Beiträge von Beorn

    Hallo, Tanja!


    Hilfe, beinahe verschwitzt.
    Hoffentlich lässt du dich gerade schön feiern, wie sich das gehört.
    Alles Gute, Gesundheit und jeden Tag einen Korb voll Pilze für das kommende Jahr wünsche ich dir.




    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Toll. :)
    In der Tat ist das eine der besten Sieten, die ich bisher gesehen habe. Von der Übersichtlichkeit, Vilefalt, Qualität der Beschreibungen und Bilder.
    Fehler finden?
    Wird wohl schwierig. Das ist ein weiteres, großes Plus: Was ich bisher gesehen habe, ist hervorragend recherchiert.
    Taxonomisch auf dem neuesten Stand (das will auch was heißen), bei Unklarheiten mit Erläuterungen zu den strittigen Fragen.
    Besser geht's kaum.


    Danke. :thumbup:


    Das Rätsel ist aber heftig.
    Da muss ich nochmal auf die Angaben zu Pilz- und Personenbestimmung hinweisen.
    Hier feheln ja viele Infos wie Geruch, Schnittbild, Reaktion auf Ärgern (insbesondere bei den Leuten im Hintergrund). :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Dann schlage ich echt mal vor, daß Hans seine Einstellungen überprüft. ;)
    Das Profil sieht bei mir etwas anders aus.
    Außer der Möglichekeit eine PN zu schicken sind da auch noch die Optionen für Freundes- und Ignorierliste aufgeführt.
    Das fehlt bei dir auch.
    Mal abwarten, was Hans dazu schreibt. Ansonsten ist da echt ein Bug am Werk, da muss Alex oder Andreas mal draufgucken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Meinung nummer 3:
    Makroskopisch sind beide Bestimmungen Volltreffer. :thumbup:
    Bei dem enstprechenden geruch kommt bei Scytinostroma nichts anderes in Frage.
    Die Wahrscheinlichkeit, daß man da beim Mikroskopieren eine Überraschung erlebt, liegt wohl weit unter 0,1%.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ja, ich hätte schon eine Idee. Aber die ist heikel. Wenn's zu der Frage ein "Ja" gibt, ist der Pilz absolut klar. Wenn's ein nein gibt, dann kann man unter den verbleibenden ungefähr 49999 Arten in Deutschland weitersuchen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Heino? Kennt jeder, aber wer weiß, was da hinter der Sonnenbrille ist?
    (un)musikalisches Gesinge?
    "Ja, so blau-blau-blau blüht die Haselnuss..." :D


    Meine Güte, ich glaube ich habe zum ersten Mal einen Pilz auf Grund von Kryptogrammen verstanden. Der ist aber wirklich schwer zu erkennen, Stefan. Wenn es der ist (siehe PN).



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!




    Frage Nr. 1: Kann ich meinen PN-Ordner "aufräumen", d.h. ältere Ein- und Aus-
    gänge löschen?


    Na klar! :thumbup:
    Rechte Seite das Kästchen neben der PN anklicken, unten auf "Löschen" und die Nachricht wird in den Papierkorb verschoben (den du dann wieder separat leeren kannst).
    Es gibt glaube ich aber auch eine Option, einen Ordner komplett zu leeren: Das mache ich beim Postausgang hin und wieder.




    Ich habe heute im Laufe des Tages mehrere PN empfangen und versendet.
    Frage Nr. 2: Wie kann es sein, dass viele User mit mir per PN kommunizieren können,

    andere (in diesem Fall Erebus) aber nicht.


    Ich sehe da zwei Möglichkeiten:
    a) Uli hat einen falschen Empfänger angegeben. Ist mir auch schon passiert, weil ich PNs an "Eike" versendet habe. Der heißt aber hier nun mal nicht Eike. X/
    b) Irgendwie hast du Uli auf der Ignorierliste. Oder er dich. Mal irgendwo falsch hingeklickt oder so. Könnte man mal überprüfen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das ist ja wirklich ganz ganz schlimm, wie du uns hier zur Last fällst mit all den Bildern. :D


    Scherz.


    Oder:
    Immerhin enthalten deine Aufnahmen ein gewisses Suchtpotential.
    Ich glaube es gibt nicht viele Pilzfreaks, die solche Bilder (Makros und Mikros) zu Wege bringen.
    Nimmt man beides zusammen, sehe ich dich mittlerweile so auf einer Stufe mit Björn und Harzi. Und das will was heißen.
    Ich kann mich jedenfalls nicht dran satt sehen und hoffe auf weitere "lästige" Beiträge von dir. :P



    LG, pablo.

    Hallo, Juliane!


    Bei dem Lamellenpilz ist es auch eher so ein "Könnte sein".
    ich habe den durchaus schon in der Optik gesehen, wenn er eben ausgetrocknet ist (der ganze Pilz ist ja +/- hygrophan). Dann ist da natürlich nichts durchscheinendes mehr, was irritieren kann.
    Die Alternative wäre hier vielleicht noch ein Flämmling (Gymnopilus), aber Größe, Wuchsweise, Substrat, Abstand der Lamellen und Erscheinungszeit bringen mich schon viel eher zu Tubaria.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ulla!


    Ob du's glaubst oder nicht: Ich habe die Art zum ersten Mal überhaupt bewusst wahrgenommen.
    Und auch deswegen gerne mitgenommen, weil sie ja leicht zu bestimmen ist. Frustvermeidung und einfach mal Spaß bei der Sache haben.


    Baumwollblau ist normalerweise ein Feststoff und wird meines Wissen oft in Milchsäure angesetzt und die reagiert deshalb mit den basischen Kalkkristallen von Mucilago und löst sie dann mit Bläschenbildung auf.
    Das hast Du ja beobachtet.
    LG Ulla


    Ungefähr das hatte ich mir auch zusammengereimt. Danke für die Bestätigung. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Das sieht wirklich total spannend aus. Sumpf, Sand und Kiefern: Was willman mehr. :P
    Da gibt's bestimmt ausgefallene Pilze.


    Bei den Bestimmungen schließe ich mcih auch Karl an.
    Und die Austern (Pleurotus ostreatus) kannst du auch so abhaken, die werden gerne mal gelbbraun im Alter.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich kann ja so gut verstehen, warum die Myxos so phaszinierend sind. Das sieht schon ganz besonders toll aus da drin, dann die besondere Lebensweise, hat was Mystisches auch.


    Jedenfalls hatte ich auch mal Lust, einen zu untersuchen. Einen, wo man am besten schon makroskopisch weiß, was rauskommen soll.
    Gefunden habe ich



    Mucilago crustacea P. Micheli ex F.H. Wigg.


    = Schaumkissen - Schleimpilz



    gehört laut SpeciesFungorum zu den Didymiaceae, Synonyme sind >hier< einzusehen.



    Dieser Fund saß an Krautstengeln knapp 10cm über dem Boden an einem verkrauteten Wegrand.
    Das Gelände ein sandiger Wald mit Jungkiefern neben einem Kanal in der nördlichen Oberrheinebene, das ist im Grunde eine zurückgebaute Schleife des Hockenheimrings. Übrigens knapp neben der Stelle, an der James Clark 1968 verunglückt ist. Er ist zwar meines Wissen nicht Lamborghini gefahren, aber von der Firma gibt es treffenderweise auch einen Rennwagen, der "Murcielago" heißt.


    Die Fruchtkörper waren erkennbar reif, also weißlich mit schwarzbrauner Sporenmasse und bis zu 5cm in der Ausdehnung.


    Sieht dann so aus:




    Optisch wäre das nur mit manchen Fuligo - Arten (Lohblüten) zu verwechseln.
    Bei so typischer Ausprägung ist aber auch das eher schwierig.


    Dennoch wird's mikroskopisch erst richtig hübsch:


    ...in 400facher Vergrößerung.
    Die kugeligen, stachelig - warzigen Sporen sind erkennbar, ebenso das glatte Capillitium mit Kristallen.
    Diese Kristalle sollte es bei Fuligo (wenn ich das richtig gelesen habe) nicht geben, oder sie sollten anders aussehen.


    Das Ganze noch x1000 in Öl, alles in natürlichem Medium (H2O):





    Und einige abgemessene Sporen (ebenfalls in H2O):

    Was das rechts ist, weiß ich nicht.
    Die Sporen sind (ohne Stacheln) bis maximal 12 µm groß und nicht immer ganz rund, gemessen wurde für den Maximalwert jeweils die größte Ausdehnung.


    Und wo da so ein schönes Sporenelement ist, wollte ich's mal in Baumwollblau gucken.
    Da fängt erstmal das Präparat unterm Deckgläschen an, wie eine Brause zu sprudeln:


    Aber die Sporen sehen dann auch nicht spektakulärer aus:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    So, weiter gehts. Mit etwas Verspätung erreichte mich auch der zweite Pilz aus >diesem Thema<.
    Also ein weißlicher bis ockerbeiger, resupinater bis deutlich effuser Rinden- oder Schichtpilz, der von Merulius tremellosus bis Cylindrobasidium laeve auch einige Diskussionen ausgelöst hat.
    Ich mach's kurz: Volltreffer für Ingo. :thumbup:
    Das ist - Hütchen hin oder her - nichts anderes als der
    4) Ablösende Rindenpilz (Cylindrobasidium laeve).


    Magellan wollte eigentlich nochmal frischees Material klarmachen, aber es kommt eben oft nicht so wie geplant. Das alte Material hatte gewisse Tücken, aber letztlich bleiben für mich da keine Zweifel in der Bestimmung, auch weil Sven die Art kürzlich >sehr gut vorgestellt hat<.


    Zu den Bildern, da sind makroskopisch bei mir ein paar doch ziemlich überreife Fruchtkörper angekommen:




    In der Tat ist das alles die selbe Art, ich habe mir sowohl welche von den Hütchen, als auch die beiden resupinaten Proben mit jeweils unterschiedlicher Farbe angeguckt.
    Die unterschiedlichen Färbungen kommen auch daher, daß da teilweise was Fremdes draufsitzt und am Cylindrobasidium rumfrisst:

    Zu welchem Pilz diese Fremdhyphen gehören, habe ich jetzt mal nicht ermittelt.


    Freilich sieht da das Hymenium größtenteils recht mitgenommen aus:

    Viele überreife, teils schon keimende Sporen sind da zusehen, dazwischen vergehende Basidien und teils auch Zystiden, aber oft eben schon ziemlich verwachsen oder kollabiert, so daß nicht immer zu erkennen ist, was da was sein soll.
    Nichtsdestotrotz findet man an "guten" Stellen im Hymenium auch noch einigermaßen erkennbare Basidien (blauer Kasten) und Zystiden (grüner Kasten):


    Die Sporen sind von der Form her ohnehin recht prägnant, hier aber offenbar überreif, was zu einer Septenbildung führt:

    Dabei ist dann auch die Form etwas veränderlich, vor allem, wenn die Sporen schon auskeimen. Auch die Größe ist dann flexibel zu beurteilen, was da schon septiert ist und / oder auskeimt, ist teils für die Litearturangaben etwas zu groß. Da wurden wohl keine überreifen Kollektionen untersucht.


    In Melzer zeigt sich keine Amyloidität, auch dextrinoid sind die Sporen nicht, aber es wird der blasige Inhalt hübsch sichtbar:


    Ein wichtiges Merkmal ist auch das Hyphensystem: Das ist monomitisch, also nur generative Hyphen; die sind dünnwandig, reich verzweigt und haben an allen Septen große, deutliche Schnallen. Dazu enthalten die Hyphen zahlreiche, recht große Öltröpfchen, die sich in der Ausprägung wohl nicht bei vielen anderen Arten finden.
    Hier habe ich geschludert, die Öltropfen sollten besser zu erkennen sein und das in den Kästchen sollten eigenltich Schnallen sein:

    ...lässt sich leider nur mehr erahnen.


    [hr]
    [hr]



    Noch mal zurück zu 3) UMO = Lamellenpilz neben Birke
    Da galt ja nun festzustellen, ob die Zystidenartigen Elemente nicht viel eher Hyphenenden (also von gernerativen Hyphen) sind.
    Dazu müssten sie der Lamellentrama und nicht dem Hymenium / Subhymenium entspringen.
    Dem ist leider nicht der Fall:


    Ich hoffe, es lässt sich einigermaßen erkennen, daß die wie die Basidien auch aus dem Subhymenium kommen. Sind also tatsächlich Zystiden.
    Übrigens +/- regelmäßig septiert und gelegentlich auch im unteren Teil etwas verdickt, was dann fast flaschenförmig aussieht.
    Das ist jedenfalls verzwickt, irgendwas kann dann eigentlich nicht stimmen. Wären Schnallen vorhanden, wäre es etwas einfacher. Aber da sind nach wie vor keine zu sehen.
    Sporen habe ich noch ein paar, zwei habe ich auch in Melzer erwischt (oben links). Ich würde die als "schwach inamyloid" ( ;) ) bezeichnen. Also keine wirkliche Reaktion zu beobachten, aber bevor es daran scheitert...

    Interessant sind da aber die Formen. Ich würde die mittlerweile als "plättchenförmig" bezeichnen. Also so in etwa 7 µm x 4 µm x 2 µm (ungefähre Durchschnittswerte).
    Ist schwer zu sehen auf meinen Bildern, die Kamera ist beim Knipsen durchs Messokular immer etwas verwirrt, in welcher Ebene nun die Schärfe liegen soll.



    LG, Pablo.

    Hallo, Craterelle!


    Hm, Rhizopogon kann wohl auch sein. Dann aber ein junger Fruchtkörper, der unreif eingetrocknet ist und auch etwas abgegriffen war.
    Die beiden von dir genannten Arten (Rötende Wurzeltrüffel = Rhizopogon roseolus und Gelbe Wurzeltrüffel = Rhizopogon luteolus) kommen auch in Deutschland vor, in entsprechenden Gebieten (Kiefernbestände auf sandigen oder Sandsteinböden) sind sie nicht sehr selten.
    Hier mal zwei Bilder von Funden aus dem letzten Jahr:
    Rhizopogon luteolus (syn.: Rhizopogon obtextus) bei Dresden:


    Rhizopogon roseolus s.l. (ist wohl ein noch nicht aufgeschlüsselter Artenschwarm) bei Mannheim:


    Die Gelbe hat idR. dieses dunkle Netz außenrum, was sie guter erkennbar macht. Die Rötende hat eine +/- stark rötende Peridie, was zumindest den Komplex kennzeichnet. D.h. beide Arten lassen sich normalerweise gut im Feld erkennen und leichjt unterscheiden. Insofern verstehe ich nicht, warum du als Übersetzung für einen spanischen namen zwei völlig verschiedene Arten angeboten bekommst. :/
    Zumindest in unseren Breiten gelten Rhizopogon - Arten als ungenießbar. Ist aber eben die Frage, warum.
    Ich habe noch keine probiert, kann ich aber ja mal machen.
    War übrigens eben auch Gegenstand bei OEPR.


    PS.:
    Bei meinen Bildern nicht über die unterschiedliche Farbe des Fruchtkörperinneren wundern.
    R. luteolus ist reif, R. roseolus unreif. Beide Arten sind innen unreif hell und bei Sporenreife dunkel (Sporenpulver schwarzbraun - schwarz).



    LG, Pablo.

    Hallo, Andy!


    Na, mit den tollen Bildern im Rücken muss er aber nun bald kommen, der Frühling. :thumbup:
    Was sind denn das für wunderliche Frühjahrslorcheln, die da anscheinend an einem Laubholzstamm wachsen? 8|



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter & Bernd!


    So schöne Sachen... da werde ich ja ganz fuchsig. S. coccinea würde ich ja total gerne mal untersuchen, von Urnula ganz zu schweigen.
    Wie ist denn eure Wochenendplanung so (vorzugsweise Sonntag)?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    OK, dann wäre das nun mal geklärt: Stereum hirsutum gibt's ganz sicher auch mit grauem Hymenium. :thumbup:


    An den Lamellenpilz setze ich mich morgen noch mal ran:


    Das wäre ein sehr guter gedanke, Wolfgang!
    Auf die Idee kam mir gar nicht, aber das wäre gut denkbar.
    Aber ob es Pseudoclitocybe ist? Auch wenn mir der Gedanke schon kam: Aber P. cyathiformis sollte doch fleischiger, dicker sein und einen deutlich faserigen Stiel haben?
    P. obbata / expallens hatte ich im Herbst untersucht; wäre schon eine Option, hatte aber etwas größere Sporen (war aber noch mit dem alten Billigmikro durchgearbeitet, da gibt's eine gewisse Messungenauigkeit).



    LG, pablo.

    Hallo, Craterelle!


    Mein Schwager (der mit meiner Schwester eben jetzt auf lanzarote weilt) schrob mir gestern, die Leute da würden auch allerhand Trüffeliges einsammeln.
    Er hatte dazu als botanischen Namen Terfezia pinoyi rausgesucht. Die Art hat auch Rudi auf seiner Seite: >Pilzseite.de<
    Inzwischen habe ich allerdings festgestellt, daß die Gattung Terfezia so allerhand Arten enthält, die sich wohl optisch auch noch recht ähnlich sind (Beispiel: >Terfezia arenaria<; wenn das nicht ein Synonym ist).
    Vielleicht bekomme ich ja eine mitgebracht, dann kann ich mal reingucken.


    Wenn du noch weitere Pilze hast, die du nicht einordnen kannst: Die Bilder kannst du ruhig zeigen, auch wenn Details fehlen. Wenn's nicht geht, geht's halt nicht. Aber die Chance besteht ja, daß vielleicht jemand einen guten Einfall hat.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich muss jetzt wieder mal vosichtig sein, was ich schreibe, weil ich gerade die Quelle nicht wiederfinde. Aber irgendwo in einem Forum hat Gunnar Hensel mal geschrieben, daß da eine Synonymie besteht (und R. luteolus als Friesscher Name Vorrang hätte). Glaube ich zumindest. Und Gunnar wäre zu dem Thema aus meiner Sicht eine maßgebliche Quelle, wenn er das denn so geschrieben hat. :/



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Das ist schon echt crass. 8|
    Wieder einmal bin ich völlig von der Rolle, wie du das so lebensecht hinbekommst!
    Gerade bei den ersten Bildern dachte ich zunächst, daß da ein echtes Pferd steht und neugierig an einer echten Kamera schnuppert.
    Bei den Menschen sind mir die Gesichter fast unheimlich. Wie bekommst du das hin, daß das so ausdrucksstark und echt aussieht?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Zitat


    Nun ist das Pulver leider verschossen.


    Dann ist es also Zeit, einen neuen Pulvervorrat anzulegen. Aber wie ich dich einschätze, bist du schon fleißig dabei. :)
    Hoffentlich auch stets in guter Gesellschaft und dazu erfolgreich, so daß wir im nächsten Winter wieder so ein Thema genießen dürfen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Magellan hat mit vor ein paar tagen einige Pilze zugeschickt, die ich mir mal ansehen durfte.
    Bis auf einen recht schwieriges Material, aber der Reihe nach.


    1) Trametes ochracea = Ockertramete
    Das ist der Einfache. :)
    Vorgestellt wurde er in >diesem Thema< unter Nummer 5.
    Im Verlauf der Diskussion tauchte dann eine dunkle Linie unter dem Hutfilz auf, was natürlich bei der Optik sehr überraschend ist.
    Darüber wurde aber insgesamt schon viel diskutiert, ebenso generell über die Trennung der beiden Arten.
    Momentan versuche ich herauszufinden, welches das oder die verlässlichsten trennmerkmale sind. Letztlich ist aber alles irgendwie recht variabel, was vor allem an der immensen Vielgestaltigkeit von Trametes versicolor (Schmetterlingstramete) liegt.
    Bei dem hier untersuchten Fund ist aber schon das äußere Erscheinungsbild absolut eindeutig - wenn da eben nicht diese Linie wäre. Die sollte nämlich bei T. ochracea nicht nie vorhanden sein; T. versicolor stehen ich da bei jungen und blassen Fruchtkörpern einen gewissen spielraum zu.


    Die Fruchtkörper, die mich erreichten, sehen ungefähr so aus:


    Die habe ich mal scheibchenweise und schräg zersäbelt, eine bräunliche Cortex ist zu erkennen:

    Der Filz lässt sich so freilich nicht mehr wirklich beurteilen, da der bei dem Alter der Pilze recht abgegriffen ist.


    Dennoch findet sich auch darunter noch etwas Auffälliges:

    Das ist aber was Anderes, als die dunkle Trennschicht zwischen Kontext und Tomentum bei T. versicolor.
    Zumal die Schicht hier nicht wirklich schwarz oder schwarzbraun ist, sondern ockerbraun.


    Insgesamt bleibe ich da absolut bei T. ochracea, die Summe der Merkmale macht hier die Musik.



    2) Stereum sp = der sonderbare Schichtpilz
    Das ist der Fund aus >dem selben Thema< von Magellan, und zwar Pilz Nummer 6.
    Der nervt, weil wieder mal nichts richtig zusammenpassen will.


    Also von vorne.


    Was da bei mir ankam, machte erstmal einen noch recht frischen Eindruck (leicht feucht) und sieht auch nicht krank oder verfallen aus.



    Auch hier sind die fruchtkörper im Schnitt übrigens mehrschichtig, was auch bei vielen Schichtpilzen ein Merkmal ist:


    Makroskopisch mit dem Pilz in der Hand hätte ich da gerne an Porostereum gedacht, der ist aber weicher. Chondrostereum hätte mir auch gefallen, der hat so eine Trennschicht, aber der hat Schnallen und...
    ...das ist auch einer der Gründe, warum der stört.


    Dieser gesamte Pilz hat nicht eine Schnalle, dabei habe ich mindestens gefühlt jede einzelne Septe danach abgesucht. :yawn:
    Dazu kommen die amyloiden Sporen (wenn auch nur schwach), die dickwandigen Skeletthyphen, das Fehlen von "richtigen" Zystiden (hier nur Hyphidien vorhanden). In Kombination mit der effus - reflexen Wuchsweise kommt als Gattung eigentlich nur noch Stereum in Frage. Da will nur keine Art richtig passen.
    Röten tut da auch nach feuchthalten absolut gar nichts. Stereum subtomentosum hat keine dunkle Trennlinie im Schnitt, bleibt eigentlich nur noch Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz). Aber warum der dann so aussieht...
    ...keine Ahnung. Selbst bei Frost zeigt die Art bei mir kein graues Hymenium.


    Pilz im Querschnitt:

    Links ist das Tomentum (Hutfilz), rechts das Hymenium.
    Die Bollos in der Mitte sind irgendwelche Inkrustierungen, da stecken aber keine Hyphenenden drin (also Zystiden), sondern diese Blumenkohl - Klumpen geistern einfach im untersten Teil des Hymeniums zwischen den Hyphen herum.
    Sieht von Nahem so aus:


    Teils (nicht an allen Stellen ausgeprägt) findet sich zwischen der Trama (größtenteils aus dickwandigen Hyphen) und der Fruchtschicht auch sowas:

    Das sollten etwas verdickte Enden von Skeletthyphen in Aufsicht sein. Interessanterweise soll Chondrostereum purpureum (Violetter Knorpelschichtpilz) so was Ähnliches haben: Ballonförmig verdickte Hyphenenden im Subhymenium.


    Bis auf diese Besonderheiten ist der Aufbau ziemlich Stereum - typisch.

    Das Hymenium besteht aus schlankkeuligen Basidien mit bis zu 4 Sterigmen, die in enger Palisade stehen. Dazwischen unreife Basidien (Basidiolen), die manchmal edn Eindruck von Zystiden erwecken können. Besonders dann, wenn sie noch sehr jung sind oder mal komische Auswüchse zeigen:

    Das liegt hier aber an den etwas mitgenommenen Fruchtkörpern.


    Die auffälligsten Strukturen sind Hyphenenden von dickwandigen Hyphen aus dem Subhymenium, die die Basidien nicht ünberragen. Die sind zylindrisch und oft apikal etwas zugespitzt, vor allem apikal auch dünnwandig. Und enthalten Öltröpfchen, allerdings ungefärbte (Rötende Stereum Arten haben da "Safthyphen", also ähnliche Gebilde, die mit roten Farbstoffen gefüllt sind).

    Wie immer man die jetzt nennen will...
    Gloeohyphidien?
    Keine Ahnung.


    Freilich fehlen auch im gesamten Hymenium die Schnallen:


    Die Sporen sind schmal ellipsoid, fast zylindrisch, messen so etwa 6-8 µm x 2-3 µm

    glatt, dünnwandig, teils etwas deformiert (mag auch an Witterung / Transport liegen)
    Schwach amyloid (Sporenwand wird blau in melzers Reagenz):

    Mit meiner Kamera schwer abzubilden, insbesondere bei dünnwandigen Sporen.


    Bislang finde ich nichts Besseres, als Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) als Namen dafür. Obwohl ich da auch mit der Farbe des Hymeniums ganz und gar nicht zufrieden bin, aber bei allen überprüften Alternativen ist irgendwo ein Kill - Kriterium drin...



    3) UMO = Lamellenpilz neben Birke
    Das ist der erste Pilz aus >diesem Thema< von Magellan.
    Der Einfachheit halber "zitiere" ich hier nochmal die ersten beiden Bilder, die Magellan aufgenommen hat:


    Der Pilz ist in einem ganz passablen Zustand getrocknet angekommen. So ein bisschen was kann man da schon och rausholen.
    Die Sporen sind glatt, hyalin, dünnwandig:

    Leider sind da nicht viele zu finden gewesen, wesentlich zahlreicher waren dickwandige, braune Fremdsporen.
    Die hyalinen (also im Abwurf weißlichen) sind aber die Richtigen, weil da sah man hier und da noch welche an Basidien ansitzen:

    Bei der geringen Anzahl der Sporen ließ sich leider keine Amyloidität feststellen. Wenn Melzer reinläuft, spült das einfach alle Sporen weg. nix mehr zu finden.


    Jedenfalls sind die Basidien dick, keulig, bis viersporig; Zystiden gibts reichlich, und zwar sowohl Cheilo- als auch Pleurozystiden. Von der Form sind die jeweils gleich, sämtlich zylindrisch und die Basidien überragend, hier mal Basidien mit Pleuros:


    Die Lamellentrama ist schwer zu erkennen, da die Lamellen recht plattgedrückt sind. Aber zwischen Lamellentrama und Basidien sitzt eine dünne Schicht aus kurzen Hyphen:

    Alle Basidien ohne Basalschnalle, Lamellentrama ohne Schnallen, auch sonst war in dem fruchtkörper keine Schnalle zu finden.


    Die Huthaut besteht dann aus liegenden, zylindrischen Hyphen, nur gelegentlich mit vereinzelten, kurz aufsteigenden Elementen:


    Mit dem kann ich vorläufig mal nichts anfangen. Ideen und Vorschläge (natürlich auch zu den Anderen Pilzen) bitte immer frei heraus. Wenn was fehlt kann ich auch gerne noch mal reinlinsen.



    LG, Pablo.