Hallo, Leute.
Wie schon mal angedroht, hatte ich in diesem Jahr auch ein paar Röhrlinge gesehen. Ich fasse den Begriff "Boletum" aber etwas weiter als Uli, und zeige auch solche, die nicht zu der Gattung gehören. Aber immerhin in die Ordnung. Alles, was dabei keine Röhren hat, wie Kremplinge, Goldblatt und Gelbfüße habe ich aussortiert.
Ein paar habe ich weggelassen, um auf 50 Bilder zu kommen. Also die wirklich allzu schlechten Aufnahmen von Boletus aereus, Boletus edulis, Chalciporus piperatus, Leccinum versipelle und Xerocomus subtomentosus.
Der Rest ist mal so zum Durchscrollen, das eine oder andere Bild ist nicht schlecht.
Und dafür, daß das angelblich ein schlechtes Röhrlingsjahr war, ist eine ganze Menge zusammengekommen.
Die meisten außergewöhnlichen Boleten stammen übrigens von einem Wochenende bei Uli, Isa und den Würzburger Pilzfreunden mit ihren tollen Kalkwäldern und Friedhöfen.
01: Boletinus cavipes = Hohlfußröhrling

02: Boletinus cavipes forma aurea = Goldgelber Hohlfußröhrling

03: Boletus badius = Maronenröhrling

04: Boletus calopus = Schönfußröhrling

05: Boletus depilatus = Verdallerter Röhrling

06: Boletus erythropus = Flocki

07: Boletus fechtneri = Silberröhrling

08: Boletus fuscoroseus = Blauender Königsröhrling

= Boletus pseudoregius, Boletus speciosus
09: Boletus impolitus = Fahler Röhrling

10: Boletus legaliae = LaGal's Purpurröhrling

= Falscher Satansröhrling
11: Boletus luridus = Netzhexe

12: Boletus pinophilus = Rothütiger Steinpilz

Gefunden übrigens im reinen Buchenwald, meilenweit entfernt von jeder Kiefer. Und das ist der einzige Fundort, den ich in meiner Ecke kenne.
13: Boletus pulverulentus = Schwarzblauender Röhrling

14: Boletus queletii = Glattstieliger Hexenröhrling

15: Boletus radicans = Wurzelnder Bitterröhrling

16: Boletus reticulatus = Sommersteinpilz

17: Boletus rhodopurpureus = Blaufleckender Purpurröhrling

Die forma xanthopurpureus, Gelbhütige Form vom bekannten Würzburger Standort
18: Boletus satanas = Satansröhrling

19: Buchwaldoboletus lignicola = Nadelholzröhrling

20: Gyroporus castaneus = Hasenröhrling

21: Gyroporus cyanescens = Kornblumenröhrling

22: Leccinum crocipodium = Gelbporiger Raufuß

23: Leccinum cyaneobasileucum = Wollstieliger Raufuß

24: Leccinum duriusculum = Pappelraufuß

25: Leccinum leucopodium = Espenrotkappe

= Leccinum albostipitatum = Leccinum rufum
26: Leccinum pseudoscabrum = Hainbuchenröhrling

= Leccinum carpini
27: Leccinum quercinum = Eichenrotkappe

= Leccinum aurantiacum = Laubwaldrotkappe
Leccinum aurantiacum wurde auch schon fälschlicherweise als Name für Leccinum leucopodium verwendet.
28: Leccinum scabrum = Gemeiner Birkenpilz

Der, der nirgendwo bunt wird, wenn man ihn zerschnibbelt.
29: Leccinum vulpinum = Fuchsrotkappe

30:Pseudoboletus parasiticus = Schmarotzerröhrling

31: Strobilomyces strobilaceus = Strubbelkopfröhrling

32: Suillus bovinus = Kuhröhrling

33: Suillus collinitus = Ringloser Butterpilz

34: Suillus granulatus = Körnchenröhrling

35: Suillus grevillei = Goldröhrling

36: Suillus grevillei forma alba = Weißgoldröhrling

Ob der als Forma überhaupt beschrieben ist, weiß ich nicht. Ich finde jedenfalls nichts dazu. Genetisch ist es aber definitiv S. grevillei, das wurde von Jürgen Schreiner überprüft. Morphologisch (Makro- und Mikroskopisch) ist der Pilz identisch mit Funden, die als "Suillus hololeucus" beschrieben wurden.
37: Suillus luteus = Butterpilz

38: Suillus variegatus = Sandröhrling

39: Suillus viscidus = Grauer Lärchenröhrling

40: Tylopilus felleus = Gallenröhrling

Hier mal im Maronen - Outfit.
41: Xerocomus armeniacus = Aprikosenfarbener Röhrling

42: Xerocomus bubalinus = Blassbrauner Filzröhrling

Obwohl mir ja "Glatthütiger Filzröhrling" als Name besser gefiele.
Der hier war makroskopisch sehr eindeutig, aber mikroskopisch kritisch. Bei der ersten Messreihe lag der Q-Wert im Schnitt bei genau 2,5. Bei weiteren Messreihen dann aber bei 2,6 bzw. 2,7.
43: Xerocomus chrysenteron = Gemeiner Rotfuß

44: Xerocomus cisalpinus = Starkblauender Rotfuß

45: Xerocomus communis / engelii / ... = Eichenfilzröhrling

46: Xerocomus ferrugineus = Brauner Filzröhrling

47: Xerocomus porosporus = Düsterer Rotfuß

Wenn man ihn denn mal kennt, erkennt man auch soclhe Fruchtkörper.
48: Xerocomus pruinatus = Bereifter Rotfuß

Rothütige Form
49: Xerocomus ripariellus = Ufer - Filzröhrling

Ein stark blauender, kleiner Pilz mit roten Hutfarben und nicht truncaten Sporen
50: Xerocomus rubellus = Blutroter Filzröhrling

Wobei da wie auch bei X. bubalinus die Übergänge und Abgrenzungen zu X. communis nicht abschließend klar zu sein scheinen.
LG, Pablo.