Beiträge von Beorn

    Hallo, Peter!


    Beim Kleiebecherling gibt es wohl keine Alternative.
    Der Haselporling passt aus meiner Sicht auch, obwohl ich die Art noch nicht in Händen hatte.
    Bei dem Gifthäubling würde ich doch fast wetten, daß das Nadelholz (Kiefer?) ist, worauf der wächst?
    Das kann bei der geringen Größe übrigens auch eine anere Art aus dem Aggregat sein, da wird teils noch etwas verfeinert. Der Großraum Galerina marginata müsste aber passen.


    Beim großen, festen Porling denke ich aber anders als Ingo. Wenn ich mir den Phellinus alni vor mir auf dem Tisch so anschaue, da sind die Poren gattungstypisch schön dunkel. Daß die so ganz weiß sein können, mag ich irgendwie nicht glauben.
    Du hast do da einen Fruchtkörper durchgebrochen. Hast du vom Innenleben auch ein Bild?


    Mein erster Eindruck sagt dazu übrigens auch Ganoderma applanatum, auch wenn man die Trennung zu Ganoderma adspersum wohl nicht an der Hutkruste fest machen kann. G. applanatum habe ich auch schon mit recht dicker, fester Kruste gesehen und bei G. adspersum konnte ich sie schon eindrücken. Da gibt es also Übergänge, tendenziell ist die Kruste von G. adspersum aber schon dicker.
    Weitere Hinweise geben die Wuchsform, das Substrat und die Tramafarbe. Wenn man ganz sicher gehen will, vermisst man aber kurz ein paar Sporen. Der Größenunterschied da ist schon signifikant und das konstanteste Trennmerkmal.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter & Gerd!


    Genau, Suillus bellinii würde ich hier aber trotz dem schlanken Wuchs nicht kategorisch ausschließen.
    Die Art verändert ihr Aussehen im Laufe der Entwicklung ja recht stark. Der im oberen drittel sehr helle Stiel würde sogar ganz gut zu der Art passen.


    Gerd, bei deiner Liste müsstest du dann noch Suillus bellinii und Suillus mediterraneensis einbauen, wenn der Fundort - wie in diesem Fall - in Portugal liegt. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Peter!


    Danke für die Infos:

    a) Mal auf nem Kurs gelernt
    b) Hierher
    c) Oder >hier< gelesen (und Christoph Hahn ist ja nicht "irgendwer")


    Das ist interessant.
    Wiki ignoriere ich seit kurzem wieder als Quelle, da las ich eben was von Pilzsorten bei einem anderen Link in einem Forum. Was natürlich einen Text unmittelbar als seriöse Quelle disqualifiziert. ;)


    Der Link zu den Doppelpilzen ist sehr interessant.
    Ich muss gestehen, ich hatte nur die Ausführungen in den Großpilzen BWs im Kopf, da werden Gymnopus und Rhodocollybia noch unter Collybia zusammengefasst, in der Gattungsbeschreibung steht "ausschließlich Saprophyten".
    Allerdings findet sich in der Artbeschreibung zumindest bei Rhodocollybia maculata ein Verweis auf eine mögliche symbiotische Verbindung. Bei R. butyracea ist allerdings auch Acer (Ahorn) notiert. Wenn das bedeutet, daß es am Fundort im Mycelbereich keine anderen Bäume gab, dann kann also keine Ektomykorrhiza bestehen (wird bei Ahorn nicht ausgebildet).
    Dennoch würde ich den Ausführungen von Christoph Hahn bei den Doppelpilzen einiges Gewicht beimessen, aber jetzt interessieren mich natürlich seine Quellen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Ohne die Sporenmaße jetzt nachzuprüfen: Das grün durchfärbte Fleisch deutet auf Cortinarius malicorius (Orangerandiger Hautkopf) hin.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Bei dem optischen Gesamteindruck hätte ich jetzt als erstes an eine weiße Form von Leccinum cyaneobasileucum (Wollstieliger Raufuß) gedacht.
    Leccinum holopus ist aber ein durchaus schwieriges Pilzchen. Mikroskopisch sollte da was machbar sein, müsste ich jetzt aber nachlesen.
    Ansonsten kann man sich makroskopisch annähern, indem man auf das Verfärbungsmuster achtet, die Stielschuppen (sollten ähnlich denen von L. scabrum sein, nur weiß) und den Standort (streng an saure Böden gebunden, feucht auch, muss aber nicht unbedingt moorig sein).


    Bei der Rotkappe könnte Leccinum leucopodium (Espenrotkappe) rauskommen. Auch wenn die Stielschuppen im unteren Bereich nicht weiß sind, das kann durchaus mal passieren. Die Hutfarbe würde aber passen, Leccinum quercinum (Laubwaldrotkappe), Leccinum vulpinum (Kiefernrotkappe) und Leccinum versipelle (Birkenrotkappe) sollten auch am oberen Teil des stieles deutlich gefärbte Schuppen haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Das Problem ist, daß Pholiota adiposa / aurivella von Pholiota limonella (Zitronenschüppling) makroskopisch alleine kaum zu trennen ist. Hutform, Substrat und Wuchsweise sind wohl nicht wirklich konstant. Aber auch bei der Sporengröße ist die Differenz recht gering.
    Zumal es dann noch Pholiota lucifera (Fettiger Schüppling) gibt, der aber relativ strikt an Weise gebunden ist und andere Zystiden aufweist. Mikroskopie gehört bei der Bestimmung dieser Arten unbedingt dazu.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Wie Ingo schon schrob: Sporenabwurf ist kaum interessant, der wird so oder so weiß mit schwachem, blassem Rosaton sein.


    Woher hast du denn die Info mit der Lebensweise?
    Das wäre echt mal interessant.
    Die beiden Gattungen gehörten bis vor einiger Zeit gemeinsam zu Collybia (Rüblinge). Da gab es noch nie irgendwelche Mykorrhizapilze in dem Verein. ;)


    Du dachtest nicht zufällig an Rhodocybe (Tellerlinge) oder Phaeocollybia (Wurzelschnitzlinge)? Wobei auch das beides hauptsächlich Zersetzer sein sollten, müsste ich aber nochmal nachschlagen, ob es da auch Arten gibt, die Mykorrhiza bilden.



    LG, pablo.

    Hallo.


    So ich habe mich auch eingetragen.
    Nur ein Problem gibt es: Einen bestimmten Nutzer kann man sich offenbar nicht anzeigen lassen.
    Eben wollte ich mal schauen, wo Dodo sich rumtreibt zum Beispiel.
    Da müsste ich jetzt jeden Pin Durchklicken. Das ist schade. Eine Möglichkeit, bestimmte Nutzer auf der Karte zu suchen würde mir gefallen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Ich glaube wie Nobi auch ein Bild wiederzuerkennen, stimmt das?


    Aber sicher. :)
    Die Fuchsrotkappen sind die aus dem Märchenwald.


    Zu dem Weißgoldröhrling hatte ich oben schon was geschrieben, das ist wohl auch ein Pilz bzw. eine Farbform, die es offiziell gar nicht gibt. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ach, traumhaft.
    Nachdem ich jetzt auch einen Christan habe, kann ich im nächesten Jahr mal verstärkt nach Korallen tauchen.


    Bei der Ramariopsis würde ich fast wetten, daß da. R. citrina rauskommt. R. crocea kenne ich ganz feingliedrig und anders gefärbt.
    Allerdings: R. citrina soll sich wohl nur bifurkat verzweigen?
    Ist die Gattung denn sicher?
    Kann es nicht auch eine Ramaria oder eine Clavuliopsis sein?



    LG, pablo.

    Hallo.


    Da bin ich völlig bei dir, Ingo: Die beiden sind immens verwirrend.
    ich finde auch zu selten welche, und wenn, dann passen sie zu beidem. :D


    Rosasporrüblinge sind Zersetzer, Peter.
    Und auch Mykorrhizapilze können in Hexenringen wachsen, schöne Beispiele sind Goldröhrlinge (Suillus grevillei) oder Kahle kremplinge (Paxillus involutus). Auch Fliegenpilze und Pfifferlinge können Ringe bilden. Und sicher noch einige mehr.
    Der Baum muss dabei aber nicht im Mittelpunkt stehen.



    LG, pablo.

    Hallo, Dieter!


    An Suillus collinitus glaube ich nicht, da stimmen die Farben (Hutoberfläche, Röhren) nicht. Auch müsste die Huthaut in dem Alter schon deutlich radialstreifig sein, das ist hier ebenfalls nicht gegeben.


    Die Farben würden zu Suillus tridentinus (Rostroter Lärchenröhrling) passen, aber die Art ist hier auch auszuschließen: Die Poren sind viel zu eng und zu regelmäßig, der Ring fehlt und Drüsenpunkte am Stiel sollten da auch nicht vorkommen.


    Im Grunde bleiben da nur Suillus granulatus (Körnchenröhrling) und Suillus mediterraneensis (Mittelmeer - Körnchenröhrling) übrig.


    Beide Arten sind obligat an zweinadlige Kiefern gebunden.
    D.h. es müssen irgendwo Kiefern sein, Pinien gehen auch in Ordnung.
    Ob zwei oder mehrnadelig ist wohl für die Arten noch verhandelbar, aber andere Baumgattungen sind nicht möglich.


    Das Problem betrifft aber alle in Europa vorkommenden Schmierröhrlinge.
    Es gibt hierzulande keine einzige Art, die mit Laubbäumen Mykorrhiza bilden kann. Und die meisten sind wirklich sehr strikt festgelegt, also entweder an Kiefern (da macht es auch einen Unterschied ob zweinadlig oder mehrnadlig), andere Arten an Lärche (strikt obligat), einige eingeschleppte Arten an Douglasie (meist strikt obligat.


    Also müsstest du entweder eine sehr enge Verwandschaft des Erdbeerbaumes mit Kiefer nachweisen, oder irgendwo im Radius von bis zu 20 Meter um die Fundstelle die Kiefer (zur Not anderen Nadelbaum) finden. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich hatte ja hin und wieder auch mal hier reingeschaut, aber bislang nichts zu sagen gehabt. Mir ging es - und geht es im Grunde immer noch, wie dem PSV, dem der Pilz ja vorgelegt wurde:

    Zitat


    Aber egal welchem Schirmling man den Pilz zuordnen will, es "passt bei dem so ziemlich gar nichts" (O-Ton PSV).


    Das ist genau das Problem.
    Ich würde hier auch M. rhodosperma / konradii ausschließen. Zum einen, weil die Hutoberfläche nicht so wirklich zu der Art passt, wie ich sie kenne, zum anderen scheint der Pilz dafür einfach viel zu riesig zu sein.
    Wie war denn am ende die Gesamthöhe des ausgewachsenen Pilzes?
    Verglichen mit den Buchenblättern am Boden muss das ein echter Brummer gewesen sein.


    Aber irgendwie erinnert mich der Pilz an etwas.
    Das Blöde ist nur: Ich komme nicht drauf. Irgendwas südamerikanisches? Oder Afrikanisches?
    Ich habe jedenfalls wirklich den Verdacht, daß das entweder ein im Wuchs stark veränderter Pilz ist, oder eine eingeschleppte Art, die normalerweise auf diesem Kontinent gar nicht vorkommt.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das mit dem gekammerten / hohlen Stiel ist ja in gewissem Maße variabel. Der kann nämlich auch ausgestopft sein, dann ist die Kammerung nicht so ganz einfach zu erkennen.
    Theoretisch müsste das bei G. castaneus und G. ammophilus auch gleich sein.
    Meinen Munoz habe ich jetzt gerade nicht zur Hand, kann da aber bei Gelegenheit mal einen Blick reinwerfen, was da zur Trennung angegeben wird.


    Ich würde allerdings zur Vorsicht raten, bei einer Art, von der nur wenige Funde dokumentiert und untersucht sind (G. ammophilus), kann man nicht sicher sein, daß die ökologische Amplitude komplett bekannt ist.
    So kann zB G. castaneus anscheinend auch mit Kiefern Mykorrhiza bilden (Da fällt mir ein Fund im Heller bei Dresden ein). Warum also nicht auch G. ammophilus mit Laubbäumen?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das sieht ja irgendwie nach Rhodocollybia - Lamellen aus.
    Welcher war noch mal der mit den unfleckigen, gesägten Lamellen?
    Distorta oder prolixa?



    LG, pablo.

    Hallo.


    Du liebe Zeit, so viel Feedback?
    Und das, obwohl die Bilder gar nicht mal besonders gut sind?
    Danke euch. :)


    Zitat


    Du bist doch noch jung, irgendetwas willst Du doch auch noch finden, wenn Du mal noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hast, oder!?


    Keine Sorge. Es bleibt noch genug übrig. Es müssen ja keine Röhrlinge sein. Aber auch da feheln noch welche. Und auch Wiederfinden macht Spaß. Am besten an anderen Stellen. Hier sind ja auch einige dabei, die mir gezeigt wurden bezw. die an bekannten Standorten immer wieder erscheinen.


    Zitat


    Und einen erkenne ich sogar wieder!


    Ein gutes Zeichen, Nobi.
    Aber ich hatte ohnehin schon so einen leisen Verdacht, daß du wesentlich mehr an Pilzen wahrnimmst, als nur schwarze Punkte an Kaninchenknödeln.;)


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    Es war zwar mein beste Röhrlingsjahr, aber Du zeigst immerhin 6 Arten, die ich noch nie gesehen habe.


    Für mich auch, Karl. Interessant dabei, daß man von anderen hört / liest, daß es ein eher mageres Röhrlingsjahr gewesen sei.
    Übrigens hast du im Sommer auch so manchen Fund präsentiert, der mir noch nie vor die Linse gehüßft ist.


    Zitat


    Von den gezeigten konnte ich dieses Jahr 18 Arten finden und sicher identifizieren, dazu noch Porphyrellus porphyrosporus.


    Das ist doch sehr ordentlich. Und dann noch ohne Filzröhrlinge.
    Den Porphyrröhrling hatte ich gehofft, noch zu sehen in diesem Jahr, da der in der Gegend hier eigentlich nicht mal selten ist. Hat sich aber irgendwie nicht gezeigt.


    Zitat


    Einen Q-Wert von 2,5 habe ich auch schon mal festgestellt, was natürlich interessant ist, wenn er bei 2,3 oder 2,7 liegen muss. Je nach Literatur darf der Wert aber auch bei 2,5 liegen. Das beseitigt allerdings noch nicht meine Zweifel am derzeitigen Artenkonzept.


    Mir geht es nicht anders, Steffen. So richtig ausgefeilt ist das wohl nicht. Dennoch wird das Länge - Breite - Verhältnis in den meisten Werken als sicherstes Trennmerkmal angegeben. Insofern war es mir schon wichtig, daß das auch ins Konzept passt, auch wenn es grenzwertig ist.
    Immerhin: Es wird ja in der Gattung auch fleißig sequenziert. Demnach gibt es wohl schon eine Art, die ungefähr so aussieht, die aber genetisch von X. communis zu trennen ist. Um die entscheidenden morphologischen Merkmale greifbar zu machen, muss da aber sicher noch nachgearbeitet werden.


    Zitat


    Und einige von den schönen Funden werden mir hier in der Gegend mit sicherheit nie vor die Linse springen.


    Für einige Arten habe ich da auch kleinere Reisen unternommen.
    Es lohnt sich, auch in der Fremde die Augen offen zu halten.
    Ja, alle Funde sind aus 2014.


    Zitat


    PS: Noch ne Frage zu Leccinum leucopodium, da steht im IF als aktueller Name Albatrellus confluens drin.
    Ich nenn sowas bisher L. albostipitatum so wie auf der Seite von Noordeloos: http://www.entoloma.nl/html/leccinum_eng.html
    Was ist denn da jetzt richtig?


    In IF ist da ein Fehler. Natürlich ist eine Rotkappe kein Porling. ;)
    Vielleicht hat sich da die Steinlaus eingeschlichen.
    Der gültige Name ist glaube ich Leccinum rufum, das müsste der älteste sein. Leider aber auch ein nom. conf.
    Darum bevorzuge ich L. leucopodium oder eben L. albostipitatum. Welcher der beiden Vorrang haben muss, müsste ich jetzt auch nachschlagen. Es wäre dann wie immer der ältere.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Ich würde sagen, die sehen auch aus wie Orbilien. Gallerttränen sind das wohl doch nicht. Bleibt die Frage: Ist es die selbe Art wie die Gelben?
    Das wird sich dann wohl nur mikroskopisch klären lassen.



    LG, Pablo.

    Menno! ;(


    Aber naja, immerhin ein Bovist.
    Welche Art, das müsste ich jetzt wohl nachschlagen. Das kann ich aber nicht, ich muss nämlich ins Bett.
    Aber das Präparat sieht schon putzig aus.



    LG, pablo.

    Hallo, Frank!


    Mein Gattungsbild gerät nicht ins Wanken, es passt sich nur an. Je nach dem, was rauskommt.
    Daß man Bestimmungen nicht nur an zwei Lamellen / Poren mehr oder weniger festmachen kann, ist wahrscheinlich ein wesentlicher Punkt.
    Aber bis wir alle unsere Taschensequenzierer mit in den Wald schleppen können, müssen wir uns eben noch um die Merkmale und die Abwägungen bemühen. Makro- wie mikroskopisch.
    Eigentlich mag ich das auch so, auch wenn es dabei immer mal wieder unsichere Funde gibt.
    Aber wenn man irgendwann nur noch ein Fitzelchen Pilz in ein Gerät stecken muss und das spuckt einem den Namen aus, dann lasse ich die Finger von Pilzen. Die Fähigkeit, zu beobachten, zu vergleichen, zu bestimmen, abzuwägen und zu beschreiben, zu hinterfragen und zu bewundern wird dann verloren gehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Danke euch allen fürs angucken.
    Das musste jetzt auch mal raus, damit man sich ganz in Ruhe den Wintergnolmen - äh - Pilzen widmen kann.


    Es fehlt übrigens da noch ein ganzer Batzen von Röhrlingen, die in Deutschland vorkommen können.
    Porphyrellus porphyrosporus und Boletus subappendiculatus zB habe ich in diesem Jahr nicht gesichtet, auch nicht Leccinum variicolor.
    Boletus appendiculatus ist gar nicht so selten, aber den habe ich noch nie gefunden.
    Da geht schon noch einiges.


    Der Weißgoldröhrling ist auch unbekannt. Den hatten wir ja auf der Tour im Taunus gefunden. Nach Literaturvergleichen kommt man da, wenn man alle Merkmale berücksichtigt , zu Suillus hololeucus.
    Zu einer weißen Form von Suillus grevillei finde ich keinerlei Literaturangaben.


    Jürgen Schreiner konnte am exakt selben Standort ein paar Tage später noch Fruchtkörper finden, hat sie sequenzieren lassen: Es ist Suillus grevillei, nur eben ohne Pigment (Auch die Sporen sind hyalin, das Sporenpulver also weißlich).
    Ich weiß gerade nicht, ob er dazu noch etwas veröffentlichen will, hoffe es aber.


    Die Rothütigen pruinatusse sind gar nicht so selten. Ja, es ist das leuchtend gelbe Fleisch im Schnitt, inklusive langsamer Blaufärbung ausschließlich im Stielbereich, was da die Hauptmerkmale sind.
    Zur Not kann man auch noch die Fruchtkörper vom rechten Rand der Kollektion berücksichtigen, die völlig normal gefärbt waren. Die habe ich aber natürlich nicht mit aufs Bild gelassen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!



    ...obwohl ich immer noch nicht weiss, wie man A. verna oder A. virosa ausschliessen kann.


    Beide Arten (und weißhütige Formen von Amanita phalloides genauso) haben eine ganz andere Stielbasis und eine andere Velumbeschaffenheit.
    Im Gegensatz zu A. verna, A. phalloides und A. virosa ist die Knolle rundlich, rübenförmig, eiförmig, kaum so gerandet und hat dafür eine ausgeprägte, häutige Scheide.
    Das Velum am Hut reißt bei allen drei Arten auch am Scheitel auf, darum bleibt nur selten Velum auf dem Hut zurück. Das ist dann auch eher häutig, nicht so derb brockig - wattig wie bei A. citrina.
    A. virosa hat zudem jung eine ganz andere Hutform, eher eiförmig.
    Und A. verna soll ein eher schmächtiges Pilzchen sein, im Habitus eher wie Amanita franchetii.



    LG, pablo.

    Hallo, Leute.


    Wie schon mal angedroht, hatte ich in diesem Jahr auch ein paar Röhrlinge gesehen. Ich fasse den Begriff "Boletum" aber etwas weiter als Uli, und zeige auch solche, die nicht zu der Gattung gehören. Aber immerhin in die Ordnung. Alles, was dabei keine Röhren hat, wie Kremplinge, Goldblatt und Gelbfüße habe ich aussortiert.


    Ein paar habe ich weggelassen, um auf 50 Bilder zu kommen. Also die wirklich allzu schlechten Aufnahmen von Boletus aereus, Boletus edulis, Chalciporus piperatus, Leccinum versipelle und Xerocomus subtomentosus.
    Der Rest ist mal so zum Durchscrollen, das eine oder andere Bild ist nicht schlecht.
    Und dafür, daß das angelblich ein schlechtes Röhrlingsjahr war, ist eine ganze Menge zusammengekommen.
    Die meisten außergewöhnlichen Boleten stammen übrigens von einem Wochenende bei Uli, Isa und den Würzburger Pilzfreunden mit ihren tollen Kalkwäldern und Friedhöfen.



    01: Boletinus cavipes = Hohlfußröhrling


    02: Boletinus cavipes forma aurea = Goldgelber Hohlfußröhrling


    03: Boletus badius = Maronenröhrling


    04: Boletus calopus = Schönfußröhrling


    05: Boletus depilatus = Verdallerter Röhrling


    06: Boletus erythropus = Flocki


    07: Boletus fechtneri = Silberröhrling


    08: Boletus fuscoroseus = Blauender Königsröhrling

    = Boletus pseudoregius, Boletus speciosus


    09: Boletus impolitus = Fahler Röhrling


    10: Boletus legaliae = LaGal's Purpurröhrling

    = Falscher Satansröhrling


    11: Boletus luridus = Netzhexe


    12: Boletus pinophilus = Rothütiger Steinpilz

    Gefunden übrigens im reinen Buchenwald, meilenweit entfernt von jeder Kiefer. Und das ist der einzige Fundort, den ich in meiner Ecke kenne.


    13: Boletus pulverulentus = Schwarzblauender Röhrling


    14: Boletus queletii = Glattstieliger Hexenröhrling


    15: Boletus radicans = Wurzelnder Bitterröhrling


    16: Boletus reticulatus = Sommersteinpilz


    17: Boletus rhodopurpureus = Blaufleckender Purpurröhrling

    Die forma xanthopurpureus, Gelbhütige Form vom bekannten Würzburger Standort


    18: Boletus satanas = Satansröhrling


    19: Buchwaldoboletus lignicola = Nadelholzröhrling


    20: Gyroporus castaneus = Hasenröhrling


    21: Gyroporus cyanescens = Kornblumenröhrling


    22: Leccinum crocipodium = Gelbporiger Raufuß


    23: Leccinum cyaneobasileucum = Wollstieliger Raufuß


    24: Leccinum duriusculum = Pappelraufuß


    25: Leccinum leucopodium = Espenrotkappe

    = Leccinum albostipitatum = Leccinum rufum


    26: Leccinum pseudoscabrum = Hainbuchenröhrling

    = Leccinum carpini


    27: Leccinum quercinum = Eichenrotkappe

    = Leccinum aurantiacum = Laubwaldrotkappe
    Leccinum aurantiacum wurde auch schon fälschlicherweise als Name für Leccinum leucopodium verwendet.


    28: Leccinum scabrum = Gemeiner Birkenpilz

    Der, der nirgendwo bunt wird, wenn man ihn zerschnibbelt.


    29: Leccinum vulpinum = Fuchsrotkappe


    30:Pseudoboletus parasiticus = Schmarotzerröhrling


    31: Strobilomyces strobilaceus = Strubbelkopfröhrling


    32: Suillus bovinus = Kuhröhrling


    33: Suillus collinitus = Ringloser Butterpilz


    34: Suillus granulatus = Körnchenröhrling


    35: Suillus grevillei = Goldröhrling


    36: Suillus grevillei forma alba = Weißgoldröhrling

    Ob der als Forma überhaupt beschrieben ist, weiß ich nicht. Ich finde jedenfalls nichts dazu. Genetisch ist es aber definitiv S. grevillei, das wurde von Jürgen Schreiner überprüft. Morphologisch (Makro- und Mikroskopisch) ist der Pilz identisch mit Funden, die als "Suillus hololeucus" beschrieben wurden.


    37: Suillus luteus = Butterpilz


    38: Suillus variegatus = Sandröhrling


    39: Suillus viscidus = Grauer Lärchenröhrling


    40: Tylopilus felleus = Gallenröhrling

    Hier mal im Maronen - Outfit.


    41: Xerocomus armeniacus = Aprikosenfarbener Röhrling


    42: Xerocomus bubalinus = Blassbrauner Filzröhrling

    Obwohl mir ja "Glatthütiger Filzröhrling" als Name besser gefiele.
    Der hier war makroskopisch sehr eindeutig, aber mikroskopisch kritisch. Bei der ersten Messreihe lag der Q-Wert im Schnitt bei genau 2,5. Bei weiteren Messreihen dann aber bei 2,6 bzw. 2,7.


    43: Xerocomus chrysenteron = Gemeiner Rotfuß


    44: Xerocomus cisalpinus = Starkblauender Rotfuß


    45: Xerocomus communis / engelii / ... = Eichenfilzröhrling


    46: Xerocomus ferrugineus = Brauner Filzröhrling


    47: Xerocomus porosporus = Düsterer Rotfuß

    Wenn man ihn denn mal kennt, erkennt man auch soclhe Fruchtkörper.


    48: Xerocomus pruinatus = Bereifter Rotfuß

    Rothütige Form


    49: Xerocomus ripariellus = Ufer - Filzröhrling

    Ein stark blauender, kleiner Pilz mit roten Hutfarben und nicht truncaten Sporen


    50: Xerocomus rubellus = Blutroter Filzröhrling

    Wobei da wie auch bei X. bubalinus die Übergänge und Abgrenzungen zu X. communis nicht abschließend klar zu sein scheinen.




    LG, Pablo.

    Hallo, Verena!


    Sieht hübsch aus.
    Das Capillitium mit den kleinen, kugeligen Sporen könnte von einem Stielbovist stammen, kann das sein?


    Die Peridie davon habe ich noch nie mikroskopiert, sieht interessant aus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Abeja!


    Je nach dem, wie großzügig ich zähle, kann ich auch auf 24 bis 25 Poren kommen. ;)
    So ein blöder, grenzwertiger Pilz.
    Du hast schon refcht: Wenn das hier zu G. sepiarum gehören muss, dann muss ich mein Bild dieser Art auch erweitern.
    Wenn Frank den Fund annimmt, bekommen wir bald Aufklärung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Helge!


    Tolle Bilder!


    Ich denke, das können (die Bilder in der Galerie) schon junge Grünblättrige sein, aber ohne einen Blick auf die Lamellen und die Stielspitze mag ich mich dabei nicht festlegen.



    LG, Pablo.