Hallo, Abeja!
Und trotzdem: Diese Bidler schaue ich mir gerne an und lese gerne die Beschreibungen. Sehr wohl in dem Wissen, daß die Pilze auch ein erfahrener Experte ohne ein Exsikat in der Hand kaum auflösen können wird.
Ein bisschen rantasten kann man sich, und sieh es mal so: Das, was du dir jetzt bei der Recherchearbeit einprägst, wird auf weiteren Reisen und bei weiteren Funden nützlich und hilfreich sein.
Unter Berücksichtigung dessen, was Andreas schreibt: Es ist so vieles unbeschrieben, große zusammenhängende Publikationen gibt es nicht, das meiste ist Stückwerk.
Persönlich würde ich bei tropischen Funden (wenn ich denn mal in den Tropen lande) auch von global verbreiteten, bei uns bekannten Arten ein Fragezeichen stehenlassen.
Klar, Ganoderma australe kommt weltweit vor. Die Art ist bei uns in Europa sicher und recht einfach zu bestimmen.
Aber sind in Sumatra wachsende Kollektionen wirklich das Gleiche, auch wenn sie morphologisch identisch sind?
Muss nicht sein.
Umso spannender ist es dann aber, sich damit zu beschäftigen.
Viel schreiben könnte man nun noch dazu, warum in manchen Gegenden die Funga so lückenhaft bekannt und beschrieben ist. Das würde zu weit führen.
Letztlich lässt sich eine ähnlich verlässliche Bearbeitung wie in Nordamerika, Japan oder Europa nur erreichen, wenn sich genug einheimmische Experten damit befassen.
Dennoch kann man ja auch mal als Besucher ein paar Sachen angucken. Idealerweise dann aber so, wie Andreas das macht: Man muss auch Herbarmaterial mitnehmen und entsprechend mit den Fundnotizen archivieren.
Mirkoskopisch und genetisch untersuchen können das auch entsprechende Spezialisten, aber mit so einer Sammlung an untersuchbarem Material kommt man immerhin schon mal ein Stückchen weiter. 
LG, Pablo.