Hallo.
Vielleicht hättest du etwas niedriger rangehen sollen, Eike. 
Da ist die Bereitschaft oft größer, ein paar Chips zu investieren.
Anyway: Gewonnen hättest du die Wette.
Mentor, dein Pilz ist Sarcoscypha austriaca / Östereichischer Kelchbecherling.
Der kam bei mir in gutem, getrockneten Zustand an:

Ein Querschnitt in Wasser:

Recht gut lassen sich die Paraphysen und ihre Inhalte reaktivieren:

Aber bei den Sporen muss man aufpassen.
Die sind bei Trockenmaterial eben nicht mehr vital:

Bei Frischmaterial wären da keine großen Tropfen, sondern feintropfiges Material, das sich an den Polen der Sporen konzentriert.
Hier ist aber zu sehen, daß nicht etwa (wie bei Sarcoscypha jurana) regelmäßig zwei große Tropfen an den Sporenanden sind, sondern ein eher chaotisches Zusammenfließen der an sich kleineren Tropfen zu mehreren großen.
Wir hatten es auch gerade >hier< von diesem Vorgang bei Totmaterial.
Es sind aber ja nicht nur die Sporen, sondern der Pilz hat auch noch Haare außen:

Und die sind hier so typisch wie sie nur sein können.
Ich hatte auch schon eine Kollektion der Art mit weniger gekrausten Haaren.
Weils so schön ist mal eben noch etwas Lugol ins Präparat laufen lassen:

ist zwar nicht bestimmungsrelevant, aber das Umfärben der Paraphyseninhalte von Rot zu grün ist schon beeindruckend.
PS.: Willst du das Exsikat zurückhaben, Mentor?
LG, Pablo.