Beiträge von JanMen

    Hi Apollo,


    Gurke und Mehl sind je nach Definition schon sehr ähnlich.


    Ich weiß, dass du geschrieben hast, dass du sie nicht verzehrst und das ist auch richtig so. Ich habe ein Jahr lang gewartet, bis ich mich herangetraut hab. ;) Falls du den Hinweis in meiner Signatur meinst - der war nicht auf dich speziell bezogen. :)


    LG, Jan-Arne

    Hi Apollo,


    alles richtig bestimmt! :thumbup:


    Einfacher wird es dann noch, wenn du jüngere Stockschwämmchen-Exemplare hast. Auf dem Bild mit den jungen Stockschwämmchen sieht man sogar noch die Schüppchen auf dem Hut.


    Das Problem (gerade bei der Bestimmung über Bilder) ist, dass die Schuppen an älteren Exemplaren schon mal fast wie Faserungen aussehen können. Aber solange es Schuppen sind (und sie damit herausstehen und kein direkter Teil des Stiels sind), bleiben es Stockschwämmchen. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    es hat geklappt. Kaum hielt ich es für möglich, aber wir haben doch noch ein kleines (Nord-) Ruhrpotttreffen zustande bekommen.


    Die Teilnehmer: Björn (gdno81), Ina, Gabi (waldstrolch), Mirko (Coprinus) und ich haben heute eine fast dreistündige Runde in der Haard gedreht und konnten, entgegen aller Erwartungen, sogar einige schöne Funde verzeichnen. Aber seht selbst:


    1)


    Wir starteten und sahen gleich Stockschwämmchen, die (nachdem alle Merkmale noch einmal durchgegangen worden waren) direkt im Körbchen landeten. Wenig später sahen wir aus der Ferne bereits diesen großen Stumpf - voll mit Grünblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma fasciculare)




    2)


    Auch ein Gallertbecher war schnell gefunden - mit gutem Auge ja bekanntlich ein Massenpilz im Spätherbst und Winter. Mangels Nebenfruchtform bleibt es allerdings bei Ascocoryne spec.



    3)


    Ein weiterer Winterpilz, der Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum), zeigte sich auch gleich mehrfach. Hier hätte sich Stacken in der Tat gelohnt, aber dazu fehlten Zeit und Stativ. Vielleicht in Kürze - vielleicht... ;)




    4)


    Für diese Himbeeren braucht man schon ein gutes Auge, gerade wenn die dazugehörige Nebenfruchtform fehlt. Das hier ist der Zinnoberrote Pustelpilz (Nectria cinnabarina).




    5)


    Versteckt im Moos wuchsen diese jungen Hallimasch-Köpfchen (Armillaria spec.)



    6)


    Und noch ein Bild, was eher von Komposition lebt, als vom Objekt selbst. Ein unbestimmter Helmling (Mycena spec.) zwischen kommenden Fichten (?)



    7)


    Mein Lieblingsbild des Tages. Ein Blauer Saftporling (Postia caesia) mit Strubbelfrisur.



    8)


    Ein sehr häufiger Pilz - und er ist und bleibt einer der Fotogensten: Die Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)



    9)


    Der Gemeine Spaltblättling (Schizophyllum commune) kann in Sachen Fotogenität mit der gezeigten Tramete allerdings gut mithalten. Hier hab ich sein Potential nur leider nicht voll ausgeschöpft.



    10)


    Auch die Judasohren (Auricularia auricula-judae) sind auf dem Vormarsch. Hier - nicht wie an den anderen Stellen - auf Buche. Die wurden eingesammelt für's nächste Mal asiatisch Kochen. ;)



    11)


    Und auf dem Rückweg (bevor es zu dunkel wurde für Fotos) fanden wir am Wegesrand eine ganze Fläche voll Erdwarzenpilze (Thelephora terrestris) - Stimmt doch, oder? Mit der Gattung hab ich mich bisher gar nicht auseinandergesetzt. 8|



    Soooo, zwischendurch konnten wir auch noch ein paar späte Maronen, Violette Lacktrichterlinge und ein Bündel (Ja, Bündel...) Goldröhrlinge finden, sodass (wohl mit einigem Verschnitt) noch eine Portion zustande kommen wird.


    Es werden noch zwei Pilze folgen. Der eine ist ein Röhrling, den ich nicht so recht zuordnen kann, weil die Merkmale alle durcheinandergewürfelt werden - morgen (bei Tageslicht) eine Bestimmungsanfrage. Der andere ist ein Maipilz. Ja, ein halbes Jahr entfernt vom namensgebenden Monat. Wir sind uns zumindest zu 85% sicher. Naja, nach den Monatsangaben der Großpilze Baden-Württembergs eher nur noch 60%. :D Ich werde mich morgen mit dem auch noch einmal genauer befassen. :)


    ______________


    Ich bedanke mich noch einmal für eine schöne, entspannende und auch lehrreiche Tour mit netten Pilzlern. Ich bin froh, dass wenigstens etwas zu finden war und ich denke, dass wir das Ganze im nächsten Jahr sicher wiederholen werden. Ihr könnt eure Bilder ja nun ergänzen. :)


    Liebe Grüße,


    Jan-Arne

    Hi Tom,


    die Trompetenpfifferlinge stehen ja schon auf der Liste. Die haben ihren Platz wohl verdient. Die Semmelstoppler habe ich mal auf die Warteliste gepackt.


    Die Schwarzblauenden Röhrlinge habe ich regelmäßig in einem Waldstück. In diesem Jahr waren es eigentlich nicht mehr als sonst. Falls noch jemand die Idee hat, können wir ihn ja mal auf die Warteliste schieben.


    Große Funde an Einzelorten allgemein würde ich nicht unbedingt als aussagekräftig bewerten. Eher dann, wenn man eine Art an mehreren Stellen gefunden hat - und das öfter als sonst.


    Dementsprechend würde ich die von dir als "nix besonderes" bezeichneten Pilze, genauso sehen und nicht aufnehmen, esseidenn jemand hat bei einer bestimmten Art etwas dagegen und hat sie besonders häufig gefunden. Goldröhrlinge hatte ich im Übrigen weit seltener als im letzten Jahr. Und der Gallenröhrling steht ja schon auf der Liste. :)


    LG, Jan-Arne

    Hi,


    trotz super Bebilderung und ausführlicher Angaben hast du leider kein Bild vom Übergang der Lamellen zum Stiel gemacht. Allerdings sehe ich es auch so, dass Dachpilze (die ich auf den ersten Blick vermutet hätte), wegen der ganz weißen Lamellen herausfallen müssten. Weichritterlinge sind eine gute Idee. Ich bin auf's Sporenpulver gespannt. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Bea,


    ich kannte ihn bisher nur als Psathyrella.


    Aber insgesamt scheint wohl tatsächlich Unklarheit zu herrschen.
    Beim Index Fungorum steht er unter dem momentanen Namen [Current name: Parasola conopilus (Fr.) Örstadius & E. Larss. 2008].
    Bei der MycoBank hingegen als: Psathyrella conopilus (Fr.) A. Pearson & Dennis, Transactions of the British Mycological Society 31 (3-4): 185 (1949) [MB#438922].


    Was nun stimmt? Manchmal herrscht einfach keine Einigkeit und so darf ihn wohl jeder nennen, wie er mag. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi wuschilein,


    Willkommen im Forum!


    Das ist der wohl häufigste, größere Pilz des Spätherbstes, die Nebelkappe (Lepista nebularis). Früher galt sie als essbar, das hat sich aber geändert. Mittlerweile zählt sie als Giftpilz, also absolut nichts für die Pfanne.


    Und Verzehrfreigaben, wie du schnell merken wirst, gibt es hier nicht, weil nun mal niemand die Verantwortung übernehmen kann, dir Pilze freizugeben, die man nur über Bilder sieht und nicht selbst in der Hand hat.


    LG, Jan-Arne

    Hi Mirko,


    der Bon scheint das beste und umfassendste Buch mit Zeichnungen zu sein und gerade die Schlüssel helfen sehr oft weiter. Ansonsten gibt es eben noch die Großpilze Baden-Württembergs. Die kennst du bestimmt auch vom Hören, oder? Sehr viele Basidiomyceten-Arten genau beschrieben, leider nicht sonderlich gut bebildert, aber mit gründlich sortieren Angaben zu möglichem Substrat / Mykorrhiza-Partnern und den wahrscheinlichsten Fundmonaten.


    [...]


    Tja, wie sollte man am sinnvollsten anfangen. Viel weiter bin ich ja auch noch nicht, aber ich lerne keine Gattungen, sondern übe in der Praxis. Das heißt, ich gehe in den Wald, finde Pilze, versuche diese irgendwie einzuordnen (zumindest in die Gattung, falls möglich) und gebe mich dann zufrieden, wenn ich weiß, dass ohne Mikroskop nicht geht. Problem dabei: Wenn du über den Winter Herbstarten lernen willst, geht das natürlich nicht am Objekt. Oder habe ich dich falsch verstanden? Im Winter kann man nämlich noch besser nach meinem System vorgehen, weil der Artenreichtum nicht ganz so hoch ist und diverse Gallertpilze beispielsweise ganz gut in Gattungen und Arten zu fassen sind. Wenn ich sage, dass der Artenreichtum nicht groß ist, schließe ich natürlich Becherchen erstmal aus (Sorry, Ingo!) - aus dem einfachen Grund, dass ohne Mikroskop nichts geht.


    Und da schließe ich gleich an mit dem zweiten Tipp: Konzentrier' dich auf Gattungen, bei denen du ohne Mikroskop etwas erreichen kannst. Eventuell ist es ja dein Plan, sich ein Mikroskop anzuschaffen und die Grundlagen der Mikroskopie zu erlernen, aber falls nicht, bringt es dir nichts, sämtliche Merkmale aller in gut sortierten Pilzbüchern vorkommenden Faserlingsarten zu kennen, wenn ohne Mikroskop nun mal nicht viel geht. Wenn du also systematisch Gattungen erlernen willst, würde ich an deiner Stelle den Fokus auf Täublinge (viele Arten, aber makroskopisch und mit Chemikalien viel möglich), Milchlinge, Champignons, Leistlinge, Stäublinge, Wulstlinge, evtl. Porlinge und Schichtpilze legen. Die wirklich schwierigen Gattungen, bei denen man vielfach ein Mikroskop und die Kenntnis über die korrekte Benutzung braucht, würde ich dann später angehen.


    Korrigiert mich bitte, falls ich mit einigen Gattungen oder Aussagen danebenliege. ;)


    LG, Jan-Arne


    Ich hoffe euch hats wenigstens ein wenig gefallen :)


    Hat es! :thumbup:


    Da sind ein Haufen Arten bei, die man erstmal so locker bestimmen können muss. Tolle Funde und es scheint so, als hättest du die pilzreiche Wiesengegend gefunden, die ich immer noch suche. :D


    LG, Jan-Arne


    Hallo Jan-Arne!


    Stand eigentlich die ganze Zeit schon im Thread, allerdings erst im Beitrag 12.
    Da das gesamte Thema aber kaum jemand auf die Schnelle durchliest, habe ich das nach vorne verschoben eben aus dem Grund, den du ansprichst.


    VG Ingo W


    Siehste. Das hatte ich bis dato gar nicht gemerkt. Bei Bestimmungsanfragen ziehe ich mir mein Muster allerdings auch aus einer Textdatei vom Computer. ;) - Dann auf jeden Fall eine gute Idee, es in den ersten Beitrag wandern zu lassen. :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hi Ingo,


    super Sache, dass du eine Kurzversion ergänzt hast. Dann werden die Neuankömmlinge, die im Link auf diesen Thread verwiesen werden, nicht gleich erschlagen. Falls sie dann tiefer ins Thema gehen wollen, können sie immer noch den gesamten Post durcharbeiten. :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hi Tilo,


    Willkommen im Forum! :sun:


    Fragen zur Essbarkeit helfen dir nicht weiter, denn Verzehrfreigaben kriegst du nur von dem PSV, der die Pilze selbst in der Hand hatte. ;)


    Es handelt sich bei den gezeigten Pilzen um Champignons, doch Vorsicht, denn in der Gattung gibt es auch giftige Arten. Interessant wäre noch der Geruch und ein Schnittbild mit Stielbasis. Statt des Schnittbilds geht auch ein Abkratzen der Erde und Ankratzen der Basis von außen. Dann kurz auf eine mögliche Reaktion warten. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    danke für die weiteren Vorschläge und besonders an Pablo. War ja klar, dass du gleich wieder spontan 50 Arten 'raushauen kannst. ;)


    Ich habe mal alle Arten, die noch nicht in der Liste im 1. Beitrag standen, zu den Vorschlägen gepackt. Ein paar (z. B. Würziger Tellerling) wanderten auch direkt in die feste Liste.


    Jetzt hoffe ich, dass sich noch die/der ein oder andere findet, der über die Vorschlagsliste in Beitrag 1 drüberschaut und bei dem es evtl. bei der ein oder anderen Art Klick macht und der Gedanke kommt: "Stimmt, der war wirklich extrem häufig zu finden in diesem Jahr!" :)


    Nebelkappe, Falscher Pfifferling und Hallimasch sind (zumindest meiner Erfahrung nach) in jedem Jahr absolute Massenpilze und an jeder Ecke zu finden. Daher habe ich die mal herausgelassen.


    Danke auch für die selteneren Arten in diesem Jahr, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Ich glaube, es ist zielführender, sich auf die häufigeren zu konzentrieren. :thumbup:


    Ich bin gespannt auf weitere Ideen oder Bestätigungen von Vorschlägen! :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Frank,


    dieser Thread könnte interessant für dich sein. Also im Wesentlichen die Kommentare von Pablo, Oehrling und pilzmel (einem der Faserlingsexperten in Deutschland).


    Das Fazit wäre, dass es sich bei deinem Fund aller Wahrscheinlichkeit nach um den Wässrigen Mürbling handelt, es aber durchaus noch unwahrscheinlichere, weil seltenere Psathyrella-Arten gibt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    Jetzt ist die Saison größtenteils zuende und man kann rückblickend sagen, welche Arten wirklich häufiger zu finden waren, als in den letzten Jahren.


    Im ersten Post seht ihr die bereits genannten (und von mindestens einer anderen Person nachvollziehbaren) Artennamen. Vielleicht fallen euch rückblickend noch ein paar Namen ein. :)


    Und noch einmal: Es geht um alle Pilze, der Fokus sollte (falls möglich) nicht auf Speisepilzen liegen.


    LG, Jan-Arne

    Hi Wiltrud,


    herzlich Willkommen im Forum. Du hast es genau richtig gemacht. Wenn nicht hier, wo soll man sonst viel dazulernen können (außer vielleicht im Wald :D). Und wenn du dich mit Pilzfotografie auseinandersetzt, ist der Fotowettbewerb doch sicher auch etwas für dich, oder? :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hi,


    die Oberfläche sieht auch für mich nach einem Erdritterling aus. Der Burggraben ist hier hingegen leider allerhöchstens zu erahnen. Ich meine auch im Hinterkopf zu haben, dass man die Arten aus dem Komplex um den Erdritterling nicht wirklich sicher makroskopisch auseinanderhalten kann.


    LG, Jan-Arne