Beiträge von Beorn

    Hallo, Emil!


    Danke für den Hinweis.
    Wobei man dabei aufpassen muss: Rickenella setipes (Fr.) Raitelh. 1973 ist eine eigene Art, die aktuell Omphalina setipes heißt.
    Rickenella setipes ss. auct. wäre ein Synonym, allerdings ein ungültiges. Das ist das, was auch in den Großpilzen Baden - Württembergs Band 3 Seite 510 aufgeführt ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Klar, P. tuberaster kann das auch. :thumbup:
    Eigentlich finde ich den meistens ungefähr so:

    Dieses Jahr habe ich auch schon einige gesehen.
    Und der Mehlgeruch bei P. squamosus ist auch ein wirklich gutes Merkmal.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Aber bitte keine Hektik.
    Mein Zufallsgenerator - Tip von ganz zu anfang ist zwar noch im Rennen, aber momentan weiß ich nicht so genau, wie der gegen zwei weitere Gattungsvertreter abzugrenzen ist. Da würden mir höchstens mikroskopische Details einfallen. Oder was farbliches, aber das ist halt immer variabel.



    LG, Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Die Lösung der Anfrage gibt es heute Abend denn ich habe am selben Ort zwei junge Fruchtkörper gefunden.


    Fein, ich bin schon gespannt.
    So gespannt, daß ich vorhin mal bei den Weichritterlingen hier um die Ecke vorbei gegangen bin.
    Ein kleines Bild zu den Lamellen älterer Fruchtkörper kann ich mir nicht verkneifen:

    Melanoleuca verrucipes / Rauhstiel - Weichritterling



    LG, Pablo.

    Hallo, Enrico!


    Klassse, tolle Fortsetzung! :thumbup:
    Nur mit dem Namen "Polyporus lepideus" habe ich gerade ein Problem. Den Maiporling kenne ich eigentlich als Polyporus ciliatus, P. lepideus habe ich hier und da schon mal als Synonym gelesen. Nun will IndexFungorum den aber als eigene, gute Art neben Polyporus ciliatus kennen? Das glaube ich erstmal einfach nicht, und gehe weiter davon aus, daß P. lepideus ein weniger gebräuchliches Synonym zu P. ciliatus ist. Aber wenn jemand dazu mehr weiß, immer heraus damit. :thumbup:


    Feiner Pilz, über den sich Toffel und Sven freuen.
    Wenn ich ganz frei ins Blaue raten darf: Entoloma hirtum?



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    Bevor wir jemanden finden, der hier treuhänderisch die Bestimmung übernimmt, brauchst du ja jemanden, der gegen dich setzt.
    Das übernehme ich hiermit und halte 10 dagegen, indem ich behaupte, der Pilz sei Melanoleuca verrucipes. :)


    Ich könnte mir auch vorstellen, daß das schnell gelöst ist, wenn "Hannes2" die Stelle in den nächsten Tagen schön feucht hält und noch ein paar junge Fruchtkörper findet, die dann einfacher zu beurteilen sind.
    Ansonsten: Den Pilz auf jeden Fall trocknen, damit ein unabhängiger Fachmann sich den ggfs mal ansehen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alina!


    Wie schon gesagt: Bei deinem Fund habe ich keinerlei Zweifel an P. tuberaster. Die Form (ziemlich zentrisch gestielt), die Farbe (recht dunkel) die Art der Schuppen (deutlich erhaben) weisen die richtige Spur, fehlender Mehlgeruch ist (sofern die Nase funktionstüchtig ist) ein KO - Kriterium für den Schuppigen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Danke, Gábor! :thumbup:


    Das passt wirklich sehr gut.
    Einen kernpilz hast du ja auch noch dabei. Rhuzenia / Lasiosphaeria spermoides?
    Und eine besondere Strafe, das stimmt auch irgendwie. Obwohl ich bei meinem Material und den Fähigkeiten ohnehin nicht viel erwarte. Immerhin habe ich Asci uns Sporen gefunden, das ist schon mal was.
    Ingo W hat die Art auch mal >hier portraitiert<. Und schreibt so ziemlich das Gleiche, von wegen "undankbar winzigen Innereien". ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Pilzforum!


    Rudis Rätselpilz im BMG - Forum hat ja gezeigt, daß die Gattung Phlebia außer dem Orangeroten Kammpilz noch einige sehr schöne und interessante Arten aufweisen kann. Grund genug also da mal ein wenig nach zu schauen.
    Und schupdiwup mal schnell eine vermeintliche Phlebia aufgetrieben, die zumindest makroskopisch mal nicht wirklich nach P. radiata / merismoides aussieht.


    Gefunden gestern an der Unterseite von einem "luftig" liegenden (also nicht überall mit Bodenkontakt), noch berindeten Buchenast am Rande einer feuchten Senke in den Keifernmischwäldern der Viernheimer Heide (also auf sandigen Böden).
    Farblich größtenteils recht blass, teilweise aber rotbräunlich eingefärbt, was auch an der Trockenheit liegen kann. Frischer Fruchtkörper ist wachsartig, vom Substrat ablösbar und sitzt auf einem weißlichen Filz.


    Makroskopisch sieht das so aus:




    Nun habe ich zu der Gattung keine wirklich brauchbare Literatur. GPBWs schlüsselt da am Anfang nach der makroskopischen Form: "faltig - poroid" bis "fast poroid" vs. "glatt, warzig oder gewimpert - stachelig".
    Dort muss man dann wissen, daß eine Art, die nichts poroides hat, eben auch unter "faltig - poroid" subsummiert wird. Sonst würde man ja Phlebia radiata (dort als P. merismoides) niemals geschlüsselt bekommen.
    Ob's funktioniert, weiß ich nicht. Bei meinem Fund erkenne ich nichts poroides und auch nichts faltig - poroides.


    Schnallen gibt's:

    Und dann beginnte die Suche nach Zystiden. Gar nicht so einfach.
    Auf diesem Bild grün markiert sollte eine Basidie sein:

    Die dünneren Strukturen darüber und daneben fallen mir schwer zu deuten. Harmlose Hyphenenden oder Zystiden?


    Hier ist noch was Auffälliges:

    Aber sollten Zystiden nicht eigentlich größer sein und irgendwie die Basidien überragen?
    Weil da wäre dann nämlich nichts:


    Nur bis zu 4sporige, keulige Basidien und die gleichlangen dünneren, das sollten doch Basidiolen sein?


    Wie auch immer, als nächstes müsste ich nämlich Sporenbreiten messen. Ein Pilkollege hat mir zwar ein Tool geschickt, mit dem es zumindest näherungsweise möglich wäre, aber das habe ich noch nicht im Griff. Ziemlich klein sind sie, aber schmaler als 1,5 µm glaube ich eigentlich nicht.

    Die Form ist schwierig. Eigentlich eher kurzelliptisch bis zylindrisch, aber teils lässt sich doch auch eine allantoide Form erkennen.
    Je nach dem, wie die Sporengröße und Form einzuschätzen ist, hätte ich (bei fehlenden Zystiden) drei Arten zur Auswahl: Phlebia subcretacea, Phlebia livida und Phlebia lilascens.
    Und Phlebia radiata kann ich mir trotzdem immer vorstellen.
    Aber keine Sorge: Ich bin nicht deprimiert, wenn hier keine Bestimmung möglich ist. Ein paar Hinweise, wo und wie ich die miesen Mikrobilder falsch interpretiert haben könnte, wären genauso viel wert. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Gestern nachmittag ging's noch ein bissel raus in den Wald, und zwar in die Viernheimer Heide, also hauptsächlich Kifern, aber immer mal wieder auch Stücke mit mehr Buchen und Eichen dazwischen, jedenfalls an der Stelle, um die es jetzt geht. Da stehen einige Rotbuchen um eine feuchte Senke herum, an deren Rand einiges Totholz in unterschiedlichen Vermorschungszuständen liegt.
    Ein dünner, optimalmorscher Laubholzast lag teils in Laubstreu eingebettet am Rand der Senke. Unterseits bedeckt mit etlichen, gar nicht mal so kleinen Bechern. Die sind sehr flach, dünnfleischig, hyalin weißlich bis ockergelblich.
    Echte Stiele sind da nicht, aber eine etwas verdickte Ansatzstelle, so etwa wie ein Scheinstiel bei einem Bovist.




    Mit KOH gibt's keine Reaktion. Haare an den Rändern sind nicht zu entdecken, aber so ganz glatt ist das auch nicht. Ein bisschen wellig gezahnt vielleicht auch nur. Mikroskopisch finde ich auch mal wieder nichts, wenn ich ein ganzes Becherchen überkopf unters Deckgläschen lege, sieht der Rand so aus:

    Nur an zwei - drei Stellen fand ich seltsame Auswüchse, wie Hyphen, an deren Enden jamend kleine Murmeln geklebt hat:

    Die können ja aber auch von anderswo reingerutscht sein.


    Jedenfalls sind die Innereien extrem winzig. Erst dachte ich, einen Basidiomycet erwischt zu haben, mit etwas Gequetsche zeigten sich dann aber doch sowas wie Palisaden von Asci:

    Da scheint jemand apikal eine Plane drübergemacht zu haben:

    Exsudatschicht?
    Paraphysen kann ich jedenfalls bei dieser Winzigkeit des Seins nicht ausmachen.


    Die Sporen allerdings sehen putzig aus:
    Die meisten sind gerade, nur selten schwach gekrümmt. Und die sind jetzt doch dünner als 1,5 µm, würde ich mal sagen.


    Wegen der Form, der Durchsichtigkeit und den winzigen Strukturen + Exsudat + Sporenform denke ich irgendwie so vage an ein Knopfbecherchen (Orbilia).
    Mehr geht wahrscheinlich nicht, oder?



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder! :thumbup:
    Das sieht wirklich nach einem höggschd interessanten Waldstück aus.
    Ein sehr schönes Bild vom Beuligen Brennesselrost, nur die Wässrigen Mürblinge finde ich komisch. Habe ich noch nicht mit so viel Velum am Hut gesehen, aber sonst passt's ja. Interessant, wie wandelbar der sein kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Ein Ring ist ja dran am Stiel, sehe ich das richtig?
    Kann man den nochmal genauer sehen, vor allem die Oberseite?
    Mitgenommen hast du den nicht, oder? So zum Absporen zB?
    Ein wenig arg lang und dünn scheint mir der zu sein für A. praecox.
    Völlig spekulativ kann man mal noch die Gattung Stropharia (Träuschlinge) ins Visir nehmen. Aber ich denke, bei solchen Dunkelsporern kann's auch mal schwierig werden mit so wenig Angaben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Gut, dann brauche ich da nun keine Bauschschmerzen mehr zu haben. ;)
    Das schwierige bei vielen Porlingen ist eben die große Variationsbreite, so daß man alleine von der Ansicht der Fruchtkörper selten mal eine Art sicher bestimmen kann.
    Das ist auch hier so, da hat Frank natürlich recht (und kennt sich nicht umsonst da viel besser aus als ich) und darum war ich auch recht überrascht, daß du die PIlze gleich mal schnell unter den als Vergleichsvorschlägen genannten Namen ablegen wolltest.



    LG, Pablo.

    Hallo, Georg!


    Wenn du PIlze zur Bestimmung einstellen willst, gehört eigentlich immer ein Bild des kompletten Pilzes dazu. Hier fehlt die Stielbasis. ;)
    Auch immer ganz wichtig: Ein Schnittbild.
    Aber davon abgesehen: Mit Mehlgeruch und so gedrängten Lamellen sollten das schon Maipilze sein. Ein regelrechter "Burggraben" ist optional. Die Pilze sind ja auch schließlich keine "echten" Ritterlinge.



    LG, pablo.

    Hallo, Uli!


    Also jetzt mit dem Schnitt sieht's erst recht nicht mehr wie ein Rotrandiger aus. Aber mir fehlen so ein wenig die Ideen. An was ich gedacht hatte (zweischichtige Trama = Gedanken an Climacocystis borealis)(farblich ähnlich wie Pycnoporellus fulgens) passt genauso wenig. Wegen Farben und / oder fehlender Behaarung.
    Kein Plan.
    Am besten wäre hier: Zuwarten und schauen, wie sich der Pilz entwickelt. So in einem Monat nochmal gucken zum Beispiel.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Naja, den Pilz so bestimmen zu wollen ist hat schon was von Wahrsagerei.
    Nach wie vor möchte ich mal wissen, was hier zur Gattung Inocybe führt.
    Und wenn das wirklich ein Dunkelsporer sein soll (mit rein weißen Lamellen bei voll aufgeschirmten Fruchtkörpern, AHA), dann kann man genauso gut mal in ein paar anderen Gattungen auf die Suche gehen.
    Und ich behaupte einfach mal:
    Es gibt noch genug andere Pilze, die ebenso aussehen können und nicht Inocybe queletii sind.
    Mit den hier vorhandenen Angaben würde ich eine Bestimmung als "Unbekannter Lamellenpilz" noch für halbwegs sicher halten. Alles darüber hinaus ist Spekulation und hat mit Bestimmung nichts zu tun.


    PS.:
    Nicht falsch verstehen, Jonas. Dein Gedankengang ist mir schon nachvollziehbar, mir geht's nur darum, daß man sich dann auch ein paar Gedanken über die Merkmale macht und was zu einer Pilzbestimmung eben dazu gehört. Dein Wissensstand ist eben ein ganz anderer, aber der TE will vielleicht auch mal dahin kommen. Nur so wird's halt nix, ohne sich auch über die Herleitung klar zu werden. Da bringt so eine Bestimmung nichts voran, den nächsten Rißpilz wird er dann immer noch nicht von einem Rübling unterscheiden können.
    Also muss ich hier mal den Gerd mimen. ;)
    (Apropos Gerd? Wo steckt der eigentlich?)



    LG, Pablo.

    Hallo, Karen!


    Wenn ich deine Beiträge lese, fühle ich mich immer ein wenig wie zu hause.
    Warum?
    Bei mir in der Gegend gibt es ganz ähnliche Wälder, jedenfalls im Flachland der Rheinebene. Auch da sind die Kiefern - Mischwälder vorherrschend, manchmal mit schönen Laubwaldabschnitten, einigen Bächen und Kanlälen dazwischen...
    ...nur die Sanddünen und Trockenrasen fehlen noch bei dir. ;)
    Und manche Pilze, die du zeigst, die finde ich hier dafür nicht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Ja, dieser Geruch junger FomPinis ist schwer zu definieren. Man mag ihn auch nicht gerne beschreiben, weil man dazu lauter so unangenehme Worte benutzen muss.
    Ich finde trotzdem nicht, daß der wie ein junger Rotrandiger aussieht. Davon habe ich schon viele gesehen, aber alle irgendwie anders, mit anderen Oberflächenstrukturen und anderer Färbung. Unangenehm riechende Porlinge gibt es ja auch noch eine ganze Reihe.


    Ebenso wie eine ganze Reihe Scheinhelmlinge. Ich habe mal versucht, einen zu bestimmen. Das war noch vor M - Zeiten. Sehr frustrierend. Fast noch schlimmer als Inocybe oder dünner, weißlicher Überzug auf Stamm.


    Oder Stromab - Echerling. Die übrigens auch gestielt wären. Also erkennbar gestielt, vielleicht sogar noch mehr als Cyphella digitalis.



    LG, Pablo.

    Hallo, Widmerbaer!


    Ja, da habe ich auch so meine Zweifel. Erklär doch mal, wie du denn auf die Gattung gekommen bist. Dann gehen wir das mal ganz systematisch an.
    Von der ersten Einschätzung eines Pilzes (Größe, Habitus, Standort) über ein paar Feinheiten, die uns die richtige Richtung weisen (Sporenabwurf, Lamellenansatz, Geruch usw.) bis zum Versuch einer Artbestimmung. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Da stimme ich dir aber völlig zu und mag gar nicht gegen setzen. ;)
    Die Heuschrecke ist ja eher eine Fangschrecke, da sind es immer die Männchen, die nicht so böse gucken. Ist bei Hirschkäfern ja genau andersrum.
    Übrigens: Ist Gottesanbeter der Mann der Gottesanbeterin? Und heißt es dann Heuschreck? :/ Oder eher Gottesanbeterinnerich?



    LG, Pablo.