bei dem man die Poren nicht mehr erkennen kann

    Dieser würde vermutlich unangenehm riechen und hätte auch keine Samtoberfläche oder?


    * Bisporella pallescens (eher unwahrscheinlich)


    Optisch nicht unähnlich!


    An sich war es kein Wald, der sich durch Becherfunde meinerseits auszeichnete.


    Falls euch noch was zu den neuen Bildern einfällt -> gerne. Ansonsten schließen wir den Fall. ;)


    lg,


    Jan-Arne


    ...das ist unrichtig
    in ostfriesland wird kein platt gesprochen und vor allem: friesisch hat mit platt sehr wenig zu tun und ist keineswegs dasselbe! ...


    Das stimmt so nicht!
    Ich war 10 Jahre als amtlicher Landmesser in den Kreisen Verden und Rotenburg/Wümme unterwegs. Da schnacken die Buern alle noch platt!
    Ich glaube, Daggi, Du verwechselst das Holsteinische Platt (eine Unterart des Niederdeutschen) mit dem "Platt" (=Niederdeutsche Sprache allgemein). Das wird bis hin nach Holland gesprochen und natürlich auch in Ostfriesland.


    Hallo,


    interessant, wohin manche Threadnamen einen führen! :)


    Ich habe das Ganze erst vor kurzem im Studium behandelt. Ihr habt schon recht damit, dass Friesisch und Plattdeutsch (modernes Niederdeutsch) verschiedene Sprachen sind. Sie gehören zwar alle zum Stamm der Westgermanischen Sprachen, aber dazu gehören auch z.B. Englisch, was zeigt, dass die Gemeinsamheiten etymologischer Art keine großen mehr sind. Das, was man heute Plattdeutsch nennt, ist eine modernere Form des Niederdeutschen, was ja übrigens einst die Lingua Franca der Hanse war. Was sich heute grob über den ganzen Nordteil Deutschlands zieht (auch Ostfriesland) ist also Platt, was sich in verschiedenste Dialekte unterteilt. Leider wird die Sprache in wenigen Jahrzehnten bis höchstens Jahrhunderten ausgestorben sein. Momentan herrscht das übliche System: Großeltern sprechen es, Eltern verstehen es, Kinder haben damit gar nichts mehr zutun. Eigentlich schade, aber nicht verschriftlichte Formen von Sprachen haben es nie leicht.


    Kurz gesagt: Es gibt zwar Niederdeutsch / Platt als Sprache. Diese ist aber, wie Hochdeutsch ja auch, mit verschiedenen Dialekten ausgestattet und so spricht man in verschiedenen Regionen Nord- und Westdeutschlands verschiedene Dialekte des Platt. Friesisch hingegen hat damit nichts zutun, weist aber einen ähnlichen Effekt auf. Es ist zwar ursprünglich eine Schriftsprache, aber die Zahl der Muttersprachler sinkt ebenso rapide. Exkurs: Unser Dozent hat prognostiziert, dass es in 1000 Jahren auf der Erde nur noch etwa 5-10 Sprachen geben wird. 8|


    Falls ihr mit dem Thema schon abgeschlossen hattet oder ich nichts Neues einbringen konnte, entschuldigt meine Ausschweifungen.


    Und nun zurück zu den Pilzen! ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    danke für die weiteren Ideen. Dass man es wohl letztlich nicht auflösen kann, ist nicht so schlimm. Ich kann morgen noch einmal versuchen, bessere Bilder nachzureichen, aber auf Makroobjektivfotos könnt ihr, wie ihr vielleicht wisst, vergeblich warten. ;) Ich werde dann auch morgen mal diverse Tipps durchgehen.


    lg,


    Jan-Arne


    PS: Glückwunsch Björn zur vollen 1000! :)

    Hallo Toffel,


    vielen Dank für den Hinweis. Mit Kugelpilzen habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Ich weiß nur, dass ich diverse schwarze Punkte auf Stöckchen vorerst relativ unbeachtet lasse. Dass dieser Pilz trotz der Oberfläche ein Kugelpilz ist überrascht mich, aber interessiert mich jetzt schon. Dann warten wir mal auf den Experten, notfalls sehe ich mich gezwungen, ihn mit einer PN auf den Thread Aufmerksam zu machen. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Tom,


    da hat Mario schon recht. Und mehr Fotos, evtl. Schnittbild wären toll. Das Häufchen sieht nämlich echt interessant aus. Soll das vielleicht ein Porling sein? Den würde ich schon sehr gerne geklärt sehen. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Auf den ersten Blick würde ich vermuten, dass man einen Brandkrusten-Pilz nicht von vornherein ausschließen kann.


    Hallo!


    Danke für den Versuch. Den Brandkrustenpilz kenne ich, optisch sieht er meinem Pilz sogar gar nicht unähnlich, aber es ist eben auch dieses samtige Gefühl, was meinen Pilz von deinem Vorschlag unterscheidet.


    Beim Brandkrustenpilz fasst man halt etwas Krustiges an und bei meinem Pilz ist es wirklich, wie die Stieloberfläche eines reifen Samtfußrüblings.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich habe eine kurze Anfrage zu einem Pilz, den ich vorgestern fand:


    - Größe der Fruchtkörper: Ausbreitung der Fläche über etwa 5 x 2 cm
    - Aussehen: schwarz, sehr samtig (auch vom Gefühl her)
    - Verfärbungen: keine
    - Geruch: keiner
    - Geschmack: nicht getestet
    - Begleitbäume, Substrat: leider nicht genau bestimmbar, sicher ist: Laubmischwald mit vielen Eichen und Erlen
    - Vermutung: Leider kann ich nichts Ähnliches im Internet oder bei den GPBWs finden.



    Ich bin, wie immer, dankbar für jeden Hinweis und kann ggf. weitere Fotos nachreichen.


    lg,


    Jan-Arne

    Moin Pablo,


    danke für's Zeigen. Es ist unglaublich interessant zu sehen, was an völlig anderen Orten auf der Welt für Pilze wachsen und dass sich letztlich alle entweder wiedererkennen oder irgendwo einordnen lassen.
    Ich finde, das nimmt einem das (zumindest bei mir) teils auftauchende Gefühl, dass man mit seinem stetig wachsenden Pilzwissen auf bestimmte Regionen (genauer: Deutschland und Umgebung) beschränkt ist. Richte gerne lieben Dank an deine Schwester und deinen Schwager aus! Nach Neuseeland möchte ich auch unbedingt irgendwann einmal! :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Eike,


    falls ich Matthias' dankenswerterweise angefertigte Gegenüberstellung (Link) richtig anwende, würde ich dir zustimmen, dass dein Fund sich Hemitricha Calyculata nennen kann.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Matthias,


    weil ich es war, der bei dieser Frage nochmal nachgehakt hatte, vielen Dank von mir!


    Auch wenn beide sich sehr ähnlich sehen, kann ich meine Fotos von meinen Funden nochmal durchsuchen und gucken, ob wie gedacht wirklich alle als 'calyculata' stehenbleiben können.


    Gibt es eventuell irgendwo Angaben über die Häufigkeiten beider Vertreter? Calyculata finde ich nämlich, falls er es denn wirklich ist, sehr häufig, eigentlich bei fast jedem Gang in die Pilze an völlig verschiedenen Orten.


    lg,


    Jan-Arne