Beiträge von Beorn

    Hallo, Waldfried!


    Typische Erscheinungszeiten kannst du zumindest in diesem Jahr vergessen. Standorte bei Zersetzern sind auch immer etwas vage, aber du hast recht: Die Hutoberfläche könnte auch auf eine Art aus der Umgebung um den Zitzen - Riesenschirmling (Macrolepiota mastoidea s.l.) hinweisen.
    Der nicht erkennbar genatterte Stiel würde auch da passen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Das wäre jetzt schon mal interessant, worauf genau die gewachsen ist.
    Irgendwie habe ich gerade so ein Gefühl, daß Elaphocordiceps capitata (Kopfige Kernkeule, an Hirschtrüffel) auch nicht so unähnlich sein könnte. :/



    LG, Pablo.

    Hallo nochmal!


    Ich kenne Porostereum spadiceum eigentlich meist mit deutlichen Resupinatanteilen. Viele andere Schichtpilze allerdings auch. Was war noch mal das genaue Substrat?
    Stereum gausapatum (Eichen - Schichtpilz) fiele mir spontan noch ein als eine zu überprüfende Alternative (oft recht pileat, fusselige Hutoberflächen, beim Eintrocknen auch bräunlich und blass werdend).
    Ich denke, auf die Dicke der Ansatzstelle kann man nicht allzu viel Wert legen, das kann bei vielen Schichtpilzartigen mal stark variieren. Auch relativ dick gewachsene S. hirsutum sind mir schon mal unter gekommen (nur so als Beispiel).



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Und mit den schönen Sporen mit den Kegeligen (nicht ausgefransten) Anhängseln wäre die Bestimmung nun auch sicher, wenn das Substrat nicht bekannt wäre. :thumbup:


    Eigentlich bist du nun prädestiniert, deine wunderschöne Doku in einem kleinen Portrait zusammenzufassen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Waldfried!


    Wunderschöne Hexen, die jungen jedenfalls würde ich auch gerne im Körbchen haben.
    Dein Parasol allerdings ist keiner. Das sollte entweder der Jungfernschirmling (Leucoagaricus nympharum), oder einer der Safranschirmlinge (am ehesten >Chlorophyllum rachodes<) sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Carsten!


    Das sieht schon lecker aus. :P
    Allerdings muss man sich im Klaren sein, daß bei einem freilandanbau durchaus auch Sporen anderer Pilze das Substrat besiedeln können. Eine Prüfung der geernteten Zuchtpilze ist also unbedingt erforderlich. Man darf sich nicht darauf verlassen, daß da nur das wächst, was man wissentlich angebaut hat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan & Emil & Karen!


    Danke an euch für's mitkommen.
    Der Pilz oben im ersten Bild ist ein Sklerotienporling, ich dachte nur (ohne ihn mir genauer anzusehen) es sei ein Schuppiger, wegen der Größe und Farbe. Aber Anna hatte insistiert, daß ich Unrecht habe und siehe da: So war es auch. Allein der fehlende Mehlgeruch hat ihn schnell überführt.


    Bei deinem Fund hätte ich noch weniger Bedenken als bei meinem, Emil.
    Nur leider habe ich schon allzu oft gesehen, daß auch bei älteren Gemeinen Violettporlingen (Trichaptum abietinum) gar nichts poroides mehr zu sehen ist. Dann verraten aber die kleineren und jüngeren fruchtkörper einer Kollektion die wahre Identität.
    Darum muss man immer mehrere fruchtkörper ansehen.


    Karen, du hattest ja auch kürzlich ein schönes Sammelsurium eingestellt, und das nur von einem Ausflug. Die Bilder hier sind natürlich über viele Tage zusammengetragen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!


    Ich hab's jetzt nicht im Kopf und bin auch nicht zuhause, wo ich nachschlagen kann, aber die Basidien von A. mesenterica müssten schon ganz anders aussehen. Eine Möglichkeit um das zu überprüfen: Leg den Pilz mal über NAcht in ein Schälchen mit Wasser.
    Bei mir hat das selbst mit 1 Jahr alten A. mesenterica geklappt, die sind immerhin zum teil wieder dick und fett geworden.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Oxyporus populinus kann - wenn auch sehr selten - auch an Fichte vorkommen. Ich denke, das hier ist aber was anderes.
    Eine Möglichkeit wäre Fomitopsis pinicola, eine weitere Ganoderma applanatum.
    Aber nur so nach einem Bild ist es eigentlich unmöglich, die genaue Art zu bestimmen. Sorry.


    Ich habe das Thema trotzdem mal zu den Bestimmungsanfragen rübergeschoben. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    So langsam dürfte es jetzt auch hier mal losgehen. :sun:


    Das hoffe ich doch sehr!
    Nachtfrost dürfte es ja keinen mehr geben, dann kann auch das Röhrlingswachstum beginnen. Hier habe ich noch keine gesehen, dafür ja die ersten Täublinge, was auch Hoffnung macht.
    Ich bin auch mal gespannt, wann die frühen Wulstlinge (Perlpilz, Narzißgelber) auftauchen.



    LG, Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Dankeschön für die Blumen.
    Mit den Aufnahmen ist das so eine Sache, da ist auch viel Zufall dabei. Vielleicht schaffe ich mir irgendwann mal neueres und besseres Material für die Bildgenerierung an, aber da sind andere Sachen vorher dran in der Warteschlange.
    Finden kann man immer was, nur muss man sich klar machen, daß man dabei dann auch mal auf die Suche nach Kleinem und Unscheinbarem gehen muss. ;)
    Aber gerade da sind ja die meisten interessanten Funde zu machen, wenn man sich darauf einlässt und nicht enttäuscht ist, wenn sich vieles nicht bestimmen lässt. Jedenfalls von mir nicht.


    Also los, die Zeichen stehen auf Funderfolg.
    Ab in die Wälder, Wiesen, Moore, Sanddünen und ran an den Rindenmulch.
    Meine Daumen sind gedrückt, von euch Pilze gezeigt zu bekommen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Danke für den Namen, Ralf. :thumbup:


    Wenn Du jetzt noch ein ordentliches Mikroskop bekommst, könntest Du mir unheimlich werden.;)


    Aber unheimlich mag ich eigentlich nicht sein. Sonst komm ich mir so gespenstisch vor, da fehlt mir Substanz.
    Aber danke für das Lob, meine Kamera hatte wohl ein paar gute Tage (und gutes Licht).
    Verglichen mit den Photo - Spezis im Forum bliebe aber noch viel Luft nach oben, doch das ist auch gar nicht so mein Anspruch. Wenn auf den Bildern was zu erkennen ist, bin ich zufrieden.



    Aber bestimmt hast du ihn ja durchgeschnitten, um eine Amanita (z. B. A. strobiliformis) sicher auszuschließen


    Danke auch an dich für das Lob, Stephan.
    Und: Leider nein. Ich habe den Fruchtkörper unversehrt gelassen. Ich würde aber fast darauf wetten, daß es ein Stäubling und keine Amanita war, um die Basis habe ich ein wenig Dreck weggekratzt, da wäre mir der Ansatz einer Wulstlings - Knolle wahrscheinlich aufgefallen.
    Aber ich komme da sicher nächste Woche noch mal vorbei, dann werden wir es genau wissen.
    A. strobiliformis (Fransiger Wulstling) wäre natürlich ein schöner Fund, den habe ich noch nicht gefunden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Boah, gigantische Aufnahmen. 8|
    Die Mikrobilder sind wieder eine Augenweide. Ich stimme zu: Die Sporen von Plicaria carbonaria sind reizvoll. Erinnern mich an manche Scutellinia - Sporen, die hier schon gezeigt wurde.


    Da steckt auch viel Liebe zum Detail drin, mit den drei Portraits.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes!


    Für mich ist das überzeugend, aber ich war ja ohnehin schon auf der Schiene. :thumbup:
    Mal abwarten, was Gerd und Toffel sagen, man könnte ja auch argumentieren, daß der erste Fruchtkörper eine andere Art gewesen sei, als die jetzt gezeigten.
    Wenn Peter Welt allerdings den Pilz beurteilt, wird sich seinem Urteil wohl kaum jemand hier verweigern.



    LG, Pablo.

    Hallo, Pilzforum!


    Gut, die letzte Woche brachte immerhin besseres Wetter mit eingen Regenfällen. Wenn auch bei weitem nicht ausreichend, um das Defizit aus den Dürremonaten März und April auszugleichen, regten sich dennoch zaghaft ein paar Pilze, deren Mycelien wohl durch Glück die lange anhaltende Schlechtwetterperiode überlebt hatten.


    01
    Darunter ein paar Porlinge, mitunter nicht die Frischesten.
    So angeknabbert und groß machte dieser den Eindruck eines Schuppigen Porlings (Polyporus squamosus), aber fehlender Mehlgeruch entlarvte ihn schnell als Sklerotienporling (Polyporus tuberaster):


    02
    Deutlich frischer, cremig und zart: >Schwefelporling (Laetiporus sulfureus)<:

    So hängen sie derzeit zahlreich an den Weiden, die die Altrheinarme säumen.


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    Nasse >FomFoms<:

    In ungewöhnlicher Wuchsweise, an einem riesigen, ligenden Pappelstamm.
    Gnolmalarm!


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    Eichen –“ Feuerschwamm (Phellinus robustus):

    In luftiger Höhe an lebendiger, alter Eiche.


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    Besonders schöner Fund, ebenfalls an Eiche, der Breitstachelige Schwammporling (Spongipellis pachyodon):

    Ziemlich selten in Deutschland, im Gegensatz zum Dornigen Stachelbart (Hericium cirrhatum), der an Totholz Fruchtkörper bildet, befällt Spongipellis pachyodon lebende Laubbäume.


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    Bei weitem nicht so selten ist der Tannenblättling (Gloeophyllum abietinum):

    Doch immerhin auch nicht ganz so häufig wie der Zaunblättling (Gloeophyllum sepiarum).


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    Das Ding schon wieder–¦ An dem Kiefernstamm habe ich dutzende, möglichst kleine Fruchtkörper umgedreht. Keiner von denen war allerdings wirklich jung. Insgesamt war keine einzige Pore zu sehen; was soll–™s ich nenne das einfach mal Zahnförmiger Violettporling (Trichaptum fuscoviolaceum):


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    Ein Schichtpilz, wahrscheinlich an Hainbuchenast, den Anna gefunden hat. Hätte ich nicht gedacht, >daß das so schwierig wird<. Ich bleibe trotzdem dabei, den als Rußbraunen Schichtpilz (Porostereum spadiceum) zu bezeichnen:


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    Da zeigte sich aber bei näherer Betrachtung noch viel mehr Pilzkundliches an dem Ast. So zum Beispiel das Flächige Eckenscheibchen (Diatrype stigma):


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    Welches hier von der –žWeißen Spinne–œ bewachsen wird. Unter anderem. Gemeint ist >Nodulosporium umbrinum<:

    Eine Nebenfruchtform, die endlich auch mal für mich verständlich diskutiert wurde (siehe link oben). Wer das Bild mal anklickt (Dann wird–™s größer) kann noch einen weiteren, sehr kleinen gelblichen Pilz entdecken. Der leider nicht untersucht wurde, aber trotzdem >Tubeufia cerea< sein könnte.


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    Zu der oben gezeigten Nebenfruchtform (–žWeiße Spinne–œ) sollte es auch noch eine Hauptfruchtform geben. Diatrype stigma kann es nicht sein, sondern eher die >Zimtbraune Kohlenbeere (Hypoxylon cf howeanum)<:

    Wobei da meine Artbestimmung keineswegs sicher ist. Siehe Link.


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    Wenn–™s mit Kohlenbeeren schon nicht klappt, dann vielleicht mit Parasiten auf lebenden Pflanzen.
    Die gehen immer, auch wenn andere Mycelien unter der Dürrekatastrophe zu leiden haben.
    An Bärlauch gehen nur zwei (>wie man dank Jule weiß<), einer davon wäre Puccinia sessilis:

    Den nenne ich mal auf deutsch –žWahlloser Rostpilz–œ, weil er auch etliche andere Blattpflanzen befällt.


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    Ebenfalls nur zwei (und mannigfache Kleinarten) gibt es wohl an Brennessel, einer davon ist dieser hier:

    Wobei nicht ganz klar ist, ob Puccinia urtica s.l. oder Puccinia iridis. >Jule tendiert eher zu iridis<.


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    Womit wir bei einem weiteren Brennesselbewohner wären, allerdings besiedelt das Orangene Brennesselbecherchen (Calloria neglecta) tote Stengel der Pflanze:


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    Noch ein Becherchen, nur sehr viel kleiner und an Schilfrohr wachsend, muss wohl noch auf den Namen Cistella cf typhae (*kein deutscher Name bekannt*) hören:

    Allerdings ist es wahrscheinlich nicht genau der genannte Becher, sondern eine nahe verwandte Art, die noch nicht gültig beschrieben wurde. Björn hat sich die Mühe gemacht, den kleinen Pilz mal anzuschauen, näheres dazu wäre >hier< nachzulesen.


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    Buchenspargel (Monotropa hypopitys subsp. Hypophegea):

    Da soll noch mal einer sagen, lateinische Pilznamen wären schwierig. Dieser Pflanzenname geht mir nicht von der Zunge.


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    Mykorrhiza –“ Pilze; Frauentäublinge (Russula cyanoxantha):


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    Bleiben wir mal einen Moment bei den Lamellenpilzen, allerdings bei den Zersetzern. Da gibt es ja derzeit viel auf Rindenmulch und anderen, ruderal beeinflussten Standorten. So wie diese Rauhstieligen Weichritterlinge (Melanoleuca verrucipes):


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    Oder den >Graustieligen Adern –“ Dachpilz (Pluteus thomsonii)<:

    Der gehört zwar eigentlich nicht auf Rindenmulch, aber Holz ist Holz, dachte der sich wohl.


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    Neben den Spitzmorcheln (brauche ich hier nicht mehr zu zeigen, waren in 7.2014 schon dran) ist ein Dauergast auf Rindenmulch der >Voreilende Ackerling<:

    recht variabel anzusehen, mal langstielig mal kurzstielig, mal mit rissigem Hut mal ohne, ohne oder mit Ring am Stiel–¦


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    Eher ein Wiesenbewohner ist der >Rauhstielige Ackerling (Agrocybe pediades s.l.)<:

    Der erschien mir sogar noch variabler, vor allem in der Größe der Fruchtkörper, Größe der Sporen, Färbung von Hut und Stiel–¦


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    Sehr hell dagegen der Helle Ackerling (Agrocybe dura):


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    Manchmal –“ zu diesen pilzarmen Zeiten besonders schade –“ liegen auch hübsche Pilze umgetreten am Wegesrand. So wie hier der Rotbraune –žRiesen–œträuschling (Stropharia rugosoannulata):

    Besonders blöd, weil ich die Art zuvor noch nie gesehen hatte. Kleinwüchsig obendrein, aber bei dem Wassermangel kommt halt kein Schwarzenegger aus der Erde. Nur hätte ich ihn schon gerne als wachsenden Pilz und nicht als Trümmer gefunden.


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    Eine weitere (vielleicht nicht so) spaßige Geschichte gibt–™s zu diesen Behangenen Düngerlingen (Panaeolus papilionaceus):

    Die fanden wir (unterwegs mit Anna und Stefan) an einem bekannten Standort auf einer Wiese.
    Später, nach einigen Mäandern und Niederwerfungen durch den Wald und wechselnde Ökologien fanden wir erneut welche, mitten im Kiefernforst am sandigen Wegrand. Nicht wachsend, an der Stelle wachsen sie nicht. Liegend. Als hätte jemand die weggeworfen.
    Dabei hatten wir weniger einen Pilzfreund im Sinne, der die vielleicht untersuchen will, sondern vielmehr einen ahnungslosen Spinner, der sich bei der Psilosuche vertan hat. Bleibt zu hoffen, daß der auch wirklich alles fortgeschmissen hat.


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    Womit wir mit den Lamellenpilzen durch wären. Fast. Denn eigentlich und strenggenommen gehören
    Sägeblättlinge zu den Porlingen. Naja, Lamellen sind ja trotzdem dran. Rein optisch gesehen. Auch am >Getigerten Sägeblättling (Lentinus tigrinus)<:


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    So wie am >Schuppigen Sägeblättling (Lentinus lepideus)<:

    Der hier einen Eindruck macht, als hätte er einige Wochen am Strand der Dom.Rep. verbracht.
    Wahrscheinlich hätte er dort mehr Regen genießen können.


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    Ziemlich groß dafür die > Kelchförmigen Sägeblättlinge (Lentinus cyathiformis)<:

    –¦und weitere Arten aus der Gruppe konnte ich auf die Schnelle nicht auftreiben.


    28
    Dafür der erste Stäubling, ich denke es ist ein Hasenbovist (Handkea cf utriformis):

    Der sollte jedenfalls makroskopisch so aussehen. Ein Einzelexemplar zur Untersuchung mitzunehmen, bei dem wahrscheinlich noch nicht mal reife Sporen zu finden sind, habe ich aber nicht eingesehen.
    Nachtrag: Mittlerweile ist dann klar: Es ist tatsächlich und sicher ein >Hasenbovist<.


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    Allerdings habe ich dafür beim Knipsen im Sand –“ Magerrasen diese Raupe erschreckt:

    Ob die jemand erkennen kann?


    30
    Zu guter letzt wäre da noch dieser hübsche Schleimpilz:

    Der bis auf die Farbe der unreifen Fruchtkörper wie ein Fischeierschleimpilz (Tubifera ferruginosa) aussieht. Dem geht >auch Lothar gerade nach<.


    Und das soll–™s für dieses Mal gewesen sein.



    Liebe Grüße an euch alle,
    Pablo.

    Hallo, Gabor!


    Zumindest mit so großen Fruchtkörpern habe ich jetzt nichts Vergleichbares gefunden. Was auch nicht viel heißen muss. Aber ich denke, wenn es da was auszusetzen gäbe, hätte Ingo W sicher schon protestiert. ;)


    Ansonsten stimme ich dir zu: Ich sehe das auch skeptisch, Arten aufgrund inkonstanter Merkmale trennen zu wollen. Ebenso skeptisch bin ich dann auch gegenüber der Argument, daß ja auch fast drei Aufsammlungen sequenziert wurden.
    Aber das ist ein Streitthema für Spezialisten. Zur Not klebe ich mein "s.l." hinten dran, dann ist alles wieder im Lot. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Das sind eher Düngerlinge (Gattung: Panaeolus).
    Über die genaue Art mag ich jetzt nicht spekulieren, mit der Gattung bin ich kaum vertraut.



    LG, Pablo.

    Hallo, reinhard!


    Ist doch kein Problem. Nur, daß du nicht enttäuscht bist, wenn's mal nicht klappt mit der Bestimmung. Immerhin: Der hier scheint schon eindeutiger zu sein, als der kleine mit dem Ring davor. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!


    Wow, noch eine schöne Ergänzung. :thumbup:
    Ich mag solche Pilze, die sonst nicht so viel gezeigt werden.
    Hängeröhrchen!
    Die sind toll, sowas suche ich auch schon erfolglos seit einiger Zeit.



    LG, Pablo.

    Pluteus thomsonii (Berk. & Broome) Dennis
    Graustieliger Adern - Dachpilz
    Synonyme:
    - Agaricus thomsonii Berk. & Broome
    - Pluteus cinereus Quel.



    Familie: Pluteaceae
    Ordnung: Agaricales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut:Bis 4 cm breit, anfangs konvex, später ausgebreitet mit oder ohne kleinen Buckel; Oberfläche jung feinsamtig bereift, ansonsten glatt; Hutmitte stark gerunzelt, zum Rand hin ohne Runzeln, Hutrand dafür mehr oder weniger weit durchscheinend gerieft; hygrophan; Mitte meist dunkel graubraun bis fast schwarzbraun, Rand heller graubraun, gelegentlich wohl auch weinbraun; beim Trocknen in Beigetönen ausblassend;
    Huthautdeckschicht aus teils keuligen, teils spindeligen, zystidenartigen Zellen, darunter mit rundlichen bis ovalen, aufgeblasenen Zellen


    Stiel: Bis 5 cm lang; auf dunklem Grund (graubraun, braun, schwarzbraun) weißlich bereift, beflockt bis befasert; längsfaserig zerbrechlich, im Alter auch mal hohl; Flöckchen aus teils büscheligen Kaulozystiden


    Lamellen: breit, frei, untermischt; jung weißlich, später durch reife Sporen rosa getönt; Schneiden glatt; mit Cheilozystiden (teils geschäbelt / mit Dorn), ohne (oder fast ohne) Pleurocystiden


    Fleisch: weißlich bis graubraun; dünn, brüchig; ohne besonderen Geruch und Geschmack; generative Hyphen mit Schnallen


    Speisewert: unbekannt (keine Daten über mögliche Giftstoffe), ergo kein Speisepilz


    Sporenpulver: rosabräunlich; Sporen breitelliptisch, glatt, mit Tropfen; Basidien viersporig


    Vorkommen: Frühjahr bis Spätherbst (witterungsabhängig), zerstreut und nirgendwo häufig; lt. Angaben in der Literatur (Großpilze BWs) vor allem in Auwäldern oder feuchten Laubwäldern / Wäldern mit Auwaldcharakter an eher feuchten Standorten, saure Böden meidend, ansonsten aber ziemlich standortvag, an Laubholz.
    Die hier vorgestellte Kollektion stammt von einem Vorbeet vor einem Supermarkt mitten in Mannheim auf Rindenmulch, Standort eher sonnig, unter Ahorn, vergesellschaftet mit Spitzmorcheln.


    Verwechslungen: Das Aussehen ist ziemlich charakteristisch, ähnliche Dachpilze weisen entweder nicht eine gerunzelte, haarlose Hutoberfläche auf oder haben keinen dunklen Stiel mit weißer Beflockung. Wegen der recht großen Variationsbreite dieser und ähnlicher Arten (eine kleine Auswahl siehe unten) ist eine mikroskopische Absicherung sinnvoll.
    Optisch zunächst ähnliche Samtritterlinge (Dermoloma) sind Weißsporer, haben keine freien Lamellen und riechen normalerweise stark nach Mehl.
    Ebenfalls auf den esten Blick dürfte der Samtige Wurzelrübling (Xerula caussei) etwas ähnlich sein, aber auch der hat kein rosaliches Sporenpulver und keine freien Lamellen.



    Bilder:
    01

    02 –“ Lamellen + Stieloberfläche

    03 –“ Hutoberfläche


    04 –“ Huthautdeckschicht


    06 –“ Cheilozystiden, teils geschnäbelt

    07 –“ büschelige Kaulocystiden, ebenfalls teils mit Dorn

    08 –“ Oben links = Sporenabwurf / Oben rechts = Basidie 4 –“ sporig

    Unten links = Sporenform / Unten rechts: Schnabelzystide zwischen Basidien versteckt (war bei dieser Kollektion anfangs schwer zu finden)



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Pluteus plautus = Verschiedenfarbiger Dachpilz<
    >Pluteus phlebophorus = Runzeliger Dachpilz<
    >Pluteus cinereofuscus = Graubrauner Dachpilz<
    >Pluteus ephebus = Graufilziger Dachpilz<
    >Dermoloma cuneifolium = Runzelinger Samtritterling<
    >Xerula caussei = Samtiger Wurzelrübling<

    Lentinus cyathiformis (Schaeff.) Bres.
    Becherförmiger Sägeblättling
    Synonyme:
    - Neolentinus cyathiformis (Schaeff.) Della Maggiora & Trassinelli
    - Agaricus cyathiformis Schaeff.
    - Panus cyathiformis (Schaeff.) Fr.
    - Pocillaria cyathiformis (Schaeff.) Kuntze
    - Polyporus cyathiformis (Schaeff.) Zmitr.
    - Agaricus schaefferi Weinm.
    - Neolentinus schaefferi Redhead & Ginns
    - Lentinus schaefferi (Redhead & Ginns) Rauschert


    - Neolentinus degener (Kalchbr.) Hrouda
    - Lentinus degener Kalchbr.
    - Lentinus urnula (Fr.) Henn.
    - Lentinus variabilis Schulzer ex Quel.



    Familie: Polyporaceae
    Ordnung: Polyporales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut:Kann ganz schön breit werden (bis ca 25 cm!); derbfleischig, fest; Oberfläche hellocker, ockerbräunlich, teils cremefarben ausblassend; jung mit kleinen Warzen und Dornen besetzt, alt glatt ledrig oder auch mal feinfeldrig / schülferig; Rand lange eingerollt, später ausgebreitet, verbogen (besonders bei dicht stehenden Fruchtkörpern), ungerieft, scharf.


    Stiel: kräftig, derbfleischig; zentral oder leicht exzentrisch; Oberfläche filzig, blassbraun, ockerfarben, Stielbasis auch dunkler, teils fast büschelig.


    Lamellen: dünn und schmal, gedrängt; weit am Stiel herablaufend, dabei teils mit Anastomosen verbunden, gegabelt; weißlich bis cremegelblich; Schneiden fein gesägt


    Fleisch: weißlich, fest, im Alter gummiartig, faserig; mit angenehmem, etwas fruchtigem Geruch, Geschmack bitter


    Speisewert: kein Speisepilz: Zu selten, zu bitter, zu zäh


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: Seltenes Element der Auwälder in großen Stromtälern, außerhalb dieser Habitate nur sporadisch und sehr selten; hauptsächlich Frühsommer bis Spätsommer; wärmeliebend, an feuchte Habitate gebunden; besiedelt hauptsächlich alte, recht morsche Laubholzstämme und Stümpfe.


    Verwechslungen: Mit Gattungsverwandten Arten kaum möglich.
    Der Borstige Knäueling (Lentinus strigosus) ist zierlicher, im Jungstadium mit Violettönen und durch seine auffällige Behaarung leicht zu unterscheiden.
    Der Harzige Sägeblättling (Lentinus adhaerens) wächst an Nadelholz, wird nicht so groß und klebt an den Fingern. Der Wohlriechende Weiden –“ Knäueling (Lentinus suavissimus) kommt an ähnlichen Stanorten vor, ist allerdings kleiner und riecht auffallend Anisartig. Der Getigerte Knäueling (Lentinus tigrinus) ist völlig anders geschuppt.
    Eher denkbar ist eine Verwechslung mit älteren Laubholzknäuelingen (Panus conchatus), die aber recht lange durch violette Farbtöne zu entscheiden sind.
    Seitlinge (Pleurotus) sind weichfleischiger und schmecken nicht bitter, ihre Lamellen sind breiter und haben keine gesägten Schneiden. Der seltene Espenseitling (Pleurotus calyptratus) hat zudem ein Velum, welches am Hutrand noch lange zu sehen ist.
    Der ebenfalls in Deutschland seltene Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius) hat breitere Lamellen mit glatten Schneiden, du zudem meist gelblich bis ockerlich gefärbt sind. Seine Hutoberfläche ist glatt bis fein eingewachsen radialfaserig.


    Anmerkungen: Nach Indexfungorum sollte Neolentinus schaefferi Readh. & Ginns der aktuell gültige Name sein. Was mir erstmal so nicht ganz nachzuvollziehen ist, weil Agaricus cyathiformis Schaeff. der ältere Name ist als Agaricus schaefferi Weinm..
    Aber was weiß ich da schon.
    Bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt, solange möchte ich den Pilz mal unter dem Namen stehen lassen, unter dem er der großen Mehrheit bekannt ist.



    Bilder:




    Junges Exemplar:

    Die Fruchtkörper sind so jung noch klein, sehen fast wie Mensch - Ärgere - Dich - Nicht - Figuren aus; die Hutoberfläche ist mit kleinen Stacheln und Wärzchen besetzt.



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Lentinus strigosus = Borstiger Knäueling<
    >Lentinus adhaerens = Harziger Sägeblättling<
    >Lentinus suavissimus = Wohlriechender Knäueling<
    >Lentinus tigrinus = Getigerter Sägeblättling<
    >Panus conchatus = Laubholzknäueling<
    >Pleurotus cornucopiae = Rillstieliger Seitling<
    >Pleurotus ostreatus = Austernseitling<
    >Pleurotus calyptratus = Espenseitling<
    >Omphalotus olearius = Ölbaumtrichterling<

    Hallo, Ingo.


    Keine Sorge, das sind schon welche (die auf meinem Bild jedenfalls). Den Geruch habe ich allerdings nicht geprüft, der dürfte nach Mannheimer Rindenmulch (mit Hundenote) sein. :evil:
    Vor knapp einer Woche sahen die Fruchtkörper auch noch anders aus:

    Und dem, der mir auf Rundenmulch wachsende Schuppige Sägeblättlinge (Getigerter kommt hier nicht in Frage, siehe Lamellenansatz) zeigt, dem überweise ich sofort 10 Chips.



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Ich denke das Gleiche wie Jürgen. Würde aber ein Fragezeichen stehen lassen. Da wäre natürlich schön, etwas mehr zu sehen und auch eine Beschreibung zum Fund zu haben.
    Ziemlich klein sieht er ja aus, da wird es wohl kein verkümmerter Wurzel - Schleimrübling (Xerula radicata) oder eine verwante Art sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Ist natürlich ein schwieriger Fall. Da ist es schade, daß es so wenig daten gibt, aber wenn's nun nicht anders ging, dann ist es eben so. Manchmal hat man ja Glück und erwischt eine gut erkennbare Art.
    Außer Stropharia hatte ich noch an Pholiotina (Glockenschüppling) gedacht, auch da gibt es beringte Arten, schmächtige Pilze sind es ebenfalls. Die Lamellenfarbe sieht aber unpassend aus.
    Insgesamt wird der wohl nicht sicher zu klären sein. :(



    LG, Pablo.